28.12.2012 · Gefährdet die Feindiagnostik mein Baby? Lässt der Verzehr von Fischöl sein Gehirn schön groß werden? Und wenn es erst einmal auf der Welt ist: Babybjörn oder Tragetuch? Helft mir!
Von Malte WeldingRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Das Universum entfaltet sich wie es soll...!
Courage, werter Malte. Courage.
Niemand laesst sie haengen.
Ich stehe bei ihnen. Voller Verstaendnis und Encouragement. (Obs hilft
weiss ich nicht, aber...)
Darf ich erwehnen dass Babies in die Welt kommen, manchmal sogar ohne
Hilfe ihrer Eltern. Sie kommen und sind dann da.
The Miracle of life.
Noch mehr ueberraschend ist dass diese kleinen Wesen -- so wie Sie und
ich mal waren -- sich ganz schnell in Menschen verwandeln.
Es braucht etwas Zeit, aber manche werden Gute, Schoene, Boese,
Lustige und Sonstige.
Viele schaffen es sogar, obwohl sie nicht ihre Eltern waehlen konnten
-- ein angeblich aergerlicher Aspekt des Lebens.
Letzt fragt mich Jemand ob ich mich selbst als meine Eltern gewaehlt
haette?. Ich war sprachlos. Und gruebel immer noch an einerAntwort.
Also: Courage werter Malte Welding.
Courage.
Alles wird schon OK sein.
Give Babyjoern a hug and kiss for me when he arrives.
What if it's a she? Babyjoerna?
Pax vobiscum
(Wirklich so geschehen)
Während des Medizinstudiums (in den 80er JAhren, heutzutage
wäre so eine flapsige aber zutreffende Formulierung politisch nicht
korrekt) in der Vorlesung für KInderheilkunde Stellungnahme eines
wirklich brillianten Neonatologen zum Stillen:
"Meine Damen und Herrn, es geht nichts über Muttermilch!
- völlig kostenlos
- führt zu starker Mutter-Kind-Beziehung
- Immer optimales Verhältnis von Eiweiß, Fett und Kohlehydraten
- Immer ein guter Immunschutz durch die enthaltenen Antikörper
- fast immer keimfrei
- Stets verfügbar
- Stets optimal temperiert
- Und, meine Damen und Herren: VERDAMMT GUT VERPACKT !!"
In diesem Sinne....
mein tipp:
ich würde mich für einen einzigen ratgeber entscheiden (bei
mir war das der klassiker "die hebammensprechstunde", etwas
reaktionär aber taugt) und ansonsten die hebamme fragen.
ich würde aufhören, die foren zu lesen sondern stattdessen
versuchen, mich anhand wissenschaftlicher ergebnisse zu informieren.
denn informieren muss man sich, dank der "wettbewerb belebt das
geschäft"-doktrin, die in unserer gesellschaft vorgegeben ist
und de facto dazu führt, dass man den vielen anbietern und dem
eigenen arzt nicht mehr trauen kann. und dann entscheiden und
entscheidung durchziehen.
solche fragen
rufen oft eine flut von meinungen und aussagen hervor, die einem auch
nicht weiterhelfen. beim thema kinder werden auch die tolerantesten
leute zu meinungsfetischisten erster güte. jeder meint, es absolut
richtig gemacht zu haben (ich übrigens auch).
ärzte helfen in der regel auch nicht weiter, denn deren
empfehlungen sind sehr nah dran an dem, was der pharmaindustrie bzw. den
krankenhäusern geld bringt (von kaiserschnitt und folsäure
über eisen und magnesium bis hin zur vitamin d- und vitamin
k-thematik nach der geburt - sowie nach einigen monaten die
impf-debatte.
1. Wie ein Vorredner richtigerweise bemerkte, ist die Geburt auch heute
noch ein Vorgang, bei dem es um Leben und Tod geht. Deshalb sollte ein
Krankenhaus mit angeschlossener Neonatologie erste Wahl sein.
2. Solange das Baby sein Köpfchen noch nicht alleine halten kann,
ist die liegende Position die beste. Babybjörn, Tragetücher
und sonstigen grün-alternativen Unfug sollten Sie sofort vergessen!
Dort, wo die Babys in Tragetüchern getragen werden, arbeiten die
Mütter zumeist in gebückter Haltung auf dem Feld.
