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Donnerstag, 20. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Hans-Werner Sinn Renoviert das Bad, und werdet mündige Bürger!

 ·  Hans-Werner Sinn ist der bekannteste deutsche Ökonom. Wir baten ihn, darzustellen, welche Gefahren drohen, welche Chancen bestehen und wie man sich verhalten könnte. Es wurde ein Exkurs weit über die Ökonomie hinaus zu Fragen der Geschichte, der Moral und simpler Mathematik.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (151)

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Lüko Willms
Lüko Willms (l.willms) - 15.06.2012 00:43 Uhr

Wirklich der bekannteste? Auf jeden Fall der dümmste

Ich hab ihn in einer TV-Talkshow erlebt, wo er einem Zimmermädchen aus einem Hotel ins Gesicht gesagt hatte, deren Arbeit würde eben überhaupt nicht mehr gemacht, wenn sie für ihre Arbeit -- Hotelzimmer für die Gäste reinigen und vorbereiten -- einen ordentlichen Lohn bekommen wolle.

Ich möchte mal erleben, die der Professor Unsinn sich in ein völlig verdrecktes Hotelzimmer einquartieren läßt und sein Bett selber macht.

Der Mann ist doch eine Lachnummer.

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Franz Müller
Franz Müller (Franzy) - 14.06.2012 17:45 Uhr

Medien wachen auf

Was mich an der beunruhigenden Entwicklung im Rahmen der Eurokrise ein wenig beruhigt ist der Umstand, dass die Medien langsam aufzuwachen scheinen. Immer häufiger liest man regierungskritische Artikel, immer häufiger lässt man Eurogegner zu Wort kommen (Handelsblatt, FAZ etc.). Vielleicht geschieht das nur deshalb, weil jetzt sogar die Blätter langsam ihre Pfründe und Vermögenswerte davonschwimmen sehen.

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Andreas Beier

Entweder versteht HWS die Zusammenhänge nicht, oder

er versucht diese bewusst falsch darzustellen:

TARGET2-Salden zeigen an, dass der Interbankenmarkt "klemmt", weil ein in Euroland einheitliches Wertpapier des entsprechenden Volumens fehlt.

Als HWS auf die Distrikt-Banken der FED der USA verwies, erwähnte er zwar, dass dort marktgängige Papiere zum Ausgleich verwendet werden, nicht aber dass dies US-Staatsanleihen sind, welchen die Eurobonds entsprechen würden.
Fordert HWS also Eurobonds, oder versteht er nicht, wovon er redet?

Die Rettungsschirme EFSF/ESM stellen nun genau solch ein eurolandweit handelbares Wertpapier dar, aber gegen genau jene Wertpapiere ist er wiederum.

TARGET2-Salden entstehen wie folgt:

1. existierendes Sparguthaben fließt von Staat A nach Staat B
2. Diesen gegenüber stehende Wertpapiere landen im TARGET2
3. In Staat B finden sich keine Käufer jener Wertpapiere.

Man kann TARGET2-Salden also nur auf zwei Wege verhindern:

1. Kapitalverkehrskontrollen
2. Ein eurolandweit handelbares Wertpapier.

Was will HWS?

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Horst Ziegler

Aktive versus Passiva

Herr Sinn sieht die Risiken an den Märkten immer von der Finanzseite her (Monetärer Kreislauf). Gut. Ich dagegen schaue mir die Märkte immer von von der Vermögensseite her an(bonitärer Kreislauf).

Fakt ist: Bei einem Zusammenbruch des Finanzmarktes bleibt die Realgüterwirtschaft (Art und Anzal der Betriebe in Deutschland) zunächst unbetroffen. Die Faktorkomibination (Mensch - Maschine - Grund & Boden) steht auch nach dem Tag Null an den Gütermärkten weiterhin in Betriebsbetreitschaft.

