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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Wulffs Drohung Der Anruf des Bundespräsidenten

 ·  Christian Wulff hat der „Bild“-Zeitung den Bruch mit ihr angedroht, sollte sie über seinen Privatkredit berichten. Was dieses Telefonat über den ersten Mann im Staat und seinen Stil verrät.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (91)

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Uwe Paulsen

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die BILD sollte den Text der mailbox-Nachricht publizieren, damit jeder selbst beurteilen kann, ob Wulff gestern erneut gelogen hat.

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hans HUEBER
hans HUEBER (HUEBER1) - 04.01.2012 17:53 Uhr

Wulffs drohung

danke für den hinweis auf frau staatspräsidentin Bruni. gegen Sarko ist W. nach Ihrer eigenen darstellung doch wirklich auf samtpfoten angeschlichen. und von anderen franz. staatspräsidenten , Chirac und ... -name wird im bedarfsfalle nachgeliefert- haben Sie nie gehört? fairness bitte auch im Feuilleton. da ist W. doch wirklich ein waisenknabe

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Gabi Trillhaas

Danke, Herr Minkmar!!!

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Lüko Willms
Lüko Willms (l.willms) - 03.01.2012 22:54 Uhr

Aktualität von Erich Kästners "Schule der Diktatoren"

Dies Theaterstück von Erich Kästner erschien 1957.

Die Gruppe der wirklich Mächtigen unterhält ein Institut, wo eine ganze Reihe von identisch aussehenden, sich gleich verhaltenden Ersatz-Präsidenten ausgebildet oder hergestellt wird, die immer, wenn der jeweils im Licht der Öffentlichkeit stehende Präsident versagt oder einem Attentat zum Opfer fällt, an dessen Stelle treten kann, ohne daß das Volk irgendwas von diesem Austausch mitbekommt.

Kästner hat anscheinend schon vor über 50 Jahren gewußt, wie heute in der Bundesrepublik austauschbare Präsidenten ausgetauscht werden, damit nicht die Erkenntnis aufkeimen kann, daß der Kaiser eben nackt ist.

"Die Schule der Diktatoren" ist noch im Buchhandel erhältlich, auch als Taschenbuch (bei dtv). Man sollte es mal wieder lesen. Aufgeführt wirde es ja schon. In Berlin und im Springer-Verlag.

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Herman Kohlgraf Medeco

Kollateralschaden ist grenzenlos

Der Begleitschaden ist für mich weitaus schlimmer als alles andere. Meine pubertären Kinder
sind mir total entglitten. "Meine Moralvorstellungen seien gestrig! Wenn ich im Leben mehr
den Wulff oder Guttenberg gemacht hätte, ginge es uns allen heute besser. Mit Moral,
Kirche und Glauben könne man nicht mehr punkten". Was soll ich dem noch entgegen halten?
Die Politikverdrossenheit hat bei vielen den Höhepunkt erreicht.

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Doris Jung
Doris Jung (DorisJung) - 03.01.2012 17:36 Uhr

Horst Köhler wurde auch wie Christian Wulff durch die Kanzlerinnen-Partei

plus FDP für das Amt nominiert, war aber weniger ein politischer Mann als ein Ökonom, der leider in seiner zu kurzen Amtszeit zu wenig aus seinem ökonomischen Sachverstand - als Mahner und Wegweiser - machte. Er war kein "Parteisoldat", der Wulff nun mal ist, sondern ein weltläufiger Mann mit entsprechenden Kontakten. Dies alles machte ihn unabhängiger von politischen Rücksichtnahmen. Wulff hat wohl von der Kanzlerin noch kein grünes Licht für einen Rücktritt bekommen. Wenn er demissionieren würde, sehe ich das nicht als Staatskrise, sondern als letzte Warnung an diejenigen, die ihn auf den Schild gehoben haben, doch in Zukunft ihre Auswahlkriterien zu überprüfen und weniger Machterhalt als das Wohl des Volkes als erste Priorität zu sehen, was sie auch in ihrem Amtseid schwören.

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Karl S. Walter

Verkommen

Es ist erschreckend zu erkennen, dass der Umgang des Amtsträgers Wulff mit dem höchsten Staatsamt inzwischen zu einem burlesken Zwischenspiel in der Tragödie der Opferung des deutschen Mittelstands durch Merkel und Schäuble auf dem Altar der Eurozone verkommen ist. Das soll der Ablenkung und Aufmunterung des Packs dienen, es bis zu seiner weiteren Prekarisierung noch etwas "bei Laune halten". Wie entwürdigend.

