Home
http://www.faz.net/-hgj-711m0
Dienstag, 18. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Urheberrecht Ich bin Mitglied der Gema - na und?

 ·  Die Piraten-Position zum Urheberrecht ist fundamentalistisch, weltfremd und wird sich in keinem Parlament durchsetzen. Die Lösungsvorschläge eines Realo-Piraten.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (35)

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

1 2  
Lesermeinungssuche (gesamt):
Sortieren nach
Stefan Braun

Kulturflatrate teil der gema

Eine Kulturflatrate gibt es ja eigentlich schon. Wir alle bezahlen laufend für Musik im rahmen der allgemeinen gema gebühren auf jegliche Form von Datenspeicher. Diese werden ja jetzt auch noch um ca 1000% gesteigert. Schade nur das dieses Geld hauptsächlig für die gema Verwaltung draufgeht. Als Künstler hat man davon nur eteas wenn man zu den großen gehört.

Empfehlen
K. Peter Luecke

Kann ich nicht mit übereinstimmen !

Ob jemand meine Texte - und ich habe schon viel geschrieben - digitalisiert oder irgendwo daraus Langzitate verbreitet oder Abbildungen daraus entnimmt und im Internet veröffentlicht ... ist mir sowas von sch...egal. Im Gegenteil - über Zitate freue ich mich (darauf lege ich schon wert). Ich habe auch schon Fotos, die "mir gehören", auf kommerziellen Webseiten gefunden. Denen habe ich KEINE Abmahnung geschickt, sondern nur gebeten, das Foto zu entfernen (dafür wurde ich schon von Rechtsanwälten mit dem mitleidigen Hinweis, dass man "auch anders an die Sache hätte herangehen" können, kritisiert). Langer Rede kurzer Sinn: natürlich will auch geistiges Eigentum bezahlt werden. Aber dem Erwerber des geistigen Eigentums detailliert vorschreiben zu wollen, was er damit anstellen darf oder nicht, geht zu weit und ist bloß schikanös. Streitigkeiten können immer zivilisiert geregelt werden. Aber diesen Pfad hat die Abmahnindustrie verlassen. Da werden Banalitäten hochgespielt. Darum geht es.

Empfehlen
Markus Barns
Markus Barns (mabarn) - 02.07.2012 19:22 Uhr

Hauptunterschied verkannt

Lieber Herr Georg,

Sie verkennen den Hauptunterschied zwischen "geistigem" und echtem Eigentum. Der liegt darin, dass geistige Dinge nicht knapp sind. Preise, Geld und Eigentum haben wir deshalb, um mit dem Problem klarzukommen, dass es nicht unendlich viele Bananen gibt. Wenn es die gäbe, bräuchten wir kein Eigentum an Bananen. Wenn Sie jedoch einmal ein Werk aus ihrem Kopf freigelassen haben, besteht daran keine Knappheit mehr. Wieso meinen Sie, Sie müssten sich nur einmal was ausdenken und könnten dann in Ewigkeit daran verdienen? Das Problem besprechen Sie garnicht.

Das Urheberrecht führt in vielen Bereichen zu "Kollateralschäden". In der Pharmaindustrie zB werden Innovationen verschleppt, Wettbewerb und Generika verhindert. Die guten Patente und die Durchsetzung können sich meistens eh nur die big players leisten. Die kleinen, innovativen bleiben auf der Strecke.

Ich verstehe Ihr Problem, aber Sie haben sich nicht mit den ernsthaften Argumenten Ihrer Gegner auseinandergesetzt.

