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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Fall Wulff In Trümmerhaufen

 ·  „In einem Jahr ist alles vergessen“, meinte Christian Wulff laut „Bild am Sonntag“ zu einem Mitarbeiter, es sei „dieses Stahlgewitter bald vorbei“. Christian Wulff als Ernst Jünger? Die Ähnlichkeiten liegen auf der Hand. Doch nicht nur zitierte er Ernst Jünger, Ernst Jünger zitierte auch Christian Wulff. In seinem Buch „In Stahlgewittern“ schrieb der Leutnant des Hannoveraner Regiments Prinz Albrecht von Preußen darüber, wie von Bellevue aus ein totes Land aussieht.

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nikolaus hesse

ernst juenger oder "schuster bleib bei deinen leisten"

"sie hochzuhalten inmitten dieser Zeit weichlichen Gewinsels, der moralischen Verkümmerung und des Renegatentums ist stolzeste Pflicht eines jeden, der nicht nur mit Gewehr und Handgranate, sondern auch mit lebendigem Herzen für Deutschlands Größe kämpftei."
ch weiss nicht, mit wem oder was der verfasser dieses artikels das zitat in ein verhaeltnis setzen moechte.muss man vielleicht auch garnicht zu ergruenden suchen.
am besten von ernst juenger ganz die finger lassen. das buch in den schrank zurueck stellen.
da steht es gut. und wartet auf gute leser.
ernst juenger ist ein klassiker der moderne. unerreicht.
in frankreich und italien immer wieder neu aufgelegt.
besser finger davon lassen.
oder? um einen terminus zu gebrauchen, der dem verfasser besser eingeht.
juenger zu "missbrauchen" ist "unanstaendig".
schuster, bleib' bei deinen leisten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.01.2012 19:31 Uhr
nikolaus hesse

in stahlgewittern

ich schrieb:"ich weiss nicht, mit wem oder was der verfasser dieses artikels das zitat in ein verhaeltnis setzen moechte.muss man vielleicht auch garnicht zu ergruenden suchen."
wobei wir natuerlich alle wissen, dass hier von wulff die rede ist.
nur. der sinn war:
wo findet sich der ( wulff-kritische-) verfasser selbst von ernst juenger beschrieben?

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Hanswalter Baumann

Hannoveraner Chuzpe in Berlin?

„In einem Jahr ist alles vergessen“ – Kopfschütteln angesagt! Merkt Wulff eigentlich gar nicht, was er da sagt? Und merkt er nicht, wie er mit solchen unsäglichen Äußerungen es auch denen, die ihn noch stützen, es immer schwerer macht, für ihn einzutreten?

Und „Stahlgewitter“? Befindet sich der Bundespräsident in einem selbst erklärten Krieg? Die „Stahlgewitter“-Bemerkung erinnert fatal an die kolportierte Mailbox-Ankündigung von Krieg.

Nicht dass Wilhelm Busch da eine dunkle Vorahnung gehabt hatte!
Erst: „Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich“;
dann: „Aber wehe, wehe, wehe! / Wenn ich auf das Ende sehe!“
und schließlich: „Gott sei Dank! Nun ist's vorbei / Mit der Übeltäterei!“ - und nicht mit dem Vergessen!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.01.2012 22:01 Uhr
Hanswalter Baumann

kleine Korrektur

Bei der hastig angefügten Parenthese am Ende ist ein logischer Fehler entstanden, den ich hier korrigieren möchte: Statt "und nicht mit dem Vergessen!" muss es heißen "und erst recht mit dem Vergessen! (ist es vorbei)

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ulrich wessinger

Der Bundespräsident hat recht

Wulff hat Recht. Es wird ein Krieg gegen ihr geführt. Das Drehbuch dazu stammt aus dem Hause Murdoch und wurde schon bei Clinton angewandt, der Tagesspiegel hat es veröffentlicht:

http://www.tagesspiegel.de/meinung/kontrapunkt-wie-ein-skandal-gemacht-wird/6046546.html

