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Familienwerte Warum ist das mit den Kindern so kompliziert?

 ·  Trotz aller Anreize werden wenig Kinder geboren. Das größte Hindernis, so fand das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung heraus, sind die kulturellen Einstellungen: Das Leben mit Kindern gilt als anstrengend und soll perfekt gelingen. Muss das so sein?

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (75)
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Falko Steinbach

Lernprozeß

Wer sich dazu entscheidet, keine Kinder zu haben beraubt sich der Möglichkeit, eine Menge über sich selbst zu lernen.

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Martin Hesse
Martin Hesse (Hehrmann) - 23.12.2012 16:24 Uhr

Schaut auf die Vorbilder

Wir haben eine kinderlose Kanzlerin, eine kinderlose Wissenschaftsministerin, einen kinderlosen Umweltminister, einen kinderlosen Außenminister, und das waren nur die, bei denen ich das weiß. Und beinahe hätte die CDU beschlossen, anstatt das überholte Ehegattensplitting nur noch für Familien anzuwenden, dieses Geschenk ohne Gegenleistung auch noch auf gleichgeschlechtliche Paare auszuweiten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 18:23 Uhr
Sibylle Seiters

Ursula

von der Leyen macht das alles wider wett ;-)

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Martin Klocke
Martin Klocke (mampo) - 23.12.2012 14:07 Uhr

ich bin froh, dass ich Kinder habe! - trotz unserer Gesellschaft und neg. Familienbild

Es ist nicht kompliziert. Kinder zu haben ist ein Abenteuer, auf dass man sich einfach einlassen muss. Es ist ein Teil eines Lebens, das nicht in allen Details zu regeln und zu steuern ist. Ein Leben, das nicht mit Versicherungen in alle Bereiche abzusichern ist. Ein Leben, dass jeden Tag Neues bringt, das Spontanität fördert und erfordert. Ein Leben, das plötzlich viel Nähe und wenig Alleinsein bedeutet. Ein Leben, das mich zurückwirft auf die Basis unserer Gesellschaft: Die Kleinfamilie. Und ich sehe inzwischen, warum viele keine Kinder kriegen: Das Familienbild wurde extrem abgewertet, das Bild einer Mutter, die sich tatsächlich um die Kinder kümmert, wurde als "Heimchen" abgewertet, gleichzeitig sorgt unsere Sicherheitsmentalität dafür, dass man versucht, Kinder bis in alle Details zu kontrollieren und abzusichern, das geht sogar bis in den Bauch der Mutter (Kontrolle pur); und das Bild "in so eine schlechte Welt setzt man keine Kinder". Trotzdem: Wir sind froh, Kinder zu haben!

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Peter Gorski

Eine Gesellschaft muss sich ihre Kinder verdienen!

Unsere Gesellschaft aber mag Kinder nicht so wirklich gerne denn Kinder stören organisierte Abläufe, sind spontan, laut, unberechenbar.
Früher war alles anders, da kamen die Kinder einfach und ungeplant in die *Gesellschaft* der Familie und wuchsen dort, mehr oder weniger behütet, auf!
Heute stellen wir fest, dass die Gesellschaft Familie ersetzen soll, es aber nicht kann.
Dass alle Planung und Organisiertheit Kinder eher verhindert weil sie Egoismus fördert.
Selbst die Vorstellung des perfekten Umgangs zur Erzeugung des perfekten Kindes ist purer Egoismus!
Auch für die Wirtschaft sind zwei schlechter verdienende Arbeitskräfte Gewinnbringender als eine Arbeitskraft, die dann auch noch 3 Menschen ernähren muss.
Lange Jahre haben wir eine Kultur des Kinder weglegens von Geburt an entwickelt, die in kleinen Gefängnissen (Gitterlaufstall) und grossen Gefängnissen (Kindertagesstätten) gipfelte.
Jetzt lamentieren wir ob der Konsequenz all dieser Entwicklungen?
Wir alle sind die Gesellschaft!

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Hans Meier

Ob die CDU von der SED was lernen kann?

