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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Demographiepolitik ohne Konzept Jedes Alter zahlt

 ·  Viel zu wenig, viel zu spät: Die Demographiestrategie der Bundesregierung ist ein Trauerspiel. So vergeuden wir die Jahre, die bleiben, bevor die Gesellschaft zu alt und zu krank wird.

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Ingo Lange

Einseitiger Analytischer Quatsch

Ich stimme Ihnen ungeteilt zu - schlimm nur dass dies schon Gegenstand der politische Diskussion in den 70iger Jahren war ... als alle bereits sehen konnten, das shon der Computer die Arbeitswelt ensprechend verändern wird. Da war von *Zukunftssystemen* die Rede, in der die wenigen "glücklichen" Arbeitplatzinhaber einen grossen Teil der Bevölkerung mitfinanzieren müssen. Das ist ja - de facto - heute so, nur eben aufgeteilt in "immer reicher" und "immer àrmer" Eine wirkliche Antwort hat die Politik bis heute nicht gefunden - Diese kann nur das uneingeschränkte Grundeinkommen sein (gemessen an der Gesamtwirtschaftsleistung - nicht gemeint: Harz IV Sklavenversorgung!)

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Hape Etzold

Virtuelle Arbeitswelten

Das Web ermöglicht globale Arbeitsteilung, so dass die Facharbeiter, die an deutschen Produkten arbeiten, nicht unbedingt aus Deutschland kommen müssen.

IBM hat angekündigt, dass Entwicklungsaufträge weltweit ausgeschrieben und vergeben werden sollen. So funktioniert das heute bereits in einigen Top IT Unternehmen und anderen Branchen (Übersetzung). Globale Arbeitsteilung eben virtuell. Arbeitgeber müssen sich eben von dem Gedanken verabschieden, dass Arbeitnehmer jeden Tag in das eigene Gebäude kommen und wieder gehen.

Schule und Uni findet heute bereits per Web statt -s . Udacity.com / Khan Academy
Warum sollte nicht jemand aus New Dehli an einem Projekt bei Bosch in Schwieberdingen arbeiten?

Die Rente ist zwar sicher - nur wofür reicht es dann noch? Wie in den USA und den meisten weniger gut abgepolsterten Ländern werden Rentner weiterarbeiten müssen (es geht ja auch aus dem Motor Home raus)

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.04.2012 17:12 Uhr
Florian Adler

In DAX-Unternehmen ist das bereits praktizierter Alltag

seit Mitte/Ende der 90er Jahre, als die deutsche Unternehmenslandschaft aus Wettbewerbsgründen einer gravierenden Neu-Strukturierung unterzogen werden musste, wurden auch virtuelle Arbeitswelten integriert. Wir (Investitionsgüterindustrie) steuern seitdem multikulturelle Projektteams im Inland, die mit Projektexperten aus aller Herren Länder virtuell zusammenarbeiten. Wir sind diese hochspannenden, dynamischen Prozesse mit veränderter Kommunikation auf internationaler Basis gewöhnt und möchten sie nicht missen.

In KMU sieht es überwiegend (noch) ganz anders aus, denn für die Mehrheit der Beschäftigten bedeuten globale Märkte, veränderte Arbeitsmärkte und innovative Arbeitsmodelle mehr Bedrohung als Chance. Angst vor Komplexität, Beharrungsvermögen und die Ablehnung von Veränderung sind nicht zu unterschätzen. Fehlende Fremdsprachen- und Internet-Kompetenz kommen dazu. Gebraucht werden für Neues hochmotivierte, junge Systemdenker. Ein generationsgeladener Prozess also.

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Franz Holzinger

Ziel: mehr Investitionen in die junge Generation

Das ist ein sehr guter Vorschlag zum Abschluss des Berichts von Reiner Klingholz: "Investitionen in die junge Generation".
Aber das kann nicht über das Verteilen von Geld an die Eltern nach dem Gießkannenprinzip funktionieren, ebensowenig über das Einheben von noch höheren Steuern, was einer Enteignung gleich käme. Das hätte zur Folge, dass die Renten, Pensionen, Krankenkassenleistungen, Eurorettungsschirme, Bankenrettungen und Bundespräsidentenehrensolde massiv gekürzt werden müssten. Damit findet sich aber niemals eine demokratisch gewählte Partei, um das umzusetzen. Da müsste schon der Kaiser wieder das Ruder übernehmen.

