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Die Google-Strategie Das Teuflische an diesem Plan

 ·  Freier Zugang zum Weltwissen ist angeblich das große Ziel von Google. Doch Verlage und Autoren beklagen die rücksichtslose Digitalisierungspraxis. Das „Google Settlement“ enteignet jetzt geistiges Eigentum im Weltmaßstab.

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Giulia Toledo
Giulia Toledo (Logine1) - 26.03.2009 09:32 Uhr

Wessen Interessen?

Früher wurde Wissen in Klöstern, Privatbibliotheken und in erlauchten Zirkeln gehortet. Heute genügt ein Internetanschluss, eine Portion Neugierde und ein "geistiger Kompass", um sich viele der Informationen, die man möchte, zu beschaffen. Das hat Gutes und Schlechtes. Sicherlich ist geistiges Eigentum eine besondere "Ware". Die grundsätzliche Frage ist aber doch, wie oft und wie lange soll diese Ware, ist sie einmal erschaffen und die damit verbundenen Kosten gedeckt, noch Profit abwerfen? Zu wessen Gunsten? In andern Branchen wird das als "unverhältnismässig" betrachtete Gewinnstreben verteufelt und für den Abbau von Sonderregelungen eingestanden. Hingegen wird den Bemühungen um Besitzstandwahrung der Verlage und Autoren mit Verständnis begegnet, wo sie doch wie die Musikindustrie zuvor schlicht mit dem Umverteilungsprozess und der Demokratisierungswelle des Know-hows, die die Digitalisierung auslöst, arrangieren werden müssen. Natürlich ist eine Konzentration, wie sie durch Google entsteht, problematisch. Solange sich die FIrma aber an das selbstauferlegte Gebot "Don't be evil" hält - und davon gehe ich als Optimist aus - will ich mich nicht vor diesem freundlichen Riesen fürchten.

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Uwe Pilgram

Google ist eine Werbeplattform

Wir sollten nicht vergessen, dass Google sein Geld bisher nur mit Werbung verdient. Wir müssen uns also fragen: Welchen Beitrag kann Google Books für diese Werbeplattform leisten? Eigentlich ist die Antwort nicht schwer: Wer dort sucht und sogar liest, hinterlässt deutliche Spuren, was ihn interessiert. Und so wird das Profil wieder ein Stück schärfer und teurer. So ist das mit Google Maps, mit Google Mail und den anderen "kostenlosen" Angeboten. Alles dient dem Profiling von Empfängern der Werbebotschaften. Google hat nichts zu verschenken. Allerdings: Warum verschweigt uns Google seine Absichten und macht auf Wohltäter?

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Johann Schulz-Gebeltzig

Schon jetzt hilft Google Books.

Zum Beispiel wenn die Exemplare eines Buches hier in der juristischen Bibliothek mal wieder nicht auffindbar sind. Zumindest ab und an gibt es dieses (alte) Buch bei Google online, wenigstens kapitelweise. Und zwar meist deutlich komfortabler nutzbar als die paar digitalen Publikationen auf den Uniservern. DEUTLICH komfortabler. Warum schafft es niemand sonst? Warum überlässt man Google das Feld - nur um dann zu meckern? Entweder - oder.

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Albert Genser
Albert Genser (agens1) - 19.03.2009 19:33 Uhr

Was Google macht, ist Diebstahl geistigen Eigentums!

@ M.Vogelsang Sicherlich finden auch viele Autoren es gar nicht schlecht, wenn ihre Werke im Internet zur Verfügung stehen würden. Allerdings nur gegen eine korrekte Bezahlung! Wer so wie Google das geistige Eigentum von Autoren ohne entsprechende Bezahlung ins Web stellt ist nichts weiter. als ein Dieb! Wenn Google damit durchkommt, wo wird das dann enden? Was ist mit Patenten, Marken, Gebrauchsmustern? Genau wie das Urheberrecht sind diese geschützt. Doch wenn erst einmal ein Schutzrecht ausgehebelt ist, wird es nicht lange dauern, bis weitere Rechte fallen. Und dann jubeln deutsche Unternehmen und deren Mitarbeiter ganz sicher nicht mehr. Dann wären Raubkopien von Autos, Schuhen oder Uhren auf einmal legale Kopien. Wer das nicht möchte, sollte sich ganz schnell und intensiv gegen den Diebstahl geistigen Eigentums ala Google stellen.Ganz gleich, ob er selbst Autor ist, oder nicht!