Gebückte Haltung der Mutter = Liegeposition für das Kind im Tragetuch.
3. Geben Sie Ihrem Kind v.a. Liebe und Geborgenheit! Wenn es schreit,
nehmen Sie es hoch und trösten Sie es!
4. Was jeder weiß: Stillen ist das Beste, was Sie ihrem Kind
angedeihen lassen können. Flaschenmilch nur dann, wenn das Kind die
Brust verweigert oder die Mutter nicht genug Milch hat.
Alles andere ergibt sich von allein.
Alles Gute für Sie, die werdende Mutter und v.a. für das Kind!
Ein wunderbar satirischer Artikel, ich habe mich köstlich amüsiert....
leider werden viele Leser das für bare Münze halten...
tip:
Wer als Elternteil so (Eltern-)lebensunfähig ist und sich so
äusseren Zwängen ausliefert, anstatt sich einfach auf den
Nachwuchs zu freuen, ohne der aufstrebenden perinatalen Industrie (dazu
gehören auch viele, fragwürdige bis an der Grenze zur
Kriminalität befindliche, sektenartig betriebene
"Geburtshäuser" ) Lebenszeit, Geld und vor allem Nerven
zu opfern, sollte ich am besten zurückentwickeln in seine eigene
Embryowoche vor der 12. SSW, damit die Eltern nachträglich die
Chance haben, ihn/sie doch nicht die Welt verunsichern zu lassen... ;-)
sehr richtig, Frau Sandbichler!
Eine Kollegin aus einer Uniklinik berichetete vor einigen Jahren von
einer Serie von 3 beinahe-Ertrunkenen Neugeborenen innerhalb von 2 Monaten.
In der betreffenden mittleren Großstadt war von "alternativen
Hebammen" ein "Geburtshaus" aufgemacht worden und dort
wurde allen Ernstes die Geburt unter Wasser als Heilslehre propagiert.
Und wenn es mal nicht gut ging, holte man - natürlich zu spät,
um Gehirnschäden zu verhindern - dann einfach den Notarzt...
Ich sehe auch gelegentlich Frauen, die aus eher ideologischen
Gründen keine Periduralanästhesie haben möchten - wenn
dann eine Wehe auf die andere folgt und das Risiko für die PDA
damit wegen Unruhe auf das 10-20fache gestiegen ist, entscheiden sie
sich dann zumeist anders.... zum Haareraufen.
Was ist daran schlimm, normal zu gebären, aber innerhalb einer
sicheren Krankenhaus-Infrastruktur und eben nur ohne Schmerzen?
Lassen die sich beim Zahnarzt auch ohne Lokalanästhesie behandeln?
Thema Geburtshaus
Es ist keine beliebte Meinung: Aber ich finde die Entscheidung fürs
Geburtshaus auch eine sehr riskante. Ich bin nicht sicher, ob alle
wissen, was ihnen da von der Hebamme empfohlen wird.
Natürlich schöpft man in seinem Urteil immer aus der eigenen
Erfahrung und bei ganz vielen wird die sehr gut gewesen sein. Seltener
wird allerdings erwähnt, wie viele Krankenhaus-Kaiserschnitte
eigentlich „verlegte Geburtshaus-Geburten“ waren...
Und auch dafür könnte es manchmal zu spät sein. Mein
erster Sohn hatte nach einer Bilderbuch-Schwangerschaft ein unentdecktes
Untergewicht. Die normale Geburt hätte er nie überstanden. Er
ist normal entwickelt, weil er innerhalb weniger Minuten per
Notkaiserschnitt geholt wurde. Ob und wie es ihn heute geben würde,
hätte ich transportiert werden müssen – diese
Vorstellung treibt mir noch heute die Tränen in die Augen.
Ins Geburtshaus zu gehen, heißt, der Natur eher ihren Lauf zu
lassen. Und die kann gnadenlos sein. Das sollte man sich bewusst machen.
Tragen - Ich habe die Kleinen so oft wie möglich auf dem Arm
gehabt, also so halb auf der Schulter. Bringt einem diverse böse
Blicke von älteren Frauen. Aber die kucken, wie schon Martenstein
festgestellt hat, sowieso böse auf Männer mit Kindern.
Schlafen - Es gibt Beistellbettchen. Die werden ans elterliche Bett
angekoppelt. Zur Not auch zwei.
