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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Martin Walser Das richtige Europa

 ·  Die Trennung eines Landes vom Euro? Ein Horrorszenario! Denn der Euro ist mehr als eine Währung. Er ist eine Sprache, die jeder versteht. So wie es einmal das Griechische war, dem die deutsche Sprache ihre schönsten Dichtungen verdankt.

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (181)

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Volker Mueller
Volker Mueller (MrVo) - 25.08.2012 11:17 Uhr

Walsers seltsame Schlussfolgerung

Im Niedergang geistiger Werte (hier der literarischen Kultur Europas), die Walser löblicherweise retten will, sind es leider nicht die heeren, sondern die finsteren Kräfte, die ihre Stunde gekommen sehen, Macht über die "Entgeisterten" zu gewinnen. Man sät einen 'vereinigenden' materiellen Unruhestifter, genannt Euro, macht die davon überraschten Massen gemeinschaftlich von 'Rettung' abhängig und verpflichtet zu diesem Zwecke einen 'auserwählten' Goldesel, der schon im eigenen Interesse Bedingungen an die Ausgabe seiner endlichen Wohltaten knüpft (Sparzwang und Souveränitätsabgabe), womit er zwangsläufig denen zuarbeitet , die in ihrem Spinnennetz hinter den Fassaden ungeduldig auf Übernahme der 'genialen Neuschöpfung' Europas warten... Und hier erwachen plötzlich und unerwartet Walsers verdrängte weltanschauliche Relikte zu neuem Leben...

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Jörg Faber

Ich bin sprachlos vor Enttäuschung,

daß ein Zeitgenosse mit sonst sehr wachem Verstand für Hintergründe und Zukunftsmöglichkeiten (kommende Wiedervereinigung, keine Instrumentalisierung des Holocaust, allein die Beschreibung der Kontrollgänge Friedrichstraße, - Ein fliehendes Pferd- als DDR-Markenzeichen sind Weltliteratur) sich für diesen Euroschwachsinn ausspricht, als ob in Griechenland noch Griechen wohnen würden, Nietzsche und Hölderlin demnächst die EU-Kommission übernähmen und in den Banken Philosophen die diogenische Bescheidenheit zum Geschäftsmodell erhoben hätten...

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Peter Kloss
Peter Kloss (vonkloss) - 24.08.2012 08:47 Uhr

"Wie man wird, was man ist"

Dieser dummdreiste (man verzeihe mir den Ausdruck) Kryptoevangelist wagt es Nietzsche und
Hölderlin in seiner Geheimratsattitüde als Gewährsmänner der Euro-Rettung zu vernutzen, als
die Unterstützer einer asozialen Gelddruckmachine von Brüssels Gnaden;

Woher nimmt dieser spätkonservative, fünfziger, sechziger Jahre Kommunist überhaupt die Legitimität
Seines Denkens.!?

Er ist im Zug der allgemeinen Mittelmäßigkeit der 60iger Jahre ein Schriftsteller geworden. Mehr nicht.

Er versteht von Nietzsche und Hölderlin in etwa soviel, wie ein beschränkter Bildungshorizont zu geben
vermag.

Sartre, Kierkegard, Marx und dann die von ihm nie verstandene Postmoderne; letztlich Habermas, den
er heutingenfalls am meisten favorisiert Die Protestantische „Mystik“ kommt zu links-rechts Hegel, ohne
sie, die Mystik eigentlich zu verstehen.

Er ist in seiner Unbildung ein ähnlicher Verlierer wie Günter Grass,

da sie alle nach dem Krieg nicht die Möglichkeit gehabt haben

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Wolf Beck
Wolf Beck (Wolfswort) - 23.08.2012 10:05 Uhr

Der Diskurs muss in Gang kommen..

- und muss kontrovers sein. Ich wünschte mir dabei mehr Respekt vor dem Andersdenkenden. Die Intellektuellen melden sich endlich zu Wort. Precht, Höffe, Miegel und nun Walser haben sich geäussert. Wir brauchen dringend diese Debatte und sollten abweichende Meinungen nicht verunglimpfen, sondern akzeptieren dass diese Personen des öffentlichen Lebens sich hier ernsthaft Gedanken machen und sehr mutig outen.

