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Die Ukraine und die EU : Wir reden über Werte, ihr redet über Preise

  • -Aktualisiert am

Auf dem Kiewer Majdan kämpfen die Ukrainer unter Einsatz ihres Lebens für die europäische Sache. Und Europa schaut zu. Bild: AP

Die Ukrainer haben im Konflikt mit Putins Russland vom Westen mehr erwartet als tröstende Worte. Sie sind erzürnt über die Taubheit Europas. Können die Ukraine und Europa sich nicht mehr verständigen? Ein Gastbeitrag.

          Jetzt ist es ein Jahr her, dass wir in eine andere Wirklichkeit geraten sind. Das Wort „wir“ verwende ich hier im allerweitesten Sinne - wir, die Bewohner der Ukraine, ihre Bürger. Es geht mir nicht um politische Orientierung oder kulturell-sprachliche Präferenzen, daher verallgemeinere ich vorerst - alle Bürger der ganzen Ukraine. Uns eint jetzt etwas, das man im Westen, in der Zone von Komfort und Sicherheit inmitten des sogenannten Alten Europas, immer schlechter versteht: das Leiden. Ich entschuldige mich für dieses pathetische Wort. Aber es geht derzeit nicht ohne.

          Noch vor einem Jahr waren wir ganz woanders. Heute aber befinden wir uns in einem ausgewachsenen Konflikt, dessen Ende nicht absehbar ist, in einem hybriden Krieg mit Tausenden von Gefallenen, Verwundeten und Vermissten. Die Aufzählung könnte man in Richtung einer immer grausameren Detailtiefe erweitern, indem man zum Beispiel noch die Hingerichteten, Gefolterten, Verstümmelten nennt. Die sogenannten Donbasser „Volksrepubliken“ haben schon vor ein paar Monaten durch ihre „Parlamente“ die Todesstrafe eingeführt, sie erschießen und erhängen. Ein archaisch-vorzivilisatorisches Phänomen - Todesurteile auf dem Gebiet meines Landes?!

          Die Unumkehrbarkeit von Veränderung

          Aber das ist nur ein Aspekt, ein Segment der eigensinnigen Realität. Seltsam, aber wenn Sie mich jetzt fragen, ob ich (bei aller physischen Unmöglichkeit einer solchen Art der Wiederkehr) wollte, dass die Zeit zurückgedreht würde und wie eine verkehrt herum eingelegte Filmrolle rückwärts liefe, dass also wieder November 2013 wäre, dann antworte ich: nein.

          Das heißt also, dass ich die erreichte Freiheit trotz allem höher bewerte als die erlittenen Verluste und dass ich an die Unumkehrbarkeit der Veränderungen glaube, die an jenem Abend des 21. November 2013 begannen, als die ersten paar hundert Demonstranten auf dem Hauptplatz von Kiew zusammenkamen, um ihren Protest gegen das Scheitern der Eurointegration zum Ausdruck zu bringen. Ja, an jenem Abend waren sie nur ein paar hundert. Doch nur zehn Tage vergingen, und sie waren fast eine Million. Vom 1. Dezember an war auch ich dort, war einer von ihnen.

          Symbolgehalt von Azurblau und Gold

          Worum ging es uns, was wollten wir? Wovon wollen wir uns abwenden, womit brechen? Genau das trifft es - wir gehen weg, brechen mit der Vergangenheit. Juristisch haben wir das vor 23 Jahren getan, als wir aufhörten, ein Teil der Sowjetunion zu sein. Faktisch kämpfen wir immer noch um das Recht auf diesen Bruch, das Recht auf Austritt. Braucht es Erklärungen, wofür wir auf die Straße gingen? Für welches konkrete Europa eigentlich? Natürlich für unsere Zukunft, so pathetisch das auch klingen mag.

