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Ehre & Preise Alle Manns nach vorn - Emmy für Breloers Fernsehverfilmung

26.11.2002 ·  Emmy für Deutschland: Heinrich Breloers Fernsehfilm „Die Manns - Ein Jahrhundertroman“ ist in New York ausgezeichnet worden.

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Als einzige deutsche Fernsehproduktion hat der Mehrteiler „Die Manns - Ein Jahrhundertroman“ (ARD) am Montagabend (Ortszeit) in New York einen internationalen Emmy gewonnen. Schauspielerin Joan Collins überreichte den Preis der Kategorie „Spielfilme/Miniserien“ an den deutschen Regisseur und Drehbuchautor Heinrich Breloer.

Es ist das erste Mal seit 17 Jahren, dass eine deutsche Fernsehsendung mit einem internationalen „Fernseh- Oscar“ ausgezeichnet wurde. Zuletzt wurde diese Ehre 1985 dem Film „Das Boot“ von Regisseur Wolfgang Petersen zuteil. „Wir sind natürlich glücklich, dass wird uns auf diesem schwierigen Markt so erfolgreich durchgesetzt haben“, sagte Ulrich Deppendorf, Fernsehdirektor des Westdeutschen Rundfunks, in New York. „Das setzt ein Signal und den Standard für künftige europäische Produktionen und ermuntert Deutschland dazu, in dieser Art weiter zu machen.“

Emmy für einen außergewöhnlichen Film

Die Manns, die im Dezember 2001 im Ersten Deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurden, sind auch kommerziell erfolgreich: 18 Länder, unter anderem Australien, Kanada, Großbritannien, Schweden und Norwegen, haben die Produktion gekauft - in den USA wurde der Mehrteiler noch nicht ausgestrahlt. Regisseur Heinrich Breloer, freute sich sichtlich. Es sei außergewöhnlich, mit einer Film zum Thema Literatur gewonnen zu haben.

Mit Blick auf Joan Collins, dem „Biest“ aus dem Denver-Clan, zog er außerdem Parallen zwischen den Manns und der berühmten TV-Serie der 80er Jahre. Die Manns seien ein Familiendrama „genau wie 'Dallas' und der 'Denver-Clan'“ - dies sei damals sein Argument gewesen, um die ARD-Verantwortlichen zur Produktion zu überreden.

Deutsche Comedy kommt nicht zum Zug

Moderator Thomas Gottschalk, der eigens angereist war, um seiner ebenfalls nominierten Kollegin Anke Engelke einen Preis für deren Sketch-Comedy „Ladykracher“ (SAT.1) zu überreichen, musste das für ihre Konkurrenten tun. Engelke verlor in der Kategorie „Popular Arts“ gegen eine britische Produktion. Sie rechne sich angesichts der Konkurrenz ohnehin wenig Chancen aus, hatte Engelke im Vorfeld gesagt.

Gottschalk zeigte sich ebenfalls humorvoll: „Naja, wenigstens bin ich nicht von der Bühne gefallen“, sagte er. Leer gingen auch die beiden anderen deutschen Nominierungen aus: Weder die aktuelle RTL-Berichterstattung zu den Terroranschlägen in New York „Terror Against America“ in der Kategorie „Nachrichten“ noch die Kindersendung „Trickboxx“ des ARD/ZDF-Kinderkanals in der Kategorie „Kinder- und Jugendprogramme“ konnten sich gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen.

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