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Carlo Streif

Artikel schreibt Mythen fort

In den guten Jahren während des Wirtschaftswunders, sagt der Artikel, konnte eine demografische Dividende eingefahren werden, da "der Anteil der Erwerbsfähigen an der gesamten Bevölkerung besonders groß" gewesen sei.
Fakt ist, der Anteil der tatsächlich ErwerbsTÄTIGEN ist heute viel höher, relativ und absolut. Damals wurden nämlich nahezu alle verheirateten Frauen komplett von ihren Männern finanziert, und das Geld hat gereicht. Arbeitslosigkeit gab es nicht.
Heute reicht ein Einkommen in der unteren Einkommensschichten nicht mehr für eine Familie, weshalb ein Großteil der Frauen zumindest teilzeit arbeitet, zugleich gibt es hohe Arbeitslosigkeit, gerade auch bei älteren. Das Problem heute sind die fehlenden Arbeitsplätze und das niedrige Lohnniveau, nicht die Demographie.

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Lutz Budraß
Lutz Budraß (Lugknitz) - 25.04.2012 22:52 Uhr

Nicht die Abgeordneten, die Ministerialbürokraten

sind verantwortlich für die späte Reaktion auf die demographische Katastrophe. Sie sind es doch, die lebenslang unkündbar eingestellt werden, um langfristige Entwicklungen im Blick zu haben. Sie müssen eigentlich die Denkschriften verfassen und ihren Dienstherren auf den Schreibtisch legen. Und das haben Sie offenbar nicht getan - und damit kläglich versagt.
Mehr noch, die bei Klingholz auch aufgeführte groteske Besserstellung von Beamten in der Alterssicherung zeigt, dass die Ministerialbürokratie offenbar korrupt ist. Wie sonst läßt es sich erklären, dass Beamte von den bislang eingeführten Kürzungen weit weniger betroffen sind als alle anderen. Es soll offenbar so weitergehen: Das Alimentationsprinzip ist - gedeckt durch das Bundesverfassungsgericht - ein Freibrief für das Ausplündern der öffentlichen Haushalte. Die Verpflichtung auf das Wohl des Gemeinwesens hingegen nur ein Lippenbekenntnis.

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Florian Adler

Versäumender Brain Gain und hochgradiger Brain Drain

Das unterlassende Bemühen um einen Brain Gain wird ergänzt durch einen besorgniserregenden Brain Drain. Alle 4 Minuten verlässt ein Deutscher sein Land. An jedem Tag verliert D ein ganzes Dorf, womit die Zahl der Auswanderer Dimensionen erreicht, wie seit 120 Jahren nicht mehr. Man muss kein Pessimist sein, um in der *Massenflucht* ein Misstrauensvotum gegen die Zukunftsfähigkeit des Landes zu erkennen. Was die Angelegenheit so heikel macht: Es sind die am besten Ausgebildeten, Leistungswilligsten und Jüngsten, die noch Mobilen, die genug haben und mit den Füßen abstimmen. Das Durchschnittsalter beträgt 32 Jahre; es sind Ärzte, Ingenieure, Wissenschaftler, Facharbeiter, Handwerker, Techniker und ehrgeizige Dienstleister. Lt. OECD verliert kein anderer Staat so viele Akademiker, wie D.
.
PS: Von diesem politischen Personal plus Beamtenapparat eine wirksame Strategie zu erwarten, ist unfair. Sie können nur (Macht-)Taktik. Das wird die Reise vor den Abgrund definitiv beschleunigen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.04.2012 12:39 Uhr
Volker Hampel

...ich auch

..verdien meien Bötchen in der Schweiz und zahl dort meien Steuern.
Nur noch 1/3 von dem was ich in deutschland berappen musste. Meien Kollegen sind erstaunt was es für Geldduschen und Möglichkeiten für Familein gibt, wollen aber alle nicht diese Abzüge wie in Deutschland auf dem Lohnzettel. Im Unerschied zu deutschland sagt der Steuerzahler was er vom Staat willund wieviel Geld er dem Staat dafür gibt. In Deutschalnd sagt der Politiker was das Volk braucht und vertzeilt das Geld welches er anschliessend dem Steuerzahler aus der Tasche zieht.