Empfehlen
Bernhard Sporkmann
Bernhard Sporkmann (bsfaz) - 02.07.2012 19:15 Uhr

Gema

Mein Eindruck ist folgender: Die Gema zahlt ihren Funktionären inakzeptabel hohe Gehälter. Die Gema zwingt kleinen Veranstaltern Bedingungen auf, die im besten Fall Veranstaltungen verhindern, im schlimmsten Fall die Veranstalter ruinieren. Die Gema beeinträchtigt die Vertragsfreiheit ihrer Mitglieder. Die Gema treibt Gebühren für Speichermedien ein, die nicht für das Speichern von nicht-bezahlter Gema-Musik verwendet werden. Völlig unabhängig vom Urheberrecht kann ich nicht nachvollziehen, wie man dort Mitglied sein kann, vor allem wenn man noch andere sichere Einnahmen hat wie der Autor.

Empfehlen
Thomas Berger
Thomas Berger (tberger) - 02.07.2012 18:24 Uhr

Warum ich gegen eine "Kulturflatrate" bin

Ich habe keine Lust, Geld an Justin Bieber oder Skrillex zu bezahlen, weil irgendwelche Teenager einen schlechten Musikgeschmack haben. Übrigens, was ist eigentlich mit (Entschuldigung) Pornofilmen? Sollen die auch über eine Kulturflatrate bezahlt werden?
Zum Thema Urheberrechte - warum verkürzt man das Urheberrecht nicht auf eine Zeit von z.B. 5 Jahren nach Veröffentlichung? Dann hat man man
- hinreichende Verwertungsmöglichkeiten für die Urheber
- die Möglichkeit für andere Künstler, rechtssicher Teile dieser Stücke zu verwerten und
- einen Zugriff von Nutzern auf fast alle Informationen.

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.07.2012 17:27 Uhr
Johannes Klingebiel

Schön wärs

Ich würde auch am liebsten den ein oder anderen Tatort nicht mitfinanzieren. Aber so ist es wohl leider. Da wird man für das "größere Wohl" auch den ein oder anderen Musiker mitfinanzieren müssen, ob man sie nun mag oder nicht...

Empfehlen
K. Peter Luecke

"Übrigens, was ist eigentlich mit (Entschuldigung) Pornofilmen?"

Die laufen ab und zu - und zwar gebührenfinanziert (!) - auf ARD, ZDF, arte und den Dritten (etwa "Im Reich der Sinne", "9 Songs", "Baise Moi", "Romance", "Antares" ...) ... und stellen gegenüber dem sonst ausgestrahlten Nonsens, vor allem bei den Privaten (dort übrigens sind die von Ihnen zitierten Bohlen & Co werbefinanziert beheimatet), sowie der ganzen öffentlich-rechtlichen Hofberichterstattung aus Berlin und Brüssel durchaus eine Abwechslung dar. Also, wo liegt das Problem !?

Empfehlen
Harald Berger

Grandiose Idee

Ganz famos ausgedacht...

"Mein Lösungsvorschlag wäre eine Art unbürokratische Kulturflatrate. Wir haben ja für den Rundfunk schon eine Art Flatrate, die GEZ, die Gebühren für öffentlich-rechtliche Inhalte einzieht. ... Musikdownload erweitern?"

Also erstens schränken Sie das gleich wieder ein, indem Sie ausführen, dass der private upload natürlich verboten bleibt.

Also zahle ich dann eine weitere Zwangsabgabe, ohne Gegenleistung, um Angebote zu finanzieren, die ich nicht nutze. Klingt fair.

Parallel zahle ich als ITler brav auf Brenner, Festplatten, Leermedien, Drucker, Kopierer, USB-Sticks und soweiter Abgaben, um Rechteinhaber dafür zu entschädigen, was ich darauf ggf. illegal speichere/drucke. Was aber dennoch verboten ist.

Das ganze Konstrukt ist eine absolute Frechheit - und da wundern sie sich noch, warum einigen Mitmenschen das Rechtsverständnis oder Respekt für fremde Leistungen abgeht?

Empfehlen
Heiko Schmidt

"Nur der Eigentümer einer Sache sollte entscheiden dürfen, was damit gemacht wird."

"Nur der Eigentümer einer Sache sollte entscheiden dürfen, was damit gemacht wird."