Ratgeber - Praktisch ausnahmslos wegwerfen. Fragen Sie, Herr Welding,
der Hebamme, die Sie die ersten Wochen begleitet, Löcher in den
Bauch.
Kleiner Trost: Beim zweiten Kind wird alles lockerer. Und Sie haben den
Spaß, den anderen beim Grübeln zuzuhören. Und Tipps
geben zu dürfen.
Wer um Hilfe bittet, bekommt sie. Daher meine Meinung als zweifache
Mutter (2,5 und 1 Jahr) zu ein paar Ihrer Fragen:
- Tragen sind nicht gut, wenn die Beine herunterhängen und die
Babys nach vorne schauen. Andere, wie Manduca oder Ergo Baby Carrier
sind aber ok und durchaus praktisch.
- Kinderwagen müssen nicht neu sein. Kaufen sie ein gebrauchtes
Modell aus zweiter oder dritter Hand. Das ist mehrfach gewaschen und
ausgedampft. Und günstiger.
- Baby können auch im eigenen Bett im Elternschlafzimmer sein
(tatsächlich geringeres SID-Risiko). Ist eventuell nervenschonender
und erleichtert den Übergang zum eigenen Zimmer.
- Babybücher würde ich aus der schulmedizinischen Richtung
empfehlen, die können sie immer noch mit heilmedizinischen
ergänzen, wenn sie so drauf sind. In manchen
„alternativen“ Büchern werden Sachen empfohlen, die
nachweislich riskant sind (rohes Ei, Schaffell zum Schlafen, Honig im 1. Lebensjahr).
- Fragen Sie ruhig öfter die Freundin mit Kindern. Sie freut sich!
"Wer möchte schuld sein, ein Kind mit Trisomie 21 zur Welt zu bringen?"
Sehr ungünstige und sehr unsensible Formulierung
Kontext
Ich hatte gehofft, dass das im Kontext richtig verstanden wird. Ich
vermute, dass die ungeheuer hohe Abtreibungsrate schon bei dem Verdacht
auf Trisomie 21 auch damit zu tun hat, dass Eltern glauben, sie
würden schief angesehen, wenn sie dass Kind trotz des Risikos bekommen.
Mit Kontext meine ich diesen Abschnitt: "Wenn es so wahrgenommen
wird, als könne eigentlich nur noch etwas passieren, wenn ich
rauche, das Falsche esse, mit der Hygiene schlampe oder einen Arzttermin
schwänze (tatsächlich wäre die Hälfte aller noch
auftretenden Totgeburten vermeidbar durch Nikotinverzicht, Einhalten der
Vorsorgetermine und Achtgeben auf Infektionen, aber der Rest ist
unerklärlich), mache ich mich verdächtig, wenn dann etwas
passiert." Vielleicht irre ich mich, vielleicht gibt es andere
Gründe, aber ich sehe eine Tendenz, Veranwortung an die Betroffenen abzuwälzen.
Werter Herr Müller,
einer der Hauptgründe, warum Frauen sich gegen eine Schwangerschaft
entscheiden ist, dass sie sich allein gelassen fühlen. Sie wollen
das Kind nicht alleine bekommen, sondern wenn irgend möglich
begleitet. Also sind all diese Entscheidungen gemeinsame Entscheidungen.
Nicht mal das Schmerzhafteste - die Geburt - macht sie alleine durch.
Auch wenn sie allein die Schmerzen erduldet.
Wolfgang Hebold
Werter Herr Welding,
lautet: Kinder sind ausgesprochen robust. Und sie zeigen sehr deutlich,
was ihnen gefällt und was nicht. Richten Sie sich danach, ohne sich
terrorisieren zu lassen. Alles andere ist Ideologie. Weitere Regeln:
Kinder sind neugierig. Also gehören sie auf den Arm oder in einen
Kinderwagen, aus dem sie hinausschauen können. Kinder sind
wählerisch beim Essen. Vergessen Sie also die Babykost
möglichst bald, denn die schmeckt, wie Frau Künast aussieht.
(Vor Monaten wurde in der FAZ ein Selbstversuch beschrieben: 6 Wochen
nur Babynahrung. Köstlich! Der Beitrag!) Und ja, Kinder brauchen
unbedingt Nähe. Bei allem anderen - Holzspielzeug oder nicht? ... -
bei allem anderen lassen Sie, wenn möglich, das Kind entscheiden.