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Jürgen Braun

ansonsten wäre evtl. womöglich noch festzustellen, dass

die gehabte politik evtl. bisher so unrational nicht war:
.
höchstwahrscheinlich waren alle, die hier klagen, trotzdem (noch) in der lage, sich für sich - und für absehbare zeit auch weiterhin - leidlich gut oder besser einzurichten.
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die, die hier nicht schreiben, denen gehts es schlecht. die sind die betroffenen. die ganz normalen probleme einer bürgerlichen gesellschaft, wie bisher noch immer.

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Horst Delmen

Eines steht fest: Die Zukunft wird anders

Der Cartoon macht es sehr schön deutlich. Darauf sieht man eine Situation, die ja wohl in der Zukunft spielen soll. Interessant dabei: Die abgebildeten Rentner tragen Hüte und sehen eben genau so aus wie Opis heute (oder eigentlich eher wie Opis vor 30 Jahren.

Wir werden nicht alle auf einmal Musikantenstadl hören, bloß weil wir 70 sind. Ich bin überzeugt, dass die Probleme, vor denen sich jetzt viele fürchten, nicht unsere sein werden sondern ganz andere. Und auch die werden wir in den Griff bekommen, da bin ich sicher und falls nicht? Am Ende steht eh der Tod - das ist sicher ;-)

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Mara Eggers
Mara Eggers (MaraE) - 25.04.2012 18:53 Uhr

Sicher? Unsicher? Unsere Sozialsysteme

Hier sollte man einmal auf einen Votrag von Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen aufmerksam machen. Dieser ist zwar bereits älter, aber er ist sehr passend. ''Sicher? Unsicher? Unsere Sozialsysteme''

Ich bin jetzt 21 Jahre alt und diese düstere Aussicht macht mir wirklich Sorgen.
Ein solides Sozialsystem wird es für mich in nicht allzu ferner Zukunft nicht mehr geben.

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Uwe Borg
Uwe Borg (Borgward) - 25.04.2012 18:47 Uhr

Guter Artikel

doch was tuen?
In Frankreich wrden schon seit langem mehr Kinder als in Deutschland geboren.
Wie schaffen es Frankreich, GB und die NL hoehere Geburtenraten zu erzielen?
Wie koennen wir gut ausgebildete Frauen dazu bringen mehr Kinder zu haben?
Menschen handeln oekonomisch, ueberall.
Wie kann man Deutschland fuer die brillianten Koepfe der Welt interessant machen?
Fuer all diese Fagen gibt es Antworten. Darueber sollten wir streiten, nicht ueber Betreuungsgeld, Deustchland schafft sich ab, Guenther Grass usw.

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Volker Hampel

Transferleistungen

All diejenigen die hier auf die Kinderlosen eindreschen sollten sich mal Überlegen was so ein Kind den Steuerzahler kostet bis es die ersten Beiträge für die Sozialsysteme und Steuern bezahlt. Bei einem Akademiker sind das von der Krippe bis zum Studeineabschluss mal locker 200.000€. Das zahlen nicht die Eltern sondern die Gutverdiener mit Lohnsteuerklasse 1.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.04.2012 13:15 Uhr
Closed via SSO

Der gut verdienende Akademiker hat die 200.000 EUR mal locker

in 3 Jahren abgezahlt, wenn er sich gut verkaufen kann. Die restlichen 30 Jahre seines Berufslebens gibt der akademische Freiberufler im Schnitt mal eben 3,5 bis 5 Mio EUR an den Staat ab. Welcher Arbeitnehmer macht das? Und die sind alle noch im Lande? DAS nenne ich Solidarität!

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Alexander Berg

Vielleicht doch antizyklisch?

Vielleicht wird das auch alles anders werden als prognostiziert. Wie viele Voraussagen sogenannter Finanzexperten sind schon fehlgeschlagen? Wieso sollten Demographen so viel genauer sein?
Zuerst, z. B., geht Deutschland vielleicht schon 2020 pleite, der Euro ist soviel Wert wie 1 Quadratmeter Cyberspace und die Lebensqualität fällt ins Bodenlose. Konsequenz: Der Trend der Lebenserwartung kehrt sich signifikant um, aus Mangel an Ärzten, Medikamenten und Pflegepersonal wären eh schon kaum Human-Ressourcen mehr anzapfbar. Der Bevölkerungsschwund geht viel schneller als erwartet und dies weltweit bis 2040. Mit 1 Milliarde hätte die Erde dann eine Anzahl Menschen, die auch tragbar wären, genug Raum und Ressourcen für jedermann.
Oder? Vielleicht kommt es auch ganz anders...

