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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Eine Erläuterung Was Grass uns sagen will

 ·  Das Gedicht „Was gesagt werden muss“ von Günter Grass ist ein Dokument der Rache. Eine Interpretation.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (291)

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Karl Wilhelm Goebel

Des "Pudels" Kern?

Günter Grass hat bisher willentlich geschwiegen. Sagt er. Trotz der gefühlten Verantwortung, die humanitär von besserem Wissen bestimmt wird.
Aber, - da nennt er sein Deutschsein, seine jugendliche Mitgliedschaft in der SS und auch sein heute hohes Alter, in welchem er glaubt, mit "letzter Tinte" dann doch etwas schreiben zu müssen:
Für eine zuverlässige atomare Kontrolle aller bedrohten und bedrohenden Länder.
Was ist daran so explosiv?

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Gerhard Fischbach

Dezidiert, punktgenau und so was von richtig!!!

Wieder mal wird man daran erinnert, was "wir" an Herrn Schirrmacher haben.

Chapeau!!!!!

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Florian Schubert
Florian Schubert (Rigaud) - 06.04.2012 18:18 Uhr

Es wird Politik kritisiert und nich ein Volk und dessen Religion

Ich habe vor knapp zwei Wochen Abitur gemacht, an einer integrativen Schule, ich bin selbst behindert, also schon mal das genau Gegenteil eines Nazis und trotzdem muss ich sagen, Günther Grass hat recht. Die gesamte Diskussion um das Gedicht gleicht einer Hexenjagd im Mittelalter. Was Grass sagt ist schon lange bekannt, aber wahrhaben will es keiner. Klar, der Iran ist eine Bedrohung, aber Kritik am Verhalten Israels muss erlaubt sein, auch, vielleicht gerade ALS, Deutscher. Das Verhalten dieses Staates in seiner Nachbarschaft ist aggressiv, sein Umgang mit der Minderheit der Palästinenser sehr bedenklich, und ohne Zweifel diskriminierend. Ich denke das Argument der "Erbsünde" die wir Deutschen nun mal zu tragen haben, ist hier unangebracht, da sich Grass' Kritik doch an den politischen Kurs eines Staates und nicht an dessen Bevölkerung wendet.
Unser Land wurde schon einmal durch blinde Solidarität in einen Krieg gezogen, vielleicht ist es sogar nötig, dass ein Deutscher Kritik äußert

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Christian Duerig
Christian Duerig (crigs) - 06.04.2012 17:55 Uhr

PLATTITÜDEN

Herr Günter Grass schmückt sich mit Plattitüden. "Jeder spinnt sein Leben und dieses hält ihn gefangen." Informieren sie sich mit "Countdown To Zero". Hier kommen Menschen zu Wort, die Geschichte machten. Viel Lernerfolg. Crigs

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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 06.04.2012 15:18 Uhr

Das Gedicht das sich liest wie ein Kommentar....

... versetzt die Heuchler und die Freiheitsliebenden Menschen in eine Empörungswelle.
Ein Gedicht zu interpretieren war in der Schule schon ein Mumpitz, denn es war nur eine gute Interpretation, wenn sie die vorgefertigte Interpretation des Lehrers traf.
Schauen wir nur auf den letzten Absartz des "Gedichts", so sind die Empörungen alle haltlos. Oder wollen nicht alle Menschen den Frieden?
"""Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern,
mehr noch, allen Menschen, die in dieser
vom Wahn okkupierten Region
dicht bei dicht verfeindet leben
und letztlich auch uns zu helfen."""
Ich sehe darin nichts Verwerfliches! Alles andere ist seine Meinung, der Ausdruck seiner Angst.
Diese darf er wohl kundtun, wenn auch mit einem unrhytmischen Gedicht.
Aber gut, daß wir mal darüber diskutiert haben. Das ist unser aller gutes Recht. Noch!