Klasse Position, wie sollte es denn auch sonst sein?
Für jeden normalen Menschen ist das auch logisch, denn seit wann bestimmen Fremde über mein Eigentum ? Ich würde es auch doof finden, wenn andere Menschen beklaut werden. Filesharing "normal" zu finden ist erschreckend weil das zu 99% immer Klauen bedeutet. Da muß der persönliche Horizont schon verdammt klein sein... .

Empfehlen
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.07.2012 16:57 Uhr
Heiko Schmidt

Gedanken sind wertvoller als Sachen

Die Gedanken sind die Basis einer jeden Sache.
Alles was wir tun, machen wir weil wir vorher Gedanken daran gehabt haben.
Wir gehen in das Kino, weil wir die Gedanken daran hatten, egal ob wir dies 2 Tage geplant oder uns spontan entschlossen hatten. Erfindungen sind das Produkt von Überlegungen und Denkweisen, ohne das Denken gäbe es nichts was uns vom Tier unterscheiden würde.
Deshalb sind Gedanken sehr viel Wertvoller als materielle Dinge, weil sie die Basis dafür sind, das es die von uns erschaffenen Dinge - komponierte Lieder, Gedichte, Filme oder Autos - überhaupt erst gibt.

Empfehlen
Simon Müller
Simon Müller (simomue) - 03.07.2012 10:23 Uhr

Gedanken sind keine Sache

Leider ist die Angelegenheit nicht so schwarz-weiss wie man immer denkt. Das Problem der Urherberrechtsdiskussion liegt auch darin, dass Gedanken oft ein Weiterdenken der Gedanken anderer sind und dass aus diesem Weiterdenken und Verknüpfen von Gedanken viel Neues entstehen kann. Das Internet macht es möglich;

Darin liegt die Gefahr der strengen Durchsetzung des klassischen Urheberrechts ... sie kann es sehr schwer machen, Wissen / Ideen usw. miteinander zu verknuepfen.

Kunst will Kommunikation und geistige Befruchtung, sie will Freiheit, nicht enge Grenzen eingesperrt, die ihre Verbreitung behindern. Es geht bei der Urheberrechtsdiskussion eben nicht allein um die finanziellen Interessen der Urheber.

Warum gilt ein Patent nur 18 Jahre aber ein Gedicht wird viele Jahrzehnte länger geschützt - meist weit über den Tod des Autors hinaus? Warum werden Urheberrechte nicht ganz normal von Generation zu Generation vererbt? Die Welt ist nicht schwarz weiss.

Empfehlen
Séan Luthredon

Was hat das alles mit der Gema zu tun?

Schön geschrieben, aber was hat das alles mit der Existenz einer totalitären Einrichtung wie der GEMA zu tun? Die GEMA ist ein Verein, der schlicht nicht in einen Rechtstaat passt - er wurde ja auch nicht in einem solchen gegründet. Stellen Sie sich vor, ich schick ihnen eine Rechnung für erbrachte Leistungen, einfach so. Sie widersprechen der Rechnung, weil ich die Leistung nie erbracht habe. Ich bekomme mein Geld aber trotzdem, weil Sie nicht beweisen können, dass ich keinen Anspruch darauf habe - so läufts bei der GEMA. Die GEMA-Vermutung, hinlänglich bekannt. Einmalig in einem Rechtstaat und zum Missbrauch geradezu prädestiniert. Wer Geld haben will, verlangts einfach und der Zahler muss beweisen, dass er es nicht zahlen muss - ein Traum. Will ich als Gewerbetreibender bitte auch so machen dürfen.

CF-Karten? Klar, da speichern Fotografen alle ihre MP3s drauf. Jugendzentrum? Nun 10-fache Gebühren! Die GEMA ist nicht tragbar und hat nichts mit Urheberrechtsschutz an sich zu tun!