Es geht also bei einem Desaster darum, dass der Staat erneut eine Startliquidität zur Verfügung stellt, um den Güterkreislauf und damit auch den Finanzkreislauf zu starten. Das geht bei Staatspleiten (vgl. mit Argentinien) recht schnell.

Deshalb bleibe ich gelassen und verfalle auch nicht in die Hysterie viele Anleger und Foristen, die glauben, wenn die Südstaaten illiquide werden, würde die Welt untergehen.

Wir würden auch nach dem Tag Null weiterhin morgens die Brötchen holen!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.06.2012 16:42 Uhr
Ronald Erker
Ronald Erker (LarsR97) - 14.06.2012 16:42 Uhr

Und die Passiva bei der Bundesbank?

Die Target2-Salden der Bundesbank gegen die EZB betragen z.Zt. rund 700 Mrd. €. Wenn die Euro-Zone auseinanderbricht sind diese Forderung gegen das Eurosystem uneinbringlich und per Definition “gelöscht”. Und was glauben Sie wohl, wie die Gegenbuchung auf der Passivseite erfolgen wird, um den Bankrott der Bundesbank zu verhindern? Klingelts jetzt? Denn ohne Spargroschen gibts auch keine Brötchen mehr! Und glaube ja keiner dieser Zeitpunkt ist noch weit entfernt. Wer sich heute Morgen die von der spanische Zentralbank veröffentlichen Daten zum Financing im Eurosystem anschaut, sieht das die Nettoforderungen des Eurosystems (in Gestalt der spanischen Zentralbank) gegenüber den spanischen Banken im Mai 2012 geradezu explodiert sind und damit alles, was bisher in der Eurozone an Stress im Bankensystem gesehen wurde, in den Schatten stellen. An Ihrer Stelle würde ich mir die Brötchen für Montag schon am Wochenende kaufen!

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Georg Rasputin

Geld ist irreal und real zugleich.?

Man isst kein Geld, aber Geld stopft viele hungrige Münder. Man könnte alles bauen was wir wollen nur mit einer Geldpresse die mittlerweile sogar selbst virtuell ist. Ist alles was wir gebaut haben, sogar der Weltbevölkerungswachstum auf Irreales gewachsen? Wieviele Generationen sind auf Pump entstanden? Beim Thema Griechenland wird mir dabei ganz übel, die Eltern noch mit Traumspeudo- Jobs ausgestattet, hinterlassen den Kindern (Humankapital, die neuen Schuld-Eigentümer) nun eine Irreale Schuldenblase.. die sie jetzt abtragen müssen.
Irreales erschafft reales und zerstört reales. Wird langsam zeit das Irreales in einer Realen Welt abgeschaft wird. In diesem Sinn, renoviert euer Bad, denn noch ist Geld real.

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henning strothjohann

Der Euro und Europa ist fertig, die Rettungsaktionen undemokratisch bis dorthinaus und die

Politiker sagenhaft dilettantisch und verantwortungslos. Dem geplanten ESM sitzen 9 Aufsichtsräte vor (wer eigentlich?), die allein über künftige Rettungen ohne Rücksprache mit dem Parlament entscheiden sollen und - jetzt kommts! - sie genießen dabei absolute immerwährende Immunität!!
Ich persönlich habe mich seit 2001 mit der Einführung des € auf diese Katastrophe eingerichtet und habe immer brav Goldmünzen gekauft, 2008 meine LV verkauft und alle Schulden getilgt, dann noch einen Wald zum heizen, einen Acker, eine PV u. Solaranlage sodann auf Empfehlung des BuMinist für Landwirtschaft und Ernährung (schaut mal auf deren Seite!) einen Lebensmittelvorrat für 2 Monate angelegt. Diesel zum Autofahren sollte man ebenfalls vorrätig haben.
Jetzt verschönere ich mein Haus und Garten und erneuer tatsächlich mein Badezimmer.

