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Reformpädagogik Warum die Schulbank nicht mehr drückt

 ·  Gruppenarbeit, Lernberichte, kreative Unruhe: Sind die Praxisformen der Reformpädagogik oder ihr theoretischer Überbau höher zu bewerten? Eine Verteidigung und eine Replik.

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Thorsten Haupts
Thorsten Haupts (ThorHa) - 06.10.2011 12:16 Uhr

War der Missbrauch eine zwangsläufige Folge der reformpädagogischen Überhöhung?

Im Leib- und Magenblatt ihrer empathischen Befürworter - der ZEIT - darf diese Frage nicht einmal in kommentaren behandelt werden. Wegzensiert. Die Antwort darauf ist aber entscheidend für die Bewertung, inwiefern ein verquastes Menschen- und Erziehungsbild einen (zu) hohen Preis für eventuell positive Konsequenzen nach sich zieht. In Form nicht kontrollierbaren Missbrauches in ujd durch vollständig innerhalb dieses Menschen- und Erziehungsbildes agierenden Institutionen und Menschen. Die Antwort auf die Eingangsfrage darauf ist ein klares "Ja". Es ist die Überforderung normaler Menschen durch die "pädagogosche Erotik", in die Missbrauch zwangsläufig und unentrinnbar eingebaut ist. Weshalb man das ganze Konzept einfach vergessen sollte. um sich stattdessen ganz nüchtern mit der Frage zu beschäftigen, was funktioniert. Bei dem Versuch, möglichst viele junge Menschen erzieherisch und bildend bestmöglich auf die Welt vorzubereiten, die sie als Erwachsene vorfinden werden.

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Andrea Anders

Ach du liabs Hergöttle vo Bieberach, wie hend di d'Mucka versch ...

Wenn einem garnichts einfällt, macht man die Reformpädagogik zum Schöpfer der kindgerechten Schulraummöblierung. An dieser verstiegenen Aussage outet sich der gesamte Verein der Reformpädagogen als eine sich selbst vermarktende, ideologische Bewegung, die so manchen Zug einer Psychosekte trägt.

Was mir gerade aus der Bielefelder Laborschule persönlich bekannt ist:

- Ausstattung/Zustand: runtergekommen bis schmuddelig
- Ergebnis der Schulbildung: nur bis zur Sekundarstufe I. Abitur ist meist nur über die aussterbenden Oberstufenkollegs erreichbar, da eine die Laborschulabgänger in klassischen Gymnasien mangels mathematisch/wissenschaftlichen Kenntnisse nicht mitkommen.
- Fälschungen: Die Laborschule hat entgegen aller Regeln den Pisatest zuvor mit den Schülern geübt, und das irrelevante (positive) Einzelergebnis entgegen aller Regeln veröffentlicht.
- Zugang zur Schule: über persönliche Netzwerke (z. B. Kinder von Alumni).

Schluß mit den Schulreformen! Gebt Unterricht!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.10.2011 17:31 Uhr
Martin Hofmann-Apitius

Sie sprechen mir aus der Seele ....

Frau Meyer. Das einzige, was gegen die vielfältigen Versuche, Schule irgendwie zum Experimentierfeld von Leuten mit meist fragwürdiger Eignung zu machen, hilft, ist Freiheit bei der Schulwahl.

Ideologisch geprägte Vorschläge für "bessere Schulen" sind daher häufig geprägt von dem Versuch, diese Freiheit zu beschneiden. Leider bin ich mir bei der aktuellen Richtergeneration nicht sicher, ob das Grundrecht von Eltern, zu bestimmen, nach welchen Prinzipien ihre Kinder in der Schule unterrichtet werden, heute vor höchsten deutschen Gerichten durchgesetzt werden kann. Ich fürchte, wir sind - nicht nur im Bereich der Schulen - heute viel zu schnell bereit, den Anspruch auf Freiheit aufzugeben.

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Gerd Weghorn
Gerd Weghorn (weghorn) - 06.10.2011 09:35 Uhr

Ein Mann, der wirklich denken kann. Wirklich!

Chapeau, Herr Kaube: so einen wie Sie gibt es äußerst selten in Deutschland - und schön, dass Sie sich geoutet haben. Zum Beispiel mit dieser wirklichen Erkenntnis: "Was geschieht, wenn man im Zeichen dieses Argumentes den Blick dafür verliert, dass Schule und Unterricht sinnvollerweise von Vielem absehen, was es außerhalb von Schule und Unterricht gibt? Sind Abstrahieren, Isolieren, arbeitsteilig denken oder arbeitsteilig trainieren per se Praxisformen niederen Ranges? Ist Technik - im Unterschied zu Praxis und Ganzheitlichem - pädagogisch nachrangig?"
Ich hatte die Ehre, 1971 ff. am Aufbau und an der Praktizierung des "Modellversuchs Einphasige Lehrerausbildung" der CvO-Universität Oldenburg mitzuwirken, und ich habe in meiner Funktion als Organisationsentwickler und Lehrender http://profiprofil.wordpress.com/about/ mit meinem "Kernstudium" gegen das "Konzept" des "schülerzentrierten (Projekt)Unterrichts" angekämpft - erfolgreich, wie man es heute sehen kann!
Gerd Weghorn

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.10.2011 16:01 Uhr
Armin Geißler
Armin Geißler (navras) - 06.10.2011 16:01 Uhr

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Gegen welche Konzepte speziell haben sie sich gestemmt, und warum? Ist Schülerzentrierung nicht ein basales Element jeder pädagogischen Praxis?

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Jahrgang 1962, stellvertretender Leiter des Feuilleton.

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