20.08.2012 · Die Trennung eines Landes vom Euro? Ein Horrorszenario! Denn der Euro ist mehr als eine Währung. Er ist eine Sprache, die jeder versteht. So wie es einmal das Griechische war, dem die deutsche Sprache ihre schönsten Dichtungen verdankt.
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Walsers seltsame Schlussfolgerung
Im Niedergang geistiger Werte (hier der literarischen Kultur Europas),
die Walser löblicherweise retten will, sind es leider nicht die
heeren, sondern die finsteren Kräfte, die ihre Stunde gekommen
sehen, Macht über die "Entgeisterten" zu gewinnen. Man
sät einen 'vereinigenden' materiellen Unruhestifter, genannt Euro,
macht die davon überraschten Massen gemeinschaftlich von
'Rettung' abhängig und verpflichtet zu diesem Zwecke einen
'auserwählten' Goldesel, der schon im eigenen Interesse
Bedingungen an die Ausgabe seiner endlichen Wohltaten knüpft
(Sparzwang und Souveränitätsabgabe), womit er
zwangsläufig denen zuarbeitet , die in ihrem Spinnennetz hinter
den Fassaden ungeduldig auf Übernahme der 'genialen
Neuschöpfung' Europas warten... Und hier erwachen
plötzlich und unerwartet Walsers verdrängte weltanschauliche
Relikte zu neuem Leben...
Ich bin sprachlos vor Enttäuschung,
daß ein Zeitgenosse mit sonst sehr wachem Verstand für Hintergründe und Zukunftsmöglichkeiten (kommende Wiedervereinigung, keine Instrumentalisierung des Holocaust, allein die Beschreibung der Kontrollgänge Friedrichstraße, - Ein fliehendes Pferd- als DDR-Markenzeichen sind Weltliteratur) sich für diesen Euroschwachsinn ausspricht, als ob in Griechenland noch Griechen wohnen würden, Nietzsche und Hölderlin demnächst die EU-Kommission übernähmen und in den Banken Philosophen die diogenische Bescheidenheit zum Geschäftsmodell erhoben hätten...
Dieser dummdreiste (man verzeihe mir den Ausdruck) Kryptoevangelist
wagt es Nietzsche und
Hölderlin in seiner Geheimratsattitüde als
Gewährsmänner der Euro-Rettung zu vernutzen, als
die Unterstützer einer asozialen Gelddruckmachine von Brüssels
Gnaden;
Woher nimmt dieser spätkonservative, fünfziger, sechziger
Jahre Kommunist überhaupt die Legitimität
Seines Denkens.!?
Er ist im Zug der allgemeinen Mittelmäßigkeit der 60iger
Jahre ein Schriftsteller geworden. Mehr nicht.
Er versteht von Nietzsche und Hölderlin in etwa soviel, wie ein
beschränkter Bildungshorizont zu geben
vermag.
Sartre, Kierkegard, Marx und dann die von ihm nie verstandene
Postmoderne; letztlich Habermas, den
er heutingenfalls am meisten favorisiert Die Protestantische
„Mystik“ kommt zu links-rechts Hegel, ohne
sie, die Mystik eigentlich zu verstehen.
Er ist in seiner Unbildung ein ähnlicher Verlierer wie Günter Grass,
da sie alle nach dem Krieg nicht die Möglichkeit gehabt haben
Der Diskurs muss in Gang kommen..
- und muss kontrovers sein. Ich wünschte mir dabei mehr Respekt
vor dem Andersdenkenden. Die Intellektuellen melden sich endlich zu
Wort. Precht, Höffe, Miegel und nun Walser haben sich
geäussert. Wir brauchen dringend diese Debatte und sollten
abweichende Meinungen nicht verunglimpfen, sondern akzeptieren dass
diese Personen des öffentlichen Lebens sich hier ernsthaft Gedanken
machen und sehr mutig outen.
In der Sache stimme ich @Vero Müllers Einwand zu: Der Euro ist
gerade KEIN verbindendes europäisches Prokjekt sondern er
beschleunigt die Fliehkräfte und führt zu Disintegration. Als
der von Walser leidenschaftlich gezeichnete und idealisierte
"Europäer" müsste man ihn in seiner jetzigen Form
ablehnen. Der Fiskalpakt rettet ihn nicht, weil die
Leistungsbilanzunterschiede so heterogener Länder hierdurch nicht
wegradiert werden können.