In der Sache stimme ich @Vero Müllers Einwand zu: Der Euro ist gerade KEIN verbindendes europäisches Prokjekt sondern er beschleunigt die Fliehkräfte und führt zu Disintegration. Als der von Walser leidenschaftlich gezeichnete und idealisierte "Europäer" müsste man ihn in seiner jetzigen Form ablehnen. Der Fiskalpakt rettet ihn nicht, weil die Leistungsbilanzunterschiede so heterogener Länder hierdurch nicht wegradiert werden können.
Der Preis für das Europa, dessen "Sprache" der Euro sein soll, wäre womöglich der Verlust der Demokratie. Gedanken hierzu fehlen im Beitrag. Leider.

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Lars Köhler
Lars Köhler (LK670) - 23.08.2012 08:38 Uhr

Lieber Herr Walser

Was Sie poetisch in den höchsten Tönen gelobt haben ist nichts anderes als Utopia.

Es wurde schon einmal versucht eine erstrebenswerte Theorie umzusetzen. Das Ergebnis lautet: Marx ist die Theorie, Murx ist die Praxis. Ihre Theorie, Herr Walser, krankt an exakt der gleichen Stelle wie die kommunistische Theorie: dem Menschen. Der Mensch ist eben, etwas drastisch formuliert, nicht edel, gut und selbstlos sondern dumm, gierig und faul.

Es ist in der Politik nicht anders als in der Wirtschaft: je größer die Einheiten, desto ineffizienter die Einheit. Das heißt nicht, je kleiner umso besser, im Gegenteil. Homogene Strukturen (die BRD ist ja auch föderal aus Ländern gebildet) können funktionieren. Leider sprechen die Europäer buchstäblich nicht eine Sprache (Geld ist keine Sprache), daher wird man auf absehbare Zeit keine vollständige Einheit bilden können.

Die Alternatie ist die Besinnung und das Pflegen des Gemeinsamen, das wird nur leider durch die "Euroretter" zerstört.

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Caspar Mendrzyk

Walser und der Euro, kein Romanstoff für Lieschen Müller !

Marcel Reich Ranicki: Der Walser, " in Form und Inhalt uuunerträääglich ". Der Euro ist kein Romanstoff für Lieschen Müller. Und in einer " seriösen " Zeitung wie der FAZ hat der Mann zum
Eurothema nichts zu suchen. Derartige Albernheiten sollte man der Bild-Zeitung überlassen.

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Andreas Wasert
Andreas Wasert (Wasert) - 22.08.2012 18:59 Uhr

Jetzt werden die üblichen Reptilien vorgekramt und ferngesteuert

Nana Mouskouri und Jetzt Walser, der mächtige Geschütze heranrollt und gleich Nietzsche und Hölderlin exhumiert. Die Armee der finanzpolitischen Pokémon!

Wer sich der Irrsinnigkeit der Debatte noch nicht bewußt ist, dem kann keiner mehr helfen. Jetzt gilt es, nochmal Aktivität zu zeigen: Bitte unterstützen Sie stop-esm und verbreiten den Link in sämtliche Foren, Kommentarspalten und bei Bekannten!

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Erwin Stahlberg

Denglish verdummt!

Die deutsche Sprache ist eine sehr denkkräftige Sprache.

H i e r eine Fremdsprache erlernen zu wollen--- ist drittrangig
und für viele die reinste Zeitverschwendung.
Berufsbedingter Fleiß in dieser Hinsicht ist natürlich
etwas anderes.

Englische Redewendungen für Reise, Bahnhof und Gaststätten
sollte natürlich jeder parat haben.
Hier droht jedoch Dummstolz,
weil Weltgewandtheit vorgekaukelt werden könnte!

Business English hilft nicht weiter --- wir spüren es jetzt alle!


Welch´ kolossalen Wert Winston CHURCHILL
auf die Beherrschung der MUTTER-SPRACHE legte,
sagen seine folgenden Sätze:

------------------------------

„Natürlich bin ich Partei für das Lernen der Muttersprache.
Ich würde allen Jungen erst einmal ordentlich Englisch
beibringen, und danach würde ich die begabteren Lateinisch
lernen lassen als eine Ehre und Griechisch als eine besondere
Leckerei.

