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Ein Pirat springt ab Twitter ist für mich gestorben

 ·  Das Gezwitscher bringt nichts: Es kostet Zeit und Nerven, steigert aber kaum die Wirkung in der Öffentlichkeit. Hierin sind die klassischen Medien unübertroffen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (52)
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Sigi Kiermayer
Sigi Kiermayer (Sicaine) - 26.02.2013 15:17 Uhr

Gut so

Ich hab dem Laurer auch ne zeitlang bei Twitter verfolgt aber was der oft geschrieben hat, war dumm. Also kann man den Twitterrueckzug auch gerne als Verbesserung ansehen.

Zumal die SMS und das Verhalten von Ihm gegenueber Ponader einfach eine bodenlose menschenverachtende Frechheit ist.

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Carl Schmitt
Carl Schmitt (carlsch) - 21.02.2013 21:33 Uhr

schade eigentlich ...

.. denn man sollte sich von den neuen Kommunikationskanälen nicht abwenden. Das gilt natürlich vor allem auch für Politiker.
Unternehmen können sich das jedenfalls nicht erlauben. Dagegen haben Privatleute (die können z.B. über Bleeper.de auch Einnahmen mit Twitter erzielen) eher die freie Wahl !

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Olaf Schulte

danke FAZ!

dass der omnipräsente Herr Lauer sich und seine Politpopgruppe hier blamieren durfte in seinem Bermudadreieck aus Ritalinrührseligkeit, Intrigen-SMS und Zwitschergeschwätzigkeit.
Es geht trotz erhabenen Geschwurbels doch nur um ein Kommunikationsprodukt, das auch Tennislegenden und pfälzische Weinköniginnen missbrauchen.
Dazu hat mir der Beitrag auf stern.de gut gefallen.
Pop bleibt Pop, auch ganz gaga im FAZ-Kulturressort.

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Erik Staack
Erik Staack (E_Staack) - 20.02.2013 21:52 Uhr

Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte

Zitat:"Ist es zu viel verlangt, dass sich alle, egal, in welcher Kommunikationsform, vorher folgende drei Fragen stellen: Muss es gesagt werden? Muss es jetzt gesagt werden? Muss es jetzt von mir gesagt werden? Und: Welcher Mehrwert entsteht denn durch diese permanente Nabelschau auf Twitter konkret und für wen?"
.
Nebenbei möchte ich nich anmerken, dass wie schon Mitkommentaroren erwähnt haben Herr Lauer zu den Piraten gehört die nicht nur bei mir einen positiven Eindruck hinterlassen haben. Ohne die Piraten währen sie aber in den langen Mühlen klassischer Parteien wohl nicht aufgefallen.

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Jan Roessner

Menschen folgen Menschen... keinen fiktiven Charakteren

Es ist schade, dass Herr Lauer seinen Twitter-Account ruhen lassen möchte.

Das wunderbare an den sozialen Medien ist, dass sie einem die Möglichkeit bieten, der Öffentlichkeit eine andere Seite von sich selbst zu präsentieren. Den wahren Christopher Lauer so zu sagen.

Das Twitter sehr gut geeignet ist, Neuigkeiten im Eiltempo zu verbreiten und die Versuchung groß ist, es als einen weiteren Medienkanal zu nutzen, um die eigenen Produkte, Services und Leistungen zu bewerben, ist unbenommen. Aber ist das wirklich der Sinn von Twitter? Fehlt hier nicht das SOCIAL aus Social-Media?

Wer ist der Star Christopher Lauer, dem einige folgen, weil sie hoffen, mehr über die Person zu erfahren. Das Nachrichten geschrieben werden, wird keiner, auch kein Christopher Lauer, beeinflussen können. Aber den Inhalt kann er beeinflussen. Und er kann beeinflussen, wie seine Fans und Wähler darauf reagieren. Twitter ist hierfür hervorragend geeignet.

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Pecunas Maximus

Lauer bringt's auf den Punkt...

...Twitter spielt überhaupt nur eine Rolle, weil die Medien den Dienst zu einer wichtigen Quelle erkärt haben.