          Vor kurzem habe ich Fernsehbilder aus Spanien gesehen, wo die Bauern, erbost über die Handelssanktionen der EU gegen Russland, derentwegen sie Probleme hatten, ihre Produkte zu verkaufen - vielleicht Orangen -, als Zeichen des Protestes die EU-Fahne verbrannten. In genau solche Fahnen hüllten unsere Menschen auf dem Majdan die Ermordeten, bevor sie die Leichen in den Sarg legten.

          Ukraine-Krise : EU-Spitzen drohen mit Sanktionen gegen Russland

          Die Wurzel der Verständigungsprobleme

          Das beste Beispiel dafür, dass auf dieser Welt weiter Verständnislosigkeit herrscht: Die einen wollen auch nicht auf wenige Cent ihres Wohlstands verzichten und verbrennen wütend das Symbol des „Systems“, das beschlossen hat, diesen Wohlstand zu begrenzen. Die anderen sterben unter diesem Symbol einen alles andere als symbolischen Tod, denn der Wert der Fahne bemisst sich für sie weder in Cent noch in Euro. Diese Fahne ist überhaupt unbezahlbar, denn hier und jetzt, auf diesem Majdan, steht sie für nicht weniger als Menschenwürde. Mehr noch - für den Sinn des Daseins.

          Im Ukrainischen haben die Wörter „Wert“ und „Preis“ dieselbe Wurzel. Ein ukrainischer Publizist beschrieb die Dissonanz zwischen uns und unseren europäischen Zeitgenossen, indem er mit den beiden phonetisch nahen, aber von der Bedeutung her so unterschiedlichen Worten spielte. Das Unverständnis, so der Publizist, rühre daher, dass „die Europäer an Preise denken und wir an Werte“. Daher die Probleme, uns zu verstehen.

          Ein hoher Preis

          Wenn die spanischen Bauern die EU-Fahne verbrennen, dann geht es ihnen um Handelssanktionen und den Preisverfall bei Orangen. Wenn aber ein neunzehnjähriger ukrainischer Student unter den Kugeln von Scharfschützen im Kiewer Regierungsviertel umkommt und dabei ebenjene EU-Fahne mit den Händen umklammert, dann geht es ihm um Freiheit und Gerechtigkeit.

          Wenn der französische Präsident sagt, dass er nicht anders kann, als zumindest einen der Hubschrauberträger „Mistral“ nach Russland zu verkaufen, da der Vertragspreis über eine Milliarde Euro beträgt, dann geht es ihm genau darum: um den hohen Preis. Wenn aber Ukrainer, und zwar nicht die reichsten, in wenigen Tagen 20 000 oder auch 40 000 Euro für eine dringende Operation eines schwerverwundeten Soldaten spenden, dann wollen sie ein Menschenleben retten.

          Politisch korrekt und steril

          Wenn sich ein Bonze der österreichischen Handelskammer beschwert, dass das Einreiseverbot für Russen aus Putins Umgebung zu einem Gewinneinbruch bei den Juwelieren im Wiener Ersten Bezirk führen wird, dann geht es ihm eben um den Gewinneinbruch. Wenn sich zwei ukrainische Offiziere, von Terroristen umzingelt und schwer verwundet, mit einer Granate in die Luft sprengen, um der Folter zu entgehen und möglichst viele Feinde mit in den Tod zu nehmen, dann geht es um Menschenwürde.

          Diese Situationen lassen sich nicht vergleichen, mag man sagen. Wieso sie einander gegenüberstellen, wenn sie überhaupt nichts miteinander zu tun haben? Darauf antworte ich: Das stimmt. Es stimmt, dass wir nichts mehr miteinander zu tun haben. Es gibt kaum Berührungspunkte zwischen uns, der Ukraine, und Europa. Europa hat in seiner absolut erfolgreichen Entwicklung das Endziel erreicht, es ist vor allem zu einer Zone des Wohlstands, Komforts und der Sicherheit geworden, oversecured, overprotected, overregulated, ein Territorium aufgeblähter und irgendwie beigelegter Probleme und Konflikte, politisch korrekt und steril. In der Ukraine aber wird Blut vergossen, und das ist noch milde ausgedrückt, denn wenn ich anfinge, hier zur Veranschaulichung zu beschreiben, auf welche Art Blut vergossen werden muss, dann würden Sie erschrecken.