Und warum wird er beschossen? Athen, Rom und jetzt Berlin. Goldmann-Sachs-Knechte sollen installiert werden, damit die Schuldeneintreibung, die Stabilisierung der Bankenherrschaft gewährleistet bleibt. Neue Gesetzte zur ESM stehen an, da muss unser Präsident unterschreiben, ohne seine Unterschrift tritt ein neues Gesetz nicht in Kraft. Mehr dazu hier:

http://www.godmode-trader.de/nachricht/Das-Bauernopfer,a2729785.html

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Erwin Stahlberg

Traumtänzer

Wie kann der Mann nur hoffen, daß in einem Jahr alles vergessen sein werde?!
Allein d i e s e Einschätzung der REALITÄT disqualifiziert ihn so klar und deutlich, daß es nun langsam zum Heulen wird.

Eine gröbere Fehlbesetzung ist gar nicht mehr vorstellbar!

Daß unsere Bundeskanzlerin solcher drückenden Sachlage kein schnelles Ende bereitet,
bleibt mir rätselhaft.

Herr Wulff ist ein böser Dorn auf seinem Platz
--- der kommende Karneval wird dies zu "würdigen" wissen!

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Closed via SSO

Liebe FAZ-Redaktion...

wenn Herr Prandtl von der SZ schreibt:
"Mit ihrer Verbissenheit aber entzieht sich die Kritik ihre eigene Legitimität: Es ist nicht die Aufgabe der Medien, einen Rücktritt zu erzwingen. Ein Rücktritt ist nicht die den Medien zustehende Bestätigung und Belohnung für die Aufdeckung einer Affäre. Und das Ausbleiben des heftig geforderten Rücktritts ist nicht etwa ein Angriff auf die Pressefreiheit."
sollten auch Sie sich das zu Herzen nehmen!

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Stefan Frank

Nicht Ihr Ernst, oder?!

Auch Jünger sind Friedenszeiten nie dramatisch genug gewesen. Seltsame Zeiten, in denen man versucht ist, einen Schwachmanen wie Wulff vor durchgedrehten Feuilletonisten in Schutz zu nehmen. Für das neue Jahr wünsch ich mir, dass die FAZ(und andere Blätter, die jetzt über diese Affäre den investigativen Journalismus wiederentdeckt zu haben glauben) mal bei relevanteren Themen ähnliche Bissreflexe zeigen würde...

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Jens Daniel

Jünger

Was um alles in der Welt soll dieser Artikel? Warum ist er anonym? Was soll der Vergleich zwischen Jünger und Wulff?

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Ulrich Dust

Auf der ersten Seite bemüht sich

ein Herausgeber, mit semantischen Abhandlungen Worte des BP auf der Goldwaage nachzuwiegen und hinten im Blatt dürfen die namenlosen Praktikanten die kleinen Karos der ganzen causa vierteln.

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Alex Barnewitz
Alex Barnewitz (duol) - 09.01.2012 00:30 Uhr

Tobak - starker aber guter - Ihr Artikel!

Also geht es doch um die Machtfrage? Oder um die Frage wie Deutsche mit Herausforderungen umgehen. In der Schweiz wird gerade eine Frage vernuenftig geloest (die Frau des Bundesbankpräsidenten hat mal so eben 50tsnd eingespielt). In Deutschland wird ueber die - eigentlich voellig unbedeutende - Frage ob der BP 5 oder 10 Tage Urlaub umsonst verbracht hat, 2 bis 16 Wochen diskutiert. Ueber die Frage des Ausstiegs aus der Atomenergie 2 Tage. Romantik und Emotionen pur. Alles unter dem glänzenden Deckmantel des Exportweltmeisters.
Also, der Bundespräsident gilt fuer mich als typischer Vertreter der Elite. Wo befindet sich denn die Elite, nach Meinung des Autors? hat er Angst vor der Wahrheit oder kämpft er eigentlich gegen eine Niederlage der Medien gegen die Elite oder zaehlt er sich sogar dazu??
Anscheinend irren die Medienvertreter voellig orientierungslos durch den WerteKanon unserer Gesellschaft.