Aber ganz kann man sich diesem Staat nicht entziehen. Er wird natürlich später kommen und Zwangshypotheken eintragen. Alles schon dagewesen

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.06.2012 23:38 Uhr
henning strothjohann

mit 1 ha acker und 3 ha wald ist man völlig autark!

die können uns dann gar nicht sonderlich schröpfen, wenn sie es werden.

Wichtig ist es, Schulden abzubauen und Gold zu besitzen. Wer kann , sollte etwas Acker und Wald dazufügen.

Unsere Politiker fahren den Wagen garantiert gegen die Wand, denn auch sie bekommen Geld nur solange das System "läuft". Auch bei diesem Pack sollte man solche niedrigste Beweggründe voraussetzen, es sei denn, sie sind völlig inkompetent.

Ich selbst neige eher zu Inkompetenz. Haben wir solche Idioten verdient? Die machen alles kaputt und denken dabei nur an die Macht. Das ist alles so etwas von pervers.

Leute schützt euch - der Staat und seine Politiker wollen nur an unser Vermögen. Demokratie heißt ja auch nichts anderes als die Herrschaft der Unvermögendend über die Vermögendend (Egon Fridell, Kulturgeschichte der Griechen).

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Franz Müller
Franz Müller (Franzy) - 14.06.2012 17:39 Uhr

@H. Strothjohann: Volle Zustimmung

Die Sache mit der Zwangshypothek - das ist der Grund, warum ich mich zur Zeit scheue, eine (kleine) Immobilie zuzulegen, denn mitgegangen, mitgehangen. Alle in meiner Umgebung stürzen sich wie bekloppt auf Immobilien, nur ich nicht. Und ich weiß nun wirklich nicht mehr, ob ich töricht oder weise handle. Man kann der Regierung nicht mehr trauen. Sie schützen nicht das deutsche Volk, sondern wenn sie es für nötig befinden, verkaufen die uns an Europa mit Sack und Pack.

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Rüdiger Kalupner

'Evolutionsblindheit' à la Honecker bei Prof. Sinn u.a Kommentatoren ....

Wir stehen mit der Steuerungssystem- und Staatsbankrottkrise des EURO-Raums am machtpolitischen Ende einer kulturellen Evolutionsstufe - die des kapitalstock-maximieWachstumszwang-Regimes - und wir verfügen über die evolutionsprozess- und chaosphysikalischen Erkenntnisse/ Theoriegrundlagen, diese Krise als Übergangskrise in die nächste Kulturepoche/-Ordnung erkennbar macht, aber man ignoriert diesen Realität und den Wissensstand dazu.

Diese Ignoranten sind mit Erich Honecker gleichzustellen, der die Perestroika-Signale aus der ihm übergeordneten Machtzentrale meinte ignorieren zu können. Die Evolutionsprozess-Logik und -Macht ist die uns übergeordnete Machtzentrale.

Wer den kybernetischen, steuerungssystemischen, d.h. den wissenschafltichen Erkenntnisstand über dieses 'obwaltend Leitende' (Goethe) ignoriert, sollte sich über das Schicksal von Erich Honecker und des SED-Regimes informieren. Das tut aber offensichtlich weder Herr Sinn noch dessen Kommentatoren. Anders Angela Merkel !

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Georg Rasputin

Es macht alles kein Sinn, zu Predigen, sie wissen nicht was sie tun

solang das Proleteriat mit Schnizel und Bier versorgt wird, wird nix passieren.
Die Ägypter haben die Leute viel mehr ausgebeutet und "keiner" hat gemeckert die Pyramiden wurde gebaut. Wir können noch mit viel weniger auskommen bevor das Proletariat was unternimmt. Die Gründe sind in den menschlichen Trieben zu finden die dem Proletariat "unmenschliches" Durchhalte vermögen beschert.

