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Die EM im Fernsehen Die Regie spielt falsch

 ·  Mit einschläfernden Dialogen und begütigenden Bildern verstellen ARD und ZDF bei der EM den Blick auf Europa. Ihre Programmpolitik ist das reinste Ablenkungsmanöver von den dramatischen politischen Vorgängen.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (55)

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Markus Anetz
Markus Anetz (Anetz89) - 18.06.2012 01:33 Uhr

Deutschland will es so...

Traurig, aber wahr. Wer will denn schon einen Fußballabend durch politische Ereignisse zerstören? Alles was zählt, ist doch, dass Deutschland weiterkommt und man danach mit seinem Auto hupend durch die Stadt fahren und feiern kann...
Dass die Medien über die Menschen genug Macht haben, wurde schon oft genug demonstriert (hören wir noch etwas über die Folgen der BP Ölkatastrophe? Es wird mal wieder Zeit für BSE oder eine Schweine-/Vogelgrippe...).
Es allein auf ARD und ZDF zu beschränken ist wohl untertrieben, denn auch die anderen Sender wissen genau, wie man die Zuschauer manipulieren kann.
Doch die Grundschuld liegt immer noch bei den Zuschauern und solange sie sich das alles gefallen lassen wird sich an dem Ganzen nicht viel ändern!

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Siegfried Koch

Volksbespaßung

Ich bin Fußballfan! Schön, dass die Mannschaften Europas sich sportlich messen. Und schön, dass das gebeutelte Griechenland in Viertelfinale steht. Doch wie Herr Kaube erwähnt, geht es an diesem Wochenende, -wie die letzten Jahre schon- um weit wichtigeres. Der ESM steht kurz vor Inkrafttreten. Ein Gesetz, welches , ohne Rechenschaft zu geben, das Geld der "reichen" Staaten zu den "armen" Staaten zu transferieren. Und wir schauen sprichwörtlich in die Röhre und lassen uns bespaßen. Was da im Moment abläuft wird m.E. in Zukunft als die größte Enteignung unseres Volkes bezeichnet werden und keiner hat etwas gewußt, weil es so viele wichtige und Interessante Dinge gab, über die man auch Bescheid wissen mußte! Man tut so als ob es vor der Einführung des Euros nur Mord und Totschlag gab, und dass ein Zerbrechen unserer Eurowährung genau dort hinführen würde.

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K. Peter Luecke

Kahn wird immer peinlicher !

Nach dem griechischen Sieg über Russland, das von einem Spieler im Interview danach als wichtig für das griechische Selbstbewusstsein in der aktuellen politischen und ökonomischen Krise des Landes apostrophiert wurde, fiel Kahn anschließend im Gespräch mit Müller-Hiohenstein nichts weiter ein, als schulmeisterisch darauf hinzuweisen, dass man gefälligst "Sport und Politik auseinander halten" solle. Um dann noch ganz jovial hinzuzufügen, dass man den Griechen aktuell aber mildernde Umstände zugestehen solle. Wie etliche (deutsche) Fußballer - unangenehme Beispiele waren da früher Gerd Müller und Breitner, die bekanntlich schon vor Jahrzehnten darauf hinwiesen, nur für sich, nicht aber für Deutschlanbd zu spielen - verkennt auch Kahn die eminente politische und identitätsbildende Bedeutung des Sports. Diese Leute sehen wohl eher nur den Kommerz oder ihre persönliche Selbstdarstellung... Jedenfalls: ich bin überzeugt, dass das Ergebnis in Warschau die Wahlen heute in G beeinflussen wird

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Lara Rosenberg
Lara Rosenberg (Shiva36) - 17.06.2012 00:26 Uhr

*rofl*

was da bedeutet: roll over for laughing. Danke Herr Kaube!!!! Ich komme, da ich nicht mehr in diesem unserem Lande lebe, zwar nicht mehr in den (Un)Genuß von ARD/ZDF-Sportübertragungen, sondern online von BBC, aber Ihr Bericht im Hinblick auf das Ablenkungsmanöver finde ich einfach genial. Weiter so!!!!

