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Die 60. Filmfestspiele in Cannes : Farbenpracht im Scheinwerferlicht

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Umjubelt: Schauspieler Jude Law und Jazz-Sängerin Norah Jones Bild: AP

Stars wie Juliette Binoche, Andie McDowell und Liz Hurley sorgten am Mittwoch bei der Eröffnung der 60. Filmfestspiele in Cannes für viel Glamour. Doch auch der Festivalbeitrag „My Blueberry Nights“ und ein experimenteller Kurzfilm von David Lynch fanden viel Applaus.

          Das 60. Filmfestival von Cannes ist am Mittwochabend feierlich eröffnet worden. Nach dem traditionellen Defilee vieler Stars ins Festivalpalais führte die in Frankreich lebende deutsche Schauspielerin Diane Krüger als Moderatorin durch die Zeremonie. Einer der Höhepunkte zum Auftakt der Geburtstagsfeiern des wichtigsten Filmfestes der Welt war der Auftritt des 98 Jahre alten Regisseurs Manoel de Oliveira aus Portugal. Er hat schon in der Stummfilmzeit gedreht und ist noch immer aktiv. „Vive le cinéma“ (“Es lebe das Kino“), rief der fast 100-Jährige in kerzengerader Haltung auf der Bühne.

          Unter den neugierigen Blicken von tausenden Fans erstiegen unter anderem die Schauspielerinnen Juliette Binoche, Andie McDowell, Gong Li und Bai Ling die legendären Stufen zum Palais. Das britische Model Liz Hurley erschien an der Hand des Designers Roberto Cavalli. Viele Abendkleider erstrahlten im Scheinwerferlicht in leuchtendem Pink, Brombeere, Rot und Blau oder glitzerten in dezenteren Silber- und Goldtönen.

          Experimentelle Geburtstagsüberraschung

          Besonderen Jubel gab es für die amerikanische Jazz- Sängerin Norah Jones und den Schauspieler Jude Law aus dem Eröffnungsfilm „My Blueberry Nights“. Der Film ist das erste in den USA gedrehte Werk des chinesischen Regisseurs Wong Kar-Wai. Grammy-Gewinnerin Jones gibt darin ihr Schauspieldebüt, ließ in Cannes aber keinen Zweifel daran, dass momentan ihre Musik Vorrang vor dem Kino habe. Als Vorfilm vor dem Wettbewerbsbeitrag gab es eine Geburtstagsüberraschung: Einen eigens für diesen Anlass produzierten experimentellen Kurzfilm des amerikanischen Regisseurs David Lynch mit dem Titel „Absurda“.

          Umjubelt: Schauspieler Jude Law und Jazz-Sängerin Norah Jones Bilderstrecke

          Insgesamt konkurrieren 22 Filme um die Goldene Palme, die am 27. Mai vergeben wird. Aus Deutschland ist der Hamburger Regisseur Fatih Akin mit dem deutsch-türkischen Drama „Auf der anderen Seite“ dabei. Auch in den Nebenreihen des Festivals sind mehrere deutsche Produktionen zu sehen. Jurypräsident ist in diesem Jahr der britische Regisseur Stephen Frears („Die Queen“), Mitglied der Jury ist unter anderem der türkische Literatur-Nobelpreisträger Orhan Pamuk.

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