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Plädoyer für eine Algorithmen-Ethik Relevanz ist alles

 ·  Algorithmen machen das Leben bequemer, aber auch vorhersehbarer. Es werden schon Menschen an der Supermarktkasse identifiziert. Und trotzdem geben wir immer mehr Daten preis. Das muss aufhören.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (10)

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Lesermeinungssuche (gesamt):
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Thomas Mora
Thomas Mora (trailfox) - 26.10.2012 15:04 Uhr

Algorithmen verursachen keine Grippe...

Sehr geehrter Herr Noller...

Ich könnte jetzt einige ihrer Betrachtungen, die subjektiv gesehen sicher ihnen zu denken geben, aber objektiv betrachtet, nichts anderes als einen Entwicklungszustand der menschlichen Gesellschaft unter Berücksichtigung des technologischen Fortschritts zeigen.

Diese Einwände und Ängste, welche sie vermitteln, kennen wir aus der Geschichte zur Genüge.

Leider habe ich hier nur 1000 Zeichen, deshalb folgendes Zitat von Lotman, was aus meiner Sicht den Kern trifft:

'Die Unkenntnis der Zukunft erlaubt uns, allem eine Bedeutung zu geben.'

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Lothar Wölfel

Zwar ist Pluralität und Unabhängigkeit de facto gegeben, doch kann von einer kritischen

Berichterstattung über wichtige politische Themaen nicht gesprochen werden. Zwar werden oft "lautstark und reißerisch" einige Kontroversen geführt, doch wer sich in der Presselandschaft die Themen anschaut, findet wenig Unterschiede und kaum Varianz in der Themenwahl vor. Vom Mainstream abweichende Meinungen finden selten bis in die Leser-Öffentlichkeit; manche wichtige Aspekte eines Themas werden von den Mainstream-Medien gar ignoriert.

Man beobachte einmal einen Tag in halbstündigem Abstand die Presseschlagzeilen in Google News. Da kann man sich auch fragen, ob alle mit dem gleichen Algorithmus im Gehirn arbeiten, so einförmig und gleichartig ist das alles, so unkritisch, dass man die Zahl der Veröffentlicher auf die Hälfte schrumpfen lassen kann, ohne dass dies bemerkbar würde.

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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 24.10.2012 10:48 Uhr

Na mit all den Daten sollte sich doch was KLUGES erschaffen lassen...

.. zum Beispiel: ein Datenzentrum erfasst meinen Gemütszustand und schickt in Null Komma Nichts einen Roboter, der meine Arbeit für mich im Handumdrehen exakt erledigt, aber die Kohle wird mir aufs Konto gebucht!
Im Supermarkt erkennt mich das Datenunikum und schickt mir gleich den Einkaufswagen mit den Artikeln die ich normalerweise einkaufe direkt an die Kasse → und weil ich grade blank bin zahlt der kundenfreundliche Supermarkt auch noch meine Rechnung! Kommt noch besser → ein Roboter karrt den Einkaufswagen auf den Parkplatz, lädt das Zeugs in mein Auto und dann fährt mich das Kerlchen direkt nach Hause, unterwegs wird noch getankt (auf Rechnung des SM), zu Hause kriegt mein Kind noch ein kleines Mitbringsel.

Das wär doch was, oder????

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Andreas Roedl
Andreas Roedl (aroedl) - 24.10.2012 10:27 Uhr

Der Autor

ist CEO der nugg.ad AG, die "Predictive Behavioral Targeting" anbietet. Das sollte man vielleicht der Vollständigkeit halber erwähnen. Die Algorithmen, die dort angewendet werden, sind nicht öffentlich und von Transparenz kann man auch nicht reden.

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Marcus Felbs
Marcus Felbs (Felby) - 24.10.2012 09:33 Uhr

Wenn die Politik sich da einmischt

kann es nach hinten ausschlagen. Unsere Politiker muessten erstmal diese Thematik verstehen, und das kann dauern, denn die kapieren ja noch nicht mal das Internet als solches...alles was die hier raushoeren werden ist:'mehr Kontrolle'....und werden dann Gesetze ins Leben rufen wie etwa das neue Buerger Meldegesetz.