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Erwin Stahlberg

ARD + ZDF = Meister der Begütigung und der geheuchelten Ahnungslosigkeit

„Ihre Programmpolitik ist das reinste Ablenkungsmanöver
von den dramatischen politischen Vorgängen.“

Dieser obige Satz gilt nicht nur für die EM-Berichterstattung,
sondern generell auch für die TAGESSCHAU und HEUTE.

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HG Hinz
HG Hinz (hghinz) - 16.06.2012 17:40 Uhr

Gestreifte Würdeverletzung?

Die Würde des Menschen kann man in der Tat verletzen - das ist Tag für Tag in den Medien zu beobachten und hat, wie man weiß, seinerzeit die Väter des Grundgesetzes zu dem entsprechenden Passus veranlasst.

Aber kann man eine Würdeverletzung streifen, verehrter Kollege? Wer Medienschelte betreibt, sollte mit den eigenen Worten umso achtsamer sein - finden Sie nicht?

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Michael Arndt

Sehr treffend,

aber wenn man in den Foren darauf hinweist, dass ARD und ZDF durchaus als "gleichgeschaltete" (uiiii, böses Wort) Medien anzusehen sind, wird der Beitrag sofort verbannt.
Der ÖR ist kritiklos und weichgespült und von dem, wofür er höchstrichterlich immense Gebühren verbraten darf, meilenweit entfernt.
Dagegen ist selbst RTL II investigativ...

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.06.2012 11:16 Uhr
George Rauscher

Herr Arndt,

absolut Ihrer Meinung. Die Tagesschau mutiert zur Aktuellen Kamera, auch Heute ist nicht weit dahinter. Und die 'Moderation' der Kommentare z.B. auf meta.tagesschau darf man ganz getrost als Zensur bezeichnen, Meinungsfreiheit und Kritik haben da nicht viel verloren.

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HG Hinz
HG Hinz (hghinz) - 16.06.2012 18:12 Uhr

Angela Merkel sucht Bauer ...

Falls Sie mit "gleichgeschaltet" gemeint hätten, dass sich das Profil der ARD zu wenig von dem des ZDF unterscheidet, dann würde ich Ihnen zustimmen.

Falls Sie die Meinung vertreten, dass die Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen immer noch zu sehr vom politischen Proporz-Gehabe der politischen Kaste bestimmt wird, bin ich ebenfalls Ihrer Meinung.

Falls Sie jedoch sagen wollten, dass die öffentliche Meinung in Deutschland politisch "gleichgeschaltet" ist, dann finde ich das höchst bedenklich. Wollen Sie sagen, dass die Programmgestaltung vieler Privatsender hierzulande in Wirklichkeit nicht durch den Pöbel, sondern durch verschwörerische Polit-Agenten bestimmt wird? Sollte vielleicht Frau Merkel (ähnlich wie seinerzeit Prinz Charles) ihr Herz für die Landwirtschaft entdeckt haben? Dann wäre "Bauer sucht Frau" nur ein Code-Name für die Zukunftspläne unserer Kanzlerin? Motto: Merkel sucht Bauer! Höchst interessant - Ihr Beitrag.

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Hans-Peter Blume

Keine Verquickung

Wenn ich mir schon einmal ein Fußballspiel im Fernsehen anschaue, will ich dieses und nicht
grüne Demonstranten oder nackte Kroaten sehen. Von ersteren habe ich auch hier genug.
Politik, Freikörperkultur und Sport sollten nicht miteinander verquickt werden.

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Bernhard Henn

Quoten durch Ab-/Umschalten beeinflussen!

