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Parteien in der Eurokrise Euer Kredit für unsere Leut’

 ·  Die Parteien Europas verkommen in der Krise. Sie pflegen nur noch die Interessengärtchen der Rentner und verteilen lustig Zugewinne aus früheren Jahren, von denen längst nichts mehr übrig ist.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (117)

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Dr. Hans-Otto Hüppe

„Unser Geld für unsere Leut’“,

was übersetzt heißt: "Euer Kredit für unsere Leut'":
Sehr geehrter Herr Redakteur,
die Kernaussage Ihres Artikels ist für mich nachvollziehbar, a b e r :
Als Nicht-Rentner und massiv steuerzahlender Österreicher verwahre ich mich gegen Ihre Darstellung aufgrund einer aus einem anderen Zusammenhang gerissene Äußerung eines österreichischen Politikers ("Unser Geld für unsere Leut'"; H.C. Strache, FPÖ).
Ohne mit österr. Politikern und Parteien besonders viel am Hut zu haben, darf ich auf folgendes hinweisen:
1) Österreich ist in der EU Nettozahler (wie Deutschland) mit sogar geringerer Pro Kopf-Verschuldung als Deutschland.
2) Aus Ihren Darstellungen "Euer Kredit für unsere Leut'" könnte fälschlicherweise geschlossen werden, daß mit "Euer Kredit" Deutschland und mit "unsere Leut" Österreich gemeint ist.
3) "Euer Kredit für unsere Leut'" ist schlichtweg der Aufhänger der Befürworter von Eurobonds. Sowohl Deutschland als auch Österreich wären die Verlierer.

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Joachim Schroeder

Einheitsrente!

Im Rahmen der Rettungsschirme, Target II ect. können sich die Rentner
schon einmal auf eine Einheitsrente einstellen, die im Moment häufiger
durchgespielt wird, als der Austritt Griechenlands, denn dieses ''Europa''
ist im Stil des Konstruktionsfehlers des Eurosystems nicht mehr finanzier-
bar.
Die Rettung ''Europas'', sprich Banken, ist der Bundesregierung jedoch
wichtiger als die ihrer Rentner.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.05.2012 15:55 Uhr
otto sundt
otto sundt (drto) - 31.05.2012 15:55 Uhr

Frage

Bei wem leihen sich denn die Regierungen das Geld für die Rentenzahlungen?

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Rolf Jonasson

"Es gibt keine schlechtere Staats- Form als die Demokratie, mit Ausnahme aller anderen ...

... Systeme" (Churchill). Seit vielen Jahren verfolge ich beunruhigende Entwicklungen, die mich an einen Systemfehler glauben lassen. Der Verdacht, dass breite Massen sich nicht für vernünftige, sachlich gebotene Lösungen komplexer Fragestellungen gewinnen lassen, liegt nahe. Besonders bedenklich finde ich allerdings, dass die herrschende Politiker-Klasse sich nicht einmal dazu durchringen kann, wenigstens die einfachen Sachverhalte (niemand kann auf Dauer mehr ausgeben, als er einnimmt) oder die wichtigsten Grundsätze (pacta sunt servanda) zu kommunizieren, geschweige denn durchzusetzen. Ein beredtes Beispiel zeigt sich im Umgang der FDP mit Frank Schäffler, der in Sachen Euro sehr vernünftige, vor allem mehrheitsfähige Vorschläge gemacht hat: Er wurde niedergeschrien, obwohl die Versammlung hinter seinen Thesen wohl eine der letzten Chancen der FDP war. Meine These ist daher, dass die politische Klasse offenbar die - gewiss niedrige - Verständnis-Schwelle dramatisch unterschätzt.

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Dietmar Kober
Dietmar Kober (dikob) - 31.05.2012 00:23 Uhr

Das läßt nur den Schluß des total versagenden Bildungssystems in großen Teilen Europas zu.

Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt, daß die heutigen Griechen so gut wie nichts aus ihrer ehrfurchgebietenden Geschichte gelernt haben. Jetzt stehen ihnen nur noch Rattenfänger zur Wahl. Hoffentlich merken wenigstens die Franzosen noch rechtzeitig genug, daß sie mit ihrem neuen Präsidenten in einer Sackgasse sitzen. Und wir? Bei uns hat sich ein Großteil der Wähler schon völlig von seiner einzigen Möglichkeit der Mitbestimmung abgewandt. Als besonders klug kann man das nicht bezeichnen. Wenn man dann noch den Prozentsatz dazu zählt, der bei Parteien sein Kreuzchen macht, die man als Demokrat nicht einmal anschauen sollte, dann zeigt sich auch bei uns das totale Versagen des Bildungssystems. Nur dumme Bürger lassen sich mit Wahlgeschenken und illusorischen Versprechen ködern. Auf Dauer führt das unweigerlich ins Verderben. Wir sind auf dem besten Weg. -- Erstaunlich finde ich aber, wie penetrant oft Herr Schümer Rentner und Beamte für sein Schreckenszenario mitverantwortlich macht

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Bernd Stroemer

Ist die "westliche" Demokratie noch zukunftsfähig?

Daß die Transfer-Empfänger alle künftigen Wahlen in Deutschland entscheiden werden, hat Prof. Renate Köcher, Institut Allensbach, bereits vor einigen Jahren prophezeit. Nunmehr gilt dies offensichtlich - wie in dem ausgezeichneten Artikel ausgeführt - auch für die meisten EU-Staaten. Im Verlaufe der von den Banken ausgelösten Krise, die inzwischen nicht nur den EURO, sondern die gesamte EU erfaßt hat, haben fast alle nationalen Regierungen abdanken müssen. Gewonnen haben in der Tat linke und rechte Parteien, die den Bürgern versprechen, daß am bestehenden System incl. der sozialen Transfers nichts oder nur wenig zu ändern.
Die westliche Demokratie hat sich damit unfähig erwiesen, die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Wie die Saurier vor vielen Millionen Jahren wird sie daher untergehen. Überleben werden die BRIC-Staaten sowie die "gelenkten" Demokratien Asiens, die von einer intelligenten Elite geführt werden und nicht auf Transfer-Empfänger Rücksicht nehmen müssen...

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.05.2012 10:07 Uhr
otto sundt
otto sundt (drto) - 31.05.2012 10:07 Uhr

Transferempfänger

In autoritären Regimen und Diktaturen gibt es entscheidend mehr Transferempfänger als in "westlichen" Demokratien. Keine Diktatur kommt ohne massenhafte Zustimmung einer durch und durch korrumpierten Bevölkerung aus. Widerstand gegen Diktaturen kommt erst dann auf, wenn den Diktatoren die Mittel zur Korruption ausgehen und zur brutalen Repression übergehen, d.h. wenn die Elite ihre "Intelligenz" unter Beweis stellt, so wie schon mehrere Europäer, auch die antiautoritären, ihren Hang zu autoritären Diktaturen unter Beweis gestellt haben. Es wird eher dieser Drang nach "intelligenten Eliten" sein, der Europa zum Schlusslicht machen wird. Mit der Bezeichnung BRIC-Staaten wiederholt man den Fehler völlig unterschiedliche Staaten und Ökonomien als Einheit zu sehen. C und R unterscheiden sich nicht nur in der Größe und Einwohnerzahl, sondern auch in der politischen und ökonomischen Verfassung und Aussagen über die Zukunft von B,R,I,C und Europa sind pure Spekulation.