Und prügeln würde ich sie nur, wenn sie nicht Englisch können.

Dafür aber ganz gehörig.“

------------------------

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Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.08.2012 12:06 Uhr
Lea Karow
Lea Karow (karow) - 27.08.2012 12:06 Uhr

Ja ...

... solche Loblieder gibt es auf viele Sprachen, ich weiß. Ähnliches haben beispielsweise Jakob Grimm und George Bernard Shaw über das Ungarische gesagt - beide sicher auch relative unverdächtige Kommentatoren, was magyarischen Patriotismus angeht.

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Erwin Stahlberg

Nachdenkenswertes

Ein unverdächtiger Zeuge,
ein Mann der zeitlebens nicht leicht etwas Gutes von den Deutschen
gesagt hat, Schopenhauer, erklärte (über die deutsche Sprache):

„Sie ist der einzige wirkliche Vorzug,
den die deutsche vor den übrigen europäischen Nationen hat,
und zugleich die einzige,
in der man beinahe so gut schreiben kann wie im
Griechischen und Lateinischen,
welches den andern europäischen Hauptsprachen nachrühmen zu wollen,
lächerlich sein würde.
Daher eben hat, mit diesen verglichen, das
Deutsche etwas so ungemein Edles und Erhabenes.“
(Ludwig Reiners)

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Lea Karow
Lea Karow (karow) - 23.08.2012 11:46 Uhr

Ah, verstehe.

Wenn eine Sprache nur einen relativ geringen Wortschatz hat, dann kann man, so argumentieren Sie, in ihr viel weniger ausdrücken und muss deshalb auf andere Sprachen zurückgreifen, um den Mangel wettzumachen. Auf Französisch beispielsweise kann man mithin viel weniger ausdrücken als auf Deutsch oder Englisch, das Französische ist also "denkschwächer", und daher herrscht in französischen Texten relative Gedankenarmut. Alles klar.

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Erwin Stahlberg

Einfach ´mal googeln

Je wortschatzärmer eine Sprache ist,
desto denkschwächer ist sie, grob gesagt.
Ganz einfach!

Googeln Sie unter „Wortschatz“, und „Sprachschatz“.

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Lea Karow
Lea Karow (karow) - 22.08.2012 15:30 Uhr

"Die deutsche Sprache ist eine sehr denkkräftige Sprache."

Aha. Und welche Sprachen sind dann eher "denkschwach"? Das würde mich doch mal wirklich interessieren.

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Robert Schmidtke

Mit Euro oder ohne Euro. Weitergehen wird es!

Nur wie? Das ist die Frage, auf die uns die politischen Akteure und ihre Berater seit Jahren keine Antwort geben. Die Parteinahme für den Euro durch Martin Walser macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil, wir fühlen uns provoziert und dass zu recht. Spüren wir doch, dass wir an der Nase herumgeführt werden. Man wiegt uns in Sicherheit, weil die Wahrheit uns Menschen nicht zumutbar ist. Die Wahrheit ist die Antwort auf diese Frage: Wie nennt man ein System, in dem man mit Geld mehr Geld machen kann? Korrekt, ein Schnellballsystem. Diese Systeme sind eigentlich weitweit verboten, weil sie die Mehrheit in den Ruin treibt und deshalb sind sie auch verboten. Nur leider handelt es sich bei unserem weltweiten Geldsystem genau um ein Schneeballsystem. Und jedes Schneeballsystem bricht über kurz oder lang zusammen. (Das weltweite Geldsystem bezeichnet man als "Fiatgeld" und alle Währungen funktionieren nach den Regeln dieses Systems). Ein FAIRES GELDSYSTEM sieht anders aus.

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Frank Henning

Sie sind ein Optimist!

