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Julian Assange Der Gefangene des Zwischenreichs

 ·  Was ist im Fall Assange eigentlich der Fall? Seine Person? Seine Taten in Schweden? Oder verweist das Drama auf die größere, verdrängte Schuld derer, die den Irakkrieg begonnen haben?

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (25)

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Günther Frey
Günther Frey (Fr12) - 10.09.2012 13:52 Uhr

Ein Lob mit Einschränkung

Der Autor leistet einen großen Beitrag zum Verständnis des "Dramas" das auch streckenweise wie ein Stück von Kafka anmutet. Auch die untergegangene UDSSR hatte Lager, den schrecklichen Gulag. Sollen wir die USA auch als failed state bezeichnen wie dies Noam Chomsky, übrigens in einem hervorragenden Buch, bereits vor Jahren schon getan hatte. Endzeitstimmung zumindest für die hegemoniale Periode der Vereinigten Staaten von Amerika, auch wenn Brezinisky einen neuen Plot entwirft, indem er empfiehlt mit Hilfe Russlands Chinas Aufstieg abzuwehren ???! Der Artikel wäre als exzellent zu bezeichen wäre da nicht der letzte Satz. Wer soll vor ein oredentliches Gericht? Assange, bevor in die Staatsanwaltschaft befragt hat? Brad Maninng, weswegen, weil er kriminelle Taten aufgedeckte hatte? Nein, zunächst einmal - Freiheit für ihn, damit er sich ordentlich mit Anwälten und der Öffentlichkeit verständigen kann! Die anderen genannten und bitte auch die Hintermänner, vor den intern. Gerichtshof!!!

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Heinz-Dieter Zilch

Der Gefangene des Zwischenreichs

Gerade der letzte Abschnitt dieses überzeugenden Artikels weist auf noch einmal zwischen den Zeilen auf die seit dem2. Weltkrieg in Politik und Medien herrschende Doppelmoral bei der Bewertung von Gut und Böse hin. Gut war in der Kommentierung gerade auch in einem wichtigen Teil der Medien der Westen, Böse der kommunistische Teil der Welt. Wir wissen um die Rolle der SU, auch bei der unterdrückung der Satellitenstaaten, aber die Aktionen der USA,oft genug gegen die Charta der Menschenrechte gerichtet, wurde kaum kritisch gewürdigt bzw. bagatellisiert. Man nahm in der Kommentierung hin,dass die USA die eine Wange von S.Hussein küßte, freute sich als wenig später die andere Wange geohrfeigt wurde.
Die Personen, die in Den Haag vor Gericht erscheinen mußten, taten dies gezwungenermaßen - natürlich zu Recht - aber weil es die Situation in ihren Ländern zu ließ. Bei den von dem Autor genannten Personen gilt das leider nicht. Die USA also der mächtigste Staat mit 2 Gesichtern. Gefährlich?

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Hans Stiegler

Schlechte Recherche

Die Darstellungen über die Ereignisse in Schweden sind falsch.
Assange wusste bereits in Schweden, dass er von der Staatsanwaltschaft befragt werden soll und es gab auch einen Termin, den sein Anwalt bestätigt hat.
Daraufhin ist er geflohen.
Und nicht umgekehrt, wie es hier dargestellt wird.

Auch die Aussage darüber, dass die schwedische Staatsanwaltschaft wochenlang keine Anklage erhebt, ist eine Irreführung.
Assange wurde am 30.8. von der Polizei (!) verhört und nicht von der Staatsanwaltschaft. Denn die schwedische Staatsanwaltschaft kann ohne Befragung von Assange keine Anklage erheben.

Warum bei dem Fall Assange zwanghaft versucht wird einen "Über-Fall" zu machen, hat sicher viele Gründe.
Jedoch wird diesen Gründen durch die bisherige Untätigkeit der USA, im angeblichen Fall Assange, die logische Basis entzogen.

Der Fall lautet:
Assange ist geflohen und will sich seit Jahren der schwedischen Justiz entziehen.

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Dirk  Lehmann

DANKE - eine journalistische Perle im Meer des westlichen Propagandamülls

Dieser Artikel kann gar nicht hoch genug gelobt werden, denn:
Die Medienlandschaft ist ja weitgehend gleichgeschaltet, wer heutzutage die Medienberichte verfolgt, kann nur noch verzweifeln.

