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Die Software von Innen Der Text des Trojaners

 ·  Wie sieht der Code aus, der unser Leben auslesbar macht? Im Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ wird ein bestimmter Teil des Texts in gedruckter Form veröffentlicht und ausführlich kommentiert.

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© Chaos Computer Club

Dieser Code fiel bei der Obduktion des Staatstrojaners besonders auf. Es handelt sich wohl um jenen getarnten Teil der Spionagesoftware, der das illegale Nachladen von Programmen ermöglicht. Einmal in Betrieb, kann er sogar digital nie gespeicherte Gedanken lesen. Für Informatiker ist der Code trivial. Für die Bürger, also auch für Richter, Journalisten, Politiker, ist es ein unverständliches Idiom. Aber diese Sprache regelt unser Leben. Wir glauben, eine freie Wahl zu haben, aber längst, so schrieb Lawrence Lessig schon vor Jahren, reguliert uns der unbekannte Code in der digitalen Welt: „Der Code implementiert Werte oder zerstört sie. Er ermöglicht Freiheit, oder er vernichtet sie.“ Wir drucken ihn, um den neuen Analphabetismus der Freiheit anschaulich zu machen. Die Codierer, so Lessig, regulieren die Werte. Die Frage ist, ob die Gesellschaft sie ihnen überlassen will.

Der Code wird in ausführlicher und kommentierter Form im Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ abgedruckt.

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