Der Preis für das Europa, dessen "Sprache" der Euro sein
soll, wäre womöglich der Verlust der Demokratie. Gedanken
hierzu fehlen im Beitrag. Leider.
Was Sie poetisch in den höchsten Tönen gelobt haben ist nichts
anderes als Utopia.
Es wurde schon einmal versucht eine erstrebenswerte Theorie umzusetzen.
Das Ergebnis lautet: Marx ist die Theorie, Murx ist die Praxis. Ihre
Theorie, Herr Walser, krankt an exakt der gleichen Stelle wie die
kommunistische Theorie: dem Menschen. Der Mensch ist eben, etwas
drastisch formuliert, nicht edel, gut und selbstlos sondern dumm, gierig
und faul.
Es ist in der Politik nicht anders als in der Wirtschaft: je
größer die Einheiten, desto ineffizienter die Einheit. Das
heißt nicht, je kleiner umso besser, im Gegenteil. Homogene
Strukturen (die BRD ist ja auch föderal aus Ländern gebildet)
können funktionieren. Leider sprechen die Europäer
buchstäblich nicht eine Sprache (Geld ist keine Sprache), daher
wird man auf absehbare Zeit keine vollständige Einheit bilden
können.
Die Alternatie ist die Besinnung und das Pflegen des Gemeinsamen, das
wird nur leider durch die "Euroretter" zerstört.
Walser und der Euro, kein Romanstoff für Lieschen Müller !
Marcel Reich Ranicki: Der Walser, " in Form und Inhalt
uuunerträääglich ". Der Euro ist kein Romanstoff
für Lieschen Müller. Und in einer " seriösen "
Zeitung wie der FAZ hat der Mann zum
Eurothema nichts zu suchen. Derartige Albernheiten sollte man der
Bild-Zeitung überlassen.
Jetzt werden die üblichen Reptilien vorgekramt und ferngesteuert
Nana Mouskouri und Jetzt Walser, der mächtige Geschütze
heranrollt und gleich Nietzsche und Hölderlin exhumiert. Die Armee
der finanzpolitischen Pokémon!
Wer sich der Irrsinnigkeit der Debatte noch nicht bewußt ist, dem
kann keiner mehr helfen. Jetzt gilt es, nochmal Aktivität zu
zeigen: Bitte unterstützen Sie stop-esm und verbreiten den Link in
sämtliche Foren, Kommentarspalten und bei Bekannten!
Die deutsche Sprache ist eine sehr denkkräftige Sprache.
H i e r eine Fremdsprache erlernen zu wollen--- ist drittrangig
und für viele die reinste Zeitverschwendung.
Berufsbedingter Fleiß in dieser Hinsicht ist natürlich
etwas anderes.
Englische Redewendungen für Reise, Bahnhof und Gaststätten
sollte natürlich jeder parat haben.
Hier droht jedoch Dummstolz,
weil Weltgewandtheit vorgekaukelt werden könnte!
Business English hilft nicht weiter --- wir spüren es jetzt alle!
Welch´ kolossalen Wert Winston CHURCHILL
auf die Beherrschung der MUTTER-SPRACHE legte,
sagen seine folgenden Sätze:
------------------------------
„Natürlich bin ich Partei für das Lernen der Muttersprache.
Ich würde allen Jungen erst einmal ordentlich Englisch
beibringen, und danach würde ich die begabteren Lateinisch
lernen lassen als eine Ehre und Griechisch als eine besondere
Leckerei.
Und prügeln würde ich sie nur, wenn sie nicht Englisch können.
Dafür aber ganz gehörig.“
------------------------
Ja ...
... solche Loblieder gibt es auf viele Sprachen, ich weiß. Ähnliches haben beispielsweise Jakob Grimm und George Bernard Shaw über das Ungarische gesagt - beide sicher auch relative unverdächtige Kommentatoren, was magyarischen Patriotismus angeht.
Nachdenkenswertes
Ein unverdächtiger Zeuge,
ein Mann der zeitlebens nicht leicht etwas Gutes von den Deutschen
gesagt hat, Schopenhauer, erklärte (über die deutsche Sprache):
„Sie ist der einzige wirkliche Vorzug,
den die deutsche vor den übrigen europäischen Nationen hat,
und zugleich die einzige,
in der man beinahe so gut schreiben kann wie im
Griechischen und Lateinischen,
welches den andern europäischen Hauptsprachen nachrühmen zu
wollen,
lächerlich sein würde.
Daher eben hat, mit diesen verglichen, das
Deutsche etwas so ungemein Edles und Erhabenes.“
(Ludwig Reiners)
Ah, verstehe.