Die CDU glaubt, dass sie selbst eine Familienpartei sei und dass die SED "die Familie zerstören" wollte.
Eine Tatsache ist aber, dass in Ostdeutschland niemals so viel Kinder geboren wurden wie zu DDR-Zeiten. Obwohl Verhütungsmittel längst zur Verfügung standen und fast alle Frauen berufstätig waren. Und dass mit Kohls Einheit dann die Arbeitsplätze verschwanden und die Geburtenraten in den Keller sanken. Erst nur im Osten, dann auch im Westen.
.
Eine zweite Tatsache ist, dass die CDU das Problem durch Moralpredigten lösen will. Die Leute würden schon genug Kinder kriegen, wenn man sie nur oft genug dazu auffordert. Oder wenn man Kinderlose, Geschiedene und Schwule nur agressiv genug denuziert.
.
Dabei hätte die CDU doch allen Grund, sich einfach mal ganz pragmatisch, unideologisch und vorurteilsfrei zu fragen, was die SED auf diesem Gebiet möglicherweise besser gemacht hat als sie. (So frei nach der Bibel, "den Guten Baum an den Früchten erkennen" (und nicht an den Parolen)).

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 10:26 Uhr
wolf biermann

Dennoch: Es war Leben.

Meine Osterfahrungen sahen anders aus. Nun weiß ich ja nichts über Sie, waren Sie DDR-Bürger oder Berliner oder Westdeutscher? Ostdeutscher aus dem Eichsfeld oder aus dem "Tal der Ahnungslosen" ?
Die BRD hatte Adenauer und Strauß, wir hatten Ulbricht und Honecker (und mehr Kinder) und wir lebten schon damals...........

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Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 23.12.2012 10:05 Uhr

Osterfahrungen

Die weitgehende Sicherheit des Arbeitsplatzes wird im Rückblick zu einem auch für dieses Thema wesentlichen Faktor. Die Familie, der Freundeskreis als wichtige Räume der Entfaltung und des Schutzes sind wahrscheinlich auch gewichtig gewesen.
Dennoch: Es war kein Leben.

1989:
("Ein größerer Grad bürgerlicher Freiheit scheint der Freiheit des GEISTES des Volks vorteilhaft und setzt ihr doch unübersteigliche Schranken; ein Grad weniger von jener verschafft hingegen diesem Raum, sich nach allem seinenem Vermögen auszubreiten. Wenn denn die Natur unter dieser harten Hülle den Keim, für den sie am zärtlichsten sorgt, nämlich den Hang und Beruf zum FREIEN DENKEN, ausgewickelt hat: so wirkt dieser allmählich zurück auf die Sinnesart des Volkes (wodurch dieses der FREIHEIT ZU HANDELN nach und nach fähiger wird) und endlich sogar auf die Grundsätze der REGIERUNG, die es ihr selbst zuträglich findet, den Menschen, der nun MEHR ALS MASCHINE ist, seiner Würde gemäß zu behandeln." Kant)

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Michael Arndt

Und schon wieder eine an den Haaren herbeigezogene Argumentation...

Man merkt immer mehr, dass wir dem Untergang entgegen gehen. Was, bitte sehr, ist ein "Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung"? Was machen die, was kostet das?
Die Ergebnisse sind jedenfalls Murks. Das Geld sollte man direkt in die Familienföredrung stecken, das würde helfen.
Ich bevorzuge die Sicht des "Homo oeconomicus": Kinder haben einen extrem negativen "Cash-Flow" und einen noch schlechteren "Return on investment".
Damit ist in unserer erfolgorientierten Gesellschaft alles gesagt. Punkt.

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Edda Kuhlmann

Von den derzeit 74 Kommentaren nur einer, der sich bedingungslos fuer Kinder ausspricht

Und das, denke ich, fasst das gesamte Problem wunderbar zusammen. Kinder bringen Probleme und Freuden, aber waehrend erstere jedermann ueberdeutlich vor Augen stehen, werden letztere kaum einmal erwaehnt, und wenn, sogar noch als "hohle Phrasen" oder "Verklaerung" abgetan. Das ist erschreckend. Als BWLerin (und Mutter) bin ich durchaus in der Lage, Kosten und Nutzen gegeneinander aufzuwiegen, Barwerte auszurechnen und Risiken zu beurteilen und dennoch kann ich nur sagen- gaebe es keine Kinder, wuerde ich sie erfinden., unter dem Strich verbleibt ein dickes Plus auf der Habenseite. Man muss die positiven Seiten nur sehen wollen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 04:03 Uhr
Bertram von Steuben

Keine "Kosten-Nutzen-Rechnung", Frau Kuhlmann...