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Horst Henn
Horst Henn (glufa) - 25.04.2012 16:16 Uhr

Werden Sie Beamter, Rechtsanwalt, Steuerberater, Arzt, Künstler, Abgeordneter usw

dann müssen Sie nicht in die Rentenversicherung einzahlen und die Nichtzahler z.B. die Mütter mit ihren Beiträgen unterstützen. Die privilegierten Berufsgruppen zahlen auch nicht für ihre Eltern und bekommen ihr Angespartes wieder heraus. Bei gleicher Einzahlung erhält der Schlaubürger etwa 3x mehr Rente als der Doofbürger. In der Schweiz hat man das erkannt - da zahlt jeder in die Bürgerversicherung.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.04.2012 13:11 Uhr
Closed via SSO

Freiberufler zahlen zuerst nur für sich selbst ein und geben über die Steuern dann doch genug...

denn ein gut verdienender Freiberufler zahlt soviele Steuern, wie ein mittlerer Angestellter als Bruttogehalt abrechnet. Und da die "umlagefinanzierten" Sozialsysteme längst zu 50% "steuerfinanziert" sind, trägt der Freiberufler in diesem Lande also 50% der Soziallasten. Reicht das nicht? Freiberufler ERWIRTSCHAFTEN das Honorar, das fällt nicht vom Himmel.
Anders sieht es sicherlich bei Beamten aus, die sind zu 100% steuerfinanziert. Es wäre also eine Milchmädchenrechnung, wenn von dieser Steuerfinanzierung etwas in die Sozialsysteme flösse. Da könnte der Staat gleich den Anteil der Steuerfinanzierung erhöhen.
Es wäre zutiefst ungerecht, Freiberufler in die Sozialsysteme zu zwingen, es käme einem Raubzug gleich! Denn die fetten Guthaben der privaten Vorsorge sind es, die die Kollektivismus-Politiker verteilen wollen. Nur: Es gehört den Einzahlern! Nicht der Solidargemeinschaft!

Wenn es um "Solidarität" geht, stehen bei Auftragsmangel die Freiberufler plötzlich ganz hinten an!

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Markus Teuber

"Meine Kinder,Deine Kinder,unsere Zahler "

Zunächst einmal sollte -oder hätte man sollen ,muß es heißen- das der Gerechtigkeit völlig widersprechende Renten-Umlagesystem abschaffen müßen !
.
Ein Grund ,warum die Generationenlücke ,so schön mit "Demographie" getarnt- mittlerweile ungemein sauer aufstößt,ist,daß Kinder ANDERER Eltern für das Rentenwohl von Leuten aufkommen und in Zukunft noch weitaus mehr aufkommen sollen,die aus eigener Wohlgefälligkeit keine Kinder haben woll(t)en.
.
WEIL sie -in ihren BESTEN Jahren von 30 - 60 -ohne Kinder viel besser leb(t)en - allseits frei und ungebunden,beide berufstätig und damit Doppelverdiener,das doppelte Einkommen allein für sich ausgebend,2 Autos,Urlaub außerhalb der Ferien (in den Ferien ist's nämlich am teuersten!,Wochenende ungebunden genießend,eben treiben was man will...,OHNE SORGEN um die Schule lebend - ach wie ist das schön !
.
Die monatlich erwartete Rente später sollen aber die Kinder der Leute zahlen,welche nicht so genußvoll leben konnten ?!
.
So sieht's aus !

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.04.2012 09:01 Uhr
Franz Holzinger

unbewiesene Zahlungsbereitschaft Ihrer Kinder

Die Zahlungsbereitschaft Ihrer Kinder für die Renten der anderen sind nicht bewiesen.
Im Zeitalter der Automatisierung, Computerisierung und Globalisierung werden in Deutschland in Zukunft immer weniger Arbeitsplätze benötigt. Wer die Augen vor der Wirklichkeit verschließt, der hat nicht bemerkt, dass bei immer mehr Produkten, die in früherer Zeit in Deutschland arbeitsintensiv hergestellt worden sind, nun 'Made in China' draufsteht. Es ist also eher für die Zukunft Deutschlands zu erwarten, dass sich die Arbeitslosigkeit vermehren wird, und die Qualifizierten auswandern.