Die D-Mark war ein wichtiger Grund, weswegen es die Deutschen nach dem zweiten Weltkrieg in Europa und weltweit wieder zu hohem Ansehen bringen konnten, da sie für Zuverlässigkeit und Sicherheit stand.
Wie viel Vermögen hat der deutsche Michel mit der Einführung des (T)Euro aufgegeben, als die Einkaufspreise asymetrisch zum Lohn umgerechnet wurden? Und was sind ihm alles für "Fakten" aufgetischt worden? Kein Aufschrei - vielleicht, weil man finanziell noch zu gut gestellt darüber hinweg sehen konnte?

In welcher Form wird sich der aufgestaute Unmut entladen, wenn es so weitergeht wie bis jetzt? Als Optimist denken Sie sicher nur an positive mögliche Konsequenzen.

Die Deutschen dürfen nicht länger das Gefühl haben, die großen Verlierer dieses speziellen "Europas" zu sein. Es muß eine "Win-Win"-Situation hergestellt werden.

Wirtschaftliche Nachteile haben Deutsche schon mal in den Krieg geführt: Marokko-Krise 1 & 2, die etwas später zum ersten Weltkrieg führten.

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Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 22.08.2012 11:52 Uhr

Ob dieses Plaidoyers für Europa,

muss man sich, ob der Eindimensionalität vieler Argumente für den Einstieg aus dem Ausstieg aus Europa, fast schämen. Trotz aller Diffenrenzen und unterschiedlicher Lebensweisen in belanglosen Randerscheinungen des täglichen Lebens, den Banalitäten der Mühen des Einzelnen vom Nordkap bis zum Kap Suonion, haben wir in Europa doch alle - teils mehr, teils weniger - eine Sehnsucht nach einem Europa der "Vaterländer" mit unterschiedlichen Sprachen und Mentalitäten, aber einer Prägung von Humanität, Aufklärung und Bildung, nicht zuletzt geboren im Griechenland des Sokrates, Platon, Aristoteles und Thales um nur einige zu nennen. Wie es oft so schön heisst, sollten wir jetzt etwas davon zurückgeben. Was wäre Europa ohne Athen und Rom? Es ist an der Zeit sich darauf zu besinnen. Wir werden das schon meistern unter Beachtung von Verfassung und Recht auch in den Südstaaten. Lasst uns dafür werben aber auch fordern.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 26.08.2012 22:57 Uhr
Gabi Heintz

Jaja, die bösen Deutschen und die guten Griechen! Schon die Philhellenen waren enttäuscht ...

als sie sich Anfang des 19. Jahrhunderts voll romantischer Begeisterung am Freiheitskampf Griechenlands gegen die türkische Besatzungsmacht beteiligten.

Erstens waren die Griechen untereinander treulos und unsolidarisch (Lord Byron sprach in Briefen desillusioniert davon, daß die Griechen schon "halbe Türken" geworden seien), und zweitens brachten sie den schwärmerischen Deutschen damals auch nicht mehr Sympathie entgegen als heute.

Ich widerspreche Ihrer Auffassung, daß "in deutschland poetische literatur missachtet" würde.

Es ist einfach nicht legitim, eine finanz- und wirtschaftspolitische Entscheidung, die bislang AUSSCHLIESSLICH den Wohlstand der Banker vergrößert hat, zu einer Frage über "Liebe zur Lyrik - ja oder nein?" zu machen.

Schuster, bleib bei deinen Leisten!

Wenn Herr Walser als Schriftsteller Großes leistet (ich kann mich mit seinen Texten leider nicht anfreunden), dann ist das noch lange kein Grund, ihn in politischen Dingen für kompetent zu halten.

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hildegard dr. holtschneider

vorsicht!

vorsicht herr wagner, sie werden hier gleich kommunikationstechnisch erschlagen.

dass hölderlin mit seinem verehrten griechenland nichts anderes als eine literarische technik benutzt hat, um seinem traum vom „schönen, guten und wahren“, einen ort zu geben, hat walser vielleicht nicht richtig „rübergebracht“. dass walser diesen traum an den euro gekoppelt hat – war, nun ja, etwas ungeschickt.
ich hoffe, dass die faz-redaktion herrn walser nicht unvorbereitet ins offene messer hat laufen lassen. ein wenig redaktionelle betreuung wäre in diesem falle gut, schön und wahr gewesen.
ton und duktus der meisten kommentare zeugen davon, wie sehr in deutschland poetische literatur missachtet wird. mir ist der begriff „sülzerei“ in bezug auf hölderlin in erinnerung.

im übrigen hat hölderlin die deutschen sehr präzise beschrieben (Hyperion). kein wunder, dass er griechenland im kopf hatte. offensichtlich haben sich die deutschen nicht geändert.