...kein "Gegenrechnen", keine "Barwerte".
Nur das Ansehen, dass mein Junge immer und immer wieder benachteiligt und von den Kampffeministinnen diskriminiert wird.
Nur weil er ein Junge ist - und damit "das Böse" in dieser Gesellschaft verkörpert.
Und wer der Meinung ist, dass das ja gar nicht stimmt, der sollte das auch laut und publikumswirksam sagen.
Er sollte es Frau Schwarzer sagen, die mit ihrer unsäglichen Gegenderei Leid und Unfrieden verursacht hat.
Er sollte es den Frauen-Quoten-fordernden Quotenfrauen in der EU und in Germanistan sagen.
Er sollte es den Erfindern der "Girls-Days" sagen.
Und er möge sich bei meinem Sohn, den ich über alles liebe, versuchen zu entschuldigen...

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Hans Meier

Mit Aussprüchen ist ja nichts erreicht.

Was haben Sie von 100 Kommentaren, die sich "bedingungslos für Kinder aussprechen" Es kostet die CDU ja nichts, solche bedingunglosen Kommentare in ihre Prospekte zu schreiben. Aber davon wird keine Ostfrau schwanger, nichtmal die Kanzlerin.

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Hans Meier

Die Opfer der Produktivitätslüge

Mehr Produktivität erzeugt mehr Wohlstand -- das ist die Lüge des Hochleistungswahns, dessen Folgen hier beschrieben werden.
Wer in Deutschland noch am ehesten bereit wäre, Kinder zu kriegen, das ist die unprätentiöse, kleinstädtische, oft ein wenig spießig-konservativ daherkommende untere Mittelschichte. Wo sich niemand zu schade dafür ist, Teilzeit an der Supermarktkasse zu arbeiten, aber jeder sich schämt, über längeren Zeitraum Sozialhilfe zu beziehen.
Gerade diese Arbeitsverhältnisse aber sind in den letzten 10 Jahren gnadenlos präkarisiert worden. Was fehlt, sind einfach Jobs für einfache Menschen, die nicht vom Wahn befallen sind, nur "hochbegabte" oder hyperkreative Kinder hätten eine Existenzberechtigung. Und diese Jobs müssen ihnen ein Einkommen über dem Existenzminimum garantieren und ausserdem am Abend und am Wochenende noch genügend Freizeit lassen.
So, wie es noch vor 30 Jahren die Regel war. Als wir alle noch viel viel unproduktiver und viel viel ärmer waren.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.12.2012 18:37 Uhr
Sibylle Seiters

Ganz Ihrer Ansicht,

insbesondere, dass diese einfachen Jobs das Existenzminimum absichern müssen. Wobei m.E. ein Mindestlohn diesbezüglich eher kontraproduktiv wäre, weil dann auch noch diese letzten Jobs nach Rumänien verlagert würden. Die einfachen Arbeitsverhältnisse wiederum durch öffentliche Gelder des Bundeshaushalts zu bezuschussen, riskierte den Missbrauch. Reguläre Jobs mit bislang befriedigendem Lohn würden Gefahr laufen, von den Arbeitgebern in öffentlich bezuschußte umgewandelt zu werden. Eine Zwickmühle ...

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Uwe Borg
Uwe Borg (Borgward) - 22.12.2012 18:57 Uhr

Vielleicht liegt es auch an der Ueberhoehung der Rolle der deutschen

Mutter, dass die jungen Frauen zurueckschrecken. Wie so oft in Deutschland bestimmen Theoretiker die Diskussion. Die Zukunft der Kinder erscheint planbar, wie ein komplexes Grossprojekt. Dem ist nicht so. So lange man sich an gewisse Mindeststandards, wie liebevoller Umgang, keine haeusliche Gewalt und uebertriebener Medienkonsum haelt, schaffen die Kinder ihren Weg. Ob die Mutter dann ganztags oder gar nicht arbeitet ist unerheblich.