Und die beiden Alleinverdiener werden bereits eines Großteils ihrer Einkünfte über den Staat beraubt. Da ist es doch nicht verwunderlich, dass sie in ihrem besten Alter noch versuchen, etwas zu erleben, bevor der Staat in den absehbaren Bankrott geschlittert ist. Je mehr Staat und mehr Steuern es gibt, umso mehr werden die Menschen das Geld jetzt noch verbrauchen, bevor es durch die Inflation entwertet ist.

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Markus Teuber

Jawoll,die mit 2 Autos ohne Kinder kenne ich !

Herr Huebner - natürlich kenne ich das oben Geschilderte .
Sie ist Lehrerin,er Verkaufsleiter iin einem Autohaus. Keine Kinder ,dafür aber viele,auch kurze Reisen -in der ferienfreien Zeit,wohlgemerkt ("man wolle den Familien ja die Hotelzimmer nicht wegbuchen" -heißt's und fühlt sich dabei noch sehr würdevoll galant!).
.
Als nun die Ersparnisse der mittlerweile demenzkranken Mutter langsam für die Pflege aufgebraucht werden,fragt man ,"wie man das denn zukünftig bezahlen solle,die Pflege" (obwohl 2 Häuser und eine Eigentumswohnung da sind) und die Mutter sowohl eine ansehnliche Witwenrente als auch eine kleine Eigenrente erhält.
.
Die wirkliche Wahrheit über Rente ,Kinder,Kinderlsoe und die Demographie ist eine,die nicht gesagt werden darf.

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otto sundt
otto sundt (drto) - 25.04.2012 15:30 Uhr

destatis

als vor vierzig Jahren das Statistische Bundesamt die ersten Prognosen über die demographische Entwicklung veröffentlichte war unter anderem die saubere Luft über Rhein und Ruhr wichtiger. In den 80er Jahren bestritten die DGB-Gewerkschaften aktiv den demographischen Wandel, entweder mit der Verkürzung der Wochenarbeitszeit oder der Lebensarbeitszeit. Gleichzeitig erhöhte sich sukzessive das Alter in dem eine Erwerbstätigkeit aufgenommen wurde und aus Lehrlingen Azubis wurden. In den 90er Jahren galt es aus einer flächendeckenden Industriebrache blühende Landschaften zu schaffen und gleichzeitig, bei "sssischerer Rente" einen klimaschutzbasierten Wachstumspfad zu finden, d.h., die Produktivität von Finanzinvestitionen zu erhöhen, was sich zu subventionierten Luftblasen entwickelte. All das fand statt, bevor Frau Merkel Regierungschefin wurde. Ob sie allerdings die Gnade des Nichterlebens, die Adenauer noch zuteil wurde, ist ebenso ungewiss, wie bei ihren Vorgängern.

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egon soppe
egon soppe (egonsoppe) - 25.04.2012 14:08 Uhr

Das Fremdwort "Leistung"

Es war einmal ... so fangen die Märchen an. Es war einmal ein Volk, das hieß Deutschland und das verlor einen Krieg und war total zerstört. Da spuckten die Überlebenden in die Hände und bauten dieses zerstört Land in zehn Jahren wieder auf. Das war Leistung und hieß in der ganzen Welt Wirtschaftswunder. Dann kam die nächste Generation und die hießen "die 68er" und die hielten nichts von Leistung und das Wort wurde zum Unwort. Die Parole war "Macht kaputt was Euch kaputt macht". Und zu diesen 68zigern gesellten sich die Emanzen und das alles ergab eine leistungsunwillige Gesellschaft. Und das Ergebnis ist heute zu besichtigen. Tja, und die wenigen Enkel und Urenkel dieser freiheitlichen Gesellschaft, die werden der Gesellschaft den Vogel zeigen und abhauen. Tja, es ist nun mal so:"Wer nicht vorsorgt zur rechten Zeit, der muß später sehen, wo er bleibt". In diesem Sinne einen frohen Tag noch.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.04.2012 15:48 Uhr
Franz-Josef Wilde

Was für eine vernünftige Entscheidung meinen Sie denn nur?

Das Sytem ist unrettbar im Eimer, weil niemand den Kern des Übels mehr erreicht. Die Zeit ist abgelaufen. Es gibt nur eine Konsequenz: Alle haben weniger. Ich meine so richtig weniger. Das läßt sich errechnen, wobei die meisten Parameter fix sind.