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Melanie Klein
Melanie Klein (meklein) - 20.02.2013 17:53 Uhr

unsinn

"Wenn jeder meiner 60.000 Tweets die Maximallänge gehabt hätte, käme ich auf ungefähr 800 Gastbeiträge zu je rund 10.000 Zeichen; das sind mehr als zwei Zeitungsspalten."

die frage, die der autor nicht beantwort, die sich dennoch stellt, ja sogar aufdrängt: wer würde denn auch nur einen dieser 10000 twitterzeichen langen dahingetwitterten twitter-artikel lesen (wollen)?
oder ist in informationskapitalistischen zeiten nur noch die quantität das maß aller dinge?
und der narzissmus? (den eigenen twitter-account mit einer ganzen zeitung oder einer talkshow der öffentlich-rechtlichen zu vergleichen hat schon was von undurchdachtem gequatsche).
alles in allem hätte dieser autor seine doch eigentlich sehr private angelegenheit auch als tweed verschicken können. dann hätte es wenigstens genau die leute erreicht, die es angeht.

ich jedenfalls empfehle dem autor, die twitter-app wieder zu installieren und auf das veröffentlichen in (online-)zeitungen zu verzichten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 18:10 Uhr
Melanie Klein
Melanie Klein (meklein) - 20.02.2013 18:10 Uhr

fyi

"tweed" ist als ein zitat des herausgebers der zeitung dieser plattform zu verstehen.
vgl. merkur, neueste ausgabe

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Bernhard Vorndran

Pferd

Bei NTV wird die Meldung verbreitet, Herr Lauer hätte in den letzten Monaten allein 91 Mal "Pferd" getwittert und über die Jahre unzählige weitere sinnfreie Beiträge. Mal angenommen, das stimmt, dann ist die Piratenleitung doch etwas sehr lang, bis die Erkenntnis kommt.

Demnächst entdeckt wohl noch Ponader die Lust an der bezahlten Arbeit.

Ehrlich, kein Mensch braucht eine Partei mit diesem Führungspersonal.

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Georg Bauhaus
Georg Bauhaus (gras) - 20.02.2013 16:19 Uhr

Twitter verschläft seinen Untergang

Eine Lesermeinung zeigt, worauf es ankäme: wenn einem Ferngespräch - über Twitter - mit der Enkelin ein Übermaß an überflüssiger Information (tweets) im Weg steht, dann ist die Technik nicht reif. Twitters Planer und Vermarkter wissen offenbar nicht, worauf es kommunizierenden Menschen ankommt: nicht auf Information schlechthin, sondern auf wertvolle Information. Diesen Wert muss ein Twitter-Nutzer allerdings mit vertretbarem Aufwand erzielen können. Bis jetzt bietet Twitter genau diese Funktion eben nicht, oder nicht in offensichtlicher Weise. Gegen Bezahlung den Nachrichtenstrom durch den Benutzer filtern zu lassen, das scheint keine für den Einzelnen attraktive Lösung.

Dass Herr Lauer kein Interesse mehr daran hat, bei Twitternutzern seine Prominenz weiter zu entwickeln, ändert freilich nichts an der Recherche-Würdigkeit der Informationshäppchen, die über Twitter die unmittelbarsten Nachrichten liefern. Darum wäre es schade.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 23:10 Uhr
Georg Bauhaus
Georg Bauhaus (gras) - 20.02.2013 23:10 Uhr

Twitter ist eben kein RSS-Durchreicher

Es ist eben das Verständnis von Teitter als Selbstdarstellungströte senderseits und die Illusion der Filterbarkeit empfängerseits (following, Listen, und die mengenmäßig, operatorenmässig, sowie geldmäßig restringierte Suche), die Twitter zur unidirektionalen Werbeflut verkommen lässt: Nutzbar nur noch dann, wenn man prophetische Mittel hat, als @bar die Nachricht von @foo als mindestens zeitweise nutzbringend vorhersagen zu können, auch rückwärts in der Zeit.
Die i.W. fehlende Archivierung des nicht selbst Gesagten zwingt zur Fremdarchivierung, wenn man in der gar nicht alten Zwitschervergangenheit nach einem neu ins Interesse gerückten Thema forschen möchte.
Und wer die Adressierbarkeit eines Tweets unwichtig findet, vergisst, dass Menschen mit einander eine Unterhaltung führen wollen, dass nicht alle Twiternutzer Multiplikatoren ihren Kurzinfos erreichen wollen.
Es war die Enkelin, die über Twitter kommunizieren wollte.