Das hat dieses Amt auch in Anbetracht der fast ausnahmslos kompetenten und weisen (!) Vorgänger Wulffs nicht verdient. Die Beschädigung ging indes von einer Kanzlerin aus, die nach dem Rücktritt Horst Köhlers aus durchaus respektablen Gründen das vakante Präsidentenamt mit Wulff besetzte. Der musste aus Konkurrenzgründen eh nach oben "weggelobt" werden. Das Küchenkabinett hatte da wohl jemanden überschätzt und/oder das Amt gering geschätzt.

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Hartmut Schütte

3 Wochen Zeitverzögerung

Irritierend ist auch, dass Herr Wulf am 12.12.2011und damit vor etwa drei Wochen mit der Bild telefoniert hat. Bild veröffentlicht das aber erst jetzt. Vielleicht brauchten die Redakteure so lange, um den Inhalt zu verstehen. Vielleicht haben sie sich auch etwas anderes gedacht....

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Gustav Wehner

Provinzposse

Erschütternd, wie selbst eine seriöse konservative Zeitung die niedersächsische Provinzposse in Deutschlands moralisch höchstem politischen Amt durch den Kakao zieht. „Der Bundespräsident redet auf Augenhöhe mit dieser Mailbox.“ Enttäuschend für uns alle, dass der BP tatsächlich der BILD einen so hohen Stellenwert zumisst, ihr droht und ihr gleichzeitig hinterherläuft. So läuft also MeinungsBILDung. Amüsant traurig, große Reden vor den Arabern über Pressefreiheit zu schwingen und zeitnah dann gegenüber dem Bodensatz deutscher Presse so zu tun also sei man selber ein morgenländischer Potentat mit göttlicher Weisungsbefugnis. Das wäre vielleicht halb so tragisch und eine Anekdote am Rande, wäre es nicht ein Baustein in einer beschämenden Kette von Nichts-, Halb- oder Nachhersagen. Der Autor des FAZ-Artikels hat es treffend beschrieben, was ein BP sein sollte „Es ist kein Amt für Geiz, weder materiellen noch geistigen.“. Nur Kandidaten, die diesen Anspruch erfüllen, findet man unter den j

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2012 12:13 Uhr
Gustav Wehner

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Nur Kandidaten, die diesen Anspruch erfüllen, findet man unter den jüngeren Politikern kaum, zu sehr sind sie durch das politische System des notwendigen Anbiederns und der Pfründe verdorben. Es spricht vieles dafür, den nächsten BP nicht aus der Politik, sondern aus den honorigen Bürgern unseres Landes zu wählen. Davon haben wir ja noch ein paar. BILD und SPIEGEL (und wer sich sonst berufen fühlt) machen dann einen Stresstest mit dem Kandidaten, damit alles klar ist und ein Strich gezogen werden kann. Und dann ist er/sie Bundespräsident und moralische Größe! Ob dann später noch irgendwem irgendein Sündenfall aus Studienzeiten einfallen sollte, es wird und darf keinen mehr interessieren.

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Klaus Mueller
Klaus Mueller (Jeeves3) - 03.01.2012 11:41 Uhr

... Macht schafft Gegner ...

Wo bleiben denn in dieser Causa die Hunderttausende, die beim Gutti noch FÜR solch Schwiegermuttertraum votiert haben und alle Vorwürfe beiseite schoben?
Und hier? Beim ach-so-sympathischen Lächler und keinem-weh-tuenden Wulff: Kaum mal einer?
Es liegt wohl an der schrecklichen Macht der Blödzeitung. Die stand hinter Gutti (und damit auch all die hunderttausend ahnungsbefreuten Deppen).
Das gleiche volkstümelnde Schmierenblatt ist nun GEGEN Wulff. Ergo: diesmal ist keiner der Deppen FÜR Wulff.

.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2012 23:22 Uhr
Doris Jung
Doris Jung (DorisJung) - 03.01.2012 23:22 Uhr

Guttenberg war deshalb Favorit der (Deppen-)Massen,

weil er Klasse hatte und ein Paradiesvogel im grauen Politiker-Einerlei war. Bei Wulff sehe ich nur spießige Mittelmäßigkeit. Mehr nicht. Heute las ich irgendwo: "Ein Bundespräsident lädt ein - er lässt sich nicht einladen. Wie wahr.

Mit den SchönenReichen auf Augenhöhe sein... Toll. Wenn man an der Fassade kratzt, findet man: Nichts...

