28.10.2012 · Mindestgage wäre das mindeste - deutsche Dokumentarfilmer sind das Prekariat des Fernsehens. Eine neue Studie macht die ganze Misere deutlich: Viele können von ihrer Arbeit kaum leben.
Von Michael HanfeldRichtlinien für Lesermeinungen
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... Was machen ARD und ZDF eigentlich mit den 7 Milliarden Euro GEZ-Einnahmen pro Jahr? Ich meine s i e b e n M i l l i a r d e n, nicht Millionen, und das jedes Jahr. So teuer können doch Filme und Hörsendungen nicht sein. Wo bleibt denn das viele Geld nur?
und andere "Kulturschaffende" vom Prinzip des Angebotes und der Nachfrage ausgenommen?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 28.10.2012 13:09 UhrJa!
Ich fürchte, Sie haben das Problem vollständig benannt, Herr Katz.
Das ist auch Parteipolitisch so gewollt - Dokumentarfilmer decken oft politische Mißstände auf...
Und das Aufdecken politischer Mißstände und
gesellschaftlicher Schieflagen, von Skandalen etc ist von den inzwischen
friedlich vereinten Blockparteien, zu denen bereits seit langem auch die
Grünen gehören, definitiv ungewollt.
Diese sind eigentlich nur noch damit beschäftigt, die fette Beute
( = der gesamte Staat, Zitat Altbundespräsident v. Weizäcker
) unter sich aufzuteilen.
Diese Formen der Einflussnahme auf das öffentlich rechtliche
Programm , die absurd hohen Summen , die inzwischen für
Volksverdummung investiert werden, für die heimlichen
Fersehproduktions Oligarchen, denen die öff-rechtl. millionen
zugeschanzt werden - so wie etwa einigen
Dampf-talkshow"Moderatoren" , welche bereits zuvor als
Sportmoderatoren mit so simplen Dingen wie Sport überfordt waren
und daher als unterwürfige Stichwortgeber für
Regierungsmitglieder bei vom Gebührenzahler finanzierten faktischen
Werbesendungen ohne jedes journalistische Mindestniveau wie bei Jauch,
Beckmann, Kerner etc...
Wozu öffentlich-rechtlicher Rundfunk????
Wenn etwas zum öffentlich-rechtlichen Auftrag gehört, dann die
Pflege des dokumentarischen Kulturgutes. Wo wenn nicht hier entsteht
ein Spiegel der Gesellschaft?
Nur ein öffentlich-rechtöliches Fernsehen kann uns bewahren,
das wir die Sicht auf unsere Umwelt den Amateuren von youtube überlassen.
Aber ARD und ZDF wollen lieber nichts sagende Hochglanz-Produktionen,
sogenannte überbezahlte Degeto Stars und Brot und Spiele. Wenn der
öffentlich-rechtliche Rundfunk zum Totengräber des
Dokumentarfilms wird, gehört er gleich ganz abgeschafft!!
wenn sie keine Dokumentarfilme mögen, bitte...
....ich aber würde liebend gerne auf Thomas Gottschalk und CO verzichten. D.h., ich sehe die Notwendigkeit des Dokumentarfilms an sich. Das hat mit Alimentierung nun mal gar nichts zu tun. Wenn wir Filmkultur durch Quaksalberfunk ersetzen, kann mir das als Zwangsabgabenzahler natürlich nicht Recht sein! Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk verzerrt den markt, indem er unverkäuflichen Mist für sein begrenztes Stammpublikum produziert und sich das von der gesamten Bevölkerung bezahlen lässt. DIe Seilschaften stoßen sich dann gesund.
"Wo wenn nicht hier entsteht ein Spiegel der Gesellschaft?"
Das beschriebene Beispiel selbst ist bereits ein hinreichend
glänzender Spiegel der Gesellschaft, dazu braucht man keine
alimentierten Dokumentarfilmer. Hinz und Kunz vom Stamme Nimm meinen
einen Anspruch an "die Gesellschaft" zu haben, von dieser
ihren persönlichen Lebensplan verwirklicht zu bekommen.
Man kann auch zu dem Schluß gelangen, daß das Problem bei
den acht Milliarden Euro oder mehr liegt, die mit vorgehaltener Pistole
jährlich im insgesamt weit überbezahlten
öffentlich-rechtlichen Quacksalberfunk samt Verwaltungsheer
versickern. Denn diese riesige Summe verzerrt den Wettbewerb der
Informationsanbieter vollständig und führt erst zum im Artikel
genannten, preisdrückenden Nachfrageoligopol.