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Julius Calvelage
Julius Calvelage (julca) - 20.02.2013 17:17 Uhr

Sie scheinen den Sinn dieser Technologie ebenso wenig verstanden zu haben,

wie der Herr, der über Twitter mit seiner Enkelin kommunizieren wollte. Twitter ist als Microblogging-Dienst in erster Linie ein Informationsmedium. Es spielt keine Rolle, ob Sie Ihre Follower kennen oder die Sie, es spielt auch keine Rolle, wie vielen Menschen Sie folgen oder wie viele Ihnen folgen. Einige Promis wie Boris Becker nutzen diesen Dienst, um sich selbst darzustellen, da mag das vielleicht anders sein, an sich können Sie Twitter aber als den schnellsten Informationsdienst der Welt betrachten. Sie folgen Accounts (Zeitungen, Wissenschaftlern, Multiplikatoren) und bekommen die von diesen Accounts gepushten Kurznachrichten (oft mit Link) direkt auf Ihr Telefon. Sie können durch Hashtags gezielt nach Informationen und Meinungen suchen, wenn Sie wollen auch diskutieren.

Zur Kommunikation ist Twitter nur bedingt geeignet und es wundert mich, dass Lauer offenbar vom Gegenteil ausging und nun enttäuscht ist. Wer wirklich seinen Untergang verschläft, ist Facebook.

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Hans Maier

Guter Entschluss,

man muss also doch Filter und Prioritäten setzen. Die Gewichtung Fernsehsender, Zeitungen, Internetzeitungen ist richtig. Leider ist der Zugang zu diesen Medien nicht frei sondern einer Zensur unterworfen. Am Ende muss man zu seiner eigenen Webseite zurückkommen.

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Engelbert Kühlwetter

Twitter - eine Ersatzdroge.

Artikelzitat: "In seiner Einfachheit bedient Twitter sicher ganz grundlegende menschliche Bedürfnisse nach Freundschaft, Anerkennung und Lob, den Wunsch, bekannt zu sein, gehört zu werden. Diese Bedürfnisse sind kein Selbstzweck, verkommen auf Twitter aber dazu."

Das ist der Punkt. Deshalb, frei nach E. von Hirschhausen: "Liebe dich selbst, dann können die anderen dich gern haben".
PS: Natürlich gilt das ebenso für das "Fratzenbuch" des Herrn Zuckerbergs.

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Rainer Schweitzer
Rainer Schweitzer (RSRS) - 20.02.2013 15:04 Uhr

lange Leitung

Permanente Verfüg- und Erreichbarkeit... Ich hatte schon Kollegen mit 2 und 3 Telefonen. Ich habe auch schon Leute auf der Toilette telefonieren hören.... mit Kunden. Ich fragte mich, was so ein Mensch tut, wenn während des Geschlechtsverkehrs das Telefon klingelt, oder eine Twitter-Nachricht kommt. Der Wunsch nach permanenter Verfüg- und Erreichbarkeit ist eine völlige Absurdität, eine Zwangsneurose. Das heißt nämlich, daß nichts und niemand wichtig genug ist, sich einmal ausschließlich darauf zu konzentrieren. Er ist eine Respektlosigkeit gegenüber denen, mit denen man gerade im Gespräch ist und eigentlich eine Demonstration der eigenen Irrelevanz. Leute, die wirklich wichtig sind, werden nicht getrieben.

Deshalb kann ich H. Ponader nicht ernst nehmen. Wer in einer Talkshow sitzt und twittert, statt das zu tun, wozu er eingeladen wurde und zugesagt hatte, nämlich zu diskutieren, ist ein Witz.

Seit Mitte 2009..... Haben Sie wirklich dreieinhalb Jahre gebraucht, um das zu merken

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 16:47 Uhr
Dietmar Blum

Wichtige Leute

werden nicht nur "nicht getrieben", sie lassen sich auch nicht treiben.

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Klaus Letis

Noch haben die Piraten kein schlüssiges Politikkonzept

Irgendwelche Produktnamen zu nennen und dann zu hoffen, dass andere, die die gleichen Produkte verwenden, als Wähler kommen werden, ist doch wohl ein Witz oder?

