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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Politik mit Marktbeteiligung Der Markt hat immer recht

 ·  Für politische Entscheidungen gilt heute die Maxime: Bloß die Märkte nicht nervös machen. Wir leben in einer Finanzdemokratie, in der uns das Demokratische immer mehr abhandenkommt.

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (59)

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Thomas Weiss
Thomas Weiss (ThWeiss) - 10.08.2012 13:50 Uhr

Schwanz wedelt mit Hund

Solange die allmächtigen (?) Märkte ihr Geld zu negativen (Nominal-)Zinsen der hilflosen (?) Politik anvertrauen, sehe ich eher die Märkte als Marionetten der Politik und nicht umgekehrt.

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Heino Ewerth
Heino Ewerth (Illoinen) - 10.08.2012 09:10 Uhr

Wir haben doch Regierungen gewählt und keine Märkte?

Ein guter Artikel, wenn aber die sog. Märkte "wir alle sind", dann heißt das doch im Umkehrschluss nichts anderes das die, welche am meisten, Vermögen, Kapital hat etc. auf dieser Welt „besitzen“ nämlich das sog. ein Prozent der Weltbevölkerung, über 99 Prozent derer, die wenig bis Garnichts haben bestimmen. Und die gewählten Regierungen, nur Marionetten der Reichsten auf dieser Welt sind. Und was noch viel schlimmer für mich ist, Unabhängig davon, wie dieser kleine Kreis, zu dem Vermögen gekommen ist, es beeinflusst weltweit die Politik und die Mehrheit der Menschen sind auf dieser Welt nur Zuschauer.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.08.2012 16:13 Uhr
Gottfried Lobeck
Gottfried Lobeck (golo7) - 10.08.2012 16:13 Uhr

Wissen ist Macht

Was glauben Sie, Herr Ewerth, warum Frau Merkel, nachdem Herr Ackermann sie nachts am Telefon mit der wahren Finanzlage ängstigte, ihm sofort eine staatliche Garantie über eine Billion Mark ausstellen ließ (ohne gleichzeitig staatlicher Kontrolle der folgenden Abläufe etc. einzufordern) und ihm als ein Zeichen ihrer tief empfundenen Dankbarkeit für seine qualifizierte fachliche Beratung, die sie als Nichtbankerin für ihr Staatsamt braucht, seinen Geburtstag im Kanzleramt zu feiern?
Er tat dies in der (möglicherweise von ihm selbst auch geglaubten) Rolle des fachlich begabten, tadelsfreien Spitzenbankers, dem das Wohl der Kunden oberstes Gesetz ist! Er ist auch nur ein Mensch, sieht sich sicher auch noch heute so. Die Kanzlerin, und mit ihr weitere einflussreiche, damit auch meinungsbildende Personen sahen das dank herrschender (neoliberaler) Weltanschauung ebenso.
Erst jetzt mehren sich (wenn auch noch zögerlich) die Stimmen, welche der Mächtigen neue Kleider wahrnehmen.

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Michael Gunther

Wir haben eine Wahl - noch !!!

Machen wir uns nichts vor! Alle 4 Jahre geht der BILD geschulte Michel hin und macht wieder sein Kreuz bei denen, die uns das alles einbrocken. Ich behaupte nicht, dass eine Partei ausserhalb der immer Gwählten schlagartig alles besser macht. Aber ich behaupte das es einen gigantischen Sturm geben wird, wenn die "Konservativen" abgewählt werden. Noch haben wir, im Gegensatz zu dem Amis, Alternativen. Leider erkennt das Volk diese Tatsache nicht! Jeder jammert vor den Wahlen, dass uns z.B. die Linken gleich das Geld wegnehmen würden ohne zu erkennen, wer uns gerade wirklich das Geld und den Wohlstand wegnimmt!!!

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Helmut Hoff

Die Problemlösung ist doch ganz einfach

Es geht um nichts anderes als um die Einhaltung der gegebenen Zahlungsversprechen!
Ich halte meinen Kindern doch auch keinen Vortrag über mein Recht auf Freiheit und moderne Agrarwirtschaft, nur weil sie Hunger haben.
Alles ein bischen überkandidelt!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.08.2012 11:02 Uhr
jürgen beck
jürgen beck (j.beck) - 10.08.2012 11:02 Uhr

Schlichtheit hat seine Grenzen

Das ist ja schön. Hätte der Sozialismus das eingehalten wie er beschrieben ist, wäre er auch nicht schlecht. Vielleicht könnten Sie Ihren Kindern doch noch vor späteren Folgen ihrer Erziehung retten in dem Sie ihnen erklären das es auch Situationen im Leben gibt, in die Menschen kommen könnten, die nicht im Lehrbuch für einfache Lebensführung stehen. Deshalb brauch man sich aber nichts anzutun. Es gibt immer einen Weg.

