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Exzellenzinitiative Acht Universitäten fürs Eliteuni-Finale ausgewählt

12.01.2007 ·  Die acht Universitäten, die sich im diesjährigen Eliteuni-Wettstreit messen, stehen fest. Daneben schafften den Sprung in das Finale 44 Graduiertenschulen und 40 Forschungszentren. Eine endgültige Entscheidung fällt im Oktober.

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Universitäten aus Nordrhein-Westfalen, Berlin und Ostdeutschland haben bei der Vorauswahl für die Vergabe von einer Milliarde Euro Forschungsfördermittel im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern deutlich besser abgeschnitten als in der ersten Runde im vergangenen Jahr. Dies geht aus einer Liste der Hochschulen hervor, die eine Jury von international renommierten Wissenschaftlern am Freitag bekannt gegeben hat. Die ausgewählten Universitäten wurden aufgefordert, sich in der Endrunde des Wettbewerbs zu beweisen.

Um den Status von Eliteuniversitäten dürfen sich neben den beiden Berliner Universitäten die von Aachen, Bochum, Freiburg, Göttingen, Heidelberg und Konstanz bewerben. Unter den ausgewählten Universitäten stechen besonders die Freie Universität Berlin und die Humboldt-Universität hervor, die in allen drei Kategorien des Wettbewerbs sehr erfolgreich abschnitten. Von 44 erfolgreichen Anträgen für Graduiertenschulen, an denen besonders talentierte Nachwuchsforscher zu einem Spezialthema ausgebildet werden, kommen sechs aus Berlin. Von 40 so genannten Exzellenzclustern, in denen sich verschiedene Institute zusammenschließen, um ein gemeinsames Forschungsziel zu verfolgen, sind sieben aus Berlin.

Spannung im Norden und Osten

Für die Exzellenzinititiative stehen insgesamt 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Ziel der Initiative ist es, besonders leistungsfähige Wissenschaftler und Universitäten zu belohnen und ihnen die Gelegenheit zu geben, ihre Ziele außerhalb der üblichen Budgetgrenzen zu verfolgen.

Bei der Vergabe der ersten 900 Millionen Euro waren im vergangenen Jahr die beiden Münchner Universitäten und die Universität Karlsruhe als Sieger in allen Kategorien hervorgegangen. Nach der Entscheidung hatten sich die Wissenschaftsminister beschwert, die Jury habe ihnen keinerlei Einfluss auf die Entscheidung gelassen. Am Freitag ging es um insgesamt eine Milliarde Euro Fördergelder für die Zeit bis 2012. Die Exzellenzmittel können für den Aufbau von Graduiertenschulen, für Exzellenzcluster und so genannte Zukunftsstrategien eingesetzt werden.

Mit Neugierde war erwartet worden, wie die ostdeutschen und norddeutschen Hochschulen abschneiden, die in der ersten Runde des Wettbewerbs nur weniger als ein Fünftel der Fördermittel zugesprochen bekommen hatten. Die Universitäten Jena und Leipzig können sich nun sowohl bei Graduiertenschulen als auch Exzellenzclustern Hoffnung auf erhebliche Fördermittel machen. Zum Zuge kam auch die Universität Kiel. Der Wissenschaftsminister Schleswig-Holsteins, Austermann (CDU), hatte sich besonders laut über das Ergebnis der ersten Runde beklagt. Die ausgewählten Universitäten haben nun bis Mitte April Zeit, ihre Projekte auszuarbeiten und ihre Pläne ausführlich darzulegen. Am 19. Oktober wird die endgültige Entscheidung getroffen.

Quelle: csl. / F.A.Z. vom 13.1.2007
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