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Pius Fisch
Pius Fisch (PiusFisch) - 30.05.2012 21:13 Uhr

Vielen Dank für den Artikel

Zum gleichen Schluss kommt eine staatspolitische Analyse: die parlamentarische Demokratie des Nachkriegseuropa ist gescheitert. Die Stärke der Demokratie ist die Fähigkeit zur Regenerierung. Das Mittel dazu ist die Gewaltenteilung und genau die ist der parlamentarischen Demokratie abhanden gekommen. Die Partei beherrscht Legislative und Exekutive. Das Parlament kann man in D abschaffen. Es entscheidet nie etwas gegen den Willen der Partei/Regierung, aber ohne weiteres gegen den Willen des Volkes. Zudem werden sich die Parteien immer ähnlicher, was die Regenierungsfähigkeit weiter reduziert und die Wähler verärgert.
Die direkte Demokratie ist alles andere als perfekt, aber sie bewirkt eine echte Machtteilung und fördert föderalistische Strukturen.
In D war die parlamentarische Demokratie nach dem Krieg so erfolgreich, dass man noch nicht bereit oder fähig ist, über ihre Mängel nachzudenken. Stuttgart 21, die Piraten und die Hamburger Schulsache sind kleine, aber ermutigende Anzeichen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 31.05.2012 16:23 Uhr
Pius Fisch
Pius Fisch (PiusFisch) - 31.05.2012 16:23 Uhr

Sehr geehrter Herr Rose

Sicherlich hat jede Generation ihren Egoismus. Das Verantwortungsgefühl für das Ganze ist aber in der direkten Demokratie viel stärker vorhanden. Beispiel: In der Schweiz gab es eine Abstimmung über den Umwandlungssatz bei Renten. Senkung: die Jungen müssen weniger zahlen; keine Senkung: die Alten profitieren.
Ertaunlicherweise befürworteten eine Senkung vorallem die über 50jähr. Wahrscheinlich weil diese Gruppe am besten weiss, dass alles andere nicht finanzierbar ist. Und wenn man als Stimmender eben verantwortlich ist für das Resultat, ist der Egoismus nicht das einzige Motiv.

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wilhelm rose

Auch in einer "direkten Demokratie"

sind die Senioren, zu denen ich gehöre, mittlerweile schon fast die Mehrheit. Es werden durch die Babyboomer jetzt noch ziemlich schnell immer mehr. Volksabstimmungen mit vielen egoistischen Rentnenr werden also keine Änderung bringen. Wir Rentner und vor allem die pensionierten Beamten, über die man seltsamerweise kaum spricht, müssen sich ändern und ihre teilweise völlig überzogene Anspruchshaltung aufgeben.

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gisbert heimes

"In Wahrheit hat sich das Gesetz politischer Alternativen...unter dem Diktat der Ökonomie erledigt"

So ist es. Genauer: unter dem Diktat der herrschenden Ökonomie. Die vorherrschende Politik ist nur ein Teilsystem dieses alles beherrschenden Wettbewerbssystems, dem das Maximierungsbestreben zugrunde liegt. Die Konkurrenzwirtschaft ist zwar die effizienteste Form des Wirtschaftens, aber nur bis zu einem bestimmbaren Endpunkt. Davor kommt es regelmäßig und zwangsläufig zu Ungleichgewichten und daraus folgenden Krisen in den Teilsystemen. Diese Einsicht ist deshalb so schwer zu realisieren, weil das individuelle Bewußtsein etwas anderes will.

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Christiane Wolf

Die bösen Rentner

Wenn man solch einen polemischen Unsinn liest, glaubt man vielleicht irgend wann daran.
Wenn man die Rentenrechtslage von Heute kennt, weiß man, dass der Autor keine Ahnung hat.
Die Rentenrechtslage ist jetzt so:

1. Stirbt ein Ehegatte dessen Ehe vor 1992 geschlossen wurde so bekommt die Witwe 60% der Rente Ihres Mannes, die Sie noch versteuern muß.
Stirbt der Ehemann und die Ehe ist nach 1992 geschlossen gibt es 2 Jahre lang die kleine Witwenrente ( 25% ) und danach gar nichts mehr.

2. Alle Renten sind ab 1300 € zu versteuern. Alle Zuverdienste ausser 400 €-Jobs ebenfalls.

3. Die Generation 1957-1960 hat den höchsten Arbeitslosenanteil und die meißten Minnijobber.
Nach Eintritt in die Rente sind die wieder beim Sozialamt um weiter Brötchen zu erbetteln.