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Peter Hinz
Peter Hinz (redouble) - 14.06.2012 11:40 Uhr

Konsequenzen

Man kann sich bei der Target2-Problematik leicht ausrechnen, welche Konsequenzen drohen. Die Exportnation Deutschland wird sich dauerhaft auf herbe Rückgänge einstellen müssen. Nutznießer der Ausweitung der Target2-Salden war eindeutig die deutsche Industrie.

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Angela Ansbacher

Herr Sinn kann kein Gehoer finden

Die Bauherrn Europas sehen in dieser Krise die historische Chance. Nationalstaatliches Denken darf es in diesem Haus Europa nicht mehr geben. Aus "mein" und "dein" soll "unser" werden. Was kuenftig zaehlt, ist nur noch die grosse Familie Europa, die das gemeinsam Erwirtschaftete teilt. Die Dimension dieser historischen Stunde begreift "das gemeine Volk", das ausschliesslich nationale Interessen verfolgt, natuerlich nicht. Darum muessen aus Sicht der Bauherrn erstmal weitere Fakten geschaffen werden, damit der Gewoehnungsprozess anlaufen kann. Ein Umdenken. Das Unternehmen Europa wird umstrukturiert und "gefestigt". Insofern kommt den Schoepfern des "Europa der Zukunft" diese Krise entgegen. Was auch erklaert, warum national denkende Oekonomen kein Gehoer finden. Es darf kein Zurueck geben auf dem Weg in den "friedlichen" vereinigten Vielvoelkerstaat Europa. Ob zwangsverheiratete Voelker friedlich zusammenleben koennen, diese stoerende Frage stellen sich die Planer erstmal nicht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 15.06.2012 09:58 Uhr
Rudi Meergans

Koinzidenz im Gegensätzlichen

Frau Ansbachers Metaanalyse deckt sich auf verblüffende Weise mit dem, was mir
schon seit Jahren durch den Kopf geht.
Das Schicksal (wenn mans so nennen will) der Völker verläuft nicht geradlinig
geplant, sondern sozusagen in Schlangenlinien und schwer zu bestimmende Umstände
entscheiden, in welcher Kurve der Mantel der Geschichte dann hängen bleibt.
Die "Rationale", die Ansbacher anzeigt, würde den Ökonomischen Widersinn
des €-Dilemmas erklärbar machen und die beteiligten politfunktionäre nicht als
Vollidioten dastehen lassen.
Etwas wirtschaftlich unsinniges kann durchaus in höherem Sinne richtig sein.
Selbst als "Landesverrat" oder "Volksverrat" verschrienes Handeln KANN sich,
wenn die Stürme vorbei und die Opfer gebracht sind, als segensreich erweisen.
MFG meergans

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Peter Müller
Peter Müller (mupe09) - 14.06.2012 10:25 Uhr

Bleiben wir bei diesem Beispiel

der Handwerker, der unserer Bad renoviert hat, kann locker mit 60 in Rente gehen, vorausgesetzt seine jüngeren Berufskollegen müssen n u r ihm die Rente finanzieren. Und was folgt daraus? Gehen wir alle einer vernünftigen Arbeit nach und sind wir auch das Geld Wert?
und können wir auch vernünftige und gute Arbeit nachfragen?

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Markus Teuber

Und wissen Sie noch,Herr Meier

wer die Griechen in die TEuro-Zone aufgenommen hat ?
.
Waren dies auch die Banken,Goldman-Sachs,die Fonds & Co ?
.
Nein - das waren jene Politiker,die meinten ,daß ein TEuropa ohne die einstige "Wiege der Demokratie" (übrigens war dies damals gar nicht "Griechenland",sondern nur Athen ! In Sparta etwa herrschte nahezu immer ein Königshaus,"auf dem Land" griechische Fürstenhäuser) nicht zu begründen sei.
.
Und wissen Sie noch,daß die Politiker und Gremien in der EU SEHR WOHL wußten,daß die griechische Bilanzen gefälscht -von wem auch immer-waren ?
:
Wo war denn damals der Herr Habermas ?
.
Und ist Herr Habermas nicht einer der stringentesten Befürworter eines TEuropa ohne Nationalstaaten,aber natürlich unter linker Flagge segelnd ?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.06.2012 11:26 Uhr
Hans Meier

