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Der Panofsky-Fund : Michelangelo im Tresor

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Erwin Panofsky (1892 bis 1968): Gemälde von Philip Pearlstein aus dem Jahr 1993 Bild: Archiv

Eine der bedeutendsten Schriften der Kunstgeschichte, Erwin Panofskys Studie über Michelangelo von 1920, galt als verschollen. Jetzt ist die Arbeit wieder aufgetaucht: Chronik, Analyse und Interviews im Freitags-Feuilleton der F.A.Z.

          Eine der bedeutendsten Schriften der Kunstgeschichte galt lange als verschollen. Um das Manuskript, das der weltberühmte Erwin Panofsky 1920 über Michelangelo verfasste, rankten sich viele Legenden. Nach 1933 musste der jüdische Wissenschaftler Deutschland verlassen.

          Wie das Feuilleton der F.A.Z. exklusiv in der Ausgabe vom Freitag, dem 31. August, berichtet, wurde seine Arbeit jetzt gefunden – in München, in einem ehemaligen Panzerschrank der NSDAP.

          Den Fund kommentiert Gerda Panofsky, die Frau von Erwin Panofsky, gegenüber dieser Zeitung wie folgt: „Ich war total überrascht. Das konnte doch nicht wahr sein. Ich wusste erst nicht, ob ich träumte oder wachte.“

          Der Panzerschrank steht im Keller des Münchner Zentralinstituts für Kunstgeschichte. Wolfgang Augustyn, stellvertretender Direktor des Zentralinstituts für Kunstgeschichte und Vorsitzender des deutschen Vereins für Kunstwissenschaft, gegenüber dieser Zeitung: „Die jahrzehntelang verloren geglaubte Habilitationsschrift von Erwin Panofsky zählt zu den Mythen unseres Faches. Der unerwartete Fund hat uns völlig überrascht und schließt eine große Lücke in der Geschichte der europäischen Kunstgeschichte.“

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