Wenn eine Sprache nur einen relativ geringen Wortschatz hat, dann kann
man, so argumentieren Sie, in ihr viel weniger ausdrücken und muss
deshalb auf andere Sprachen zurückgreifen, um den Mangel
wettzumachen. Auf Französisch beispielsweise kann man mithin viel
weniger ausdrücken als auf Deutsch oder Englisch, das
Französische ist also "denkschwächer", und daher
herrscht in französischen Texten relative Gedankenarmut. Alles
klar.
Einfach ´mal googeln
Je wortschatzärmer eine Sprache ist,
desto denkschwächer ist sie, grob gesagt.
Ganz einfach!
Googeln Sie unter „Wortschatz“, und „Sprachschatz“.
"Die deutsche Sprache ist eine sehr denkkräftige Sprache."
Aha. Und welche Sprachen sind dann eher "denkschwach"? Das würde mich doch mal wirklich interessieren.
Mit Euro oder ohne Euro. Weitergehen wird es!
Nur wie? Das ist die Frage, auf die uns die politischen Akteure und ihre Berater seit Jahren keine Antwort geben. Die Parteinahme für den Euro durch Martin Walser macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil, wir fühlen uns provoziert und dass zu recht. Spüren wir doch, dass wir an der Nase herumgeführt werden. Man wiegt uns in Sicherheit, weil die Wahrheit uns Menschen nicht zumutbar ist. Die Wahrheit ist die Antwort auf diese Frage: Wie nennt man ein System, in dem man mit Geld mehr Geld machen kann? Korrekt, ein Schnellballsystem. Diese Systeme sind eigentlich weitweit verboten, weil sie die Mehrheit in den Ruin treibt und deshalb sind sie auch verboten. Nur leider handelt es sich bei unserem weltweiten Geldsystem genau um ein Schneeballsystem. Und jedes Schneeballsystem bricht über kurz oder lang zusammen. (Das weltweite Geldsystem bezeichnet man als "Fiatgeld" und alle Währungen funktionieren nach den Regeln dieses Systems). Ein FAIRES GELDSYSTEM sieht anders aus.
Die D-Mark war ein wichtiger Grund, weswegen es die Deutschen nach dem
zweiten Weltkrieg in Europa und weltweit wieder zu hohem Ansehen bringen
konnten, da sie für Zuverlässigkeit und Sicherheit stand.
Wie viel Vermögen hat der deutsche Michel mit der Einführung
des (T)Euro aufgegeben, als die Einkaufspreise asymetrisch zum Lohn
umgerechnet wurden? Und was sind ihm alles für "Fakten"
aufgetischt worden? Kein Aufschrei - vielleicht, weil man finanziell
noch zu gut gestellt darüber hinweg sehen konnte?
In welcher Form wird sich der aufgestaute Unmut entladen, wenn es so
weitergeht wie bis jetzt? Als Optimist denken Sie sicher nur an positive
mögliche Konsequenzen.
Die Deutschen dürfen nicht länger das Gefühl haben, die
großen Verlierer dieses speziellen "Europas" zu sein. Es
muß eine "Win-Win"-Situation hergestellt werden.
Wirtschaftliche Nachteile haben Deutsche schon mal in den Krieg
geführt: Marokko-Krise 1 & 2, die etwas später zum ersten
Weltkrieg führten.
Ob dieses Plaidoyers für Europa,
muss man sich, ob der Eindimensionalität vieler Argumente für den Einstieg aus dem Ausstieg aus Europa, fast schämen. Trotz aller Diffenrenzen und unterschiedlicher Lebensweisen in belanglosen Randerscheinungen des täglichen Lebens, den Banalitäten der Mühen des Einzelnen vom Nordkap bis zum Kap Suonion, haben wir in Europa doch alle - teils mehr, teils weniger - eine Sehnsucht nach einem Europa der "Vaterländer" mit unterschiedlichen Sprachen und Mentalitäten, aber einer Prägung von Humanität, Aufklärung und Bildung, nicht zuletzt geboren im Griechenland des Sokrates, Platon, Aristoteles und Thales um nur einige zu nennen. Wie es oft so schön heisst, sollten wir jetzt etwas davon zurückgeben. Was wäre Europa ohne Athen und Rom? Es ist an der Zeit sich darauf zu besinnen. Wir werden das schon meistern unter Beachtung von Verfassung und Recht auch in den Südstaaten. Lasst uns dafür werben aber auch fordern.