Empfehlen
Arribert Kotz

ich hätte da ein paar Fragen Herr Georg ...

Würden Sie mir bitte erklären, warum ich einen Haufen Gebühren, siet gestern noch viel mehr, auf meine USB-Sticks und SD-Karten zahlen muss? Ich bewahre darauf Fotos und Videos, die privat erstellt wurden, auf. Warum soll ich Gebühren für das Speichern und Konservieren des Konterfeis meines Sohnes bezahlen?
Selbst auf dem USB-Stick kommt meines Wissens nichts mit Copyright behaftetes drauf, bis auf vielleicht mal, die Verfielfältigung einer gekauftebn CD, die ich mangels optischen Laufwerk auf meinem Notebook nur als medienungebunde mp3-Datei gegen den ausdrücklichen Willen des Rechteinhabers nutzen kann.
Warum zahle ich für den Drucker gebühren? Auf eine Festplatte, die man benötigt um überhaupt einen PC effektiv nutzen zu können, muss ich Gebühren zahlen, das ist doch alles Blödsinn! Und sie seheh davon keinen Cent. Das bekommt der Herr Bohlen, dem ich sonst keinen Cent für seine Musik zahlen würde. Die, denen ich Geld für ihre Musik zahlen möchte, die sehen davon nichts!

Empfehlen
Daniela Lichte
Daniela Lichte (AmyJess) - 02.07.2012 16:34 Uhr

Urheberrecht ja - Abzocke nein

Erst einmal Hut ab für ihre Courage, das muss man sich erst einmal trauen zu sagen.

Mein Problem mit dem Urheberrecht ist eigentlich eher die Maschinerie, die dahintersteht. Als Käufer eines geschützten Werkes unterstütze ich leider in den seltensten Fällen den Künstler / die Künstlerin direkt, sondern irgendeine Verwertungsgesellschaft / Plattenfirma. Das ist nicht gerade persönlich, sondern es scheint ein waberndes kapitalistisches Gebilde zu sein, weswegen man das Gefühl hat, niemandem wirklich weh zu tun. Mich würde als Käufer mal interessieren, wieviel vom Umsatz mit dem Werk dem eigentlichen "Urheber" zugute kommt. Das wird ein verschwindend geringer Anteil sein.
Wie kann es denn sein, dass Titel, die ich legal als Download erwerbe, nur gerinfügig günstiger sind, als die gepresste Platte? Da muss man sich nicht wundern, dass niemand mehr dafür bezahlen will.
Allerdings: Die Piraten sollten den Ausgleich suchen, damit die Extreme aus beiden Positionen endlich aufhören.

Empfehlen
Christian Igel
Christian Igel (chig) - 02.07.2012 16:06 Uhr

Geht da nicht einiges durcheinander?

(1)
Wozu eine Kulturflatrate, wenn das Sharing weiterhin illegal wäre?
Um das banale Vertriebsproblem einer Industrie zu vereinfachen?! Nicht so lange ich lebe... ;)
Man kann schon jetzt Musik online kaufen.

(2)
Es entsteht keineswegs mit jeder Kopie bereits ein kommerzieller Schaden, sondern vielmehr nur dann, wenn ein Kauf nicht getätigt wird, der andernfalls erfolgt wäre.
So genau sollte man schon sein.

(3)
Mir persönlich genügt die derzeitige Rechtslage, wobei es ärgerlich ist, wie dumm sich die Industrie anstellt.
Neulich hätte ich gern für einen bestimmten Film Geld ausgegeben, leider war er in D nicht verfügbar (dabei schon seit über einem Jahr auf US-DVD!).
Auf amazon.com oder walmart.com gabs VoD - absurderweise nur für IPs in den USA. (Funktionieren IPs und Kreditkarten nicht weltweit?!?)

Die Industrie muss sich fragen lassen, wieso Kriminelle offenbar problemlos einen Service kostenlos anbieten können, den sie (in D) nichtmal gegen Bezahlung hinbekommt...