Habermas hat die Bundesregierung niemals finanzpolitisch beraten

Habermas ist doch kein Ökonom und hat die Bundesregierung niemals finanzpolitisch beraten.
Er hat auch nicht geholfen, 2008 die große Bankenrettung abzuwickeln.
Und auch nicht den EURO eingeführt.
.
Und "die Politiker", die Sie meinen, hab ich auch nicht gewählt. Im Gegensatz zur übrigen Meute, die hier ihre blinde Wut ausläßt.

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Roland Magiera

Besser und sinnvoller als ein neues Bad ist ein eigener Schrebergarten

Denn einerseits nützt mir das neue Bad wenig, wenn ich die Miete oder Raten nicht mehr bezahlen kann, weil die Bundesregierung Deutschlands Zukunft in Griechenland und Spanien verortet und finanziert und andererseits agiert die Politik wieder einmal so "geschickt", dass sie aus einer mittleren Krise eine monumentale macht.

So ein Schrebergarten von ~300m² kann einer vierköpfigen Familie, bei geschickter Wahl der Anbausorten, mehrere Monate das Überleben sichern (Äpfel, Kartoffeln, Gurken). Und je mehr die deutschen Politiker voll dümmlicher Selbstlosigkeit unser Volksvermögen verretten, desto größer die Abhängigkeit vom eigenen Schrebergarten!

Die Politiker regieren (wenn man das noch so nennen darf) wie kleine Leute, nach dem Prinzip Hoffnung. Die Fachkompetenz der Entscheidungsträger ist überhäufig unterirdisch wie die eine Abgeordnete unzweifelhaft bewies, als sie nicht sicher wusste, ob es beim ESM um 2 Mrd., 20 Mrd., oder 200 Mrd. geht. Ich fürchte, das war kein dummer Kalauer.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.06.2012 13:23 Uhr
Sebastian Friedrich

Ganz ohne Sorge

ob man das Angebaute noch vor dem hungerndem Mob verteidigen kann?
Aber ansonsten eine gute Idee!

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Jörg Bergmann

Also dann. investieren wir in Infrastruktur!

Also dann. Investieren wir in Infrastruktur! Tangible Assets. Für das, was wir nicht verstehen, machen wir einen Schuldenschnitt.

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Wolfgang Rettig

Was wäre also den eigenen Kindern zu raten? Gewiss nicht das, was Herr Prof. Dr. empfiehlt

Was wäre also den eigenen Kindern zu raten?
Die Antwort von Herrn Sinn auf die wichtige Frage lautet:
„Gewiss nicht, das Land zu verlassen. Das Kapital der Welt kommt nach Deutschland und in die Schweiz, weil wir noch ein vernünftiges Rechtssystem haben, weil wir eine industrielle Basis haben, weil wir ein hervorragendes Berufsausbildungssystem haben für die jungen Leute, das die Straßenkriminalität und Unruhen klein hält.“

Was die Kinder deutscher Abstammung erwartet, die ständig hier bleiben, ist:
- Rente finanzieren für Südländer (Frankreich: ab 60) und die eigene Elterngeneration,
- eigener Renteneintritt jenseits der 70 auf Sozialhilfeniveau,
- Finanzierung der Alschulden anderer Länder,
- Rotation im Hamsterrad bis zu Herzinfarkt und Burn Out,
- erdrückt werden von Abgabenschraube und Bevormundungsstaat,
- Sündenbock-Dasein als Deutscher in Deutschland.

Das Land müssen die Kinder ja nicht dauerhaft verlassen, es reicht, wenn sie sich selbst flexibel der Ausbeutung entziehen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.06.2012 12:15 Uhr
Itzhak Levinski
Itzhak Levinski (mohel) - 14.06.2012 12:15 Uhr

"Was die Kinder deutscher Abstammung erwartet, die ständig hier bleiben, ist:"

Nur Kinder deutscher Abstammung, nicht andere, die auch ständig hier bleiben? Warum?!