4. Alle die Geld haben stöhnen über Ihre Abgabenlast. Dass Sie dass meißte von der Steuer zurück bekommen verschweigen Sie aber geflissentlich.

5. Die Rente ist sicher. Nur die Höhe nicht.

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Ulrich Heinrich

Besitzbesessene Wähler und machtbesessene Gewählte, beide Gruppen verantwortungsvergessen....

Die Verschuldung der meisten Staaten der Euro-Zone geht einher mit massiver Zunahme des privaten Reichtums. Man lese die entsprechenden Zahlen, egal ob für Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien usw. Wählermehrheiten ruinieren im Verbund mit den politischen und wirtschaftlichen Eliten aus egoistischen Motiven die öffentlichen Haushalte, sorgen damit für immer schlechtere Erfüllung der öffentlichen Aufgaben und zerstören die Gestaltungsspielräume künftiger Generationen. Wenn diese an der Macht sind, werden sie sich rächen (müssen). Die an dieser Stelle kürzlich gestellte Frage, wer die Babyboomer eines Tages pflege und dies finanzieren werde, wird wohl kurz und prägnant mit dem Wort "Niemand" beantwortet werden.
Zugleich wird der private Reichtum immer ungleicher verteilt. Folgen sind stagnierende Binnennachfrage, geringer Kreditbedarf der Realwirtschaft und immer mehr Kapital, das daher jenseits dieser Anlage und Rendite sucht - mit den ganzen Verwerfungen der Casinowirtschaft.

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Karl Schade
Karl Schade (J.K.S) - 30.05.2012 18:17 Uhr

Am Ende des Schneeballsystems angelangt. Wie kann es weitergehen?

1. Wir verkürzen die Rentenbezugsdauer (1960 10 Jahre, heute 18 Jahre bei steigender Tendenz), indem wir deutlich länger arbeiten, wenn wir noch fit sind. Ist am vernünftigsten, aber wohl nicht mehrheitsfähig.

2. Wir bekommen mehr Kinder. Ist langfristig am sinnvollsten, bedeutet aber zunächst höhere Kosten (hohe Subventionen wie in Frankreich+Bildungskosten) und führt erst nach mehr als 30 Jahren zu Überschüssen.

3. Wir werben massiv qualifizierte Zuwanderer an. Dabei hilft uns das Elend der Europeripherie sogar. Wir werden zu Fremden im eigenen Land.

4. Wir bekommen immer länger Rente, aber immer weniger. Unsere Altersrücklagen werden vom Staat durch Financial Repression (Inflation über Zinssatz, Vermögensverkehrskontrollen) entwertet. Am Ende kann niemand mehr von seiner Rente leben und muss hinzuverdienen, solange er sich noch auf den Beinen halten kann.

5. Wir hoffen auf eine Produktivitätssteigerungsdividende. Das ist allerdings naiv, denn die wollen die Investoren für sich.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 19:00 Uhr
Rüdiger Kalupner

Epochen-/Ordnungswechsel statt das Schneeballsystem bedienen

@ Karl Schade
Das sind klassische Weiter-So-im Schneeballsystem-Vorschläge. Die Systemkrise der Industriestaaten wird sich um solche Antworten nicht kümmern.

Warum fällt es so schwer, in Systemübergängen zu denken?

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Fritz Iversen

Logisch noch mal überarbeiten ...

Logisch konsistent ist der Meinungsbeitrag ja nicht unbedingt. Da wird den Parteien vorgeworfen, sie würden sich nur an den Transferempfängern orientieren, die ja die Mehrheit im Staate seien. Und den Wählern wird vorgeworfen, bei der Wahl sich immer von den schönsten Transferversprechen verlocken zu lassen. Das passt doch perfekt zusammen - woher kommt dann die Unruhe im Parteiensystem? Warum differenziert es sich in immer mehr Farben aus? Ich vermute, diese Situationsbeschreibung schaut sich nur einen Faktor an, die systemimmanente Ausgabenfreudigkeit der Politiker, und unterschätzt die vielen anderen Fragen, die den Wählern heute im Kopf herumgehen, wenn sie irgendwo ihr Kreuzchen machen. Wenn man sich schon in so flach angesetzte Thesen verrennt, wäre es Pflicht gewesen, dies durch Wahl- und Programmanalysen schlagend zu belegen. Hollandes Wahl ist ein ganz normales Krisenergebnis, Griechenland in jeder Hinsicht ein Sonderfall. Grillo und Kraft fehlen dafür seltsamerweise.