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Hans Meier

Rot-Grün war auch nicht besser.

In den Wissenschaften haben sie das 12-Jahres-Gesetz erfunden. Und dann wundern sie sich, dass Akademikerinnen keine Kinder haben wollen. Und versuchen es dann hinterher mit der Frauenquote zu richten, was ja auch irgendwie problematisch ist.

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Hagen Dreßel

Was mir auffällt...

Beeindruckend an der Diskussion finde ich, dass egal wieviele Statistiken genannt werden, niemand sich die Mühe mach junge Erwachsene(ich bin selbst Mitt-Zwanziger und Akademiker) zu fragen warum sie keine Kinder bekommen.

In meinem Fall sieht die Antwort so aus: ich setze nur in eine stabile Beziehung Kinder. Selbst Scheidungskind weiß ich dass es weder schön für die Kinder noch für die Eltern ist wenn man das nicht tut. Da jeder das gerede über Generation-Single kennt ist es wohl unnötig zu erläutern warum so viele junge Menschen keine Kinder bekommen. Selbst kenne ich einige junge und glückliche Eltern. Alle in stabilen(und m.E.n. glücklichen) Beziehungen.

Geld spielt dabei nur insofern eine Rolle, dass man in der Lage sein muss das Dach über dem Kopf und das Essen auf dem Tisch zu bezahlen. Für die meisten Akademiker kein großes Problem.

Mein Fazit: ohne mehr vernünftige Beziehungen wird es auch nicht mehr Kinder geben.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.12.2012 21:01 Uhr
Hagen Dreßel

Herr Borg

Mit Ihrem ersten Punkt haben Sie durchaus recht, es ist schon besser ein Scheidungskind zu sein als nicht zu existieren.
Würde ich allerdings nciht existieren könnte ich mich auch nicht darüber beschweren nicht da zu sein. : )

Ich möchte meine Pflichten(und natürlich Privilegien) als Vater wahrnehmen. Meine Kinder alle 3 Monate einmal sehen zu dürfen reicht mir nicht, das muss ich zugeben. Viele andere Foristen haben das Schöne am Elternsein beschrieben, ich denke aber dass das nur zu haben ist wenn man am Ende auch wirklich eine Familie ist(jedenfalls als Vater). Bin da etwas konservativ : )

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Hans Meier

Aber warum sind Beziehungen instabil? "Flexibilität".

Warum sind Beziehungen heute instabiler als früher? Vielleicht weil sich der im Arbeitsleben gepredigte Flexibilitätswahn nicht ohne Auswirkungen aufs Privatleben bleiben kann?

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Uwe Borg
Uwe Borg (Borgward) - 22.12.2012 19:05 Uhr

Da haben Sie schon recht.

Aber waere es Ihnen denn lieber gewesen nicht geboren worden zu sein, als ein Scheidungskind zu sein?

Wir konnen nun mal nicht in die Zukunft sehen, wissen nicht ob eine Beziehung zerbricht, ein Unfall oder eine Krankheit unsere Plaene zerstoert. All das kann passieren und noch viel mehr. Die Angst davor sollte uns aber nicht davon abhalten Kinder zu bekommen. Sonst stehen wir am Ende unseres Lebens da und fragen uns, was wir wirklich gemacht haben.

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Hans Meier

"Sozial ist, was Arbeit schafft". Von Kindern ist da nicht die Rede.

Was in Deutschland ausserdem fehlt, ist eine Volkspartei, die die Interessen der einfachen Arbeitsbevölkerung vertritt -- anstatt mit Losungen wie "Sozial ist, was Arbeit schafft" den Standpunkt der zynischen Manager zu übernehmen. Denn nach dieser Logik wäre ja auch Kinderlosigkeit sozial.