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Christine Gahr

So ist es leider...

Sie entwerfen ein trauriges, allerdings leider wohl zutreffendes Szenario !

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Juergen Inhof
Juergen Inhof (jinhof) - 14.06.2012 06:40 Uhr

5.x % downunder

minus etwa die haelfte, bleiben noch circa 2.5% Netto Rendite, wenn ihr als Australien Touristen besteuert werded.
Wechselkursrisiko ist inklusive, aber wer weiss ob's den EURO zukuenftig in welcher Art gibt?
Aussie$ ist ziemlich stabil, wir sitzen auf resources: Iron Ore, Gold, LNG (Fluessig Gas - bald Antrieb in EU Autos), Uran u.v.m.
Ich lebe hier, es geht so: Herkommen, Konto eroeffnen (Pass und Unterkunftsadresse reicht) und Sonne geniessen. Entweder cash einzahlen, oder wenn ihr wieder zurueck im Chaos seit, bequem von zuhause aus aufs Australische konto ueberweisen. Uebrigens: In Perth (WA) koennt ihr bei der Mint Gold "over the counter" kaufen, niemand wird registriert, keine Behoerde weiss was - sehr nett! (gibt's nicht so oft auf unserem Planeten!)

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.06.2012 11:41 Uhr
Michael Krämer

Edelmetalle

kann man auch in Deutschland frei und anonym kaufen und in bar bezahlen. Bis zu 15.000€ täglich. Nur der Verkauf geht nicht anonym. Das liegt an den Bestimmungen zur Geldwäsche, die ganz sicher auch Australien anwendet.
Nur sollte man sich keinen Illusionen hingeben, auch Edelmetalle sind in einer Krise nur soviel wert, wie irgendwo produziert wird. Anders ausgedrückt, auch ihr Kurs wird einbrechen. Nur mit dem Unterschied, daß Geld ziemlich schnell auf null sein kann und Edelmetalle noch einen Restwert behalten werden. Dieser Restwert wird bei weitem nicht der heutigen Kaufkraft entsprechen.

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fridolin hinterhuber

Toll!

Lieber Herr Inhof,was Sie uns so süffig schildern,klingt so wie gewisse Berichte in Illustrierten oder im Privatfernsehen.Können Sie uns auch verraten,woher Sie das Geld nehmen,mit dem Sie in Australien ein Konto eröffnen,so locker vom Hocker mal Gold kaufen und die "Sonne genießen"?

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Rolf Joachim Siegen

Sinn laesst sich willig vor den Karren der Hasser des Euros spannen

Als muendiger Buerger erkennt man die groben Vereinfachungen, wie solche ueber den Sparkommissar (vgl. den Absatz 'Es gilt die Formel: „Zeit kaufen“, Absatz 3) Sinn lehnt diesen mit der Begruendung ab, 'keinen Hass auf uns zu ziehen. Als handle es sich bei der Waehrungsunion um einen Wettbewerb um Beliebtheit. Stattdessen empfiehlt Sinn die Begrenzung der oeffentlichen Kredite. Man braucht kein Oekonom zu sein, um solchen Rat als Scharlatanerie zu erkennen. Im Falle des Scheiterns des Euros gaebe es nichts mehr zu begrenzen, da dann ganze Volkswirtschaften kollabieren.
Kurzum: Aergerlich ist die notorische Besserwisserei der selbsternannten Fachleute. Wo blieb Sinn's Stimme, als es noch Zeit war, die Dinge zum Besseren zu wenden?

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Wolfgang Richter

"Nur eine Zukunft in Europa?"