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egon soppe
egon soppe (egonsoppe) - 25.04.2012 13:55 Uhr

Rette sich wer kann

In zwei bis drei Generationen ist das Problem doch so oder so gelöst. Die jungen, gut ausgebildeten Europäer hauen hab. Zur Schweiz sind schon über fünftausend Deutsche Ärzte ausgewandert. Glaubt denn jemand, die jungen Leute lassen sich wie Weihnachtsgänse ausnehmen? In zwei bis drei Generationen haben wir hier in Europa eine muslimische Mehrheitsbevölkerung. Da auch die intelligenten Muslime in ihre aufstrebenden Länder zurückkehren, haben wir z.B. hier in Deutschland diejenigen, die in der dritten Generation noch kein deutsch sprechen. Und die Lernunwilligen, gemeinsam mit den Lernunwilligen Deutschen gibt das eine ganz besondere Mischung.
Die Musik der industriellen Zukunft spielt in Asien und Südamerika mit jungen, lernwilligen Leuten. Dort wird die Industrie und das Leben sein. In Europa wird es dunkel. Das hat nicht nur die Politik zu verantworten sondern auch unsere uns anerzogene "Immermehrmentalität" ohne Leistung. Das Wort Leistung in ein Fremdwort in Deutschland geworden.

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 25.04.2012 13:47 Uhr

Ein Hauptgrund der Misere

Meine Eltern haben drei Kinder (Akademiker und arbeitend) und zehn minderjährige Enkel. Zusammen sind wir also 15. Wir bringen es zu 15 auf fünf Wählerstimmen.

15 Rentner haben 15 Stimmen.
15 Kinderlose haben 15 Stimmen.

Wie sieht also rationale Politik aus von Akteuren, die gewählt werden wollen? Genau, man kümmert sich um die Ansprüche der Kinderlosen und Rentner und verspricht ihnen Wohltaten, aus Transfers und Schulden (zu zahlen von den heutigen Kindern).

Die rational beste Entscheidung der Bevölkerung ist es dann, keine Kinder zu haben.

Der Zusammenbruch des Schneeballsystems mangels Nachkommen kommt erst, wenn die Verantwortlichen längst keine Verantwortung mehr tragen. Die nächste Wahl hingegen ist immer in Sicht.

Ich sehe trotzdem nicht schwarz für meine Kinder. Sie bekamen alle drei Namen, die es auch auf Englisch gibt. Ich selber bekomme schon wöchentlich Angebote aus der Schweiz und weiteren Ländern. Später folgen wir den Kindern, wo immer sie ihre Zukunft finden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.04.2012 18:25 Uhr
Jürgen Braun

ja, klasse - genu so hört sich das an - und immer mehr machen es auch so:

denn in thailand oder anderswo kann einer, der die kinder gross hat, und vom großziehen weniger rente, mit ungefähr doppelter kaufkraft rechnen, wenn auch unter verzicht aufs deutsche konzert-abo: die ungerechte politik zu lasten der eltern fördert dann am ende womöglich noch die ausbreitung eines guten deutschtums (*g*). und erst zum sterben oder kranksein kommt man zurück. hört man inzwischen imer häufiger.

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Horst Delmen

Noch mal für alle zum Mitschreiben

Der Generationenvertrag ist der eigentliche Fehler. Es war immer schon klar, dass dieses Konstrukt irgendwann in sich zusammen bricht.

Warum? Weil es davon ausgeht, dass es immer mehr Junge als Alte gibt, das geht auf Dauer nicht. Adenauer wusste das übrigens, es war ihm aber wurscht, weil er wusste, dass er die Konsequenzen dieser historischen Fehlentscheidung nicht mehr erleben würde.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.04.2012 19:05 Uhr
Horst Delmen

das hat das Problem verschärft ...

... das ganze System "Generationenvertrag" ist aber m.E. schon immer auf Dauer zum Scheitern verurteilt gewesen.

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Andreas M. Wirth

Und zudem wird der Wohlstand

der in den beschriebenen 40 Jahren fleissig erwirtschaftet wurde nun von unseren Repräsentanten auch noch systematisch verschenkt, über "Rettungschirme" und Garantien sowie die Gewährung von Real- Krediten gegen unbesicherte, ungedeckte und uneintreibbare Target -Forderungen - Goodbye Deutschland !

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Freitod-Fashion

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Ein Model kniet vor dem Gasherd, eines steht mit einem Stein im Arm im Fluss: Für eine Modestrecke ließ das amerikanische Magazin „Vice“ den Freitod bekannter Autorinnen nachstellen. Was als Kunst gemeint sein soll, verrät die Kunst. Mehr 2