          Leute, die Putin verstehen

          Ich belasse es also dabei, zu sagen, dass die Ukraine in eine Zone von Tod und Grausamkeit geraten ist, eine Zone entsetzlicher, bitterer Prüfungen. Das geschah nicht aus freiem Willen, sie wurde gewaltsam dorthin getrieben, durch eine militärische Macht. Angesichts dieser Erschütterungen verschließt Europa sich. Wenn ich sage: „Bei uns herrscht Krieg“, verbessern mich meine deutschen Freunde geduldig wie Erwachsene ein Kind: „Ihr durchlebt eine Krise.“ Obwohl es in Wirklichkeit nicht unsere Krise ist, sondern die Krise Russlands, seiner halbirren imperialen Ambitionen, die sich zum Glück in unserer Welt nicht mehr vollständig verwirklichen lassen. Daher rührt ja auch seine Krise. Und wenn ich sage, dass der russische Präsident unser Feind ist, dann versichern sie noch geduldiger: „Er ist Partner.“

          Aus meinen unzähligen Gesprächen im Westen, in Europa, geht hervor, dass man uns nicht nur nicht versteht, sondern, schlimmer noch: dass man gar nicht versucht, uns zu verstehen. Stattdessen treffe ich viel zu häufig Leute, die Putin verstehen. Es bleibt eine schmerzhafte Frage, warum dem friedlichen, politisch korrekten Europa der Aggressor näher und daher verständlicher erscheint als das Opfer seiner Aggression.

          Die Schaukelpolitik der EU

          Ich habe einen bösen Verdacht: Die EU fürchtet die Ukraine. Die EU hat es auch ohne die Ukraine nicht leicht, und jetzt auch noch dieser failed state mit seinem schlechten Karma. Früher kannte man ihn ausschließlich als Vaterland von Tschernobyl und Nutten. Jetzt kommen Tod, Krieg, Flüchtlinge, Leiden, Folter und die abgeschossene malaysische Boeing dazu (egal, dass es eben gerade keine Ukrainer waren, die sie abgeschossen haben), auch andere unangenehme Signale wie Nationalismus, Faschismus und Rechtsradikale. So ein Land hält man besser in sicherer Entfernung, sagen sich die Europäer. Nicht alle, aber leider in hohem Maße jene, die direkten Einfluss auf die Entscheidungsfindung in der europäischen Politik haben.

          Ich habe eine eigene „Verschwörungstheorie“, die man wahrscheinlich nicht ganz ernst nehmen sollte, die ich aber einfach nicht für mich behalten kann. Schon nach der Orangefarbenen Revolution 2004 habe ich erstmals darüber nachgedacht. Die Intensität der ukrainisch-europäischen Beziehungen war während der Präsidentschaften Viktor Juschtschenkos und Viktor Janukowitschs äußerst unterschiedlich, aber anders, als man glauben könnte. Juschtschenko (teils vielleicht sogar berechtigt) löste bei der EU dezidiert kühle Reaktionen aus, obwohl doch überall davon geredet wurde, endlich gebe es in der Ukraine einen guten, europäischen Politiker. Als aber der brutale und ungebildete Wahlfälscher (das war ja allgemein bekannt) Janukowitsch an die Macht kam, erwärmte sich die EU auf beeindruckende Weise und begann, ihn auf jede nur erdenkliche Art in den eigenen Orbit einzuladen. Aus den offiziellen Erklärungen der EU-Kommissare und anderer Bosse ergab sich, dass die Ukraine ihre „Hausaufgaben“ wunderbar erledige und sich mit mächtigen Schritten den europäischen Standards annähere. Ich begann zu glauben, dass genau so die Schaukelpolitik aussieht, die wohl auf ewig unsere Bestimmung ist: Wenn in der Ukraine ein pro-westlicher Politiker an der Macht ist, dann muss man die Ukraine auf Abstand halten, ist es aber ein prorussischer, dann ihre Annäherung betreiben. Wichtig jedoch, dass wir weder im einen noch im anderen Fall dass Recht auf Vollmitgliedschaft bekommen.