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.08.2012 22:57 UhrJaja, die bösen Deutschen und die guten Griechen! Schon die Philhellenen waren enttäuscht ...
als sie sich Anfang des 19. Jahrhunderts voll romantischer Begeisterung
am Freiheitskampf Griechenlands gegen die türkische Besatzungsmacht beteiligten.
Erstens waren die Griechen untereinander treulos und unsolidarisch (Lord
Byron sprach in Briefen desillusioniert davon, daß die Griechen
schon "halbe Türken" geworden seien), und zweitens
brachten sie den schwärmerischen Deutschen damals auch nicht mehr
Sympathie entgegen als heute.
Ich widerspreche Ihrer Auffassung, daß "in deutschland
poetische literatur missachtet" würde.
Es ist einfach nicht legitim, eine finanz- und wirtschaftspolitische
Entscheidung, die bislang AUSSCHLIESSLICH den Wohlstand der Banker
vergrößert hat, zu einer Frage über "Liebe zur
Lyrik - ja oder nein?" zu machen.
Schuster, bleib bei deinen Leisten!
Wenn Herr Walser als Schriftsteller Großes leistet (ich kann mich
mit seinen Texten leider nicht anfreunden), dann ist das noch lange kein
Grund, ihn in politischen Dingen für kompetent zu halten.
vorsicht!
vorsicht herr wagner, sie werden hier gleich kommunikationstechnisch erschlagen.
dass hölderlin mit seinem verehrten griechenland nichts anderes als
eine literarische technik benutzt hat, um seinem traum vom
„schönen, guten und wahren“, einen ort zu geben, hat
walser vielleicht nicht richtig „rübergebracht“. dass
walser diesen traum an den euro gekoppelt hat – war, nun ja, etwas
ungeschickt.
ich hoffe, dass die faz-redaktion herrn walser nicht unvorbereitet ins
offene messer hat laufen lassen. ein wenig redaktionelle betreuung
wäre in diesem falle gut, schön und wahr gewesen.
ton und duktus der meisten kommentare zeugen davon, wie sehr in
deutschland poetische literatur missachtet wird. mir ist der begriff
„sülzerei“ in bezug auf hölderlin in erinnerung.
im übrigen hat hölderlin die deutschen sehr präzise
beschrieben (Hyperion). kein wunder, dass er griechenland im kopf hatte.
offensichtlich haben sich die deutschen nicht geändert.
Zitat Martin Walser: "Der Euro war sozusagen fällig. Er ist
nichts „Übergestülptes“"
Martin Walser vertritt eine falsche Euro-Lüge. Der Euro ist ein
Konstrukt der politschen Eliten. Der Euro ist den EU Ländern
übergestülpt worden. Kein einziger ist gefragt worden, ob er
den Euro haben möchte.
falsche gleichberechtigung-lüge
ich ersetze das wort "euro" mit "gleichberechtigung der frau":
die gleichberechtigung der frau ist ein konstrukt politischer eliten.
die gleichberechtigung ist den deutschen männern
übergestülpt worden. kein einziger ist gefragt worden, ob er
eine gleichberechtigte frau haben möchte.
kommunikation ohne gesellschaftspolitische weitsicht ist ein
gefährliches pflaster! :-))
es gibt sie, Herr Walser hat da recht. Wir lernen von einander. In Prag,
meiner alten Heimat wird soeben ein neuer Begriff unübersetzt
eingeführt: Kurzarbeit !
Hat er nicht auch Hamlet erwähnt? Was er wohl da im Sinne hatte?
The gravedigger's speech?
"...... they are mad o'er there.... . Nur, wen würde er
heutezutage damit meinen?
Was den Euro betrifft hat er doch übersehen, dass der Euro auch
Macht bedeutet, Macht auf der Weltbühne die vom Dollar beherrscht
wurde und bald den Auftritt des Renmimbi akzeptieren muss.
Herr Walsers Euro-Missverstädnis
Die Resonanz auf Herrn Walsers Beitrag ist gewaltig hier und das ist verständlich.
Schon bei meiner gestrigen kursorischen Frühstückslektüre
dieses Beitrags wurde klar, das kann nicht so im Raume stehen bleiben.
Herrn Walser lebt nur einige km von mir direkt am Ufer des Bodensees bei
Überlingen und hätte besser geschwiegen. Er hat sich
völlig lächerlich gemacht.
Ich habe Mitleid mit ihm, da man sich um sich geistige Klarheit Sorgen macht....