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Martin Rollinger

Opt-in ist m.E. besser

Interessant ist, dass wir bei der Verteilung von Musik (Napster, Kaazaa etc.) und bei der Buchdigitalisierung auf verschiedenen Seiten zu stehen scheinen. Bei ersterem richtet sich die Mehrheit der medialen Äußerungen gegen das Urheberrecht und für die freie Verbreitung, gegen Google wollen wir das Urheberrecht hingegen hochhalten. Vielleicht ist das dadurch zu erklären, dass unsere Symphathien eher bei den "Kleinen" und unserer Meinung nach Benachteiligten liegen, also bei Musikkunden und Schriftstellern. Die Frage ist schwierig. Unbestreitbar liefert Google mit der digitalen Verfügbarkeit großer Teile des geschriebenen Wissens eine qualitativ neue Wissensquelle, die für eine Wissensgesellschaft segensreich sein wird. Andererseits führt die Konzentration der Wissensverbreitung in Verbindung mit einem rein werbegestützten Entgeldsystem dazu, dass der Kuchen für die Entlohnung textuellen Schaffens kleiner wird, woran nicht nur die Schaffenden in der Tat kein Interesse haben können. Wenn die Europäer Googles Modell nicht mittragen wollen, hat die Europäische Kommission ohne weiteres die Mittel, Google hier in die Knie zu zwingen. Schließlich verdient Google nur in den USA und in der EU nennenswert Geld.

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Mona Vogelsang
Mona Vogelsang (Aghapi) - 19.03.2009 14:45 Uhr

Ich freue mich auf die Bücher!!!!!!!!!!

Endlich online die Gelegenheit zu haben, mich zu informieren und Zugriff zu erhalten! Wunderbar! ------------Warum ist von den ewigen Nörglern keiner auf diese Idee gekommen? Wie sieht es hier bei uns aus? Alle, auch in den staatlichen Bibliotheken, sind im Dörnröschenschlaf. Und genauso liegen auch die Werke hinter dicken, undurchgänglichen Mauern und Gestrüpp. Wer hat schon die Muße, sich dorthin zu bewegen und die Geduld, die zu all dem nötig ist? Menschen aus vergangenen Jahrhunderten, bei denen die heutige Geschwindigkeit noch nicht angekommen ist. Und auch der finanzielle Druck und all die anderen unschönen Dinge. --------- Google, danke für die Suchmaschine, danke für Google Earth, und hoffentlich bald auch danke für die Online-Bibio!

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Karl Hammer

Was ist eigentlich mit der Fraktur?

Wie es geschieht ist ziemlich hässlich, doch, wenn wir ehrlich sind, wenn nicht irgendwann einer den Holzhammer rausgeholt hätte, dann wäre das Wissen noch in 100 Jahren nicht digitalisiert und nie für jeden weltweit verfügbar. In Deutschland passiert doch wie immer nichts, man pennt vor sich hin. Die öffentlichen Bibliotheken, die Verlage hätten sich schon vor 15 Jahren Gedanken dazu machen können Bücher online verfügbar zu machen. Und was ist eigentlich mit der Fraktur? Hier wäre mal ein Feld, wo der Staat sinnvoll aktiv werden könnte. Es gibt massenhaft Kulturgut in Fraktur gedruckt, aber es gibt weltweit nur ein einziges Programm der Firma Abbyy, daß in der Lage ist, Fraktur zu erkennen, und das so unkomfortabel und teuer, wie das bei Monopolisten immer ist. Das wäre übrigens ein Tip für jeden, der seine Bücher nicht digitalisiert haben will. Druckt sie einfach in Fraktur.

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Markus Leibold
Markus Leibold (MSL) - 19.03.2009 14:34 Uhr

Ihre Meinung...

...ist schön und gut. Eine Zeitung muss auch Meinungen vertreten können, aber wenn sie dies aus profitorientiertem Egoismus tut, um die Bevölkerung zu beeinflussen, ist das in meinen Augen verwerflicher Populismus. Schade, sonst schreit die Journalistenriege doch immer so sehr nach hohen Standards und Unabhängigkeit - nur dann, wenn es um die eigenen Angelegenheiten geht, kämpft man plätzlich dreckig und wird polemisch. Eine Schande für eine ganze Berufsgattung.

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Herold Binsack
Herold Binsack (Devin08) - 19.03.2009 13:43 Uhr

Neo-Neokolonialismus

Das schizophrene daran scheint mir doch, dass das Vorgehen Google ausgerechnet in den USA so reibungslos funktioniert. Im Umgang mit der Biotechnologie und deren Ansprüchen auf Schutz ihres „geistigen Eigentums“ (den sog. Transgenen) ist man da doch ganz anders eingestellt (vgl. Rifkin und Robin), aber als Konstante dürfte sich die Begünstigung der Großen - der ganz Großen - erweisen. Zusammengenommen könnte man beides, als generalstabsmäßig geplanten Enteignungsprozess (Robin spricht von einer Verschwörung der Biotechnologie - speziell unter Leitung der Firma Monsanto - mit der Justiz, der Regierung und gewisser mächtiger Agrarindustrieller), nämlich den der Geistesarbeiter wie den der Bauern gleichermaßen, verstehen, und damit machte diese Schizophrenie wieder Sinn. Wer den Genpool der Welt zu monopolisieren sucht, dem bietet sich an, auch den geistigen „Genpool“ gewissermaßen – unter seiner Führung - zu „optimieren“ zu suchen. Also Neo-Neokolonialismus postmodernen Zuschnitts.