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Ulrich Dissars
Ulrich Dissars (Dissars) - 09.08.2012 17:57 Uhr

Kunstwort "Märkt"- das es nicht gibt, doch fast alle zum Schweigen bringt.....

Der Artikel ist sehr zutreffend, aber die Definition der angeblichen "Märkte" ist falsch und entwertet etwas die richtige Aussagen.
Die Theorie ist unzutreffend:
"....Eine geläufige Antwort auf die Frage, wer dieser „ominöse“ Markt sei, lautet: wir alle....."
Der so genannte Markt setzt sich aus den großen Finanz-Nutznießern allein zusammen. Alles andere ist Augenwischerei.
Auch Frau Merkel überblickt das Gebilde der angeblich "Märkte" nicht. Die angeblichen Märkte sind ein Kunstwort der Finanz-PR-Agenturen und hat nur einen Sinn:
0,1% der Bevölkerung soll in Ruhe, mit Hilfe der Regierung und ihrer politischen Helfer, 90% der Bürger abschröpfen.
Diese Zahlen sind lange belegt und können nicht angezweifelt werden.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.08.2012 10:31 Uhr
Michael Gunther

Sein sie sicher...

...das Frau Merkel ganz genau überblickt was los ist. Aber Fakt ist - jeder hat seinen Preis! Und falls nicht, wird sich bei den heutigen Summen immer ein "geistig Verwirrter" finden, der die ungeliebte Person ins Nirvana schickt!!!

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Dr. Andreas Frick

Den Markt kann man nicht abschaffen!

Überall, wo es Angebot und Nachfrage gibt, ist ein Markt und es bildet sich ein Preis. Den Markt kann man daher nicht abschaffen, das haben die Sozis schon oft erfolglos versucht. Aufgabe des Staates, ist aber, für Transparenz zu sorgen. Daran haben viele Marktteilnehmer aber kein Interesse. Außerdem muß sichergestellt werden, daß die Marktteilnehmer auch haften. Ich würde als erste Maßnahme eine vollumfängliche persönliche Haftung von Vorständen und Aufsichtsräten von Banken, Versicherungen, Fonds etc. einführen. Außerdem ist eine Fusionskontrolle wichtig. Wenn man Wirtschaft als Evolution begreift, folgt daraus sofort, daß es automatisch zu einer Konzentration kommt, die in einem Monopol endet. Das muß der Staat verhindern. Wenn man das alles betrachtet, war der Euro keine gute Idee und die Wirtschaftspolitik der letzten Jahrzehnte leider auch sehr schlecht. Aber Sozialismus ist keine Lösung, sondern führt in die Verarmung. Die DDR stand beim Mauerfall kurz vor der Pleite.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.08.2012 11:05 Uhr
jürgen beck
jürgen beck (j.beck) - 10.08.2012 11:05 Uhr

Müssten wir nicht weiter denken?

Es kann doch nicht sein das entweder nur Markt oder Sozialismus gibt? Im Moment haben wir einen Bankensozialismus. Und das in dem "freien Markt". Man sollte die alten Vereinskappen absetzen und ohne Vorbehalte die besten Ideen für die Zukunft zusammen tragen.

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Dieter Aster
Dieter Aster (derast) - 09.08.2012 17:27 Uhr