DAbei hat die Methode, mit der die USA die rein eigennützig-wirtschaftliche Einmischung in die Angelegenheiten anderer Völker betreiben, immer wieder das gleiche Schema: Korrupte Politische Spitzen werden als Kooperationspartner befestigt oder gar installiert, Menschenrechte gelten da nie etwas. Erst, wenn diese Diktatoren oder höchst korrupten Staatenlenker nicht mehr auf Linie zu halten sind, oder diese gegen Freiheitsbewegungen ihre MAcht verlieren könnten, werden entweder plötzlich die Menschenrechtsverletzungen entdeckt oder die Freiheitsbewegungen als angebliche Terroristen präsentiert, gegen welche man militärisch vorgehen muss.

Die Tonkin-Affäre ist dabei das übliche Standard-Muster., kehrt immer wieder, egal ob als Sadams angebliche Urangeschäfte in Niger, oder andere wilde Behauptungen..

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Albrecht Pohlmann

Dank an Herrn Minkmar und Faz.Net für diesen Beitrag!

Da kann ich mich vielen vorherigen Kommentatoren nur anschließen. Allerdings muß man solche Beiträge in den etablierten Medien unseres Landes mit der Lupe suchen. Im Allgemeinen wird das Bild eines schrägen Typen gezeichnet, der in kurzer Zeit zwei Frauen "vernaschte", ev. unter Umständen, die in Schweden strafwürdig sind - eines Typen, der sich mal nicht so haben soll, schließlich ist Schweden ein Rechtsstaat, wenn die Vorwürfe unberechtigt sind, kann er sich doch stellen und wird in kurzer Zeit ein freier Mann sein. Damit verknüpft wird das Bild eines Egozentrikers, der immer wieder Wirbel um seine Person braucht.
Nun mag an all dem etwas sein. Aber es berührt nicht das Grundproblem. Das hat der vorliegende Beitrag sehr klar gemacht. Die USA werden Assange ihre vermeintliche Demütigung nicht verzeihen. Sie werden ihn jagen, wo immer er sein wird. Im Moment warten sie das "Schweden-Spiel" ab, und was nach einer möglichen Auslieferung mit ihm geschähe: irgendwann würden sie zugreifen.

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Johannes Achter

Zur Causa Bradley Manning - @ Artikel-Autor Nils Minkmar

Nils Minkmar: "(...) Gegen seinen eingekerkerten mutmaßlichen Informanten Bradley Manning ist bis heute kein Verfahren eröffnet worden (...)"

Bradley Manning ist längst offiziell angeklagt und das Strafverfahren gegen ihn nimmt seit 2010 seinen Lauf!

Sowohl nach der deutschen als auch englischen Wikipedia

- ist Manning seit Juni 2010 angeklagt
- fand Dezember 2011 ein Article 32 Hearing statt
- wurde ihm am 23.03.2012 offiziell die Anklage verlesen
- fanden im März 2012 Motion Hearings statt
- ist der Beginn der Hauptverhandlung derzeit auf den 04.02.2013 terminiert.

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Günter Busse

Danke für diese gute journalistische Arbeit.

Artikel mit dieser Qualität sind selten geworden.
.
Die Forderung von Desmond Tutu, Bush und Blair vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu stellen, ist mehr als berechtigt.
Sie belogen die ganze Welt bewusst und geplant mit den angeblichen Massenvernichtungsmitteln des Irak.
Eine bewußte Lüge, um der Weltöffentlichkeit den Angriff auf den Irak zu "verkaufen".
Bis heute gibt es für diese Lügen keine Entschuldigungen der Regierungen der USA und Grossbritanniens.
Bush und Blair sind verantwortlich für die Zerstörung des Irak, für tausende von ermordeten Irakern und Millionen von Flüchtlingen. Ja, sie sollten dringend vor Gericht gestellt werden.
(Frau Merkel könnte als Zeugin geladen werden, denn sie unterstützte damals die Lügen über die erfundenen Massenvernichtungsmittel, damals lt. Merkel eine "reale Gefahr".)

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.09.2012 22:49 Uhr
Matthias Katte
Matthias Katte (Hovac) - 08.09.2012 22:49 Uhr

Wo soll das hinführen?

