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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Der kurze Boxkampf Handke und ich

In einem Gespräch mit dem Magazin der „Süddeutschen Zeitung“ hat der Dichter Peter Handke jüngst seine Version einer Handgreiflichkeit mit mir aus dem Jahr 1987 erzählt. Sie stimmt nicht.

Artikel Lesermeinungen (12)

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Rainer Baumann

Doch, mich interessiert das!

Ich liebe Klatsch. Bitte mehr.

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Jan Hoffmann

Wer von den beiden Protagonisten der größere Eitelbolzen ist...

...,das stehe dahin. Einen Typen wie Handke jedoch, der in vollem Bewußtsein dessen, was er sagt (und nicht etwa aus jugendlicher Verblendung heraus), Kriegsverbrecher, Massenmörder & Diktatoren verteidigt, sollte eine bleibende damnatio memoriae treffen.

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Karl S. Walter

Das Endergebnis

Wahrheit hin, Dichtung her – Handkes Version ist kürzer, plausibler und liest sich besser. Somit lautet das Endergebnis
Handke 2 (1 x auf die Fresse, 1 x besser erzählt)
Hieber 0

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Harald Schmidt

Der Serbenritter

Anscheinend neigt Herr Handke zu körperlicher Gewalttätigkeit. Ich erinnere an Marie Colbin, seine langjährige Geliebte: "Ich höre noch meinen Kopf auf den Steinboden knallen. Ich spüre noch den Bergschuh im Unterleib und auch die Faust im Gesicht", schildert die langjährige Begleiterin Handkes ihr Leiden in dem österreichischen Magazin 'Format'. Solange es Männer gibt auf dieser Welt - Männer wie Dich - einäugig, unnachgiebig, machthungrig und Ego-breit - wird es auch Waffen geben und somit Kriege.'"(DER SPIEGEL/ 25. Mai 1999)
Da Handke dies nie dementierte, darf angenommen werden, dass es stimmt. Ich habe danach meine Lektüre von Handke eingestellt

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Giannozzo Richter

Die Herren Feuilletonisten ...

... werden vom Publico freundlichst gebeten, ihre Stutenbeißereien anderswo auszutragen. Das gilt natürlich zuerst für den Großschriftsteller Handke. ("Seltsame Bereitschaft zur Entzweiung"? Bah – Wortschleim.)

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Kurt Michler

Seit wann...

...glaubt die Feulleton-Redaktion, dass Kindergarten-Raufereien von 2 eitlen Fatzkes einen FAZ-Leser interessieren? Sich von Burda im Frühjahr nach Italien einladen lassen, und dann über andere Gäste mäkeln...

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Hans-Jörg Rechtsteiner

„Lass mich endlich in Frieden, du Federwetzer vom Mönchsberg!“

Welch erlesener Sprache sich FAZ-Redakteur Hieber sogar in einer gefährlichen Notwehrsituation zu bedienen vermag - Chapeau! Mir selbst wären da nur die allergängigsten Verbalattacken eingefallen. Deshalb meine Bitte, Herr Hieber: eröffnen Sie eine Kolumne mit einem fortlaufenden Lexikon der verbalen Selbstverteidigung für die gebildeten Schichten!

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Yotim Dr. Akombo

"Geliebt habe ich Handke nie. Zumal..." gegen wessen Sprachgefühl verstößt das noch?

"Geliebt habe ich Handke nie. Zumal seine frühen Arbeiten, darunter sein phänomenales Fußballgedicht „Die Aufstellung des 1.FC Nürnberg vom 27.1.1968“, aber verehrte ich und werde sie immer verehren."

... sollte es nicht vielmehr direkt "aber seine frühen Arbeiten [...] verehrte ich und..." heißen oder verstehe ich hier etwas nicht?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.10.2012 12:38 Uhr
Jan Grothe
Jan Grothe (jangrothe) - 26.10.2012 12:38 Uhr

Mein Vorschlag:

Beim Nachformulieren erkennt man die Schwierigkeiten des Autors. Was er sagen möchte ist etwas wie:

"Geliebt habe ich Handke nie. Aber manche seiner Werke - vor allem einige seiner frühen Arbeiten... - verehrte ich..."

Schöner wäre vielleicht:
"Geliebt habe ich Handke nie. Aber ich verehrte einige seiner Arbeiten, und verehre sie immer noch. Vor allem manche seiner frühen Werke wie... gehören zu.."

Das "Zumal" passt nicht wirklich. Denn es geht erstmal um die Präzisierung des ersten Satzes: Ich habe Handke (hier natürlich als pars pro toto stellvertretend für sein GEsamtwerk) nie geliebt. Aber ich verehre einige seiner Werke.
Dann erst geht es um die Priorisierung der verehrten Werke: Ich verehre vor allem einige seiner frühen Werke.
Wobei sich an ein "zumal" eher ein Satz als ein Substantiv anschließt (für Substantive nutze man "vor allem"). Kurz gesagt: "Zumal" bedeutet "vor allem weil". Das sollte der Autor wissen, zumal er Kritiker ist. :D

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Martin Bebel
Martin Bebel (MaBe1968) - 26.10.2012 12:03 Uhr

jetzt macht sich die FAZ aber wirklich lächerlich: ich war´s nicht - der da war `s !

2 opis erzählen einen rotwein-schwank aus ihrer jugend. einer schreibt langweilige bücher und der andere....der schreibt wohl auch irgendwas.
da muss doch einer einschreiten und sagen: he, das eine ist privat, das andere öffentlich.
und für so einen quatsch interessiert sich doch kein mensch.

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michael roloff
michael roloff (mikerol) - 26.10.2012 06:32 Uhr

Der Hintergrund

fehlt. Wenn Herrn Hieber nur das "gefundenen Gedicht" DIE AUFSTELLUNG DES ERSENT F.C. NUERNBERG was bedeutet, hat er wohl schon zu anderen Handke Sachen vor dem Vorfall Stellung genommen??? Weswegen Handke ihn an dem Abend stichelte? Es gibt ja noch lebende Zeugen zu dem Vorfall.

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Maja Langfelder

Haha :-)

Vielen Dank für den Link zu dem Interview in der SZ. Ich fand's großartig und musste oft schmunzeln. Ah, ich gehöre einer jüngeren Generation an und denke, seine Werke werden in 100 Jahren noch gelesen werden. Und Reich-Ranicki wird nicht mal als Fußnote in die Literaturgeschichte eingehen. Im übrigen finde ich den Feldzug, den die FAZ gegen Handke jahrzehntelang geführt hat, peinlich und schädlich für die Literaturrezeption in Deutschland. Und wer jetzt wen warum, wo und zuerst provoziert hat ist mir persönlich gleichgültig. Mit Ruhm hat sich in dieser Sache keiner bekleckert.

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Jahrgang 1951, Redakteur im Feuilleton.

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