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Reinhard Kehr-Ritz
Reinhard Kehr-Ritz (KaRiz) - 06.04.2012 11:39 Uhr

Grass ohne Nährwert

Vielen Dank an Herrn Schirrmacher, Sie haben in Ihrem Kommentar alles geagt, "Was Grass uns sagen will". Wir können nur hoffen, dass über diese Dichterworte bald Gras gewachsen ist.

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thomas Braun

Was Grass uns sagen will

Der Staat Israel unterscheidet sich von anderen Staaten durch die bereits über 50 Jahre andauernde wirtschaftliche, militärische und finanzielle Unterstützung der USA. Diese Unterstützung hat weder karitative noch humanitäre oder religiöse Ursachen, sondern entspringt der Notwendigkeit eines festen Partners zur Beherrschung des arabischen Raumes. Israel ist keiner selbständigen Politik fähig. Natürlich kommt es mit der zunehmenden wirtschaftlichen Schwäche der USA und der globalen Veränderung des Kräfteverhältnisses zum Ansteigen der Aggressivität Israels, das sich schließlich zu einer seiner Größe entsprechenden Rolle verstehen muss. Kompromisse auf breiter Front sind erforderlich. Die Israelis fühlen das und so gibt es eine breite Front für Verständigung und zur Schaffung normaler Beziehungen zu den Palästinensern und den arabischen Nachbarn. Die Regierung Israels möchte die inneren Probleme durch außenpolitische Maßnahmen überspielen. Dadurch wächst die Kriegsgefahr. Gruß thomas

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Franz Holzinger

Ein Atomkrieg muss unbedingt verhindert werden!

Es sollte uns allen darum gehen, dass ein Atomkrieg auf allen Orten der Welt, ebenso im Nahen Osten, verhindert wird. Da helfen die einseitigen Anschuldigungen von Grass gegen Israel nicht weiter. Es sollte bald eine friedliche Lösung gefunden werden, am besten über den Verhandlungsweg, damit der Iran sein Atomwaffenprogramm sofort stoppt und seine Anlagen von einer internationalen Kommission abgebaut werden. Außerdem sollte die Holocaust Leugnung weltweit unter Strafe gestellt werden und auch gegen die Präsidenten eines Landes und gegen Diplomaten strenge Massnahmen ergriffen werden, die dagegen verstoßen.

Ich hoffe, dass es zu einer friedlichen Lösung kommen wird, und der Iran seine Hardliner von der Regierung entfernen wird. Dann gäbe es auch keinen Grund mehr für Israel, sich bedroht zu fühlen.

Wenn Sie ein Nachbar mit dem Ermorden bedroht hat, werden Sie auch nicht tatenlos zusehen, wie er in seinem Garten Bomben zusammenbaut, sondern sie überraschend zerstören.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.04.2012 14:19 Uhr
Karola Schramm
Karola Schramm (Alorak) - 07.04.2012 14:19 Uhr

Iran baut bisher an keiner Bombe

Es ist doch fast dramatisch überraschend, wie viele davon ausgehen, dass Iran an Atombomben baue, nur weil es die USA und Israel sagen. Dabei ist nichts bewiesen, es stimmt also bisher nicht. Eine Lüge wie damals mit Irak.

Jeder weiss, dass in jedem AKW innerhalb kürzester Zeit auch Atombomben hergestellt werden können. Also auch in D und allen anderen Ländern mit AKWs.

Aber nicht jeder weiss, dass in Verbindung mit der NATO ein Projekt "nuklearer Teilhabe" in Deutschland, Belgien, Holland, Italien und Türkei mit Atom und Uran geforscht wird.

Friedliche Lösungen sind Israel schon häufig vorgeschlagen worden, auch von Palästina, die immer wieder abgelehnt wurden.