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Gert Flegelskamp

So viel Polemik

Wie kann man nur so viel Polemik in so wenigen Zeilen unterbringen. Dafür meine Anerkennung. Aber ein paar zusätzliche Fragen wirft dieser Artikel doch auf.
Seit wann werden wir von Parteien regiert? Der Begriff für unsere Regierungsformen der Demokratie ist doch längst hinfällig, sofern er jemals eine Berechtigung hatte. Wir leben in einer Lobbykratie, ob in Deutschland oder in der EU und werden von der Lobby regiert. Politiker sind nur ausführende Organe.
Ein Blick in die Vergangenheit offenbart, dass das Wertschöpfungsprinzip, in welchem die Finanzmärkte, die Produktionsstätten, Arbeitnehmer und Rentner integriert waren, bestens funktioniert hat. Mit einer Ausnahme. Das exponentielle Wachstum der Vermögen hat dazu geführt, dass Wachstum im produktiven Bereich keine Wertschöpfung mehr zuließ und sich den Spielcasinos mit Namen Börse zu gewendet.
Mehr zu sagen, lässt leider die Beschränkung der Zeichenzahl nich zu, also werde ich es auf meiner Webseite machen.

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Erich Heimstaetter

Globalisierung heisst Egalisierung

Der Versuch Frankreichs und Deutschlands, mit der EU und dem Euro ein globalpolitisches Gegengewicht zum angloamerikanischen Ölimperium aufzubauen, ist mit dem Versuch, sich über eine eurobasierte Ölbörse im Irak die lebenswichtigen Ölvorräte zu sichern, im letzten Jahrzehnt spektakulär gescheitert. Die EU ist in jeder Hinsicht am Ende und wird vom internationalen Finanzkapital über Manipulation der Staatsverschuldung gezielt in den Abgrund bugsiert.

Die Lebensverhältnisse hierzulande werden in Zukunft auf einem noch niedrigerem Niveau einpendeln als z.B. in Russland, wo die Männer mit 60 Jahren in Rente gehen, bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 58 Jahren. Die Arbeitsverhältnisse werden sich denen in China angleichen und diese sogar noch unterbieten müssen. Für viele Deutsche aus der ehemaligen Mittelschicht wird dies ein tiefer Fall werden. Der kapitalistischen Schocktherapie, die uns hier bald aufgedrückt werden wird, werden hierzulande Millionen zum Opfer fallen.

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Rudolf März
Rudolf März (maerkur) - 30.05.2012 16:14 Uhr

siehe Wahlkampf 1990

Lafontaine hatte damals den Bürgern erklärt, dass es riesiger Summen bedarf um die DDR zu sanieren/übernehmen. Kohl sprach von blühenden Landschaften und erklärte, dass die Wiedervereinigung praktisch nichts kostet.
Die Mehrheit will solche unangenehmen Themen einfach nicht hören, geschweige denn ernsthaft diskutieren. Geld fällt halt irgendwo runter und dass das auch seinen Preis haben wird, interessiert auch nur die wenigsten. Wunderbar zu beobachten an der Diskussion um die derzeitige Staatsschuldenkrise. Danke für diesen Artikel.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 16:48 Uhr
Wilhelm Arnold

Was sagt uns das?

Nicht mal Politiker, die die Wahrheit sagen sind immer wählbar. Man muss auch sehen, welche Schlüsse diese Leute aus der Wahrheit ziehen. Heute kann ich nur sagen, glücklicherweise ist uns ein Kanzler Lafontaine erspart geblieben.