Und natürlich sollten Sie sich Gedanken machen, wo die Geburt
stattfindet. Denn das kann ziemlich schnell gehen und wenns ernst wird,
ist ihre Frau auf Sie angewiesen.
Wolfgang Hebold
Übersicht
Werte Frau Sandbichler,
ich kann Ihnen auch umgekehrt nur zustimmen: Kinder bekommt man
gemeinsam. Was ja nur die erweiterte Umkehrung ist von: Ein Baby ist
niemals alleine. Deshalb immer auch auf den anderen blicken und nicht
nur auf das Baby. Dazu gehört, dem anderen die Möglichkeit zu
geben, auch einmal auszuschlafen. Oder alleine zweckfrei Schlendern zu
gehen. Da sind die vielen, vielen unideologische Kleinigkeiten: Die
Flasche, die schon bereit steht, wenn der andere sie braucht. Das Bett,
das man räumt, damit wenistens einer schlafen kann. Denn auch das
ist zu beachten: Die Belastung durch ein Neugeborenes ist eine
schleichende Dauerbelastung. Und vor allem: Die Übersicht behalten
bei aller unbändigen Begeisterung für den Frischling.
Wolfgang Hebold
Vetrauen in sich selbst
Herr Hebold hat Recht. Vetrauen Sie mehr auf Ihre Fähigkeiten als
Eltern. Statt sich über das Kinderwagenmodell zu sorgen (sie werden
eh erst merken, welcher gut ist, wenn sie mal ein paar Wochen einen
geschoben haben) - denken Sie an die Gestaltung des Familienlebens.
Ich empfehle dazu den Autor Jesper Juul, weil er die Rolle des Vaters
als sehr wichtig empfindet und bei aller Sorge für das Kind nie die
Eltern und die Partnerschaft aus den Augen verliert.
Denken Sie lieber darüber nach, ob sie später in der Nacht
eine Flasche geben werden, um Ihre Frau zu entlasten, als darüber,
wieviele Monate sie stillen wird. Glauben Sie mir, das lässt sich
sowieso nicht exakt bestimmen. Überlegen Sie, wie Sie Ihrer Frau
später Freiräume geben, welche Sachen Sie nur mit Ihrem Baby
alleine machen wollen und was Sie tun, wenn Ihnen jemand Ihre Kompetenz
als Vater absprechen will (à la „ein Kind gehört zu
seiner Mami“).
Vater werden ist nicht schwer, Vater sein … braucht Kraft.
Lieber auf sich selber schauen
Die Mutter kann, wenn der Vater nicht mehr benötigt wird (Zeugung
ist soweit erledigt) sich ja scheiden lassen und damit das Kind vor den
schädlichen männlichen Einflüssen bewahren.
Überzogene Verschonung und Vorsichtigeit bewirkt später
schwere Störungen
Woher kommt die Selbstüberforderung, alles richtig machen zu müssen?
Diese die Selbstüberforderung, alles richtig machen zu müssen,
führe dazu, dass immer weniger Deutsche es wagten, Kinder zu
kriegen - habe ich das nicht vor Kurzem in der FAZ sinngemäß
so gelesen? Warum machen wir uns eigentlich so verrückt? Warum tun
Eltern bei vielen kleinen Entscheidungen so dogmatisch, als wäre
das eine Frage des richtigen Bekenntnisses?
Erklärungsversuche:
-> fehlende Vorbilder (Verlust der Großfamilie)
-> Verlust von Tradition ("das macht man so")
-> Potenzierung der Entscheidungsmöglichkeiten (und damit Entscheidungsnotwendigkeiten)
-> Bedürfnis nach Selbstrechtfertigung ("Ich habe mich
richtig entschieden!")
-> Ausdehnung des Leistungsprinzips auf das Aufziehen des Nachwuchses
(natürlich in Bezug auf die Qualität, nicht die Quantität...)
-> Angst vor Versagen
Wer bietet mehr?
Danke, Hr. Welding, für diese pointierte und lange nicht
erschöpfende Darstellung der Vielzahl des Meinungen und Themen,
derer man sich nicht entziehen kann. Es wird bei Ihnen wohl noch einige
Zeit so weitergehen: nach der Volksweisheit: "Kleine Kinder, kleine
Sorgen - große Kinder, ...."