Der Sündenbück von Israel ist der Iran, worüber die USA sich freuen, denn die wollen einen anderen, amerikafreundlichen Herrscher dort.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 06.04.2012 16:30 Uhr

der Sowjetunion haben die schönen Atomsprengköpfe auch nicht geholfen

den religiösen Fundamentalisten in Teheran würden sie auch nicht helfen, vergl Libyen und Syrien. Gegen einen begrenzten nuklearen Schlag habe ich nichts einzuwenden. Wenn die iranischen Bombenbauer nicht anders zu stoppen als durch die Zerstörung der unterirdischen Anlagen mit einer Atombombe ist das leider so. Obama sagte in einer Rede das er kein Mittel ausschließe, recht hat er! G.Grass war vermutlich früher auch nur Gegen die Atomwaffen der Freunde, gegen SS20 hatte er sich wie viele vermutlich nicht ausgesprochen gegen die Nachrüstung von PershingII durch die Nato allerding.

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Werner Schäning

Was Grass uns sagen will

Wenn er nicht mit seinen nagenden inneren und seinen tobenden lauten Lügen abtreten will, wäre demütiges Schweigen und Bitten um Vergebung vielleicht der Weg gewesen. Mit der Rettung der Welt hätte er früher anfangen müssen. Wahrscheinlich ist er aufgewacht hat sich sofort starrsinnig schwarz geärgert, weil schon wieder einige Monate nicht über ihn geredet worden ist. Er sollte dankbar sein dafür. Herrn Schirrmachers Analyse und Deutung ist erstklassig. Man könnte sie zur Abiturvorbereitung gut verwenden, müsste nur noch den detaillierten Erwartungshorizont darüber legen...ach nein, es kommen (vielleicht) Liebesgedichte.

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Tilo Amsberg

WK II, Holocaust, Kalter Krieg, Atomkriegsangst. Und keine Lehre bleibt. Das ist grausam.

Analyse erscheint treffsicher. Frage mich aber auch, ob Grass hier am unzulässigen Thema einen zulässigen Unmut aufhängen wollte. Soll man sich in diesem unserem Lande damit zufriedengeben, bis in alle Ewigkeit vor aller Welt als perfekt anti-faschistisch zu gelten? Als nie-wieder-kriegerisch? Als aus der anti-humanen Zeit auf ewig geheilt? So etwas wäre in meinen Augen keine Überwindung, sondern eine Trotz-Starre. Eine Dauer-Traumatisierung. Verlogen. Unecht. Heimlich-destruktiv.
Genauso wirken auf mich übrigens von mir so genannte Links-Faschisten. Studentische und assoziierte Anti-Faschisten, deren Reden und Tun den braunen Anfängen erbärmlich ähnelt. Mit modernerer Technik.
Grass heute interpretiere ich so, dass er deutsche Duckmäusigkeit satt hat. Dass er nach deutsch-deutscher Angst an der Naht zweier Machtblöcke es satt hat, dass Israel und Iran ähnliches bevorsteht. Denn das hieße, aus der Geschichte – und sei sie noch so verstörend-grausam - lernt niemand. Geschichte recycelt.

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Kemal Yildirim

Man sollte...

... Herr Schirrmachers Kommentar der israelischen Obrigkeit zum Lesen geben. Ich bin mir sicher, dass dies erheblich zur Entschaerfung der doch etwas zu überempfindlich reagierenden Situtation beitragen könnte. Ob man ihm, Grass, zustimmt oder nicht - die Rede-, Meinungs- und Pressefreiheit sollte niemals auch nur im Geringsten angetasstet oder gar eingeschraenkt werden - nicht einmal für eine von Merkel proklamierte "Staatsraeson". Gerade DASS unterscheidet uns von diesen ganzen Irans, Nordkoreas, Kubas oder wie sie alle heissen. Die empörte Verteufelung der Grass'schen Zeilen finde ich nicht gut.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.04.2012 12:46 Uhr
Helga Zießler

Wer "verteufelt" denn hier etwas?