Der Markt sind wir alle?? Markt-Teilnahme vs. Markt-Verherrlichung

Es mag ja sein, dass wir alle einer Teilnahme am Markt nicht entgehen können - aber daraus diesen fast religiösen Glauben zu machen, dass der "freie Markt" alles schon regeln wird, finde ich absurd. Es dürfte inzwischen offensichtlich sein, dass fast alle gesellschaftlich wichtigen Bereiche unter Rendite-Gesichtpunkten eben nicht sinnvoll zu regeln sind. Nur als Beispiel: das für die Ökonomie eines Landes "günstigste" Gesundheitswesen wäre dessen Abschaffung (dann entstehen keine Kosten und die Leute sterben früher, was die Rentenkassen entlastet).
Wenn das Streben nach Kapitalrendite wirklich das Mittel zum allgemeinen Glück sein soll, dann könnten wir auch gleich die Mafia straffrei stellen - da sind die Renditen traumhaft ...
Und es sollte doch auch klar sein, dass der (Finanz-)Markt, jedenfalls für die "99%", alles andere als frei und transparent ist.
Das Fehlen eines alternativen Wirtschaftsystems rechtfertigt nicht den blinden Glauben an die Markt-Ideologie.

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Marcus Felbs
Marcus Felbs (Felby) - 09.08.2012 16:40 Uhr

Shareholder Value

Mit der Deregulierung der Finanzmaerkte in den 80ern, kam direkt auch die Shareholder Value: diese Value, auf Deutsch Wert, kann aber auch mit Nutzen uebersetzt werden . Die SHV wurde zum aller Obersten Gebot fuer die mehrheit der Global agierenden Unternehmen. Die SHV bestimmt das Handeln aller Angestellten einer Koerperschaft, einschliesslich der CEO. Sie Rechfertigt ALLES, und ALLES ist Ihr untergeordnet. Und es ist nicht nur der Finanzsektor der Unser Leben bestimmt, sondern gleichermassen der Energie Sektor, der Kommunikations Sektor und die Nahrungsmittel Industrie, die ihr Handeln nach diesem 'Wert' ausrichten. Die Preise werden hier nicht mehr vom Markt gestalltet, sondern eben von diesem 'Wert'. Die steigenden Lebensmittel Preise, die Energie Preise, stehen in keinem Verhaeltniss mehr zu Produktionskosten und Marktgeschehen. Die Politik hat sich diesem 'Wert' auch untergeordnet.

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Rolf-Dirk Maehler

Hier werden "Markt" und "Wettbewerb" verwechselt. Freier Wettbewerb ist eine Grundlage für ...

... jede Marktwirtschaft. Und genau dieser Wettbewerb wird von der Politik immer wieder manipuliert u.a. auch durch Subventionen. Würde die Politik ihren Aufgaben nachkommen, dann müsste sie darauf achten, daß der freie Wettbewerb immer gegeben ist, weil Marktwirtschaft nur mit freiem Wettbewerb funktionieren kann. Auch das Kartellrecht muß der Staat überwachen und notfalls sicherstellen, daß durch Verstöße keine Wettbewerbsverzerrung entsteht. Und ob Finanzdienstleister immer die Marktregeln einhalten, ist wenigstens fragwürdig. Der Staat muß die Regeln setzen und deren Einhaltung überwachen, aber er darf nicht zum "Player" werden. Und wir haben gerade in diesen Fragen viele Verstöße beobachten und die Konsequenzen werden dann regelmäßig dem Markt angelastet. Wie sagte Ludwig Erhard so richtig: Die Marktwirtschaft ist diejenige Wirtschaftsordnung, die ein Maximum an Produktivität, Wohlstandsmehrung und persönlicher Freiheit verbindet. Immer vorausgesetzt sie ist frei.

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Elisabeth Dreier

Leben wir in einer Marktwirtwirtschaft oder im Sozialismus?

Ja, es mag sein, dass die Märkte ab-und an Monopole bilden. Niemand wird auch sagen können, dass an diesen Stellen das Eingreifen des Staates nicht nötig wäre. Diese sollten auf Basis der Gesetzes diese Monopole zerschlagen. Dies taten die Staaten in der EU, den USA und Asien nicht, um wirtschaftlich je mehr Gewicht zu bekommen. Daher sollten wir den Tatsachen in die Augen sehen, zerschlagen wir unsere europäischen Konzerne, folgt eine asiatische Dominanz. Also wo ist der Mittelweg, das internationale Gespräch darüber zu suchen und vor allem offen mit der Sache umzugehen. Auch den Menschen gegenüber, dumme Menschen lassen sich am besten ausnutzen.

Aber der Staat darf in einer Marktwirtschaft nicht in die Märkte eingreifen um diese zu regeln, damit erzeugt der Staat Ungleichgewichte, fördert Teile, worauf sich Spekulationsblasen bilden. Beispiele gibt es seit Jahrzehnten, Milchsubvention oder die jetzigen Blasen im Finanzsektor, die auf Förderung durch stete Schuldenaufnahme beruht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.08.2012 11:15 Uhr
Michael Gunther

Komisch...