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Jürgen Dietze
Jürgen Dietze (dietzej) - 09.01.2012 00:10 Uhr

was soll diese Wortklauberei ?

Wulff sagt also was von "Stahlgewittern" und prompt entsteht dazu eine neue Story. Gibt es demnächst auch eine linguistische Abhandlung über ein "Grüß Gott", sollte es von Christian Wulff morgen irgendwo vernommen (oder kolportiert) werden ?

Und durch wen oder was ist nun dieser "Stahlgewitter"-Ausspruch überhaupt belegt ? Wer oder welche Niederschrift ist die Quelle ?

Eine seltsame Form der politischen Berichterstattung ist das. Mir könnte es eigentlich egal sein, denn Geld gebe ich für sowas schon lange nicht mehr aus. Angesichts der langjährigen Auflagenerosion aller Printwerke frage ich mich: Werden diese Kampagnen noch durch Kioskkäufe finanziert oder wer sind die wirklichen Auftraggeber ?

Womöglich hat sich Bundespräsident Wulff dann doch zu ablehnend ggü den gigantischen Rettungsschirmen geäußert. Nun muss er halt weg, entscheidet die erste Macht im Staate: die Presse.

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Frank Sperling

Wulff wußte, dass er nach dem Mehrheitswillen ...

höchstens 2.Wahl war, die noch dazu dreier Wahlgänge bedurfte. Auch jetzt gibt ihm niemand, selbst aus der eigenen Partei, gute Noten. Und etliche, die ihn gewählt haben, gestehen sich den Irrtum auch ein. Der gedankenlose Gebrauch des Menschen verachtenden und tötenden "Stahlgewitters" ist - für sich gesehen - nur eine der dummen Gedankenlosigkeiten Wulffs. Jede für sich allein könnte verziehen werden, aber alle zusammen ? In diesem Fall ist sich die Presse ungewöhnlich einig und die Mehrheit der verantwortungsvollen Bürger mit ihr. Frau Merkel treibt sich mit Wulff selber vor sich her. In einem Jahr werden wir tatsächlich nicht mehr über Wulff reden.

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Peter-Ernst Meier

Beleidigung

Als großer Bewunderer der Jünger´schen Schriften lehne ich den Vergleich zu „Stahlgewittern“ strikt ab. Hier wird nicht gestorben noch in irgendeiner gearteten Weise das Leben für eine Sache geopfert. An dieser Stelle werden keine Beine durch Granaten zerschmettert oder Gasangriffe überlebt. Hier werden keine 18jährigen für wenige Meter Geländegewinn verheizt.

Bereits der Rückgriff auf die „Stahlgewitter" für diese mit Verlaub gesagt „Lappalie“ ist in höchstem Maße unehrenhaft und eine Beleidigung aller Kriegsopfer.

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R Beetz
R Beetz (styriker) - 08.01.2012 22:20 Uhr

Bald vorbei

Das kann man so stehen lassen. Ein wahres Wort gesprochen. In einem Jahr wird sich niemand mehr an eineinhalb Jahre Bundespräsidentenzeit erinnern. Sehr schade, aber seit der letzten Wahl kein Einzel(ner)fall. Vielleicht aber der Letzte der jetzigen Regierung. Es bleibt zu hoffen. Viel Erfolg in der Zukunft.

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Jakob Mierscheid

Dieser "Artikel"...

...gehört eher in die Rubrik "Ganz Dünnes"!

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Konstantin Schneider

BILD müsste jetzt eigentlich mit Stalinorgeln reagieren.