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Franz Siebrech
Franz Siebrech (rosi110) - 03.01.2012 10:18 Uhr

Verantwortung auch bei "Bild" und Merkel

Christian Wulff hat sich einen eigenen Irrgarten geschaffen und findet selbst nicht mehr heraus. Er trickst(e) ein wenig hier und da, mal knapp über, mal knapp unter der roten Linie.
Der bewußt herbeigeführte Ehebruch mit seiner kirchlich Angetrauten aber war kein Kavaliersdelikt. Und daß er Papst Benedikt nötigen wollte, diesen Bruch gleichsam abzusegnen, sagt ja alles.
Wulffs langjähriges Leib- und Magenblatt, die Bildzeitung, sowie die Frau Bundeskanzlerin und andere müssen sich nun erklären- und eigentlich abtreten so wie ihrer beider Ziehsohn. Denn diese gehören zur Wulff-Geschichte zwingend dazu.

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Christoph Klessing

Was sagt das über unser Land aus?

Horst Köhler musste zurücktreten, weil er die Wahrheit sagte. Wulff bleibt im Amt, obwohl er nachweislich gelogen hat. Verkehrte Welt.

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Thomas Kobler

Ich bin bereit, ihm alles nachzusehen, wenn...

...er ein Buch oder eine Broschüre mit einer detailierten Wegleitung zum "unglaublich günstigen Hausdarlehen für alle" herausgibt. Was die Pressefreiheit angeht, die hört natürlich da auf, wo sie einem selbst nicht gelegen kommt. Und Gewaltentrennung - ach, hören sie mir doch mit solchen Kinkerlitzchen auf! Worauf es wirklich ankommt? Schöne Aussichten an schönen Orten. Das alles wäre natürlich nicht passiert, wenn das Land Niedersachsen seinen Ministerpräsidenten - dem hohen Amt entsprechend - schon mit etwas mehr "belle vue" ausgestattet hätte. Ein knauseriges Land und eine spendable Unternehmerschaft - welch ein perfider Charaktertest für unsere hohen Amtsträger. Angesichts solch schier unerträglicher Bürden ist etwas Nachsicht in Volk und Mailboxen doch wohl nicht zu viel verlangt.

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Sascha Kaiser
Sascha Kaiser (thorin) - 03.01.2012 07:01 Uhr

Amtswürde?

Ich glaube nicht, dass selbst in der Koalition noch jemand darüber debattiert, ob Christian Wulff noch seines Amtes würdig ist. Dass er das nicht ist und die Gründe stellt der vorliegende Artikel sehr schön dar.
Ich gehe vielmehr davon aus, dass auch in Koalitionskreisen nur noch eine Schadensabwägung erfolgt: Was schadet mehr, der Verbleib eines unwürdigen Präsidenten im Amt oder der sofortige Rücktritt. Diese Abwägung schadet aber natürlich dem Wert das Amtes, das nicht zu beschädigen ja die Parteifreunde Wulffs immer predigen.
Spannend die Rolle der Opposition: Keiner fordert den Rücktritt. Vielleicht weil der nach der Neuwahl in Schleswig-Holstein günstiger wäre, weil man dann eine eigene Mehrheit in der Bundesversammlung haben könnte? Und wenn es so käme: Würde man die Idee der letzten Präsidentenwahl wiederholen, und einen Kanditaten küren, der Parteiübergreifend Zustimmung bekommen kann? Oder wird mit eigener Mehrheit dann auch nur wieder ein Parteifreund versorgt?

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 03.01.2012 06:19 Uhr

Ein weiterer Skandal ist,

dass die Staatsanwaltschaft, bei der mehr als zwanzig Anzeigen gegen Wulff wegen Nötigung, Eptressung, Vorteilsannahme usw.- es sei auf die entsprechenden Berichte in den Medien verwiesen - eingegangen sind, die Ermittlungen noch nicht einmal aufgenommen hat, weil ein "Anfangsverdacht" nicht vorläge.
Das schafft so richtig Vertrauen in unseren "Rechtsstaat"!

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Walter Schmidt
Walter Schmidt (wsht) - 03.01.2012 03:15 Uhr

Sehr guter Artikel...

mit einigen Höhepunkten, zum Beispiel dem Absatz, in dem die Parallele zwischen Wulff und Guttenberg aufgezeigt wird. Damit ist also auch eine Prognose für den weiteren Verlauf des Falles gegeben.