...das jeder den Schiedsrichter beim Sport akzeptiert, aber der "Markt" darf nicht reglementiert werden! Das der "Markt" weitaus gefährlicher ist als jede Sportmannschaft wird dabei ausgeblendet. Der "Markt" sorgt derzeit dafür, dass Millionen ver- bzw. hungern, Massen von Bürgern der Wohlstand geraubt wird, das Heim über dem Kopf gepfändet wird und einige wenige immer reicher werden! Muss mir mal jemand mit gesundem Menschenverstand erklären, warum diese Krake nicht reguliert werden soll. Ich rede von Regulieren, nicht füttern und Sinnloses retten!

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Klaus Wege
Klaus Wege (covenants) - 09.08.2012 16:06 Uhr

Island vs. Irland : Ein Laborversuch zum Thema " Schwache Regierungen und starke Lobbyisten"

Island ignorierte Schutzgelderpresser, wickelte Marktversager ab und verhaftete pol.Komplizen.
Zuvor hatten Großbanken auf Island nach Gutsherrenart agiert. Sie schufen dort eine Immobilienblase als Scheinwohlstand. In aller Welt warb der ( für die kleine Demokratie viel zu dominante) Finanzsektor Milliarden ein, bei deren Anlage er schließlich versagte. Der Versuch, die Spielschulden auf die isländische Bevölkerung abzuwälzen wurde dort vereitelt. Banken wurden unter staatl.Kontrolle gebracht + abgewickelt .Politische Komplizen vor Gericht gestellt.
Nun das Gegenmodell Irland :
Die Steuerschieber-Briefkastenökonomie dort nährte ebenfalls eine Immobilienblase samt übermächtigem Finanzsektor. Die Blase platzte und eine korrupte Regierung wälzte die Bankspielschulden auf die Bevölkerung ab. Die irische Staatskasse wurde gesprengt.
Im 2.Schritt wurden die nationalisierten Bankschulden via "Eurorettungsmythos" europäisiert.
85 Subventions-Mrd. flossen nach Irland (Einwohnerzahl = 1/4 NRW).

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Wolf Beck
Wolf Beck (Wolfswort) - 09.08.2012 16:05 Uhr

Dass "wir alle" der Markt sind, das ist nur in der Theorie so.

Oder glauben Sie, dass Kurse wirklich durch eine Vielzahl von gleich informiertern Kleinanlegern gemacht werden? Ja, n atürlich bin ich theoretisch Marktteilnehmer, wenn ich damals den medien- und lobbygesteuerten Parolen von der privaten Altersvorsorge folgte..aber ich agiere nicht, denn letztendlich steuern Fondsmanager das gebündelte Vermögen (s. das zu Recht angeführte Beispiel Pimco) . Und dass man als Manager mit geballte gebündeltem Vermögen, das bisweilen das BiP manchen Staates übertrifft Markt "machen" kann, liegt auf der Hand. Hier reicht oft das Streuen eines Gerüchts.. Die Märkte sind eben nicht - wie in der Theorie - frei, sondern praktisch in der Hand höchst geschickt agierender Finanzoligarchien. Deren Macht durch eine entweder bewusst oder naiv-unbewusst manipuliernde Medienlandschaft noch vervielfältigt wird. "Die Märkte" im so verstandenen Sinn "kaufen" sich im übrigen die ihnen genehme Politik. Oder wer finanziert zB den Wahlkampf derUS-Präsidentschafts-Kandidaten

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.08.2012 11:18 Uhr
Michael Gunther

Konsumenten und Sklaven

Besser kann man es nicht ausdrücken. Wir sind nur noch Konsumenten und Sklaven des Marktes. Das kappieren leider nur wenige. Die meisten denken, wenn sie sich auf Pump ein neuen Auto kaufen können, dass sie "reich" sind! Schonmal darüber nachgedacht, warum keiner mehr z.B. über die 35 Stundenwoche redet?

