Komplex, kompliziert, unwiderstehlich: das war „Der Wolkenatlas“ von David Mitchell, Bestseller und Booker-Prize-Anwärter des Jahres 2004. Das Buch gehört zum Genre des „Slipstream“ und ist achsensymmetrisch aufgebaut: Es erzählt sechs Geschichten, fünf jeweils zur Hälfte hintereinander, die sechste ist die Achse, dann kommen in umgekehrter Reihenfolge die jeweils zweiten Teile der ersten fünf.
Im Kino muss man das anders arrangieren, damit der Zuschauer dabeibleibt. Wie die drei Regisseure Tom Tykwer und die Wachowski-Geschwister, berühmt geworden durch Produktionen wie die Matrix-Trilogie und „V wie Vendetta“, das ins Bild gesetzt haben, wie sie die Geschichten fragmentiert und Verbindungen geschaffen haben, davon handelt das im morgigen Feuilleton der F.A.Z. erscheinende Gespräch über „Cloud Atlas“.
Es ist ein Film, der offenbart, dass auch das Kino komplex und doch unwiderstehlich sein kann – wenn man mit Action, Suspense, Phantasie und Verstand Zeiten und Personen durcheinanderwirbelt und Männer Frauen, Weiße Schwarze und überhaupt jeden einen anderen spielen lässt. Selbst Tom Hanks.
„Cloud Atlas“ startet nächste Woche in den Kinos.