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Claus Bitten
Claus Bitten (bitten) - 19.03.2009 12:31 Uhr

Chancen...

Mal von den rechtlichen Problemen abgesehen hat das Projekt doch eine gigantische, und hoffentlich positive Dimension. Es ist doch eigentlich ein Glücksfall, daß eine private Firma das macht, was vielleicht der Staat schon lange machen sollte. Ich stelle es mir unglaublich praktisch vor, wenn diese digitalisierten Daten tatsächlich abrufbar vorliegen. Der Mehrwert für die Gesellschaft, Forschung und Lehre wäre sehr groß. Am Beispiel Stadtarchiv Köln zeigt sich doch, wie wichtig eine Sicherung der Daten wäre (auch wenn das Originale nur schwer ersetzt). Und gesicherte Mikrofische in Bergwerksstollen helfen da auch erst mal nicht weiter. Und ich kann mir auch vorstellen, daß wir mal einen globalen Markt für Digitaldaten bekommen wie zB. er sich endlich für Musik abzeichnet. Dann kann über Shop-Modelle auch der einzelne Autor/Verlag profitieren. Lieferbarkeit wäre ein Hinderungsgrund mehr, und am Ende profitiert sogar die Umwelt.

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Alexander Nowak
Alexander Nowak (Ploy) - 19.03.2009 12:13 Uhr

Das Grundproblem ist die uramerikanische Attitüde, ...

... nach eigenem Gusto und zum eigenen Vorteil zu handeln und sich dabei nicht mit solchen Kleinigkeiten aufzuhalten, wie etwa "Rechten" Dritter: Außer US-Recht gibt es nichts auf der Welt, was irgendwie beachtlich, geschweige denn für die USA bindend wäre. Das gilt für Bücher und Autorenrechte genauso wie für "enemies of the American people", die man in Guantanamo, Bagram oder sonstwo als vogelfrei behandelt. Dagegen dürfte es nur 2 Mittel geben: Einerseits politischen Druck der Regierungen (wenn die sich dazu bequemen und nicht einknicken) und andererseits wirtschaftlichen Druck - nämlich den Boykott - in diesem Falle von Google. Nur so am Rande: Was sagt eigentlich die VN-Sonderorganisation WIPO (World Intellectual Property Organisation) in dieser Angelegenheit? Ich konnte dazu nichts finden ... aber das ist vielleicht auch bedeutungslos, weil die WIPO für die USA gleichfalls irrelevant ist (s.o.)

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Eberhard Gläser

Viel Getue in diesem Artikel -- unter Weglassung wichtiger Fakten

Was soll z.B. diese durch keinerlei Fakten gestützte, brandstifterische Frage in Bezug auf Google Books: "Werden künftig Werke der Wissenschaft, der Literatur geschrieben, wenn sie sogleich Gemeingut im Internet sind?" Wer sich auch nur ein BISSCHEN mit Google Books beschäftigt hat (was für den Verfasser dieses Artikels möglicherweise nicht zutrifft), der weiß, dass Bücher die dem Copyright unterliegen, nur auszugsweise auf Google Books durchsucht und gelesen werden können -- und damit keineswegs "sogleich Gemeingut im Internet werden". Die mit Google Books gegebene Volltextsuche in Millionen von Büchern hingegen ist eine fantastische Möglichkeit, genau das richtige Buch mit dem gesuchten Inhalt für sich zu finden (auf welches man andernfalls nie gestoßen wäre) -- und dieses dann zu kaufen! wenn man es lesen möchte. Google Books ist somit eine fantastische Sache sowohl für Autoren als auch für Leser. So einfach ist das, man muss also überhaupt nicht schon wieder den Untergang des Abendlandes durch Google heraufbeschwören. MfG eber-hard

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Piesel_W (Piesel_W) - 19.03.2009 11:53 Uhr