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Edda Kuhlmann

Geschichte wiederholt sich immer wieder

Seit Jahrhunderten leben Staaten ueber ihre Verhaeltnisse- Kriege, ein aufgeblaehtes Staatswesen oder ein aufwendiger Lebensstil des Monarchen konnten nicht mehr durch Staatseinnahmen gedeckt werden. Geldverleiher fuellten die Luecke. Damals wie heute nahm man Gelder gerne entgegen, nahm aber die Notwendigkeit der Rueckzahlung nicht so ernst. Wurde der Druck zu gross, fand man Ausreden. Verleumdungen aber auch die falsche Religion bot dem Monarchen einen erfreulichen Grund, die Geldverleiher ins Gefaengnis zu stecken oder aus dem Land zu jagen- ohne deren Vermoegen natuerlich. Die Geschichte wiederholt sich auch heute. Ein Vorwand wird gefunden um der Bevoelkerung vorzugaukeln, dass die Geldverleiher das Staatswesen von innen aushoehlen, so eine Gefahr fuer alle darstellen und eine moralische Verpflichtung besteht, diese zu vertreiben oder zu vernichten. Damals wie heute ist das Ziel einzig und alleine, seinen Verpflichtungen nicht nachkommen zu muessen.

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Konstantin Schneider

Wenn die Menschheit sich verzecht, hat der Markt dann auch noch recht ?

Wir alle sind gierig und dennoch unschuldig, für die Verführer ist's lustig, für die Verführten allerdings frustig. Macht hoch die Tür das Tor macht weit, jetzt kommt die Merkel'sche Glückseligkeit? Nein, bitte nicht, denn natürlich weiss sie längst Bescheid und vermeidet deshalb auch allen Streit. Doch diskutieren werden wir wohl müssen, denn wenn die Menschheit sich verzecht, dann ist der Markt für alle schlecht.

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Martin Bebel
Martin Bebel (MaBe1968) - 09.08.2012 15:24 Uhr

sorry, es ist 10 nach 12

wer glaubt, er könnte jetzt noch....der täuscht sich.

millionen innerlich verreckter wirtschaftssklaven, joggende betriebspärchen mit endzeitlächeln auf den gesichtern, globale trolleyzieher mit prallem meilenkonto....ohne jeden arbeitstechnischen, evolutionären & gesellschaftlichen sinn und zweck, aber bereits in der deutlichen mehrzahl.

ich weiss nicht, wer / wann diese entsinnte bürowelt erfunden hat. aber, er hat sie sehr weit vorangebracht. sein werk gut verrichtet.

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Daniel Hirsch

Der Markt sind wir alle!

...jeder Einzelne mit seiner Gehaltserwartung, seiner Renditeerwartung für die eigene Lebensversicherung, der Zinserwartung auf's Sparbuch, etc. Nicht die "Märkte (also wir)" sind schuld an den maroden Staatsfinanzen. Wir alle investieren unser Geld eben lieber in Produkte, die Gewinne und keine Verluste bringen - ich kenne jedenfalls niemanden, der seine LV auffordert griechische Staatsanleihen in sein Portfolio aufzunehmen. Die Märkte "kontrollieren" zu wollen, kann nur heissen uns die Freiheit zu nehmen unser Geld sinnvoll und gewinnbringend zu investieren. Jemanden zu Verlusten zu zwingen ist aber Enteignung. Politiker müssen eben lernen, verantwortlich und nachhaltig mit unserem Geld umzugehen. Der Markt (wir alle) sind ein dringend benötigtes Korrektiv für den Geldverschwendungswahnsinn in Berlin und Brüssel. Nicht die Märkte treiben den Verlust von Demokratie und Freiheit, sie sind ihre letzte Bastion nach der Gleichschaltung der Berliner Parteien und der Machtabgabe an die EU.

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Thorsten Haupts
Thorsten Haupts (ThorHa) - 09.08.2012 15:07 Uhr

Wären wir schuldenfrei, könnte uns die Meinung der Märkte egal sein

Das heisst, die "marktkonformen" Demokratien sind die direkte, vorhersehbare und zwangsläufige Folge ganz demokratischen Versagens. Weil Bürger Leiszungen wollten, ohne dafür in Steuern zu bezahlen. Und weil politiker - wegen dieser Bürgerhaltung - exakt keine Anreize hatten, auf die Schuldenfinanzierung zu verzichten. Und jetzt sind wir abhängig von Kreditgebern, in deren Abhängigkeit wir uns 100% freiwillig begeben haben.