Empfehlen
Stefan Derrick

Warum immer Urheberrecht?

Sehr interessant zu lesen, und die Urheberrechtsdiskussion ist sicher wichtig.

Aber: in Zeiten wie diesen, in denen Deutschland abgeschafft wird - und zwar von den sogenannten Eliten - wünschte ich mir, etwas von den Piraten zu hören. Was sagen die Piraten zu ESM und Fiskalunion und zur faktischen Abschaffung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland und Europa? Ich brauche jetzt ganz dringend eine Alternative zu CDUCSUFDPSPDGRÜNE für die nächste Bundestagswahl.

Lassen Sie die Diskussionen zum Urheberrecht für den Moment beiseite und zeigen Sie uns die Stärke Ihrer Partei zum Thema Europa. Hier geht es jetzt um alles, und Sie sind meine letzte Hoffnung.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.07.2012 10:59 Uhr
Andreas Rätze

Die Piraten lehnen ab.

Die Piraten haben sich öffentlich gegen die Unterzeichnung des ESM-Vertrags aus den von Ihnen bereits indirekt genannten Gründen ("faktische(...) Abschaffung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit") positioniert. Genaueres können Sie auch auf deren Internetseite nachlesen. Das könnte auf jeden Fall eine Alternative für Sie sein.

Empfehlen
Michael Kleinszmit

einseitig

ist dieser Artikel. Es tut mir zwar auch leid, dass die Arbeitskollegen des Autors, ohne seine Einwilligung seine Kompositionen kopieren, aber 1. in einem solchen Fall kann man sich auch mit den bestehenden Gesetzen schützen und 2. wie haben sie dass in der Zeit von Kassetten gelöst, wenn zum Beispiel ein Schüler zu Hause mit einen Freund Ihrer Musik zugehört hat? Der Autor macht sich die Sache viel zu leicht. Er übersieht auch völlig die Gefahren, die mit einer verstärkten Überwachung im Netz verbunden sind. Die vom Autor propagierte Logik führt zum Verbot von Links (auf urheberrechtlich geschützte Inhalte) und Zitaten aus solchen Inhalten und nebenbei auch zu einer Preisexplosion im Bereich von Lehrmitteln und wissenschaftlichen Arbeiten. Wie wahr das noch mal mit: „freies Wissen ist gut für die ganze Gesellschaft“? Noch einmal lieber Autor, so einfach ist die Sache nicht. Viele haben sich schon weiter bewegt.

Empfehlen
Peter Schmidt
Peter Schmidt (voxx) - 02.07.2012 15:35 Uhr

"Geistiges Eigentum" ist reine Fiktion

Allein der Begriff ist Unsinn. Wie kann man etwas "geisitiges" besitzen? Wenn man sich z.B. auf einen "geistigen" Stuhl setzt, landet man schnell auf dem Boden der Tatsachen. Wenn also etwas weltfremd ist, dann dieser Begriff.

Im Grunde, geht es beim "geistigen Eigentum" lediglich um Aneignung dessen, was durch die Vorarbeit anderer entstanden ist, und zwar zum eigenen materiellen Vorteil. Bestes Beispiel sind Pop-Titane wie Dieter Bohlen. Ohne diese Vorarbeit anderer Komponisten und Texter, wäre es ihnen überhaupt nicht möglich, kommeriell verwertbar zu "komponieren" oder zu "texten".

Das Urheberrecht schützt eigentlich nur den geschickten Dieb.

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.07.2012 15:03 Uhr
Christian Hausen
C. Hansen (spellfire) - 03.07.2012 15:03 Uhr

Was für ein Unsinn!