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Erwin Stahlberg

Um nachzuschieben

Auf die Frage des "Stern" vom 7. Januar,
ob er die Monarchie für eine akzeptable Staatsform halte,
antwortete der deutsche Philosoph Peter Sloterdijk:

"Absolut.
Ich würde sagen, das ist die Staatsform,
die den modernen Europäern aufs Ganze gesehen am besten getan hat
– im Sinne der konstitutionellen Monarchie.

Bei der Monarchie wird die Darstellung des Staates
durch einen einzelnen Menschen in eine kontinuierliche Institution eingebunden.
Während man in den Republiken alle paar Jahre
dieses doch oft beschämende Ritual der Präsidentenwahl durchführt.
Auch hat man ständig die Befürchtung,
dass das Land keine geeigneten Persönlichkeiten für solche Aufgaben hervorbringt."


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Sascha Rieger

Viel zu kurz gedacht ...

..."Henk und Ingrid und all die Millionen von europäischen Rentnern, Frührentnern, Beamten oder sonstwie aus Steuermitteln finanzierten Umverteilungsgewinner" werden als Schuldige ausgemacht.

Nun ist der Grundgedanke richtig, dass es Umverteilungsgewinner gibt, die auch an der Krise mit schuld sind.

Aber sind das die genannten Rentner, Beamte etc.?

Wohl eher nicht!

Die Superreichen, die globalen Unternehmen - kurz, alles, was in Krisenzeiten nach Geld ruft, sich aber vornehm zurückhält, wenn es um die laufenden UND krisengeschaffenen Kosten der Gesellschaft geht - dies sind die Umverteilungsgewinner!

Ein Blick auf die sinkenden Renten, Beamtengehälter, Löhne usw. zusammen mit dem Blick auf die Vermögensverteilung (global und in Deutschland) und Politikerposten fördert sofort die Hauptschuldigen an Demokratieverfall, Dauerkrise und Staatspleite zu Tage!

Der Artikel ist m. E. ein Versuch, den Schwarzen Peter den Opfern der Krise zuzuschieben!

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otto sundt
otto sundt (drto) - 30.05.2012 15:40 Uhr

Weshalb gibt es in Deutschland ein kompliziertes Steuersystem?

Der Artikel gibt eine Antwort darauf und gleichzeitig auch die Antwort auf die Frage, warum dieses System nicht vereinfacht werden kann. eine Vereinfachung des Systems oder gar Steuersenkunkungen ist politisch nicht durchsetzbar, und das nicht nur wegen der Rentner, die höchstens an Wahltagen Schnittmengen mit politischen Parteien haben. In Deutschland, wie in Frankreich, ist man eher für höhere Steuern, weil man ganz feste daran glaubt das Väterchen Staat dann mehr zu verteilen hat. Rentner werden sich nie zu einem handelnden, höchstens maulenden, Kollektiv organisieren können und selbst in einem handelnden Kollektiv wird es nie eine Verteilung nach irgendeinem sozialromantischen Gleichheitsprinzip geben. In Dtl. gibt es viele Verteilungskoalitionen und unter ihnen und in ihnen gibt es keine gleiche Verteilung. Und das ist gut so. Piraten, attac und occupy sind maulende Kollektive die entweder im Sitzstreik, Nichtstun oder Krawall ihre Handlunsmaxime gefunden haben.

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Erwin Stahlberg

Alte Gedanken

„Die Parteien Europas verkommen in der Krise“,
heißt es oben
---------------------------------------------------------------------------------------

"Monarchie ist das einzige System, in dem die Macht zum Wohl aller ausgeübt wird."
Aristoteles

Arthur Schopenhauer über die Monarchie

Der große Wert,
ja die Grundlage des Königtums scheint mir darin zu liegen,
daß, weil Menschen Menschen bleiben,
einer so hoch gestellt,
ihm so viel Macht,
Reichtum,
Sicherheit und
absolute Unverletzlichkeit gegeben werden muß,
daß ihm für sich
nichts zu wünschen,
zu hoffen und
zu fürchten übrig bleibt,
wodurch der ihm wie jedem einwohnende Egoismus
gleichsam durch Neutralisation vernichtet wird
und er nun,
gleich als wäre er kein Mensch,
befähigt ist,
Gerechtigkeit zu üben und nicht mehr sein,
sondern das öffentliche Wohl im Auge zu haben.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 15:50 Uhr
Peter Ammelmeyer
Peter Ammelmeyer (pammel) - 30.05.2012 15:50 Uhr