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Erwin Stahlberg

Eine UNION wird zu Grabe getragen


Was sind Rettungsschirme?
Was geschieht gegenwärtig?
Die „Retter“ gleichen jenen Leuten auf einem sinkenden Schiff,
die kleine Löcher stopfen und dabei große übersehen.

Volksvertreter haben vornehmlich auf die Förderung
und den Schutz des „Durchschnittsbürgers“
(= Durchschnitts-Einkommens) zu sehen und zu achten
(„Gemeinschaftsgeist“).

Die EU bemüht sich weiterhin eigene Todsünden
(„Kapital-Verkehrs-Freiheit“)
zu „kultivieren“.
D i e s e EU kennt keine Volksherrschaft
--- sie k a n n keine kennen, mangels D e m o k r a t i e !

Sie bemüht sich gegenwärtig, unsere Zukunft zu verzocken!

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Gerold Keefer

"Die Märkte": GS, DB, ML, JPM, RBS, BNP, UBS, CS, HSBC. Noch eine vergessen?

Damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben ...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.08.2012 15:05 Uhr
Jürgen Wenz
Jürgen Wenz (satyrffm) - 09.08.2012 15:05 Uhr

Einen Markteilnehmer haben Sie vergessen:

Die Staaten. Die aus niederen Beweggründen (Regierungen wollen wieder gewählt werden, an der Macht bleiben) Geld in unverantwortlicher Weise gegen den Willen ihrer Bürger bei dreckigen Haien aufnehmen, um "dranzubleiben". Das ist ein Verbrechen und die agierenden Personen müssten abgeurteilt werden. Ganz privat dafür teuer bezahlen, dass sie aus egoistischen, persönlich motivierten Gründen Völker kaputt machen.

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Gerold Keefer

Die dunkle Seite hat nun auch einen Namen: ESM!

Danke für diesen Beitrag!

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Klaus-Dieter Berger

An alle Markthochjubler

Ihr vergesst, daß es auf dem Markt auch so zugehen kann: Ein Produkt setzt sich durch, haut die Konkurenz mit dem finanziellen Vorteil kaputt und braucht sich dann nix mehr um Qualität zu kümmern. Beispiel: Mircosoft, Ölriesen uvm.

Der Markt führt nämlich auch dazu, daß ab einem bestimmten Zeitpunkt Leistung und Qualität doch nix mehr zählen.

Das ist das fatale. Das macht die Entscheidungen der Politik nicht besser, ich möchte nur ein bischen dieses Fanboy-getue dämpfen von wegen "der Markt regelt alles am Besten".

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.08.2012 15:31 Uhr
Jan Matthias

Da denken Sie zu kurzfristig!

Niemand würde behaupten, dass der Markt jederzeit das Paradies verspricht.
Aber ein Monopolist, der Schrott liefert oder viel zu teuer wird, ist nicht lange Monopolist. Diese Dauer müssen Sie als Kunde dann allerdings auch aushalten können. Und wenn dem Kunden der Preis das heiligste ist und er lieber Gammelfleisch in sich rein stopft, statt 50Cent/kg mehr zu zahlen, dann ist das seine Entscheidung.
Das hat nichts mit "Fanboy" oder sonstigem zu tun, sondern ist einfachste Mikroökonomik.

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 09.08.2012 15:20 Uhr

Microsoft

Vielleicht haben Sie die Entwicklung in den letzten Jahren nicht mehr verfolgt. Daher ein kurzes Update: Microsoft verliert an Bedeutung. Apple hat die Kurve gekriegt und prosperiert. Dazu gewinnt Android über die Smartphones dramatisch an Marktanteil, der PC mit Windows drauf wird immer weniger genutzt.

Der Markt funktioniert.

Bei Monopolen oder Oligopolen müssen die Staaten gelegentlich eingreifen, und tun das auch. Im Fall Microsoft ist das aber durch die Entwicklung schon überholt.

Das Benzin ist so teuer wegen der Steuern, weniger wegen der Ölkonzerne. Da hat man Ihnen etwas falsches erzählt.

Vergleichen Sie zudem mal mit einer Staatswirtschaft, wie in Osteuropa bis 1989. Welche Computer und Betriebssysteme gab es da für Privatanwender? War das Benzin beim Staatskonzern billiger (vor allem in Relation zum Einkommen)?

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