07.01.2013 · 260 Milliardäre gibt es in China. Huang Nubo ist nur einer von ihnen. Er vermietet Ferienhäuser, schreibt Gedichte und betreibt einen Zoo. Das alles hat er ohne Partei und Staat geschafft.
Von Christian GeinitzRichtlinien für Lesermeinungen
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Es sind eher Nieschenprodukte. Was den Chinesen bisher fehlen soll, iswt die Faehigekeit zum Aufbau von Marken, die ein Gesicht verlieren koennten, wenn einmal etwas schiefgeht. Kalk in der Milch, was weiss ich.
Ich bin immer noch verwirrt, wie ich im anderen Beitrag schon schrieb. Abseits davon, dass offenbar Parteizugehörigkeit einer der wichtigsten Indikatoren in China zu sein scheint um reich zu werden, zeigt der Artikel, dass der "andere" Reichtum vor allem eines ist:unpolitisch. Das ist eine gute Erziehung durch das System, denn nur reiche Bürger können den Anstoß für eine Änderung des Systems geben, so war es in der Geschichte häufig, dass gerade Händler oder Neureiche gegen den Adel aufmuckten und so die Bürgerrechte entstanden. Wenn aber der Reichtum abseits der Partei unpolitisch ist, gerade weil die Unternehmer wissen, wie "zerbrechlich" ihr Reichtum ist, dann ist das aus meiner Sicht auch ein Stück Kontrolle. In Russland wird es ja auch vorgemacht, was mit reichen Oppositionellen passieren kann.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.01.2013 14:05 UhrKeine Ahnung
ob Sie meinen Beitrag ergänzt haben, ihn kritisieren oder
zustimmen... Aber Amerkungen von mir:
Der von mir betitelte "unpolitische" Reichtum (also abseits
der Partei geschaffen), ist ja gerade für die andere Seite (die
herrschende artei) hochpolitisch, denn er kommt ihr nicht in die Quere.
Die Diktatur dort ist ebenfalls nicht unpolitisch, wo Sie das aus meinem
Beitrag herhaben weiss ich nicht.
Mißverständlich und verwirrend
In dem Artikel heisst es:
"Mit achtzehn Jahren, noch in der Kulturrevolution, mit der er
politisch, persönlich und künstlerisch so hadert, trat er der
Kommunistischen Partei bei, nach dem Literaturstudium in Peking
arbeitete er zehn Jahre lang in der Propagandaabteilung der
Kommunistischen Partei. Bis heute sitzt er im Nationalen Volkskongress,
jenem Scheinparlament, das nur einmal im Jahr zusammentritt."
Wie kann es da in der Überschrift, ohne weitere Erklärung heissen:
"Das alles hat er ohne Partei und Staat geschafft. " ?
Auch sonst leider eher beiläufig Sätze wie:
"Zöglinge auf dem Weg zur Macht
Am augenfälligsten ist der finanzielle Aufstieg der Politikerkaste
an ihrer Spitze. Dort machen sich die reichen Söhne der
Gründungsväter der Volksrepublik breit."
"Allerdings kann sich in China das Glück schnell wieder
drehen."
"Die Furcht, das Vermögen an korrupte Beamte oder die
Regierung zu verlieren, sei nicht unbegründet,"
Mich verwirrt der Artikel...
Letztlich aber liegt der Aufstieg der chinesischen Landsleute insgesamt im Blut!
Ist es das, was dem alten Europa heute fehlt? Eine Kultur, wo sich der
Einzelne und nicht vom Staat versorgen lässt, sich bereits in
frühen Jahren zurücklehnt und nach Work Life Balance begehrt.
Was uns für eine erfolgreiche Zukunft fehlt, ist durch
Forschungsdrang allein nicht zu kompensieren.
Vielleicht würde uns eine Einschränkung der Freiheiten gut
tun. Nach Auswegen zu suchen belebt die Sinne und den unternehmerischen
Geist. Ein Thema für das Wahljahr 2013.
Christian Geinitz Jahrgang 1968, Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Peking.
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