Den vielen wichtigen, sachlich richtigen Einwänden hier kann ich
nichts mehr anfügen außer meinen aufrichtigen Dank an die
Redaktion, diesen entlarvenden Beitrag (sicher trotz Bedenken)
veröffentlicht zu haben.
Ich kenne keine andere Zeitung Deutschlands, die derart differenziert
und ernsthaft ihren Auftrag wahrnimmt und nicht nachlässt, die
Bürgerinnen und Bürger aufzuklären über die
ungeheuerlichen Machenschaften unserer Regierung, der
EU-Verantwortlichen und leider auch der Parlamente.
Klarstellung
Mein Kommentar ist keine wissenschaftliche Arbeit/ Veröffentlichung.
Daher kann ich mir längere Ausführungen sparen und auf bereits
Gesagtes verweisen.
Häme ? Wo bitte sehen Sie diese ?
Franz Holzinger, blosses Sich-Anschliessen
an die Gedanken anderer genuegt nicht. Es ersetzt die eigene Begruendung nicht!
@Rolf Joachim Siegen: Andreas Koch übernimmt die Argumente der anderen
Zitat von Rolf Joachim Siegen: "ohne ein einziges Argument gegen
ihn anzufuegen. "
Zitat von Andreas Koch: "Den vielen wichtigen, sachlich richtigen
Einwänden hier kann ich nichts mehr anfügen "
Andreas Koch schließt sich den vielen Argumenten der anderen
Beitragsschreiber an. Das sollte doch genügen, oder?
A. Koch, Sie uebergiessen Ihren Nachbarn
mit Haeme, ohne ein einziges Argument gegen ihn anzufuegen.
der artikel beschämt sie herr walser.
jetzt weiß ich erst den begriff, weltfremd richtig einzuordnen.
auf herrn walser trifft er zu, zu meiner überaschung.
europa nimmt bei einigen (vorrangig)ältern herren mittlerweile ja
religiöse züge an.
und wie alle religionen sind diese für argumente nicht mehr zugänglich.
bedauerlich, nein eher traurig und gefährlich
sie wollen gutes und rechttfertigen damit das böse.
darauf wird es leider hinauslaufen- wie in allen dikatorischen system,
hat sie jeder dem vermeitlich guten unterzuordnen.
und wenn er nicht will, wird er umerzogen, gerne mit einermauer die ums
land gebaut wird oder noch anderem.
Herr Zeiler, wer sich ein bißchen in Geschichte und Politik auskennt, der weiß, wovon Herr Myer
spricht.
Weder Hitler noch Stalin, Mao oder Pol Pot haben auf ihre Fahnen
geschrieben, daß sie die Menschen hassen und sie ausbeuten und
umbringen wollen.
Sie haben alle was von einer "leuchtenden Zukunft" gefaselt,
für die "Opfer zu bringen" wären.
In unserer Zeit geht es weniger ums Umbringen (vielleicht
"noch", ich weiß es nicht); die Geldgier bestimmt das Handeln.
Und schwärmerische Idealisten arbeiten geldgierigen Bankern und
machtgierigen Politikern in die Hände, indem sie was von Poesie und
Literatur schwallen.
Herr Myer, Sie hätten besser Pastor werden sollen.
Mir kommen die Tränen ob Ihrer fürsorgenden Voraussicht und Ihrer weitherzigen Duldung Andersdenkender ( ganz abgesehen von Ihrer schoöönen Sprache ). Haben Sie auch sachliche Argumente anzubieten ?
sorry für tippfehler.
sorry für die tippfehler, ich sollte einfach nicht in rage tippen ;)
Wertegemeinschaft = Währungsgemeinschaft ist grobe Vereinfachung
Ich kann nicht verstehen, warum eine europäische Wertegemeinschaft
um jeden Preis mit einer europäischen Währungsgemeinschaft
gleichgesetzt werden soll. Europa ist doch viel mehr als seine
Währung: wir sind eine Gemeinschaft der Kulturen, der Demokratien
und Werte, zunächst und auch völlig unabhängig vom Zahlungsmittel!
Bei der Bewertung der Frage einer gemeinsamen Währung, sollte man
daher sachlich und objektiv urteilen - und nicht ideologisch! Fällt
die gemeinsame Währung, fallen doch mitnichten auch
"automatisch" die (viel älteren und tieferen) gemeinsamen
Werte (das ist unbegründete Angstmache).