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Bernd Buerschaper

Mir würde es schon reichen,

wenn die Brötchen nicht von der Insel Rügen bis Garmisch-Partenkirchen alle gleich schmecken würden.

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Klaus Letis

Die Menschen müssten zumindest wissen, was Sache ist und was damit alles gemacht werden kann

Bevor Jemand ins Internet darf, müsste er eine ausführliche Beschreibung bekommen, was alles wie gespeichert wird und wie man sich schützenn kann.

Und das von unabhängier Seite.

Die "Freaks" haben schon bestimmte Sachen gar nicht mehr im Fokus, weil sie selber schon so viele Spuren hinterlassen haben.

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Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 24.10.2012 08:12 Uhr

Technophobie?

Auch wenn ich dem Grundtenor des Artikels ("Recht auf Pseudonymität") prinzipiell zustimme, stellen sich mir beim Lesen doch etliche Nackenhaare auf. Zum einen benutzt der Autor das Wort "Algorithmus" nahezu inflationär, scheint aber nicht so recht zu wissen, was ein Algorithmus überhaupt ist. Laut Artikel anscheinend irgendein bösartiges Programm, das meine Daten ausspioniert. Falsch. Quellcode ist außerdem nicht die einzige Möglichkeit, Algorithmen zu beschreiben. Das geht auch z.B. mathematisch, als Diagramm, als Text, ... Zudem das allseits immer wieder beliebte Mysterium über die IP Adresse, mit der man ja ach so viel Schindluder treiben kann. Da in Privathaushalten die IP Adresse mit jedem Einwählen neu vergeben wird, ist es nahezu unmöglich, DIE "private IP Adresse" eines Redakteurs zu ermitteln und dann aus zu sperren. Dazu müsste man jedes Mal eine Anfrage an den Provider stellen und das ist allein aus Datenschutzgründen schon nicht möglich.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.10.2012 10:51 Uhr
Andrea Müller
Andrea Müller (ADrea) - 24.10.2012 10:51 Uhr

Irrelevant ...

... ob sich das mit IPv6 ändern KANN (ob es das wird, wird sich zeigen. Ich zweifel' aber noch dran - Stichwort: Privatserver). In diesem Artikel wird behauptet, dass der Fall bereits eingetreten ist und das ist meiner Meinung nach aktuell schlicht und einfach eine Falschbehauptung.

Übrigens wäre das mit IPv4 THEORETISCH auch schon möglich. Der Grund, weshalb es PRAKTISCH nicht geht: Das Protokoll bietet zu wenige Adressen, um damit alle statisch zu bedienen wie mit einer Telefonnummer und das Protokoll ist diesbezüglich etwas unglücklich definiert. Und selbst bei festen Adressen bleibt nach wie vor die Herausforderung, eine bestimmte Adresse ohne Provider-Hilfe einer bestimmten Person zuzuordnen.

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Hannes Mrks
Hannes Marks (h.mrks) - 24.10.2012 09:38 Uhr

NOCH nicht möglich.

Das Internet funktioniert derzeit noch mit dem IPv4-Protokoll. Die Anzahl der verfügbaren Adressblöcke nähert sich aber leider dem Ende zu, wesbalb das Internet auf IPv6 umgestellt werden soll. Mit diesem Protokoll wird jedem Gerät eine feste IP zugewiesen, es kann auf Dauer identifiziert werden.
Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, über sogenannte Privacy Extensions (PE) anonym zu bleiben, allerdings wird sich Otto Normalsurfer, der im großen Rahmen Daten bei Facebook preisgibt, kaum darum scheren.

Auch heute schon sind sie leichter identifizierbar, als sie glauben. Nur durch bestimmte Add-ons können sie wirklich anonym im Internet unterwegs sein, 99% aller Internetnutzer schert das aber kaum.

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