Irgendwie wird mir dieser Wulff noch sympathisch. Auch wenn sein Intellekt scheinbar nicht ganz ausreicht für das Amt. Aber vielleicht täuschen wir uns ja und der Bundespräsident legt es nur darauf an, mit noch mehr Provokationen das System BILD zu entlarven. Diekmann und seine Detektive haben jedenfalls noch lange nicht gewonnen. Denn je länger sich das jetzt alles hinzieht mit dem Rücktritt und den Beratungen von Merkel, Rösler etc. desto deutlicher wird doch auch, dass es sich um Terror von "Heckenschützen" handelt, die das Schloss Bellevue belagern. Ist Wulff überhaupt der erste Präsident, der bei seinen Freunden .... ohne dafür bezahlen zu müssen? All die Experten, die sich jetzt schwer ins Zeug legen, damit Wulff aus seinem "repräsentativen Freizeittempel" am Rande des Tiergartens ausziehen muss, haben offenbar ein Problem mit dem Prinzip der Menschlichkeit. Andererseits will niemand mehr sich selbst regieren, was ja direktere Demokratie wäre.

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Frank H. Willamowski

Jünger hätte eher "das Presseschauspiel" unwürdig gefunden

Vor einigen Monaten war ich in Monchy und Ransart, auch in Douchy, Combles und Guillemont, ferner in Pozières, Thiepval und Beaumont-Hamel, schließlich auch in Le Sars und auf der "Butte de Warlencourt", wo die englischen Angriffsbemühungen trotz aller Anstrengungen nicht mehr weiter kamen und die Somme-Schlacht ihr Ende fand. Eine friedlichere Landschaft als dort heutzutage kann man sich kaum vorstellen. Freilich finden sich beim Schlendern über die Felder südwestlich der "Butte" immer noch reichlich Granatsplitter und verrostete, nicht detonierte britische Handgranaten. Man kann sie tatsächlich sammeln wie Ostereier. Möge freilich Schloss Bellevue in Berlin zu Wullfs "Butte de Bellevue" werden, an der sich die Pressemeute trotz aller Angriffsbemühungen die Zähne ausbeißt. Das armselige Neidgeschreibsel der vereinigten heuchlerischen Presse hätte bei Jünger allenfalls Verachtung ausgelöst.

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Bernhard Becker

ich kenne viele vernünftige leute...

... die sich -ich wunderte mich beim ersten mal- beeindruckend lange über z.b. gemauerte grills unterhalten können.

für viele von diesen ist 'stahlgewitter' einfach nur ein dramatisches wort. warum soll einer von diesen nicht auch mal bundespräsident werden?

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Gerhard Rohlfs

"In Trümmerhaufen" liegt die deutsche Euro-Banken-"Rettungs"-Politik

Keinesfalls in Trümmern sitzt der Bundespräsident, der die Rettereien immer abgelehnt hat.
In einem Jahr: ist die Euro-Blase vermutlich längst geplatzt, das Währungsgebäude steht inflationär in Flammen, oder die Politkaste hat die Sparkonten eingefroren, o.ä.
Dann kann Wulff sogar ganz gross rauskommen, als der einzige an führender Stelle, der immer wieder vor dieser Verantwortungslosigkeit gewarnt hat.

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Closed via SSO
Peter Sommer (psommer) - 08.01.2012 19:45 Uhr

Das ist doch wohl nicht Ihr Ernst

einen erstklassigen und mutigen deutschen Offizier mit diesem aalglatten Karrieristen zu vergleichen !

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Ronald Dambsfeld

Analogie

Der arme Ernst Jünger wurde wie seine ganze Generation in einen sinnlosen Krieg geschickt. Sein Buch "In Stahlgewittern" ist nicht dessen Verherrlichung, sondern enthält viele humane Szenen in all dem Wahnsinn. Wenn Wulff sich damit vergleicht, sagt das viel über ihn. Er muß nicht in Stahlgewittern überleben, wie er glaubt, sondern sitzt in seinem eigenen Misthaufen. Jünger war neugierig und lernfähig und bei allen Irrtümern, die auch die seiner Generation waren, ein beeindruckender Mensch. Zu Wulff hat er wohl nur eine Ähnlichkeit: ein Hannoveraner.

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