Eine Kritik hat doch nichts mit einem Angriff auf Meinungsfreiheit zu tun! Das ist ein gewaltiges Mißverständnis. Jeder, der sich in die Öffentlichkeit begibt, muss mit Kritik rechnen - und tut es auch. Dabei aber immer Zustimmung zu erwarten, wäre schlicht dumm und naiv. Auch ein Nobelpreisgekrönter kann und wird das nicht. Wenn Herr Gras sich nun mißverstanden und beleidigt fühlt, ist das sein Problem. Er hat aber auch ein Menge Zustimmung bekommen. Seine Meinungsfreiheit jedenfalls wurde nicht angetastet.

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Karin Jürgens
Karin Jürgens (Bashi49) - 05.04.2012 20:21 Uhr

a rose is a rose is a rose is a rose

Und ein Gedicht ist weder Tatsachen-, Forschungs-, Wetterbericht, noch Einkaufsliste oder gar Roman, sondern es ist ein Gedicht. Und Gedichtinterpretationen fand ich in der Schule schon sehr ätzend, weil sie den Inhalt zu sehr auf eine intellektuelle Ebene reduzieren. Sie erkennen nicht an, daß der Dichter mittels Sprache völlig subjektiv das zum Klingen bringen kann, was er für richtig hält, Bewußtes ebenso wie Unbewußtes. Will man dem Dichter, der die Schönheit einer Rose preist, etwa vorwerfen, daß er die vielleicht viel größere und schönere Sonnenblume nicht erwähnt und daher einseitig und ungerecht ist? Was soll das! M.E. drückt Grass sehr treffend Vorsicht, Ungewißheit, Gehemmtsein, widersprüchliche Gefühle und Intentionen aus, die das Verhältnis vieler Deutscher Israel gegenüber auch heute noch bestimmen, gespiegelt in den ebenso vielfältigen wie auch widersprüchlichen Reaktionen auf sein Werk. Und auch Fakten-Fetischisten kommen dabei nicht zu kurz, eine gelungene Arbeit.

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Shinj Jun
Shinj Jun (Hiranen) - 05.04.2012 19:47 Uhr

Ein Glück....

das manche Kommentatoren ausgewiesene Experten bezüglich des Nahost-Konfliktes sind. Es ist verwunderlich, dass Israel noch einen Geheimdienst hat, viele in der deutschen Zivilbevölkerung wissen viel besser, dass der Iran keine Atomwaffen hat und die Auslöschung Israels ja eigentlich auch nicht ernst gemeint war. Weiterhin ist ebenfalls ein großes, differenziertes und unabhängiges Wissen des Israel-Palästina Konfliktes verhanden (der hier gerne zitiert wird, mit der Sache allerdings nichts zu tun hat). Man sollte Israel wirklich zu raten, die hiesigen Kommentatoren als Sicherheitsberater einzustellen, dann wäre der Nahost-Konflikt bereits gelöst und es gäbe keine Probleme mehr....

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.04.2012 12:53 Uhr
Helga Zießler

Prima, Shinj Jun!

Sie haben völlig recht. Eine große Mehrheit beharrt auf ihren (antisemitischen und antizionistischen) Vorurteilen und macht sich nicht die Mühe, sich unvoreigenommen über die Entstehung dieses Konflikts zu informieren und über die Rolle, die viele beteiligte Länder dabei spielen. Die Vorurteile könnten ja dabei vielleicht ins Wanken geraten :- (

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malte maltensen

komisch, daß was verschiegen wurde nicht das Thema ist

Um die Form möchte ich mich mal nicht kümmern. Aber der Kern des Verschweigens sieht Grass doch wohl darin, daß die Tatsache daß Israel eine Atommacht ist, verschwiegen wird und das seit etwa 50 Jahren. Und zumindest für die deutschen Medien hat Grass doch darin recht. Wo hat man gelesen, daß Israel schon lange die Atombombe hat? Dann liesse sich ja die Ideologie des kleinen Israel, das einem übermächtigen Feind gegenüber steht, doch nicht mehr halten. Die Atombombe egalisiert gegen alle Nichtatommächchte jegliche konventionelle Überlegenheit - deshalb heist die Atombombe ja auch der große Gleichmacher. Ein Angriff auf Israel wäre damit doch Selbstmord. D.h. die von den Medien heraufbeschworene drohende Vernichtung eine Chimäre. Die stets beschworene Gefahr gäbe es gar nicht. Von daher wäre zu fragen, was eigentlich der Zweck der israelischen Politik ist, wenn sie die Besetzung des Westjordanlandes und Gazas mit der Verteidigung Israels begründet.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.04.2012 14:28 Uhr
Helge Hildebrandt

Die Bombe egalisiert nicht!