Bloß weil man einen Begriff nicht versteht, heisst das noch nicht, dass er keine Berechtigung hat. Die Grenzen zwischen Plagiat, Neuheit, Erfindung und Trivialität sind natürlich fließend und müssen im Zweifel von Fachleuten geklärt werden. Das gilt für Patente ebenso wie für Musikproduktionen von Dieter B.
Wie sehen Sie denn folgende Frage:
Sollte man einen Architekten für seinen neuesten Entwurf bezahlen, wenn man bedenkt, dass die Menschen seit Jahrtausenden Häuser und Hütten bauen???

Empfehlen
Klaus Ludwig

Sehr interessant ...

... diese Sache mal aus diesem, doch recht speziellen Blickwinkel zu lesen und einfach mal aufzunehmen. Vielen Dank für diesen gut formulierten Beitrag - sehr angenehm.

:)

mfg
kl

Empfehlen
Javier Rodriguez

Ein gedanke zu itunes/DRM (Fortsetzung)

denn, sie umgehen Sperren.

Die optimierte Verteilung von Medien soll dem Urheber und dem Verbaucher maximale Freiheit gewähren, so daß jede Partei Kontrolle über ihre Absichten behält: ein einheitlicher Standard für Rechte und deren Distribution würde dem Urheber einen besseren Wettbewerb für den Vertrieb seiner Produkte bieten, und dem Verbraucher mehr Kontrolle über seine Rechte und Lizenzen.

Die Vielfalt des Internet eröffnet Künstlern und Urhebern die Möglichkeit sich sogar selbst zu vermarkten, und auf die Infrastruktur von großen Medienvertrieben zu verzichten. Denken Sie nur an das Innovationspotential, daß ein echter Wettbewerb um den Medienvertrieb birgt!

Empfehlen
Javier Rodriguez

Ein Gedanke zu itunes/DRM

Während die Medienvertreiber die elektronische Revolution verpasst haben, oder es ihnen nicht gelungen ist, einen Konsens zur elektronischen Distribution zu finden, hat Apple einen Standard erschaffen und mit sicherlich viel Aufwand und Kompromissen umgesetzt.

Herausgekommen ist ein -verglichen mit dem bis dahin üblichen Umgang mit elektronischen Medien- monolithisches und viele Freiheiten stark einschränkendes System - das 'ecosystem'.

So kann der Verbraucher z. B. nicht einfach die Hard- oder Software zu irgend einem gewünschten Zeitpunkt wechseln. Ist das neue Telefon/Mediaplayer/etc. von einem Nicht-Apple-Hersteller besser/günstiger/leistungsfähiger? Schade - Ihre konsumierten Medien und die damit zusammenhängenden Rechte aus den letzten acht Jahren sind nicht portierbar.

Haben Sie am Wochende mit ihrer Band einen neuen Song mit ihrem iPod/iPad/iPhone aufgezeichnet, und wollen den nun per Email/Bluetooth/WiFi mit ihrer Kollegin/Tante/Plattenleger tauschen? Es geht nicht. Es sei

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.07.2012 21:50 Uhr
Alexander Meyer

Stimmt nicht

Ich muss Ihnen widersprechen, sofern das nicht-Apple Gerät mit aac Dateien umgehen kann, kann man da ganz einfach hinkopieren. So mache ich das z.B. bei meinem Handy (Samsung B2100) und einem alten MP3 Player (noch in Stickform mit 1GB). Wird alles klaglos abgespielt. Auch Videos kann ich problemlos mit anderen Playern wiedergeben.