          „Riga, Vilnius, Warschau, Bukarest“

          Tatsächlich aber funktionieren geopolitische Pläne und Spielchen in der Ukraine nicht - dafür sorgen die Ukrainer selbst. Das ist noch ein Beispiel, wie man uns im Westen missversteht: der Blick auf die Ukraine als eine Art Truppendurchmarschplatz mal in östliche, mal in westliche Richtung. „Die Amerikaner, an allem sind die Amerikaner schuld“, sagen meine europäischen Bekannten. Sie sind es, die euch die Köpfe verdrehen und euren Majdan bezahlen. Und das einzig und allein, um Russland zu schwächen.

          Erstens, antworte ich, ist es wirklich lebenswichtig, Russland zu schwächen. Das Land ist euphorisch, es ist gefährlich. Sein Präsident deutet vielleicht im Spaß, vielleicht im Ernst einen Blitzkrieg in Osteuropa an. Wenn er maliziös lächelnd „Riga, Vilnius, Warschau, Bukarest“ sagt, dann habe ich den Eindruck, dass die Vereinigten Staaten von Amerika der einzige Grund sind, warum er seine Armeen noch nicht hingeschickt hat.

          Verzweifelt und einsam

          Außerdem, widerspreche ich weiter, gehen wir nicht deshalb auf den Majdan, weil uns die Amerikaner dafür bezahlen, sondern weil es unser Wille ist. Das ukrainische Wort Wille, „volja“, ist gleichzeitig ein Synonym für Freiheit. Die übrigens sowohl für Europa als auch für Amerika einen der grundlegenden Werte darstellt. Das, was Etienne Balibar mit dem schönen französischen Wort égaliberté bezeichnet: Freiheit in Gleichheit. Dafür haben sich die Ukrainer erhoben. Für diesen Wert sind wir bereit, unvergleichlich mehr zu bezahlen, als irgendein Amerika finanzieren könnte. Es hat sich gezeigt, dass wir sogar mit unserem Leben zu bezahlen bereit sind.

          Die Ukrainer gehen auf den Majdan und ändern die Tagesordnung, sie schreiben sie neu, anders, und hebeln dabei alle Geopolitik aus. Amerika kann nicht schnell genug reagieren, die EU erklärt orientierungslos zum tausendsten Mal ihre „tiefe Besorgnis“, und Russland fällt brutal bei uns ein. Da haben Sie Ihre Geopolitik. Uns bleibt nur, uns zu verteidigen: verzweifelt und, um ehrlich zu sein, einsam. Gebe Gott, dass diese Einsamkeit nicht, wie im Roman, hundert Jahre dauert. So lange halten wir nicht durch.

          „Haben Sie gewusst...?“

          Obwohl die Einsamkeit (lies: Autarkie) an sich nichts Schlechtes ist. Es ist wunderbar, neutral zu sein und sich niemandem anzuschließen, vor allem nicht der Nato! Wunderbar, wenn man die Schweiz, Slowenien oder die Slowakei als Nachbarn hat. Wenn zum Beispiel Norwegen der Nachbar der Ukraine wäre, dann wäre die Boeing 777 von Malaysia Airlines glücklich in Kuala Lumpur angekommen. Wer könnte das bezweifeln? Aber leider unterscheidet sich unser großer Nachbar ganz wesentlich von Norwegen.

          Aus Kindertagen erinnere ich mich an die Zeitungsrubrik für Neugierige „Haben Sie gewusst ...?“. Haben Sie gewusst, dass die Zahl der Ukrainer, die einen Nato-Beitritt befürworten, im vergangenen halben Jahr nach den einen Umfragen um das Dreifache, nach anderen um das Vierfache gestiegen ist? Dass also noch vor einem Jahr der Prozentsatz der Ukrainer - damals noch mit der Krim -, die für die Nato waren, zehn bis vierzehn Prozent betrug, heute aber 52?