Verluste

Der letzte Absatz wirft die Kernfrage auf. Dreh- und Angelpunkt des Urheberrechts ist nämlich, daß der Urheber die alleinige Entscheidungsbefugnis darüber hat, in welcher Weise sein Werk verbreitet wird. Die umfassende Digitalisierung birgt übrigens die Gefahr (regionalen oder globalen) monströsen Datenverlusts, wenn die entsprechenden Technologien nicht (mehr) verfügbar sind. Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, daß ausgerechnet die USA, die uns ja angeblich Recht und Freiheit gebracht haben, das jetzt einfach abschaffen - ohne daß z. B. der deutsche Gesetzgeber entschieden hätte, wie das Urheberrecht für deutsche Autoren künftig aussieht. Daran sieht man wieder: Der Begriff Freiheit, für den die USA die Welt seit über hundert Jahren mit Krieg überziehen, ist relativ, nicht absolut. Man muß immer dazu sagen, um wessen Freiheit es geht: Die der Internetnutzer, die der Google-Milliardäre - oder die der Buchautoren. Im weltpolitischen Kontext geht es Amerika immer um die Freiheit Amerikas - was das für den Rest der Welt bedeutet, mag sich jeder selbst ausmalen.

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 19.03.2009 11:23 Uhr

Wie bei Musik

Google hat gelernt, daß andere Firmen und Personen ungestraft und sogar unter öffentlichem Beifall alle berauben können, die mit Musik zu tun haben - und überträgt das Modell jetzt auf Texte (die übrigens mehr sind als Informationen, was in verschiedenen Gerichtsurteilen der 90er und frühen 2000er Jahre auch noch einmal für Dumme klar definiert wurde). Werbefinanzierte Verbreitung von Inhalten wird als etwas neues verkauft (obwohl es schon seit langer Zeit existiert und unter anderem zum Geschäftsmodell von Radio und TV gehört). Urheber erhalten dabei immer deutlich weniger als bei direktem Verkauf ihrer Produkte (Selbst wenn diese von Verlagen/Plattenfirmen etc. vermarktet werden, bleibt mehr übrig, da solche Firmen im Gegensatz zu Online-Firmen tatsächlich Marketing für die Inhalte und Autoren ausgeben). Ein Sockelbetrag plus 63% der Werbeeinnahmen könnte allerdings akzeptabel sein - wenn Google kontrolliert wird und z.B. die Verbreitung erst nach einer Frist nach der Erstverbreitung in Form von Büchern und/oder DRM-geschützten Downloads erfolgen darf. Auch und gerade das US-Recht ist übrigens in vielen Fällen ein besserer Schutz als das deutsche Recht, z.B. beim Schutz der Musiker gegen Internet- und Digitalradioverbreiter.

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Norbert Gillmann
Norbert Gillmann (nogi60) - 19.03.2009 11:11 Uhr

Google als Verwalter des Weltwissens

Hier könnten sich die Organe unserer Legislative, allen voran die Justizministerin, mal sinnvoll auslassen. Dass sie das "können" habe sie bereits vor einiger Zeit mit der Neuregelung des Urheberrechts bewiesen. Damals wurde eine gut funktionierende Literaturversorgung (elektronischer Kopienversand), einseitig zu Gunsten der Verlage gekippt. Was Google veranstaltet ist mir irgendwie unheimlich; es lässt sich wohl nicht mehr aufhalten, denn schon zu viele haben bei diesem Spiel mitgemacht. Es geht jetzt darum, dass diejenigen die als Autoren, Verlage oder Bibliotheken betroffen/beteiligt sind, nicht auch noch am Ende bei Google dafür zahlen müssen. Dann wäre deren Gelddruckmaschine perfekt.

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Hannes Mayer
Hannes Mayer (hotzen) - 19.03.2009 09:59 Uhr

Internetrecht und nationale Grenzen

Was den rein amerikanischen Markt betrifft, scheint die Entwicklung rechtens zu sein. Aber durch die Technik des Internets wird möglich, dass ich in Deutschland die Urheberrechte deutscher Autoren verletze, weil Google es in Amerika möglich macht. Dieses Problemstellung ist nicht erörtert worden. Ist es möglich, dass technisch zu verhindern. (Bei Youtube bekommt man ja auch des öfteren die sinngemäße Meldung: "Für Deutschland gesperrt".) Die andere Frage kann man google dafür belangen, dass es Deutschen hilft die Rechte anderer Deutscher in Deutschland zu verletzen. Sei es strafrechtlich oder zivilrechtlich. Unter Umständen muss Deutschland dazu neue Gesetze erlassen. (Z.B. Massive Störer des deutschen Rechtsfrieden müssen bei Einreise mit Haft rechnen.) Aber hinter dieser Situation bildet sich ein anderes Problem ab. Nämlich, dass Internationalisierung das rechtsstaatliche System einzelner Länder untergräbt. Die Frage ist, wie geht man damit um?

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Alexis Schweitzer

logisch

Dass Feuilletonisten und andere Intellektuelle mit dieser Form philatropischer Demokratisierung und Transparenz ein Problem haben, hat man sich aber auch denken können!

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Jahrgang 1961, Redakteur im Feuilleton.

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