+++

allerdings muss dann der monarch auch jung als held sterben, sonst gibt es gammelfleich von oben.

keine wirkliche alternative zur momentanen gerontrokratie - aber durchaus ein geistreiches Schoppenhauerzitat

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Closed via SSO

Die Ursache ist, damit verbunden,

dass der Zensor auch so seine kleinen Problemchen mit demokratischen Spielregeln hat. Denn wir haben kein Problem mit den Parteien sondern uns ist in der Gesellschaft die Demokratie und die Fairnis abhanden gekommen. Andersdenkende werden geschasst, nur in enger Bandbreite ist Kritik moeglich, dabei kann nur begreifen wie wichtig Redefreiheit ist, wer in der Diktatur gelebt hat. In einer Diktatur, die sich selbst beweihreucherte, die sich auch den Staat angeeignet hatte, wie eigenartig, sogar mit Wahlen verbunden.
Die Parteien machen nur, was Gruppen gesetzmaessig tun, sie perfektionieren sich, bis sie
in der heutigen konturlosen Form erstarren, Weiterentwicklung ist unmoeglich geworden, da sie dann nur in offener Diktatur moeglich waere, es liegt am Waehler, das zu begreifen und zu verhindern, Das es an der Form liegt und nicht an den Parteien sehen Sie am Modell der Schweiz, in der das doch zu behuetende, leider die wichtigen Dinge nicht begreifende Volk, sehr erfolgreich regiert

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Klaus Dieter

Systemfehler

Das Problem liegt im System selbst. Reichtum für alle funktioniert eben nur auf Pump. Realistisch wäre, Reichtum für enige. Doch dagegen gab es den real existierenden Sozialismus. Es ist eben kein Zufall, dass die Globalisierung nach dem Zusammenbruch des Sozialismus richtig Fahrt aufnahm. Vorher konnte man sein Land retten, indem man zu einem günsigen Zeitpunkt die "Seite" wechselte, wenn man strategisch wichtig war, reichte es schon, es nur anzudeuten. Schwupps gab es neues Geld aus Ost oder West. Griechenland war ja zeitweise fast schon Russland. Die mussten beglückt werden! Aber heute? Heute muss müsste man den Leuten erklären, tja selber Schuld, wenn Dein Papa kein Kapitalist ist. Das kommt aber gar nicht gut an, wo es doch immer um die Freiheit ging.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.05.2012 20:26 Uhr
Martin Hofmann-Apitius

Es gab mal ...

... den Versuch eines "dritten Weges": die soziale Marktwirtschaft.

Eigentlich eine tolle Kombination nur scheinbar gegensätzlicher Gedanken:
- Eigentum verpflichtet (kann man wohl am ehesten der katholische Soziallehre zuschreiben)
- jeder soll seine Fähigkeiten - so gut er oder sie es kann - nutzen dürfen, um sich zu verbessern (pursuit of happyness; ein liberaler Grundgedanke)
- die Mechanismen des Marktes stellen durchschnittlich mehr optimale Lösungen bereit, als ein dirigistisches System (wie die Planwirtschaft; --> Absage an alle sozialistischen Vorstellungen, Glück und Wachstum könnten verordnet werden)

Der größte Fehler, den alle Kanzler seit Helmut Schmidt gemacht haben, ist, dass sie nicht mehr definiert haben, was "soziale Marktwirtschaft" eigentlich bedeutet .... in Zeiten des Internets, der Globalisierung, der immer stärkeren Arbeitsteilung.

Heute gibt es keine einzige Partei mehr, die für die soziale Marktwirtschaft einsteht.

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