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Franz Holzinger

Martin Walsers Euro Lüge

Zitat Martin Walser: "Der Euro war sozusagen fällig. Er ist nichts „Übergestülptes“"

Martin Walser vertritt eine falsche Euro-Lüge. Der Euro ist ein Konstrukt der politschen Eliten. Der Euro ist den EU Ländern übergestülpt worden. Kein einziger ist gefragt worden, ob er den Euro haben möchte.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.08.2012 12:23 Uhr
hildegard dr. holtschneider

falsche gleichberechtigung-lüge


ich ersetze das wort "euro" mit "gleichberechtigung der frau":

die gleichberechtigung der frau ist ein konstrukt politischer eliten. die gleichberechtigung ist den deutschen männern übergestülpt worden. kein einziger ist gefragt worden, ob er eine gleichberechtigte frau haben möchte.

kommunikation ohne gesellschaftspolitische weitsicht ist ein gefährliches pflaster! :-))

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Eva  Plecita

Die Lerngemeinschaft Europa

es gibt sie, Herr Walser hat da recht. Wir lernen von einander. In Prag, meiner alten Heimat wird soeben ein neuer Begriff unübersetzt eingeführt: Kurzarbeit !

Hat er nicht auch Hamlet erwähnt? Was er wohl da im Sinne hatte? The gravedigger's speech?
"...... they are mad o'er there.... . Nur, wen würde er heutezutage damit meinen?

Was den Euro betrifft hat er doch übersehen, dass der Euro auch Macht bedeutet, Macht auf der Weltbühne die vom Dollar beherrscht wurde und bald den Auftritt des Renmimbi akzeptieren muss.

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Andreas Koch

Herr Walsers Euro-Missverstädnis

Die Resonanz auf Herrn Walsers Beitrag ist gewaltig hier und das ist verständlich.
Schon bei meiner gestrigen kursorischen Frühstückslektüre dieses Beitrags wurde klar, das kann nicht so im Raume stehen bleiben.
Herrn Walser lebt nur einige km von mir direkt am Ufer des Bodensees bei Überlingen und hätte besser geschwiegen. Er hat sich völlig lächerlich gemacht.
Ich habe Mitleid mit ihm, da man sich um sich geistige Klarheit Sorgen macht....

Den vielen wichtigen, sachlich richtigen Einwänden hier kann ich nichts mehr anfügen außer meinen aufrichtigen Dank an die Redaktion, diesen entlarvenden Beitrag (sicher trotz Bedenken) veröffentlicht zu haben.

Ich kenne keine andere Zeitung Deutschlands, die derart differenziert und ernsthaft ihren Auftrag wahrnimmt und nicht nachlässt, die Bürgerinnen und Bürger aufzuklären über die ungeheuerlichen Machenschaften unserer Regierung, der EU-Verantwortlichen und leider auch der Parlamente.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.08.2012 14:58 Uhr
Andreas Koch

Klarstellung

Mein Kommentar ist keine wissenschaftliche Arbeit/ Veröffentlichung.
Daher kann ich mir längere Ausführungen sparen und auf bereits Gesagtes verweisen.

Häme ? Wo bitte sehen Sie diese ?

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Rolf Joachim Siegen

Franz Holzinger, blosses Sich-Anschliessen

an die Gedanken anderer genuegt nicht. Es ersetzt die eigene Begruendung nicht!

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Franz Holzinger

@Rolf Joachim Siegen: Andreas Koch übernimmt die Argumente der anderen

Zitat von Rolf Joachim Siegen: "ohne ein einziges Argument gegen ihn anzufuegen. "
Zitat von Andreas Koch: "Den vielen wichtigen, sachlich richtigen Einwänden hier kann ich nichts mehr anfügen "

Andreas Koch schließt sich den vielen Argumenten der anderen Beitragsschreiber an. Das sollte doch genügen, oder?