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Michael Seibel
Michael Seibel (mhbs) - 20.02.2013 13:18 Uhr

Zu kurzsichtig

Das Netz und die dessen Potential die politische Mitbestimmung der Bevölkerung langfristig zu revolutionieren auf die aktuell vorhandenen Social Media Dienste zu beschränken ist wohl ein wenig kurzsichtig gedacht. Die aktuell vorhandenen Dienste sind dafür sicher nicht geeignet, aber die Entwicklung bleibt ja nicht auf dem heutigen Stand stehen. Das die Piraten aber leider bisher keine konkreten Ergebnisse aus Ihren Visionen erzielen können ist natürlich schon ein wenig enttäuschend. Sie zerfleischen sich lieber gegenseitig und werden wohl bald wieder in der Versenkung verschwinden, denn dafür braucht man keine neue Partei ;-)

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Robert Blum
Robert Blum (RobBlum) - 20.02.2013 13:17 Uhr

Herr Lauer wird langsam erwachsen - und das ist gut so...

Ja, ja, Twitter, Fratzenbuch etc. sind höchst schnelle, sehr flexible multimediale Kommunikationsplattformen. Und es kostet einen riesigen Aufwand, diese zu pflegen. Ich kann mir vorstellen, dass dies für einen Politiker sehr schwioerig sein muss, wenn man keinen Adlatus bemühen will, dessen Schreibe dann die eigene sein soll.
Herr Lauer hat also erkannt, dass diese Form der Kommunikation nicht zielführend ist.
Tja und ein Leitartikel in der FAZ, das ist schon was. Das wird nicht nur gelesen, sondern die Reputation steigt. Und wenn er noch massiv kommentiert wird, dann ist man im Gespräch.
Und genau das macht einen erfolgreichen Politiker aus:
Ernsthaftigkeit, Reputation, Informiertheit, im Gespräch sein - nicht Ziel des Geschwätzes.
Ich will nun nicht sagen, dass alle twitternden Politiker Schwätzer sind, aber viele, ganz viele, allzu viele.
Und uns Bürgern sollte man dies nicht zumuten wollen.

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Uwe Meyer
Uwe Meyer (Kosyme) - 20.02.2013 13:03 Uhr

22.609 Redakteure und Journalisten

Na, wenn man jedenfalls 22.609 Redakteure und Journalisten als Follower bei twitter verbuchen könnte, dann wäre darüber ja eventuell die gewünschte "Reichweite" gegeben. Vermutlich sind tatsächlich einige interessierte Schreiber dabei. Aber die machen ja sowieso immerzu nur das, was sie gerade wollen ;-)

Gefallen hat mir übrigens dieser Hinweis in dem Lauer-Beitrag: Tweets sind der heilige Gral des Verlautbarungsjournalismus, denn es gibt nicht einmal mehr einen Kontext, aus dem sie gerissen werden müssen, sie hatten von Anfang an keinen.

Schön auch @Schmidtlepps Wechsel von "Pferd" zu "Lasagne"…

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Edelbert Hackenberg

Twitter zerstoert zwischenmenschliche Beziehungen - radikal!

Mit meiner 13-jaehrige Enkelin, "unehelische" Tochter meines Sohnes, koennte ich nur ueber Twitter in Kontakt bleiben (wohne im Ausland, ca 2.500km entfernt). Meine Bitte um telefonischen bzw SMS Kontakt oder per eMail oder per Brief wurden als "aetzend veraltet" abgelehnt. Hatte mein Twitter-Konto bereits vor Monaten, nach einer Aktivitaet* von einem Jahr, gekuendigt - seitdem ist zu meinem Bedauern "Sendepause".
*) = wenn ich das Konto meiner Enkelin aufrief, muesste ich mich erst durch hunderte von Beitragen ihrer offensichtlich pubertierenden Freunde durcharbeiten - habe dies nicht aus- und durchgehalten

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 17:38 Uhr
Florian Jäger
Florian Jäger (DaJaga) - 20.02.2013 17:38 Uhr

Nicht Twitter.