Es ist ja nun bekannt, dass von Deutschen gewonnene Aufklärungsdaten über die syrische Armee weitergegeben werden. Wenn man sich die Größenordnung der Fernmelde/Aufklärungstruppen in der Bundeswehr ansieht, erkennt man schnell welchen hohen Stellenwert diese einnehmen. Wir mischen ohne Kriegserklärung, Parlamentsbeschluß und UN-Mandat mit, das sollte für eine Den Haag Reise von De Maiziere und Merkel mehr als reichen.

Mit Fischer, Scharping etc. fangen wir lieber gar nicht an.
Ernst genommen müßten da viele Politiker der jüngeren Vergangenheit hin. Bush allerdings nicht, denn die USA erkennen das Gericht in Den Haag gar nicht an.

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Kay Peters
Kay Peters (Kaypeters) - 08.09.2012 18:16 Uhr

Vielen Dank!

Der beste Artikel zumThema, den ich bis jetzt lesen konnte!

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Edda Kuhlmann

Ach so, im Feuilleton

Schoen, das mal wieder ueber den Irakkrieg hergezogen und alles, was dahin gefuehrt aber vom Autor nicht wahrgenommen werden moechte, stillschweigend unter den Tisch gekehrt werden kann. Geschichte wird einfach umgeschrieben. Assange wird zum Maertyrer, Bush, naja, das wissen wir ja, und auch Frau Plame braucht es mit der Wahrheit nicht so ernst zu nehmen. Assange's Enthuellungen haben mehr Leid als Nutzen gebracht, jede Taene um ihn ist eine zuviel.

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Christian Bickel

Die Neuaufführung eines alten Stückes

Als ich den Artikel las, dacht ich an Johannes Hus (1369 – 1415): Die Geschichte von einem, der auszog, der Obrigkeit Schwierigkeiten zu machen. In der heutigen Aufführung: Assange (und „Assangiten“) in der Rolle des Helden, das Konzils von Konstanz liegt heute in Schweden, und in der Rolle der hl. röm. Kirche brilliert die US-Regierung. Sogar der technische Fortschritt (damals Buchdruck, heute Internet – gut, die Rolle wurde etwas nachgebessert) ist heute als Statist wieder mit dabei.
Es ist relativ egal, ob es ihnen gelingen wird, Assange auf dem politischen Scheiterhaufen zu verbrennen; denn wenn das Skript beibehalten wird, kommt bei Zeiten ein Nachfolger, und er wird Verbündete haben – damals hat es 100 Jahre gedauter – ich geh davon aus, dass das diesmal etwas kürzer sein wird.
Egal wie das Stück ausgeht, eines ist sicher: Assange, Menning und Wikileaks haben Geschichte geschrieben. Und das kann die Obrigkeit nicht mehr verhindern.

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Johann Schulz-Gebeltzig

Assange....... Man kann es nicht mehr hören!

Die Auslieferung hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Irakkrieg zu tun. Oder den "schuldigen". Insbesondere, da die derzeit Regierenden in den Staaten ein großes Interesse an der vermuteten Wahrheit hätten - Obama würde in Jubelstürme ausbrechen, wenn weitere Belastung der republikanischen Vorgänger offenkundig wird!

Alleine: Hier geht es nicht um den Irak. Hier geht es um einen Mann, der auf jede erdenkliche Weise seinen Weg gehen will. Der sich selbst präsentieren wollte. Ja, Wikileaks hat manches aufgedeckt - aber die Intention war nicht frei, sondern Sklave der Egozentrik des Herrn Assange. Warum Putin und andere ihn toll finden? Weil Assange fast ausschließlich gegen die USA agitierte. Manches mag stimmen, die Intention aber vernichtet in meinen Augen die Möglichkeit der Unterstützung.

Nun will Assange als Opfer dastehen, alleine um ein Verfahren in Schweden verhindern. Fordert undemokratische Versprechen der Politik, Einmischung in die Justiz. Er hat Angst um sich.