Empfehlen
Chris Chaix
Chris Chaix (Chaix) - 02.07.2012 15:16 Uhr

GEMA usw.-Willkommen in der Realität

PIRATEN gegründet und vertraten Verbraucher- und Bürgerinteressen u.a., so deren Auftritt. PIRATEN wurden aus trotz und Protest gewählt als Protest und Mahnung an alle anderen Parteien, vorzugsweise GRÜNE u.ä.! Allmählich erkennen auch "Naiv-Wähler" das die PIRATEN noch weit entfernt sind als Opposition, weiter entfernt wie GRÜNE in den 70er antraten! Seit Überwindung der 5% Hürde zeigen sich PIRATEN als "NUR ein Haufen" mit zwischenzeitlich gewählten "Ober-PIRAT" als FÜHRER! Bis dato sind alle bisherigen Fragen und Forderungen bekannt. Realistische umsetzbare Lösungen/Gegenvorschläge sind gleich "0"! Vielleicht finden die mit Laptob bewaffneten PIRATEN Zugang/Weg zur DE-Bevölkerung?! Was machen PIRATEN ohne Laptob oder Stromausfall? Insgesamt zu emotional/futuristisch und nicht realistisch!

Empfehlen
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 03.07.2012 11:15 Uhr
Andreas Rätze

???

Die Grünen vertraten in den Anfängen (Gegründet wurde die Bundespartei allerdings erst 1980) noch das Recht auf sexuelle Freiheit im Bezug auf Minderjährige... haben sie dann glücklicherweise überwunden. Wenn man beide Gründungen vergleicht, erstaunt es beinah, wie organisiert die Piraten konstituieren - und das immernoch auf eigene Kosten. Dass sie dabei keine "umsetzbaren Lösungen/Gegenvorschläge" erarbeitet haben, halte ich für übertriebenv und lade Sie ein, sich die Arbeit im Berliner Abgeordnetenhaus einmal anzuschauen oder ein bißchen im Piraten-Wiki zu stöbern. (Ich bin - unschwer zu erkennen - ein Pirat, aber auch ein Literaturwissenschaftler. Bei Strom- oder Rechnerausfall lese ich zumeist ein Buch.)

Empfehlen
Alexander Neumann

Toll...?

Sie haben einiges durchaus richtig erkannt. zB dass ein Urheberrecht nicht einfach abgeschafft werden kann sondern modernisiert werden muss. Das sehen viele Piraten so, aber Sie stellen sich ja schon fast als Einzelkämpfer dar. Knackpunkt beim User ist der Preis nicht mehr und nicht weniger, wenn der Preis stimmt zahlen die Menschen auch - vorzugsweise direkt an den Urheber ohne Wasserkopf der sich zusätzlich bereichert. Zu diesem zählt auch ihre GEMA mit ihren jüngsten Tarif"vorstellungen".

Sie schießen mit starken Begriffen gegen ihre eigene Partei - bringt ihnen die konstruktive Mitarbeit nicht so viel Aufmerksamkeit wie ein Artikel in der FAZ? - und gleichzeitig haben Sie für die GEMA gerade in der aktuellen Diskussion zwar etwas Kritik aber nur sanfte Worte übrig.

Denken Sie mal aus Sicht des Endkunden über Zwangsabgaben (auf Hardware, Eintritt usw) und Preise nach. Zwang und teuer - so macht man sich seinen Kunden zum Feind - und GEMA und Co verstärken das wo sie nur können.

Empfehlen
Sebastian Schneider

Danke Herr Georg,

auch wenn ich Ihre inhaltlichen Positionen nicht an jeder Stelle teile, tut es gut, einen Beitrag zu lesen der so zwischen den Polen der Debatte steht wie Ihrer. In letzter Zeit wurde man trotz der Versachlichung der Debatte das unangenehme Gefühl nicht los, es gäbe keine Position zwischen den Lagern.
Eine kleine Anmerkung: Ein großer Teil der Kosten von Schulbüchern entsteht gerade nicht wegen des Druckverfahrens (das ist bei großen Auflagen nämlich spottbillig) und auch nicht zur Lagerpreiskompensation, auch der Kopierschutz ist nicht der Grund. Richtig ins Geld gehen bei der Buchproduktion allgemein Layout und Lektorat und, bei Schulbüchern im Speziellen, die redaktionelle Aufbereitung des Inhalts. Deswegen fürchte ich, Ihre Preisprognose für iTunes ist ein wenig tief gestapelt.

Empfehlen
Weitersagen