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Geistiges Eigentum Verleger fordern Schutz im Internet

Führende Verlage haben in Hamburg eine Resolution gegen den geistigen Diebstahl im Internet vorgelegt, in der sie fordern, eine gesetzliche Grundlage für ein Leistungsschutzrecht der Verlage zu schaffen.

© ddp Vergrößern Was ist im Web das Wort wert?

Führende Verlage haben in Hamburg eine Resolution gegen den geistigen Diebstahl im Internet vorgelegt, in der sie fordern, eine gesetzliche Grundlage für ein Leistungsschutzrecht der Verlage zu schaffen. „Im Internet darf es keine rechtsfreien Zonen geben“, Gesetzgeber und Regierungen auf nationaler und internationaler Ebene müssten „die geistige Wertschöpfung von Urhebern und Werkmittlern besser schützen“.

Die „ungenehmigte Nutzung fremden geistigen Eigentums muss verboten bleiben“, heißt es in der Erklärung. Sie ist unterzeichnet vom Bauer- und vom Ganske-Verlag, Gruner + Jahr, dem Spiegel-, dem Springer- und dem „Zeit“-Verlag, die Deutsche Presse-Agentur teilt mit, sie unterstütze den Aufruf. Die Allianz Deutscher Produzenten hat eine ähnlich lautende Resolution verabschiedet.

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Das Internet, heißt es in der Erklärung der Verlage weiter, sei für den Journalismus eine große Chance, dies aber nur, „wenn die wirtschaftliche Basis auch in den digitalen Vertriebskanälen gesichert“ bleibe, das sei derzeit nicht der Fall. „Zahlreiche Anbieter verwenden die Arbeit von Autoren, Verlagen und Sendern, ohne dafür zu bezahlen.“ Das bedrohe auf die Dauer „die Erstellung von Qualitätsinhalten und von unabhängigem Journalismus“.

Nur mit Geschlossenheit könnten die Verlage etwas erreichen, sagte der Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner am Montag bei der Vorstellung des Papiers auf dem 3. Hamburger Mediendialog. „Gerade weil wir keine Subventionen wollen, benötigen wir Unterstützung beim Schutz des geistigen Eigentums.“

Die Resolution im Wortlaut

Das Internet ist für den Journalismus eine große Chance. Aber nur, wenn die wirtschaftliche Basis auch in den digitalen Vertriebskanälen gesichert bleibt. Das ist derzeit nicht der Fall.

Zahlreiche Anbieter verwenden die Arbeit von Autoren, Verlagen und Sendern, ohne dafür zu bezahlen. Das bedroht auf die Dauer die Erstellung von Qualitäts-Inhalten und von unabhängigem Journalismus.

Wir treten deswegen entschieden dafür ein, den Schutz geistigen Eigentums im Internet weiter zu verbessern.

Freier Zugang zu Webseiten bedeutet nicht zwingend kostenlosen Zugang. Wir widersprechen all jenen, die behaupten, dass Informationsfreiheit erst hergestellt sei, wenn alles kostenlos zu haben ist. Der freie Zugang zu unseren Angeboten soll erhalten bleiben, zum Verschenken unseres Eigentums ohne vorherige Zustimmung möchten wir jedoch nicht gezwungen werden.

Wir begrüßen deshalb die wachsende Entschlossenheit von Bundesregierung, Landesregierungen und den im Bundestag vertretenen Parteien, die Rechte von Urhebern und Werkmittlern weiter an die Bedingungen des Internets anzupassen.

Im Internet darf es keine rechtsfreien Zonen geben. Gesetzgeber und Regierung auf nationaler wie internationaler Ebene sollten die geistige Wertschöpfung von Urhebern und Werkmittlern besser schützen. Ungenehmigte Nutzung fremden geistigen Eigentums muss verboten bleiben.

Am Ende muss auch im World Wide Web gelten: Keine Demokratie gedeiht ohne unabhängigen Journalismus. Kein Wissen entsteht ohne faire Beteiligung an seinem wirtschaftlichen Ertrag.

Hamburg, 8. Juni 2009

Axel Springer AG
Bauer Media Group
Ganske Verlagsgruppen GmbH
Gruner + Jahr AG & Co KG
Spiegel Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co KG
Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG

Quelle: miha. / F.A.Z.

 
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