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Rolf Joachim Siegen

A. Koch, Sie uebergiessen Ihren Nachbarn

mit Haeme, ohne ein einziges Argument gegen ihn anzufuegen.

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peter myer

der artikel beschämt sie herr walser.

jetzt weiß ich erst den begriff, weltfremd richtig einzuordnen.
auf herrn walser trifft er zu, zu meiner überaschung.

europa nimmt bei einigen (vorrangig)ältern herren mittlerweile ja religiöse züge an.
und wie alle religionen sind diese für argumente nicht mehr zugänglich.

bedauerlich, nein eher traurig und gefährlich
sie wollen gutes und rechttfertigen damit das böse.

darauf wird es leider hinauslaufen- wie in allen dikatorischen system, hat sie jeder dem vermeitlich guten unterzuordnen.
und wenn er nicht will, wird er umerzogen, gerne mit einermauer die ums land gebaut wird oder noch anderem.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.08.2012 00:04 Uhr
Gabi Heintz

Herr Zeiler, wer sich ein bißchen in Geschichte und Politik auskennt, der weiß, wovon Herr Myer

spricht.

Weder Hitler noch Stalin, Mao oder Pol Pot haben auf ihre Fahnen geschrieben, daß sie die Menschen hassen und sie ausbeuten und umbringen wollen.

Sie haben alle was von einer "leuchtenden Zukunft" gefaselt, für die "Opfer zu bringen" wären.

In unserer Zeit geht es weniger ums Umbringen (vielleicht "noch", ich weiß es nicht); die Geldgier bestimmt das Handeln.

Und schwärmerische Idealisten arbeiten geldgierigen Bankern und machtgierigen Politikern in die Hände, indem sie was von Poesie und Literatur schwallen.

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Rudolf Zeiler

Herr Myer, Sie hätten besser Pastor werden sollen.

Mir kommen die Tränen ob Ihrer fürsorgenden Voraussicht und Ihrer weitherzigen Duldung Andersdenkender ( ganz abgesehen von Ihrer schoöönen Sprache ). Haben Sie auch sachliche Argumente anzubieten ?

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peter myer

sorry für tippfehler.

sorry für die tippfehler, ich sollte einfach nicht in rage tippen ;)

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Adele Mankenstein
Vero Müller (VeroMue) - 22.08.2012 08:37 Uhr

Wertegemeinschaft = Währungsgemeinschaft ist grobe Vereinfachung

Ich kann nicht verstehen, warum eine europäische Wertegemeinschaft um jeden Preis mit einer europäischen Währungsgemeinschaft gleichgesetzt werden soll. Europa ist doch viel mehr als seine Währung: wir sind eine Gemeinschaft der Kulturen, der Demokratien und Werte, zunächst und auch völlig unabhängig vom Zahlungsmittel!
Bei der Bewertung der Frage einer gemeinsamen Währung, sollte man daher sachlich und objektiv urteilen - und nicht ideologisch! Fällt die gemeinsame Währung, fallen doch mitnichten auch "automatisch" die (viel älteren und tieferen) gemeinsamen Werte (das ist unbegründete Angstmache).
Überdies hat Herr Walser hier Hölderlins und Nietzsches Griechen-Verehrung völlig verzerrt dargestellt. Nietzsche und Hölderlin verehrten die Werte des antiken (!) Griechenlands und zogen die griechischen Götter für ihre Dichtung und Philosophie heran (Dionysos, Apollon ...) - dass sie _somit_ auch den modernen Staat Griechenland verehrt hätten, diese Behauptung ist natürlich unhaltbar.

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Dieter Ackermann

.....MEHR.....

Da bleibe ich mal bei unseren europäischen Dichtern und Denkern und zitiere zu den Ausführungen von Herrn Walser einen unserer ganz großen (“Friedrich Schiller“):

“Leicht beieinander wohnen die Gedanken, doch hart im Raume stoßen sich die Sachen!“

Und, wenn es ums Geld geht, reduziert sich die ganze abendländische “Dichtkunst“ (wahrscheinlich auch “Denkkunst“) auf ein einziges kurzes Wort:

……..MEHR…….