Die Einschaltquoten werden viertelstundennah gemessen. Intelligente Zuschauer sollten die grausam dumme Vor- und Nachberichterstattung nicht ansehen. Leider geht die Beeinflussung nicht bei dem Halbzeitpausen-Elend.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.06.2012 11:35 Uhr
christopher blunt

TV-Quoten

Sehr geehrter Herr Henn,
Ihre Absicht finde ich grundsätzlich sehr löblich. Aber: Die Fernsehquoten werden 1.) nicht viertelstündlich, sondern permanent erfasst und 2.) nur von einem "repräsentativen Panel" einiger tausend Zuschauer, bei denen die GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) eigens dafür eine Box installiert hat. Was Sie oder ich mit der Fernbedienung anstellen, hat null Einfluss auf die Messung der TV-Quoten.

Mit den besten Grüßen ;-)

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Sebastian Otto
Sebastian Otto (revm) - 16.06.2012 10:37 Uhr

Darstellung

Es mag zwar stimmen, dass jenes Transparent der Bundestagsabgeordneten nicht gezeigt worden ist. Aber ich habe das Spiel gesehen und erinnere mich ohne jeden Zweifel daran, dass der Moderator des Spiels darauf hingewiesen hat, dass Bundestagsabgeordnete jenes Plakat hoch halten. DAVON war ich sehr überrascht!
Im letzten Spiel Italiens hat der Moderator auch bedauert, dass es sehr viele leere Plätze gäbe - man konnte diese auch sehen.
Dass die Bilder, wer nun auch immer dafür verantwortlich ist, so gewählt werden, dass die EM einzig als sportliches Spektakel erscheint, wen überrascht das? Ernsthaft: Wen überrascht das?

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Sebastian Fischer

Das richtige Feeling

Man stelle sich vor, es wäre EM, WM oder Olympische Spiele und die von Ihnen gescholtenen öffentlich-rechtlichen Sender würden nicht übertragen? Da wäre Ihr Geschrei mit Sicherheit genauso groß! Alles hat leider seinen Preis und seine Zeit. Wenn der Fußballzauber vorbei ist, und keiner mehr von der EM in Polen und der Ukraine spricht, ist auch noch genug Zeit den Finger in so viele Wunden zu stecken. Hier ist das öffentlich-rechtliche Fernsehen genau richtig - im Gegensatz zu den Privaten Medien.

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Thomas Berger
Thomas Berger (tberger) - 16.06.2012 08:44 Uhr

Ist das denn so überraschend?

Ich meine, ich habe hier auch selten Nachrichten wie "jeder Deutsche zahlt noch mal 1.000 Euro an Zocker" gesehen... :-)

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Tyler Durden Volland

@ Uwe Bussenius: Ihre Diagnose ist korrekt!

In diesem Absatz wird die erbärmliche Wahrheit angedeutet:
„Die Begründung (des Chefredakteurs Peter Frey) ist ein schönes Dokument der Verblödungsbereitschaft dieser Art Medienfunktionäre. Sie halten ihr Publikum für so dumm, dass es ihnen Synthesen aus Urlaubsfeeling und politischer Symbolik abnimmt, während der Stopp vor der Grenze in Wahrheit die Sorge mitteilt, auf der anderen Seite zu wenig Jubeldeutsche im Bild zu haben.”

Was die FAZ (wie übrigens immer!) ignoriert ist, dass das mit der “Verblödungsbereitschaft” eben nur allzu wahr ist. Denn solche Medien “halten ihr Publikum für so dumm” wie es leider tatsächlich ist!

Und genau das, darf man nicht aussprechen. Denn würde die geheime Ursache des Zustandes unseres Staates, und auch den des Restes der Welt, offen legen!

Die Beschwerde der FAZ über die Öffentlich Rechtlichen ist nichts anderes als pure Heuchelei!

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Johannes Strobel

so überflüssig wie....

Entschuldigen Sie bitte Herr Kaube, aber der Artikel ist auf diese Weise überflüssig wie die beschriebenen Kurzgespräche nach dem Spiel. Aber warum macht mans... weil es ankommt.