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Ingo Riedel
Ingo Riedel (ingomk6) - 22.12.2012 18:10 Uhr

Kinder sorgen dafür, dass der Mitarbeiter am Abend und am Wochenende ...

weniger für die Firma tut. Das fällt besonders in der IT-Industrie auf, wo jede Software sobald sie ausgereift ist und nutzbringend funktioniert vom Produktmanagement, Vertrieb und Marketing von den Preislisten gestrichen wird. Das nennt man Innovation. Ich kenne keine Kollegin in der Entwicklung die diese Tretmühle - selbst ohne Kinder - länger als zwei bis drei Jahre durchgehalten hat. Und durch die in den letzten Jahren verstärkt eingeführten agilen Arbeitsmethoden wurde der Leistungsdruck noch erhöht. Kindererziehung ist Arbeit. Man muss erklären, vormachen und nochmals alles erklären. Eltern bräuchten eine gesetzlich garantierte 35 Stunden Woche! Dann gäbe es auch mehr Kinder!

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Falko Steinbach

Menschenbild

Viele Erklärungsversuche, die die Politik, Karriere, das Männerbild und den Feminismus ins Zentrum rücken sind berechtigt und verständlich. Dennoch möchte ich darauf ganz naiv einwenden: Kinder bekommt man, weil man sich mit einem Partner umgibt, den man mag und der Meinungen vertritt, die man sympathisch findet. Wer sich Schuldgefühle und Minderwertigkeitskomplexe einreden läßt ist selbst Schuld, man sollte sich einfach von penetranten Mitmenschen fernhalten. Wer Kinder nicht als Bereicherung seines Lebens sieht und erst die Lebensumstände seinem Kinderwunsch anpassen will (Hilfe ist immer willkommen) oder sein eigenes Bedürfnis vor das der Kinder stellt sollte keine bekommen und sich auch nicht beklagen. Ein positives Menschenbild und eine gewisse Naivität (nicht bei der Partnerwahl!) gehören wohl dazu. Ein Betätigungsfeld für freie selbstbestimmte Menschen!

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Alexandra Strobel

Kann mir mal jemand erklären...

...warum Kinder bekommen altruistisch und keine Kinder bekommen egoistisch ist?
Warum akzeptiert man nicht einfach die Entscheidung jedes Einzelnen?
Ich selber habe vier Geschwister, mein Vater war Arbeiten, meine Mutter als Hausfrau den ganzen Tag zuhause. Schon als kleines Kind war mir klar, dass ich so ein Leben später nicht will. Die Tätigkeiten einer Mutter werden nicht genug anerkannt? Tut mir Leid, aber ich stell mir Putzen und Kochen auch nicht als die Erfüllung meines Lebens vor.
Und über das BlaBla, dass früher die Frauen gewillter waren Kinder zu bekommen kann ich nur den Kopf schütteln. Wenn (ältere) Frauen das Gefühl haben, dass sie nicht gleich von einem verurteilt werden, verraten sie einem öfters mal, dass sie ihr Leben gerne anders geführt hätten. Ohne, oder zumindest mit (viel) weniger Kinder.
Wenn eine Frau (viele) Kinder will: Bitte.
Wenn eine Frau keine Kinder will: Auch ihr gutes Recht. Zum Glück gibt es keinen Zwang, welche zu bekommen...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2012 00:57 Uhr
Alexandra Strobel

Was für ein platter Spruch...

Jedesmal wenn ein Mensch diesen Spruch von sich gibt frag ich mich, ob er auch nur eine Sekunde nachgedacht hat.
Frau Müller hat es treffend beschrieben: Würde es mich nicht geben, würde mich das nicht interessieren, da es mich ja nicht geben würde. Dass diese Logik so vielen verwehrt bleibt ist mir immer wieder ein Rätsel.
Im Schnitt bekommen die Frauen 1-2 Kinder. Das reicht doch. Was soll dieses gejammere? Mehr Kinder wollen Frauen nur in seltenen Fällen! Das ist zumindest meine Erfahrung. Weil 1-2 Kinder einfach genug sind und die Frauen idR sich darauf freuen, keine Windeln mehr wechseln zu müssen, tagsüber ein paar Stunden Ruhe zu haben, wenn die Kinder im Kiga/ in der Schule sind oder sich einfach tierisch freuen, wenn sie wieder Arbeiten gehen können und ne andere Welt sehen wie die voller Kinder und Muttertiere.
Was genau ist denn der "Kinderwunsch". Nichts anderes als ein Instinkt. Der einzige, welchen die Menschheit sich noch eingesteht. Natürlich als Bedürfnis schöngeredet.