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Carlos Anton

Anmassung von Kompetenz

Niemand würde Herrn Walser bei Zahnschmerzen oder Beinbruch um Hilfe bitten, weil ihm die Kompetenz zu helfen fehlt. Das gleiche gilt für ökonomische Fragen. Es ist eine Anmassung, dass er sich dennoch dazu äussert.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.08.2012 13:03 Uhr
Carlos Anton

Herr Zeiler

Sie wollen es wohl nicht verstehen. Es ist eine triviale Feststellung, dass Europa mehr als Ökonomie ist. Für Fragen der Ökonomie benötige ich jedoch Fachkenntnis wie für die Behandlung eines Beinbruchs.

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Rolf Joachim Siegen

C. Anton, schauen Sie in Ihren Spiegel

Walser aeussert sich als Patriot fuer Europa.

Sind Sie kompetenter (als Oekonom)?

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Rudolf Zeiler

Herr Anton,

Europa ist eben nicht nur eine ökonomische Frage... Zumindest für mich.

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Hans-Jörg Rechtsteiner

Gratis abzugeben

„Si tacuisses, philosophus mansisses“ tönte es gleich aus mehreren Leserkommentaren. Nun. Selbst wenn Herr Walser die Einladung zu diesem Euro-Beitrag ausgeschlagen hätte – den Philosophen hatte er aufgrund vieler vorangehender politischer Wortmeldungen zweifelhaftester Güte schon längst verspielt.

Von welcher Güte seine literarischen Wortmeldungen sind, muß ich dahingestellt sein lassen. Seit der Lektüre von "Das Einhorn" leide ich an einer, wie ich fürchte, unheilbaren M.Walser-Allergie, die allem guten Zureden und allen gutgemeinten Buchgeschenken hartnäckig getrotzt hat. Mein schmaler M.Walser-Bestand im heimischen Regal ist daher gratis abzugeben.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.08.2012 09:40 Uhr
Hans-Jörg Rechtsteiner

Mit Verlaub, Herr Zeiler, das sehe ich anders

Martin Walser nimmt aufgrund seiner Tätigkeit als Schriftsteller eine herausgehobene Position in der Öffentlichkeit ein, die es ihm ermöglicht, umfangreiche Artikel zu politischen Themen zu publizieren, die dann ein überaus breites Leserecho finden. Wenn ich also an Herrn Walsers Literatenruhm ein wenig kratze, so bedeutet das lediglich, daß ich ihn für überschätzt halte. Und das gehört durchaus hierher.

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George Rauscher

Wenn sich Walser hier aber so hervortun möchte

Dann geht es eben auch um ihn, und um seine realitätsfernen Auslassungen.

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Rudolf Zeiler

Herr Rechtsteiner,...

In diesem Forum geht es um "Europa", nicht um den Dichter Martin Walser !

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Sebastian Böß

Der euro erzwingt Gleichmacherei, von sehr unterschiedlichen Völkern

Der Euro erzwingt die Gleichmacherei von höchst unterschiedlichen Völkern, sowohl wirtschaftlich, als auch ökonomisch, und kulturell. Nur noch der Einheitseuropäer ist erwünscht.
Da aber Europa so unterschiedlich ist und auch bleiben wird, wird eine Transferunion, oder wie man sie auch immer nennen mag, langfristig nicht funktionieren, denn sie sorgt für Ungleichgewicht, der Nehmer der Gelder, wird Almosenempfänger und abhängig, die Geber geben ungern den weniger starken Ländern. Das sorgt für Spannungen, im schlimmsten Fall für Krieg.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.08.2012 09:33 Uhr
Rolf Joachim Siegen

S. Boess, auch Sie spielen auf dem Klavier der Affekte

Gleichmacherei? Stimmte dies, muesste Deutschland von Mecklenburg bis Bayern verschiedene Waehrungen haben wegen der Unterschiedlichkeit der Bundeslaender. Ihr Nationalisten wollt partout die Kleinstaaterei zurueck.

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