Jeder informierte Zeitungsleser weiß, dass der Staat Israel über Atombomben verfügt, dies aber bisher nicht offiziell eingeräumt hat. Hierzu war die Aufklärung durch den - im Politischen: interessierten Zeitungsleser - Autor Grass nicht erforderlich. Trotzdem wurde und wird Israel von seinen Nachbarstaaten, teilweise auch nur von seinen Nachbarstaaten aus, angegriffen - obwohl Israel "die Bombe" besitzt. Der Witz ist eben: Die Bombe egalisiert nicht, weil sie moralisch für ein zivilisiertes Land wie Israel praktisch nicht einsetzbar ist. Deswegen verteidigt der Staat Israel sich seit seiner Gründung 1948 mit konventionellen Waffen und wird dies, was zu bedauern ist, weiterhin tun müssen.

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Maximilian Sichart

Was für ein Unsinn

Das Israel im Besitz von A-Bomben ist ist seit jeher international ein Thema. Ebenso die Prozeße um Spionage und Gegenspionage.Dieser saublöde Kunstgriff zu behaupten man hätte schweigen müssen ist absolut lächerlich und dient nur seiner kruden "Beweisführung".

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Erwin Steinhauer
Erwin Steinhauer (hauer2) - 05.04.2012 16:05 Uhr

das kalte Graußen

kommt mir angesichts vieler undifferenzierter Kommentare hier:

1. Mit Verlaub ist es ein gewaltiger Unterschied, ob Nordkorea oder der Iran die Atombombe haben oder Israel. Die Anti-USA und anti-Israel-Parolen hier im Forum verwundern mich sehr. Gerade wir Deutschen verdanken den USA unsere freie demokratische Grundordnung. Wer weiß, ob wir heute nicht näher an Nordkorea wären, hätten die USA nicht dem Stalinismus die Stirn geboten.
2. Wer dem Iran so etwas wie die Opferrolle zuspielen will - und das tut Grass - ist anti-zionistisch motiviert. Dass Grass ohnehin wenig moralische Integrität mitbringt, wissen wir spätestens seit seiner unsäglichen Rolle bei der Bewältigung seiner eigenen SS-Vergangenheit.
3. Ansonsten ist in dem "Gedicht" nicht viel Falsches zu finden. Israel täte gut daran, ein menschenfreundliches Zusammenleben von Juden, Christen und Moslems im eigenen Land zuzulassen. Die Unterdrückung der nicht-jüdischen Gruppierungen ist skandalös.

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.04.2012 03:05 Uhr
Klaus Heger
Klaus Heger (K.Heger) - 06.04.2012 03:05 Uhr

Es geht weinger um seine Zugehörigkeit

...sondern um den Umgang damit. Grass hat jahre- und jahrzentelang den Nationalsozialismus thematisiert, dabei immer den Gutmenschen herausgekehrt und seine eigene Zugehörigkeit zur Waffen-SS scheinheilig verschwiegen. Als moralische Instanz ist er damit für mich ganz einfach nicht relevant.

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Paula Redlefsen

Danke, mir ging es ähnlich...

Ich frage mich oft, wie so krauses Zeug beim Denken rauskommen kann. Es freut mich, ihren Kommentar zu lesen, ich möchte zu Weiteren ermutigen. Die Frage bleibt: ist es gerade DURCH das Format Kommentar, dass unter einer gewissen Sachlichkeit geschrieben wird? Oder kommt nur durch diese neue Öffentlichkeit zutage, was schon lange der Fall war: Meinungen werden im Privaten gezüchtet und durch diverse Leidenschaften getrübt. Und Jeder meint, er habe Recht.
Sollte Letzteres der Fall sein, kann man diese allgemeine Schwäche vermutlich nur durch ständiges Diskutieren trainieren. Falls aber Ersteres stimmt, müsste man konsequenterweise den Foren fernbleiben.
Was meinen Sie?