Die dramatischen politischen Vorgänge werden in Ihrem Artikel ebenfalls nur mit 3 (!) Sätzen erwähnt wird. Stattdessen stehen die Umsetzung des Kirchhofschen zwangsgebührenbegründende Gesamtdiskursauftrags, Erleuchtende Zitate Olli Kahns und die Idee des ZDF'schen Urlaubsfeelings in Nähe Polens im Mittelpunkt. Von der fragwürdigen und überspitzten Quintessenz ganz zu schweigen....

Weiter führt uns dieser Artikel leider nicht. Da Hilft auch die Erkenntnis von der Verblödungsbereitschaft der Medienfunktionäre nicht weiter.
Ich hätte mir an dieser Stelle etwas konstruktivere Kritik gewünscht. Aber wer bin ich zum anprangern, der ebenfalls nur kritisiert und keinen Verbesserungsvorschlag bringt.

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Karl Neman
Karl Neman (KarlNeman) - 15.06.2012 23:23 Uhr

Die Moderatoren

Dass Katrin Müller-Hohenstein nervig ist und keine Ahnung hat, ist eine Sache. Zu denken, dass einem Oliver Kahn die Widersprüchlichkeit eines "glasklaren 2:1" nicht bewusst ist, ist eine ganz andere Sache.

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Stefan Derrick

Ich bin schockiert

Und das meine ich ganz ernst. Denn ich fand es doch recht lustig, wie Löw den Balljungen veräppelt und dachte noch: ach, nett der Löw, und so aufgeräumt, erstaunlich eigentlich während eines so wichtigen Spiels. Dass das gar nicht live (+1 Minute oder so) war, war mir nicht klar. Wer hat jetzt eigentlich wen veräppelt? Oder manipuliert.

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Norbert Unger

Ein kleiner Masterplan.

Danke Herr Kaube. Da ich davon ausgehe, dass die Verwobenheit der Politik mit den "unabhängigen" Rundfunk- und Fernsehsendern in D nicht nur eine Mär ist, und bei Wahlen zu den einschlägigen, sachorientiert arbeitenden Gremien, sich in besonders erkennbarer Art und Wiese zeigt, bin ich auch überzeugt, ohne einer Verschwörungstheorie anzugehören, dass das eine mit dem Anderen (Sportberichterstattung) zusammenhängt. Oder?

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Eric Wallis

nicht in sondern

auf Usedom, Herr Kaube, es ist eine Insel. Ansonsten treffen sie den Ball perfekt.

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Stefan Wanke

Panem et circenses

Beruhigend, dass sich die Menschheit seit den Tagen des alten Roms nicht weiterentwickelt hat. Gebt dem Volk Brot und Spiele, dann könnt ihr machen,was ihr wollt. währenddessen darbt eine Politikerin in einem Krankenhaus in der Ukraine und das " Europäische Ermächtigungsgesetz", auch ESM genannt, die undemokratischste Aktion der letzten Jahrzehnte wird klammheimlich durchgewunken. Lasst uns endlich aufstehen und auf die Strasse gehen!

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Peter Pehlke
Peter Pehlke (Valluga) - 15.06.2012 20:51 Uhr

Berichterstattung ZDF

Es ist einfach nur erschreckend mit anzusehen, wie das ZDF mit den von uns gezahlten monatlichen Gebühren umgeht. Ist es nötig einen derartigen Aufwand -im Meersboden verankerte Großleinwand- etc. zu betreiben. Die "flachen" Kommentare von Frau Müller-Hohenstein und Herrn Kahn hätte auch den Weg vom Mainzer Lerchenberg in die Wohnzimmer des deutschen Fußballfans gefunden. Aber es ist ja grundsätzlich zu konstatieren, dass die beim ZDF Verantwortlichen in ihrer offen zur Schau gestellten Arroganz offensichtlich die "Bodenhaftung" zum "gemeinen Zuschauer" verloren haben.
(Wir übertragen ab Sonntag (10.06.2012) die Spiele vorher übertragen die Kollegen der ARD- "die können das auch!!") Ja natürlich, die ARD hat ja auch bekanntermaßen die besseren Reporter!

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Jahrgang 1962, stellvertretender Leiter des Feuilleton.

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