Überdies hat Herr Walser hier Hölderlins und Nietzsches
Griechen-Verehrung völlig verzerrt dargestellt. Nietzsche und
Hölderlin verehrten die Werte des antiken (!) Griechenlands und
zogen die griechischen Götter für ihre Dichtung und
Philosophie heran (Dionysos, Apollon ...) - dass sie _somit_ auch den
modernen Staat Griechenland verehrt hätten, diese Behauptung ist
natürlich unhaltbar.
Da bleibe ich mal bei unseren europäischen Dichtern und Denkern und
zitiere zu den Ausführungen von Herrn Walser einen unserer ganz
großen (“Friedrich Schiller“):
“Leicht beieinander wohnen die Gedanken, doch hart im Raume
stoßen sich die Sachen!“
Und, wenn es ums Geld geht, reduziert sich die ganze abendländische
“Dichtkunst“ (wahrscheinlich auch “Denkkunst“)
auf ein einziges kurzes Wort:
……..MEHR…….
Niemand würde Herrn Walser bei Zahnschmerzen oder Beinbruch um Hilfe bitten, weil ihm die Kompetenz zu helfen fehlt. Das gleiche gilt für ökonomische Fragen. Es ist eine Anmassung, dass er sich dennoch dazu äussert.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.08.2012 13:03 UhrHerr Zeiler
Sie wollen es wohl nicht verstehen. Es ist eine triviale Feststellung, dass Europa mehr als Ökonomie ist. Für Fragen der Ökonomie benötige ich jedoch Fachkenntnis wie für die Behandlung eines Beinbruchs.
C. Anton, schauen Sie in Ihren Spiegel
Walser aeussert sich als Patriot fuer Europa.
Sind Sie kompetenter (als Oekonom)?
Herr Anton,
Europa ist eben nicht nur eine ökonomische Frage... Zumindest für mich.
„Si tacuisses, philosophus mansisses“ tönte es gleich
aus mehreren Leserkommentaren. Nun. Selbst wenn Herr Walser die
Einladung zu diesem Euro-Beitrag ausgeschlagen hätte – den
Philosophen hatte er aufgrund vieler vorangehender politischer
Wortmeldungen zweifelhaftester Güte schon längst verspielt.
Von welcher Güte seine literarischen Wortmeldungen sind, muß
ich dahingestellt sein lassen. Seit der Lektüre von "Das
Einhorn" leide ich an einer, wie ich fürchte, unheilbaren
M.Walser-Allergie, die allem guten Zureden und allen gutgemeinten
Buchgeschenken hartnäckig getrotzt hat. Mein schmaler
M.Walser-Bestand im heimischen Regal ist daher gratis abzugeben.
Mit Verlaub, Herr Zeiler, das sehe ich anders
Martin Walser nimmt aufgrund seiner Tätigkeit als Schriftsteller
eine herausgehobene Position in der Öffentlichkeit ein, die es ihm
ermöglicht, umfangreiche Artikel zu politischen Themen zu
publizieren, die dann ein überaus breites Leserecho finden. Wenn
ich also an Herrn Walsers Literatenruhm ein wenig kratze, so bedeutet
das lediglich, daß ich ihn für überschätzt halte.
Und das gehört durchaus hierher.
Wenn sich Walser hier aber so hervortun möchte
Dann geht es eben auch um ihn, und um seine realitätsfernen Auslassungen.
Herr Rechtsteiner,...
In diesem Forum geht es um "Europa", nicht um den Dichter Martin Walser !
Der euro erzwingt Gleichmacherei, von sehr unterschiedlichen Völkern
Der Euro erzwingt die Gleichmacherei von höchst unterschiedlichen
Völkern, sowohl wirtschaftlich, als auch ökonomisch, und
kulturell. Nur noch der Einheitseuropäer ist erwünscht.
Da aber Europa so unterschiedlich ist und auch bleiben wird, wird eine
Transferunion, oder wie man sie auch immer nennen mag, langfristig nicht
funktionieren, denn sie sorgt für Ungleichgewicht, der Nehmer der
Gelder, wird Almosenempfänger und abhängig, die Geber geben
ungern den weniger starken Ländern. Das sorgt für Spannungen,
im schlimmsten Fall für Krieg.
S. Boess, auch Sie spielen auf dem Klavier der Affekte
Gleichmacherei? Stimmte dies, muesste Deutschland von Mecklenburg bis
Bayern verschiedene Waehrungen haben wegen der Unterschiedlichkeit der
Bundeslaender. Ihr Nationalisten wollt partout die Kleinstaaterei zurueck.