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Helga Zießler

Die "vielen undifferenzierten Kommentare hier", Herr Steinhauer,

sind wenig verwunderlich in einem Land, das laut Umfragen Israel für die größte Bedrohung des Weltfriedens hält. All diesen Kommentatoren sollte man empfehlen, sich mal etwas genauer die historische Entwicklung dieses Konflikts Israel-Palästina anzusehen. Diverse Friedensabkommen wurden fast immer von palästinensischer Seite nicht eingehalten, Sadat wird ermordet, 1. und 2. Intifada, zahlreiche Selbstmordattentate der Hamas usw. usw.

Punkt 1 + 2 Ihres Beitrages, Herr Steinhauer, stimme ich ohne Einschränkung zu. Beim dritten Punkt stutze ich. Ich war in den achtziger Jahren zweimal in Israel. In Jerusalem, Bethlehem und anderen Orten lebten Juden und Araber ganz normal wie Nachbarn miteinander. In jüdischen Geschäften arbeiteten Mitarbeiter aus Palästina, in Ostjerusalem trafen alle möglichen Menschen aufeinander, besonders in Bethlehem und anderen Stätten mit religiöser Bedeutung war man stolz darauf, dass hier die drei großen Weltreligionen einträchtig zusammenlebten.

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henning strothjohann

Grass war 17 ! als er in die SS eingezogen wurde.

Ich finde seine SS Zugehörigkeit wird angesichts des Alters von eben 17 Jahren ganz gewaltig aufgebauscht. Mein Nachbar war auch 17 jährig, als er zur SS kam 1945. Das war eine SS-Kinderarmee mit wenigen alten Hasen als Führer, die als Kanonenfutter an der Ostfront verheizt wurden. Die haben an keinen Erschießungen und sonstigen Kriegsverbrechen teilgenommen.

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Horst Ziegler

Nein.

Dankbarkeit und Demut sind keine Kriterien für einen demokratischen Rechtsstaat im Herzen Europas. Wir müssen dafür sorgen, dass uns der Nahe Osten nicht um die Ohren fliegt. In diesem Kontext muss sich Israel zur A-Waffe bekennen. Dann haben wir eine gute Position, auch den IRAN in den Arm zu fallen. Ein Gleichgewicht des Schreckens ist im Nahen Osten nicht zu erreichen.

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Denis Bossert

Antisemitisch ist das Gedicht nicht

Also den Aufschrei in der medialen Welt aufgrund des Gedichtes kann ich nicht teilen. Grass äußert eine Meinung, welche nicht die meinige ist, aber das ist sein Recht. Jedoch ist das Gedicht weder inhaltlich, faktisch noch lyrisch interessant. Was soll denn Israel als einziger nicht-muslimischer Staat in einer Region die immer radikaler wird denn machen? Man siehe die Christen in Ägypten oder im Iran. Historisch betrachtet gehört eben auch, sogar besonders die jüdische Religion in die Region. Und mit Deutsch oder Holocaust hat das Problem dort einfach nichts zu tun. Sinnlose Grenzziehungen der Briten und Franzosen nach dem 1. Weltkrieg sind historisch ein Problem, da fast alle Staaten dort wie sie heute sind so zuvor nicht waren. Staaten die ihre shariakonformen Diktaturen verbreiten sind das Problem, nicht Israel. Doch darüber kann Herr Grass schweigen, hauptsache man hat einen Buhmann in einer Region der sonst Seligen. Auch ein großes Dank ans ZDF für ein tolles Interview.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.04.2012 11:49 Uhr
Maximilian Sichart

Sehr richtig.