Warum soll "Deutschland nur eine Zukunft in Europa" finden können?
Natürlich soll Deutschland friedlich und freundschaftlich mit seinen Nachbarn zusammenleben und Handel treiben. Das sehen alle ernstzunehmenden politischen Kräfte so.
Aber muß es sich deshalb auflösen und selbst die unwürdigsten Schuldenkönige daueralimentieren, wie es Joschka Fischer will?
Erst solche Forderungen und Bestrebungen bringen politische Instabilität.

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Jesse Rose

Handelt mündig: Hebt Euer Geld ab

Jeder Euro, den Ihr von Eurem Konto holt, kann nicht mehr in der Südeuropäischen Insolvenzmasse untergehen. Wenn nur 3% der Deutschen ihr (Giral-)Geld abheben ist der Spuk endlich vorbei.
Ich habe vergangene Woche alle mein Geld abgehoben und in verschiedenen Fremdwährunat das nichts zu tungen auf 3 Bankschließfächer verteilt. Dort ist es immer noch „auf der Bank“, aber sicher vor den „Rettern“. Die Bank zögerte anfangs, aber noch bekommt man sein Geld ausgezahlt. Warum ich das schreibe: Wenn wir den Spuk beenden, wird es 10-mal billiger als wenn die Club Med-Länder tun, siehe die identische Einschätzung von Prof. Sinn.

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R. Clemens
R. Clemens (ZyNik) - 13.06.2012 23:15 Uhr

Sinn als Ökonom top, aber...

... als Ratgeber nicht Visionär genug.
Oder glaubt er wirklich, dass es mit ein paar Kindern mehr, höherer Immigration und mit noch mehr sparen getan ist? Vor allem, da unser Erspartes zukünftig durch weitere Steuererhöhungen und Inflation sukzessiv aufgezehrt wird? Glaubt er wirklich, dass unsere Kinder in Deutschland bleiben wenn Einkommenswettbewerb mit anderen (aufstrebenden) Nationen herrscht? Ich nicht!
Mein Optimismus schwindet Tag für Tag wenn ich an unsere (zukünftigen) politischen "Führungskräfte" denke. Durch Europa geht wieder ein Linksruck. Die sog. Heilsversprecher kommen und führen uns noch weiter nach unten. Die Umverteilung beginnt wieder. Nur nicht von den Reichen, die haben ihr Geld schon in Sicherheit gebracht. Der Mittelstand muss wieder bluten, denn er kann (will) sich am wenigsten wehren. Ich hoffe aber weiterhin, dass
eine vernünftige Lösung gefunden wird...,
...denn was Anderes bleibt uns auch jetzt nicht mehr übrig!

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Closed via SSO
Hasan Eker (eksom) - 13.06.2012 23:13 Uhr

Was für ein akademischer und langweiliger Schwachsinn!

Herr Sinn müsste doch wissen, dass in der neoklassischen und die keynesianischen Theorie die Meinungen der beiden entgegengesetzten Lager sich nur in einem einzigen Punkt als Deckungsgleich erwiesen haben:
"Je gleichmäßiger das Einkommen einer Volkswirtschaft verteilt wird, desto höher ist der Konsum!" Das ist leider seit 20 Jahren weder in Deutschland, noch in Griechenland der Fall.
Spanien und Italien auch nicht! Amerika und England schon lange nicht mehr!

Also ist die logische Konsequenz daraus, je weniger Menschen immer mehr haben, und immer mehr Menschen immer weniger haben, ist das gesamte System zum scheitern verurteilt! Wenn die einen über ihre Exportüberschüsse zu viel sparen, müssen die anderen über ihre Importüberschüsse genau soviel mehr ausgeben. Bis Gleichgewicht herrscht!

Wenn Deutschland nicht sehr schnell und bald an ihren egoistischen und einseitig ausgelegtem System des Wirtschaftens nichts ändert, ist ein Kollaps des Gesamtsystem EU nicht mehr zu vermeiden!

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Jahrgang 1962, stellvertretender Leiter des Feuilleton.

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