          Tragödien und Leiden wird es nicht mehr geben

          Und das nicht, weil die Ukrainer auf einmal verrückt geworden sind und Krieg oder Aggression wollen. Im Gegenteil: weil sie den Frieden wollen, sofortigen, unverzüglichen Frieden, weil sie wollen, dass die Aggression des großen Nachbarn gegen ihr Land so schnell wie möglich aufhört. Und das Besondere an diesem Nachbarn ist, dass soft power bei ihm nicht wirkt. Er reagiert nur auf hard power. Natürlich ist das archaisch, weswegen er am Ende verlieren wird, aber das passiert irgendwann später, heute aber werden jeden Tag auf Befehl und nach Plan dieses Nachbarn Bürger meines Landes ermordet, seine Verteidiger. Jeden Tag und jede Nacht, können Sie sich das vorstellen? Es ist ein endloses Balancieren zwischen Leben und Tod.

          Auf einer Podiumsdiskussion hat eine deutsche Schriftstellerin kürzlich erklärt, den europäischen Literaturen blieben heute nur zwei große Themen: Alzheimer und Krebs. Alles andere sei quasi überwunden, Komfort und Sicherheit sind grenzenlos, Tragödien und Leiden wird es nicht mehr geben.

          Die Helden künftiger Romane

          Dem kann und sollte man widersprechen, aber ich finde allein die Tatsache signifikant, dass ein solcher Gedanke in Europa formuliert wird, somit die Innenperspektive zeigt. Also enthält er wenigstens ein Körnchen einer Wahrheit, die uns Ukrainern völlig fremd ist.

          Während ich diese Zeilen schreibe, will mir einfach nicht einfallen, wie die Gegner der Euroskeptiker heißen. Wer erinnert sich, wie diejenigen hießen, die „für Europa“ waren? Es scheint, als seien in Europa, beziehungsweise in der EU, bloß Euroskeptiker übrig geblieben. Und die einzigen wirklichen Euro-Optimisten (endlich ist mir das Wort wieder eingefallen - Euro-Optimisten!) haben ungefähr vor einem Jahr ihre Alltagswirklichkeit verlassen und sind auf die Plätze der ukrainischen Städte gezogen, um ihren - wenn wir es nüchtern betrachten - hoffnungslosen Protest zu beginnen. Dieser Protest hatte im Grunde keine Chance. Wie und warum er schließlich doch gesiegt hat, ist eine Frage für Autoren künftiger Romane. Eine sehr wesentliche Anmerkung: Diese Romane müssen genial sein. Aber es geht mir nicht um Romane und nicht um ihre Autoren. Eher um die Helden, von denen die meisten der Welt gar nicht bekannt sind.

          Nicht nur die eigene égaliberté

          Viel zu viele von ihnen sind schon nicht mehr unter den Lebenden. So sehr ich auch wünschte, dass dieser Satz eine Übertreibung wäre - er ist es nicht, leider. Wir können diese Menschen nicht zurückholen. Andere sind für immer ohne Augen, Hände oder Beine geblieben oder haben auf andere Weise ihre Gesundheit eingebüßt, ihre Kräfte, ihre Jugend. Man kann und muss sie unterstützen - nicht nur mit Prothesen, sondern mit Aufmerksamkeit, Mitgefühl und Liebe. Aber nie mehr werden sie so aufrecht und jung sein wie in dem Moment, als sie auf die Barrikaden gingen - unter der europäischen Flagge.

          Behalten Sie uns alle in Erinnerung. Wir waren einsam und haben nicht nur unsere eigene égaliberté verteidigt, sondern auch eure. Verzeihen Sie - ganz ungewollt sind wir zu Ihren Gewissensbissen geworden.

          Leicht gekürzte Fassung der Rede, die der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowytsch, geboren 1960 in Stanislaw, zur Eröffnung der Internationalen Buchmesse in Wien gehalten hat. Aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr.

          Quelle: F.A.Z.

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