Es ist nicht Twitter, das diese Beziehungen zerstört. Wenn Sie Ihrer Enkeltochter nicht wichtig genug sind, dass Sie mit Ihnen telefonieren, e-mailen oder skypen will, liegt das entweder an der Erziehung Ihrer Enkeltochter oder Sie haben Ihr einfach nichts mitzuteilen.
Selbst aber wenn Twitter die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Ihnen und Ihrer Enkeltochter beeinträchtigt hätte, wäre das genau ein Fall, von dem Sie berichten können.
Zu wenig für eine solch reißerische Überschrift und die billige Verallgemeinerung.

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Faustino Gallina

Prometheus und Epimetheus

Dass der Herr mehr als drei Jahre benötigte, um die Sinnlosigkeit dieses Mediums zu erkennen, macht ihn zu einem Typ der Kategorie Mensch, die erst handelt, um dann über das Handeln zu urteilen. Twitter eignet sich allein aufgrund seiner Zeichenbegrenzung nicht für Gehaltvolles. Tweets bleiben Aussagen, keine Begründung, kein Tiefgang darin. Twitter ist ein Baum voller Vögel, die zwitschern, gleich ob sie dafür geeignet sind oder nicht. Das Medium bevölkert jeder, der sein Ego etwas aufputschen möchte, läuft aber unter dem Etikett der Avantgarde, damit man sich hinter bunten Federn verstecken kann. Es wird geschrieben des Schreibens wegen, nicht, weil dem Tweet ein eigener Wert innewohnt. Bejubelt wird der schnelle Austausch, aber auch das Unvernünftigste kommt dort ins Rollen, und nichts ist anfälliger für Falschinformationen als diese Art der Kommunikation. Eine Seite Lesekommentare auf FAZ.Net sagt mehr über den Zustand der deutschen Gesellschaft aus als ein dortiger "Aufschrei".

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.02.2013 18:07 Uhr
Melanie Klein
Melanie Klein (meklein) - 20.02.2013 18:07 Uhr

naja

für kommentare bei faz-online hat man genau 1000 zeichen (ohne überschrift)
und selbst diese sind zuweilen noch zuviel berechnet.

ob nun dem ihrigen kommentar etwas gehaltvolles innewohlt wage ich doch sehr zu bezweifeln.

ein tweet ist ein tweet ist ein tweet, kein kommentar, kein artikel, keine bedienungsanleitung.
soviel zu den kategorien

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Dietmar Blum

Unterschied:

wenn ich unter einem Busch/Baum zwitschernder Vögel laut in die Hände klatsche ist sofort vollständige Ruhe.

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Roland Magiera

"Wo aber sind die behaupteten Vorteile der Online-Kommunikation?"

Ganz einfach, Twitter, Youtube und wie sie alle heißen mögen, bieten vollkommen durchschnittlichen und nicht bemerkenswerten Menschen ihre Bühne, auf welcher sie sich selber inszenieren können.

Das ist mehr Marketing in eigener Sache als ernsthafte Kommunikation.

Das sagt doch schon der Name der Plattform "Twitter" oder "Gezwitscher", da wird nicht ernsthaft und tiefsinnig argumentiert, sondern gezwitschert wie ein kleines Vögelchen, welches gerade seinen Balzgesang präsentiert.

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Hans Winter
Hans Winter (Tell590) - 20.02.2013 11:55 Uhr

Für mich wurde Twitter erst gar nicht geboren....

...ebenso wie facebook, SMS und andere „Soziale Netzwerke“. Und die Bilanz nach Jahren? Ich habe viel mehr Zeit gewonnen. Genauer: nicht scheinaktiv verplempert, sondern sinnvoller und effektiver genutzt. Durch die Abstinenz an diesen Netzwerken ist mir nichts verloren gegangen, hatte keine Einbußen irgendwelcher Art. Die Erkenntnis: e-mail reicht völlig, daneben Skype und – dann und wann – die Teilnahme an speziellen Foren des persönlichen Interesses, z.B. mit beruflichen, kultureller und sozialen Themen. Pausenloses Herumtwittern und facebooken ist wohl die menschliche Version des Markierens von Hunden und Katzen. Die hinterlassen Duftoffe, der (angeblich moderne) Mensch 150-Zeichen-Nachrichten. Beides wirkt gleich: kurz und flüchtig, bis der nächste kommt und darüber markiert.

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19.02.2013, 16:49 Uhr

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