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Closed via SSO

Wenn der Mensch sich mit "Verhütung" eine Option wider die Natur anmaßt und Konsum präferiert,

dann muss sich keiner wundern. Das ist erst aber erst der Anfang. Synonyme der künftigen Entwicklung sind Adoptionen für Homosexuelle und Familienministerinnen, die von "das Gott" fabulieren.

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Maria Diaz
Maria Diaz (MDDG) - 22.12.2012 16:53 Uhr

Ein Zitat, das uns hilft weitere Gründe zu finden

"Das Kind erscheint im Denken dieser unserer Zeit als Konkurrent unserer Freiheit, als der Konkurrent unserer Zukunft, der uns den Platz wegnimmt. Wir stellen den Raum unseres Lebens mit Sachen, mit Produkten voll und können gar nicht genug haben von Dingen, die wir planen und die wir auch wieder wegwerfen können. Wir haben allenfalls noch Raum für ein Tier, das sich ganz unseren Launen einfügt. Aber für eine neue Freiheit, für einen neuen Willen, der hereintritt in unser Leben und den wir nicht planen und regulieren können, da haben wir keinen Platz, das ist uns zu beschwerlich.... Insofern geht es hier um sehr Tiefes, darum, wie wir letzten Endes Menschsein begreifen: aus einem großen Egoismus heraus, der sich rundum bedroht fühlt, oder von vertrauender Freiheit her, die eine andere Freiheit annimmt und annehmen kann, weil sie den Menschen letztlich von Gott her getragen und so zur Gemeinschaft der Liebe, der Freiheit des Miteinanders berufen weiß." Weihnachtspredigt 1978, Ratzinger

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Closed via SSO

Mutter

Woran denken Sie, wenn Sie das Wort "Mutter" hören?

Sind die Gedanken positiv besetzt?
Falls nein, warum nicht?
Wer hat zur etwaigen Destruktion des Mutterbildes beigetragen?

Die radikalen Gesellschaftskritiker der Nachkriegszeit waren nicht ganz unschuldig.
Ihre Imperative wurden unser Geschmack.

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Karl Hammer

Der Sozialstaat zerstört den familiären Zusammenhalt ...

und trägt mindestens Mittverantwortung an der Kinderlosigkeit.
Der Staat verdrängt die natürliche gegenseitige und nicht auf Gesetzen sondern auf der Natur beruhende Verantwortlichkeit der Menschen füreinander und setzt an deren Stelle die Abhängigkeit von einer seelen- und lieblosen Bürokratie.
Er zerstört damit auch die gesellschaftlichen Strukturen, die das Fundament einer auf Gesetzen beruhenden staatlichen Ordnung sind.

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Konrad Wolff
Konrad Wolff (Emigrant) - 22.12.2012 16:23 Uhr

Fast 70 Jahre kein Krieg auf deutschem Boden - die Kehrseite der Friedensdividende ...

... ist leider Dekadenz. Und eine ideologische Großwetterlage, die mich jeden Tag auf's neue den Kopf schütteln läßt. Arbeit muß _Spaß_ machen. Frauen _müssen_ Arbeit haben, um nicht von Männern (alles Schweine) abhängig zu sein. Männer - die Ursache allen Übels. Kriminell und gewalttätig und dabei wehleidig und versoffen. Eigentlich zu nichts nütze - so jedenfalls die ökofeministische Doktrin, die sich überall breitgemacht hat. Jedenfalls da, wo es frauenkompatible Luxusarbeitsplätze gibt. Effeminierung, ja Infantilisierung, wo man hinschaut. Und die jungen Männer? Wenn nicht schon von Mama(natürlich alleinerziehend), dann doch im Kindergarten oder spätestens in der Grundschule kurz- und kleinkastriert. So laufen sie denn mit tiefergelegten Hosenböden, die aussehen, als trügen sie Windeln und hätten sich eingesch... durch die Szeneviertel und spüren die geballte Verachtung nicht mal mehr. Die Männer Weicheier, die Frauen verwirrt. Wie also Kinder? Danke Alice Schwarzer & Konsorten!

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22.12.2012, 10:44 Uhr

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