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Rolf-Dirk Maehler

Ein Artikel der versucht vieles richtig zu bewerten

Ich vermisse nur zwei Dinge die für mehr Klarheit sorgen könnten:
- Zum Einen ist für mich und viele andere jemand solange als unschuldig anzusehen, bis ihm zweifelsfrei eine Schuld nachgewiesen werden kann. Aber schon die schwedischen Vorwürfe sind eher unter merkwürdig einzustufen.
- Daß die USA seit vielen Jahren schwere Kriegsverbrechen gegen Ausländer begehen und auch Gesetze so hinbiegen, daß sie sogar gegen ihre eigenen Bürger angewendet werden können, ist keine Neuigkeit. Die Stellung der US-Militärs haben mit einem demokratischen System nichts zu tun, eher schon mit einer Militärdiktatur. Die Arroganz, mit der man immer wieder versucht andere Ländern amerikanisches "Heil" zu bringen, ist höflich ausgedrückt, befremdlich. Und ich zumindest kann einen Herrn Assange verstehen, wenn er sich nicht in die Hände von Leuten und Staaten begeben will, wo Recht nachweislich manipuliert wird.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.09.2012 12:35 Uhr
Hans Stiegler

Unschuldsvermutung

Für Assange gilt die Unschuldsvermutung, solange ihm nicht zweifelsfrei eine Schuld nachgewiesen werden kann.
Gleichzeitig sprechen Sie aber die USA für schuldig.
Die Unschuldsvermutung wird von Ihnen sehr flexibel gehandhabt.

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Judith Kilian
Judith Kilian (Kilju) - 08.09.2012 16:35 Uhr

Danke

Für diese gelungene zusammenstellung!

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ulrich wessinger

Danke für diesen Artikel!

Respekt! Ich verneige mich. Endlich sagt jemand die Wahrheit. Aber die Geschichte ist mit den Verbrechen im Irak leider noch nicht zu Ende, das war nur eine Zwischenstation. Die jüngste Episode diesas langdauernden Feldzuges ist Syrien. Hier finanziert und unterstützt die US Regierung einen Terror-Krieg, der Tausenden das Leben kostet, finanziert und unterstützt radikalislamistische Kämpfer, zu denen auch die Al Quaida gehören.
Auch das muss endlich laut und deutlich in deutschen Medien gesagt werden.

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eduard kramer
eduard kramer (illampu) - 08.09.2012 16:29 Uhr

Noch

erschreckender und bezeichnender ist am Fall Assange, wie wenig sich die USA in den fast 4 Jahren nach Bush und unter Obama geändert haben. Weiterhin wird mit derselben Allmacht hantiert und agiert. Sollte uns vor Augen führen, dass in unseren "Demokratien" nicht irrelevanter ist, als Kandidaten die zur Wahl stehen und als Präsident oder Kanzler gewählt werden.

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Bernd Winkler

Journalistisches Juwel

Mal wieder ein journalistisch hervorragend recherchierter und geschriebener Artikel der FAZ Feuilleton Redaktion. Kafkaesk mutet das alles an, wabernd, nicht greifbar und doch so schrecklich für alle, die glauben gut und böse sei leicht zuordenbar. Das war es nie und wird es nie werden.Verschwörung als vereinfachendes Denkmodell einer zunehmend komplexeren, unerklärbareren Welt. Nicht alles, was der "schreckliche" Putin sagt ist falsch, aber nicht alles was der "gute" Obama sagt ist richtig. Klar ist, als kritischer Bürger darf man keiner Ideologie nachhängen. Jede Tat eines Menschen muss im Einzelfall betrachtet werden. Man wird feststellen: der andere ist wie ich selbst. Es gibt "gut" und 'böse" in mir und im anderen. Bin ich Gefangener der Ideologie, so bin ich im Zweifelsfall beim "Bösen" darin mitgefangen. Assange ist wahrscheinlich auch wie viele von uns: Idealist, Spinner, Kämpfer und Lustmolch, verschmolzen in einer Person. Der Fall Assange sind wir vielleicht alle ein bischen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.09.2012 16:30 Uhr
Peter Gorski

Herr Winkler

Hier möchte ich schlicht und einfach mal vollumfassend zustimmen!