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Lüko Willms
Lüko Willms (l.willms) - 03.01.2012 01:56 Uhr

Mit dem Springer-Verlag brechen ... warum nicht gleich Selbstmord begehen?

Christian Wulff ist ein Nichts ohne die Unternehmerfreunde und die Springerpresse und all die "staatsklugen", die ihn zu dem gemacht haben, was er ist.

Über Nacht ist ihm wohl klargeworden, wie lächerlich er sich mit so einer Drohung gemacht hat.

Ich denke, daß seine früheren Gönner ihn bald abservieren werden, weil er ihnen so nichts mehr nützt. Die "Staatsklugheit" taugt nur so lange, wie das Volk wirklich glaubt, daß der Kaiser neue Kleider trägt.

Bei Andersen brauchte nur ein kleines Kind mit Fingern auf des Kaisers Neue Kleider zu zeigen, und die Tatsache auszusprechen.

Ich finds schade, wenn Wulff abserviert wird. Ich möchte gerne, daß die Fakten nicht schnell untern Teppich gekehrt werden, sondern daß man die Nacktheit der "Staatsklugen" als permanente Eigenschaften all der bürgerlichen Politker erkennt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.01.2012 22:46 Uhr
Lüko Willms
Lüko Willms (l.willms) - 03.01.2012 22:46 Uhr

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Doch, es wird geschehen.

Abraham Lincoln wußte schon, daß man manche Leute ihr ganzes Leben lang an der Nase rumführen kann, alle Leute für kurze Zeit, aber niemals alle Leute für immer.

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Helga Zießler

@ Lüko Willms:

"Ich möchte gerne, daß die Fakten nicht schnell untern Teppich gekehrt werden, sondern daß man die Nacktheit der "Staatsklugen" als permanente Eigenschaften all der bürgerlichen Politker erkennt."
Ein guter Wunsch! Aber auch ein frommer Wunsch. Das wird nie geschehen. Und wenn - ich denke, es würde uns allen grausen...
Ist aber Grund genug, den Leuten, die wir wählen, so gründlich wie möglich auf die Finger zu sehen und ihnen nicht zu gestatten, nach der Wahl anders zu handeln, als sie es vor der Wahl angekündigt und versprochen haben.

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Marlis  Mattern

Der unmoegliche Praesident

Zunaechst ein ganz dickes Dankeschoen an Herrn Nils Minkmar! Ich habe Ihren wunderbaren und tiefsinnigen Artikel mit grosser Freude gelesen. Ich wuensche mir nun sehr, dass auch der Bundespraesident Nils Minkmar liest - und die Kraft und Einsicht hat, zuruekzutreten.

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H. Groh
H. Groh (hhgroh) - 03.01.2012 00:52 Uhr

Nichts für Nicht-Großkopferte

Diese Geschichte zeigt - unbeschadet der widerlichen Hetzjagd destruktiver, staatszerstörerischer Kräfte gegen Bundespräsident Wulff -, daß das Amt des Bundespräsidenten nichts für einen Mann niederer und unvermögender Herkunft, also aus dem einfachen Volk, ist. Diese Leute sind viel zu anfällig gegenüber den Verlockungen eines Lebens "im höheren Stil" und denen, die ihnen dieses aus Philanthropie ermöglichen wollen. In unserer Demokratie muß ein solcher Kandidat nicht nur absolut integer, anständig und ehrlich sein, sondern vor allem finanziell unabhängig, damit man ihn insoweit nicht in Versuchung führen kann. Über andere Versuchungen müssen wir noch nachdenken.

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piet medem
piet medem (pit24) - 03.01.2012 00:24 Uhr

Was soll das?

Herr Wulff, in dieser Situation ist Eitelkeit der schlechteste Berater. Mit Ihrer Qualifikation können Sie auch ohne den Präsidentenjob, ja sogar ohne den "Ehrensold" einer Familie täglich ein warmes Essen gewährleisten.
Ausserdem. In dieser Gemengelage darf man hoffentich die "Bild" zitieren dürfen:
"Der FDP-Bundestagsabgeordnete Erwin Lotter hält Wulff endgültig für untragbar. „Der Präsident muss Schloss Bellevue räumen und als Privatmann ohne lebenslange Staatsapanage in sein Einfamilienhaus zurückkehren”, sagte Lotter. „Ich schäme mich, ihm meine Stimme gegeben zu haben.”
... und ich schäme mich nicht mehr all zu sehr, der FDP mal meine Stimme gegeben zu haben...

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Jahrgang 1966, verantwortlicher Redakteur für das Feuilleton.

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