Von (kinder-)ärztlicher Seite läßt sich nur auf Weniges
eine klare Antwort geben - und schafft ungewollt Raum für jede
Menge Spekulation oder gar Bauernfängerei. Dies liegt daran, dass
vieles sich der gängigen wissenschaftlichen Methodik entzieht.
Dennoch lassen sich einige Aussagen treffen. Insbesondere zur
Schlafumgebung und in den letzten Jahren auch zur Ernährung gibt es
gute Daten.
Auch wenn es sich um einen Feuilleton-Artikel handelt, hier zwei gute
Quellen: Man google "Schlafumgebung" respektive "DGKJ Säuglingsernährung".
Was darüber hinaus geht, so meine ich, wird in der
"hochprofessionellen Baby-Wirtschaft" leider der gesunde
Menschenverstand und (insb. die müttliche) Intuition vergessen.
Eine Freude ihn zu lesen! Entspricht ganz meinen Erfahrungen und warten Sie nur ab, was alles noch auf Sie zukommt: man kann sooo viele Fehler machen ;-) Ich wünsche Ihnen und Ihrer Frau alles Gute für die bevorstehende Zeit!
Kauf dieses Tuch und trag das Kind mit dem Gesicht zu dir. Und lass die
reden - wird schon.
Achja, nen Wagen wirst du trotzdem brauchen - kauf nen vormals schlimm
teuren im Trödel, sollte dann trotzdem noch für das
nächste Kind reichen.
Wünschen Sie Ihrem Kind, dass ihm keine Frau den Vater nicht nimmt.
Denn in Deutschland gehen 92 Prozent aller Sorgerechtentscheidungen
gegen die Väter aus.
Und 92 Prozent aller Kinder haben dann nach 2 Jahren keinen Kontakt zum
Vater mehr.
Weil so vielen Kindern der Vater genommen wird, gibt es auch keine
Versicherung dagegen. Es ist einfach - zu häufig!
Seien Sie also ... vorsichtig!
Gedanken eines werdenden Vaters - diese Dachzeile lesend war ich gespannt auf den Artikel. Nachdem ich mich nun durch die Zeilen gequält habe, stellt sich mir die Frage, warum Herr Welding sich die Sorgen einer werdenden MUTTER macht. Das letzte, was eine schwangere Frau gebrauchen kann, ist ein Typ, der sich zuviel auf netmoms.com, erdbeerlounge.de und urbia.de rumtreibt, denn das macht SIE vermutlich schon den halben Tag und lässt sich im schlimmsten Fall von der vermeintlichen Kompetenz der selbsternannten Schwangerschaftsexperten mehr verunsichern als alles andere. Anstatt sich als MANN nun auch noch mit der Frage nach optimalem Stillen, Tragetasche nach vorn oder hinten, Klinik, Geburtshaus oder Schlafzimmer zu beschäftigen oder sich gar auf die Suche nach Ratgeber-Lektüre zu machen, sollte ein Mann vielleicht gerade durch einfache Nicht-Beschäftigung mit diesen Fragestellungen beruhigend auf seine Partnerin einwirken. Wo bliebe denn sonst die Männlichkeit?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.12.2012 11:21 UhrMännlichkeit in Gefahr?
Jetzt habe ich empfohlen, bevor der letzte Satz gelesen war.
Tatsächlich wäre es super, würden nicht beide vollends
durchdrehen und sich in Mini-Entscheidungen rund um die Babyausstattung verlieren.
Es ist aber kein Verlust für die Männlichkeit, der Frau bei
diesen Fragen zur Seite zu stehen, sich zu informieren und mitzudenken.
Nur bitte ohne die – den Hormonen geschuldete – Hysterie
einer Schwangeren (ich darf das sagen, war selbst zweimal eine).
Die Auswahl ob Tragetuch oder Karre ist erst der Anfang, da kommen spaeter noch ganz andere Probleme auf einen zu - rosa oder blau, Holzspielzeug oder nicht, die Auswirkungen von Wasserpistolen auf die Gewaltbereitschaft des Kindes. Mein Mann meint immer, wenn die Teenager mal wieder Teenager sind- haette ich sie statt 10 Monaten 18 Jahre lang ausgetragen, haetten wir viele Probleme nicht gehabt. Bei uns ist das ja nun zu spaet, aber vielleicht koennen Sie ihre Frau von dieser Idee ueberzeugen?