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Benjamin Cordes
Benjamin Cordes (blc123) - 08.09.2012 15:25 Uhr

Wie immer

Herr Minkmar, jetzt machen Sie sich doch genau dem schuldig, was Sie Assange vorwerfen. Die Vermischung von Persönlichem und der Sache. Was die erste Hälfte des Artikels mit der zweiten zu tun? Wieso ist die Presse nicht fähig aufzuklären, zu informieren, neutrale Positionen einzunehmen und ausführlich zu berichten. Wikileaks ist eine Erneuerung der Aufgaben der Presse. Die Frage ist nicht ob Wikileaks Journalismus ist, sondern was der Journalismus von Wikileaks lernen sollte. Die Posse in der deutschen Presse zum Thema Julian Assange ist ausreichend um jeden aufgeklärten Geist klarzumachen, das die Zukunft anders aussieht.

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Wilhelm Surmann

Verrückt

Ein guter Artikel. Abgesehen davon, dass der Text klug und elegant geschrieben ist, ist er auf eine bizarre Art informativ: Er erinnert an Informationen, die wir bereits haben, aber täglich tiefer vergraben.

Er macht außerdem deutlich, dass die Prioritäten verrückt sind. Im doppelten Sinne.

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Peter Gorski

was mich am meisten wundert:

!. Wie kann sich ein Mann, in so exponierter Stellung wie Assange, durch sein Sexualverhalten während eine Politveranstaltung in Schweden so angreifbar machen lassen?

2. Ist so ein diplomatisch grenzwertiger Fall denkbar, nur wegen eines mutmasslichen und minderschweren Sexualdeliktes?

Ich will mich nicht an Spekulationen und Verschwörungstheorien beteiligen,
die Fakten sind schon verwirrend genug
aber ich bleibe aufmerksam am Thema dran und bin sehr gespannt, wie sich das noch alles entwickeln wird!

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Jonathan Ullwer

Soweit, so unbefriedigend

Man muss Herrn Minkmar fuer seine Suche nach dem urspruenglichen Fall Assange danken, denn sie scheint merkwuerdig einzigartig in unserer Medienlandschaft.
Und doch bleibt man verdammt unbefriedigt zurueck, denn was war nun die wahre Motivation fuer das Bush-Regime, einen voelkerrechtswidrigen Einmarsch vom Zaun zu brechen?
Kann die FAZ das nicht mal eingehend ergruenden, Verschwoerungstheorien und Tatsachen von einander trennen und dem geneigten Leser aufbereiten?
In meinem Kopf schwirren einige angebliche Gruende fuer den Krieg gegen den Irak herum, von denen einige wahr sein koennten, andere aber sehr abenteuerlich klingen.
.
Dass Bush jr. und seine Kriegsverbrechertruppe ungestraft zehntausende Tote, Verletzte und Opfer von Vergewaltigung, Vertreibung und Folter zu verantworten haben und gleichzeitig unter dem Deckmantel des unendlichen Antiterrorkampfs weltweit eine in Demokratien ungeahnte Beschneidung von Freiheit und Menschenrechten ausloesten, darf niemals vergessen werden!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.09.2012 17:05 Uhr
Bernd Winkler

@Jonathan Ullwer - Versuch einer Erklärung auf Ihre Frage

Es gibt eine Geschichte,wie sie anscheinend der ehemalige Präsident Chirac erzählt. Es war wohl diese Geschichte, die einstens Frankreich und Deutschland bewog, die USA nicht im Krieg gegen Irak zu unterstützen. Laut Chirac habe sich George Bush als Vollender einer biblischen Prophezeiung gesehen. Chirac sagte wohl: der glaubt das wirklich. Vielleicht ist ja der Krieg gegen Irak mit seinen vielen Toten tatsächlich einer "Fehlschaltung" diverser Hirnwindungen im Kopf des damaligen Präsidenten mit zu verdanken. Vielleicht haben Cheney et al. die "weiche Birne" von George Bush genutzt, um ihre ganz persönliche Agenda zu befördern. Das Weltbild des Menschen ist nur ein Konstrukt seines Hirns. Die Welt sieht eben nicht für alle gleich aus. Wir, als überwiegend ideologieferne Menschen, haben doch nur eine sehr begrenzte Vorstellung über die zerstörerische Kraft derselben. Ideologen wissen das und halten uns deshalb,wohl zu Recht,für schwach. Zu profan? erschreckend? zu simpel? Tut mir leid!

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Jahrgang 1966, verantwortlicher Redakteur für das Feuilleton.

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