Und nicht zu vergessen, er meinte auch eine große Kirche in Lübeck sollte in eine Moschee umgewandelt werden. Systematische Christenverfolgung - kein Problem. Brennende Kirchen, Bombenanschläge, islamistischer Terror - kein Problem. Wenn arabische Reitermilizen 10tausende umbringen - kein Problem. Sklavenhandel durch Araber bis heute - kein Problem. Aber wehe Im Gazastreifen fällt ein Sack Reis um weil Israel versucht den Waffenschmuggel der Hamas zu verhindern - sofort sind alle Freunde des Weltfriedens in Alarmstimmung. Unglaubwürdig bis zum Abwinken, und aus meiner persönlichen Erfahrung handelt es sich schlicht um einfach um Antisemitismus mit etwas erneuerter Begründungslage.

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Friedrich-Wilhelm Hufgard

Verkehrte Welt?

Sicherlich kann man das "Gedicht" aufsplitten und mit einem "Schraubenzieher" beigehen. Doch betrachten wir doch mal die äussere Unverkennbare Fassade. Was wohl unabstreitbar und unlogisch ist: Es besteht die berechtigte Angst/Annahme das Israel Atomwaffen besitzt, und wir verkaufen an dieses Land U-Boote, welche die Möglichkeit haben mit Atomsprengköpfen ausgerüstet zu werden...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.04.2012 18:20 Uhr
Ulrich Hinderer

Ach, seien Sie nicht so...

... die werden doch nur erworben, weil man sie für konventionelle Kriegsführung benötigt. Dass sie auch Atomwaffen aufnehmen können, ist purer Zufall.

Ganz bestimmt ist das so. Das Militär hat es nämlich versprochen, und das Militär lügt nie. Vor allem nicht, wenn es um Krieg geht.

Draußen hoppelt gerade der Osterhase. Sehen Sie ihn auch?

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Michael Rakete

Gefahrenherd Naher Osten

Warum ist es verboten, ein Land zu kritisieren, das aufgrund einer unbestätigten Vermutung einen Angriffskrieg führen will? Aus diesem drohenden Militärkonflikt im Nahen Osten kann mit großer Wahrscheinlichkeit der 3. Weltkrieg hervorgehen, dessen Konsequenzen man sich ebenfalls vor Augen halten sollte. Es geht hierbei nicht darum, dass ein Nobelpreisträger Israel kritisiert, sondern darum, dass die Meinungsfreiheit es gestatten sollte, auf diesen gefährlichen Umstand hinzuweisen.

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 05.04.2012 15:41 Uhr

Was Grass uns sagen will

Hätte er geschwiegen, hätte man ihn weiterhin für weise gehalten.

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Roland Stadler

Von Wahrheiten und Halbwahrheiten

Viele Artikel und Postings zu diesem Thema verwenden die Phrase: Endlich jemand der die Wahrheit sagt...

Ist das, was Grass „dichtete“ die Wahrheit? Ja zum Teil. Das schlimme an der Sache ist aber, dass er ebenso Wichtiges nicht erwähnt hat: Er hat vergessen, dass Israel ausschließlich von Feinden umgeben ist. Er hat vielleicht nie gelesen, dass Ahmadinedschad Israel wiederholt als Geschwür bezeichnet hat, das ausgerottet gehört. Er hat auch verschwiegen, dass Organisationen, die Israel heute schon aktiv bekämpfen, wie die Hamas und die Hisbollah von Ahmadinedschad finanziell unterstützt werden. Das gesamte Horrorszenario gegen Israel wurde einfach ausgeblendet. Somit hat Grass nicht die Wahrheit gesagt sondern eine Halbwahrheit, die so schlimm ist wie eine direkte Lüge.

Die Behauptung, dass er diesem Land verbunden ist, kann ebenso nicht der Wahrheit entsprechen. Wie kann man einem Land verbunden sein, das man bereit ist, dem Feind zu überlassen?

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Jahrgang 1959, Herausgeber.

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