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Obamas digitale Philosophie Sind Computerviren die Atombomben des digitalen Zeitalters?

 ·  Ein neues Buch enthüllt die Cyberkriegsführung der Vereinigten Staaten gegen die iranischen Atomanlagen. Als Vordenker spielt Präsident Obama dabei eine zentrale Rolle.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (18)

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Tyler Durden Volland

@ Günter Gladis

Wie lächerlich.... wie so üblich bei typisch amerikanischem "Denk" Niveau: Ein Vorurteil ist alles was ihrer Meinung widerspricht, während ihre Meinung natürlich stets ein angemessenes Urteil ist?

Wer heute etwas älter ist, der beobachtete mit unverholener Genugtuung den Niedergang der USA. Da sich ohnedies nichts bessern wird, stört auch nicht sonderlich, dass mit China wohl kaum etwas Besseres als Weltmacht #1 nachfolgen wird.... was uns bleibt, ist Zynismus.

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Roland Lukner

Virtuelle Kriegsführung

Schon Ernst Jünger hat diese Möglichkeit Ende des 20. Jahrhunderts vorausgesagt.

Ernst Jünger: "Die wachsende Vergeistigung ist zwar hochgefährlich, doch auch imstande, der Vernichtung Paroli zu bieten - zum Beispiel dem Krieg, indem sie ihn auf einen Austausch von Formeln reduziert. Der Unterlegene gibt auf wie bei ein...er Schachpartie. Falls er den Spieltisch umwirft, wird ihm das Schicksal der Giganten zuteil." Zitat aus: "Gestaltwandel: Eine Prognose auf das 21. Jahrhundert." In: Die Zeit Nr. 29, 23. Juni 1993.

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Franz Muller
Franz Muller (fmuller) - 02.06.2012 13:57 Uhr

Eine äusserst ungute Entwicklung

Sie könnte in einer digitalen Verdunkelung enden, ähnlich wie in konventionellen Kriegen, wo man die Lichter löschen und die Vorhänge zuziehen musste. Das würde bedeuten, dass man auch als Privater seine Angelegenheiten online nur noch unter hohem Zeitdruck und hinter aufwendigen Firewalls erledigen könnte, ansonsten bliebe die Verbindung gekappt.
Eine andere ungute Entwicklung stellt das Kaffee-Klatsch-Netzwerk Facebook dar. Viel hin und her und dabei viel zu wenig Bedienerfreundlichkeit und Nutzen! Es wiederspiegelt die Alltagsbedürfnisse der Menschen völlig ungenügend und spioniert sie aus. Es fehlt eine Übersicht über viele Fragen, wie etwa: Wo finde ich in der R e g i o n geeignete, freie Schrauber für meinen Gebrauchten, wo einen empfehlenswerten Frauenarzt, welche Nachhilfe für mein Kind, etc. Dazu sind regional orientierte, klar strukturierte Plattformen mit Waren und Dienstleistungsangeboten, sowie zugehörige, neutrale Foren für Erfahrungen und Empfehlungen notwendig.

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Günter Gladis
Günter Gladis (poetnix) - 02.06.2012 10:28 Uhr

Vorurteile kontrollieren!

Außer Vorurteilen gegen Obama oder USA habe ich hier wenig Sachliches gelesen!
Es war zu erwarten, dass das Internet zu einer Art Waffe auf politischer und technischer Ebene wird.
Ob man es als digitale Atombombe bezeichnen muss ist fraglich.

China, Russland, USA und auch Europa sitzen mit Spionagesoftware schon lange in einem Boot.
Und solange diese Software zum Schutz vor ...und nicht Angriff auf... eingesetzt wird, dürfte auch nichts dagegen einzuwenden sein.

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Jan Hoffmann
Jan Hoffmann (Jaho) - 02.06.2012 09:07 Uhr

Soschnell ist man ein Held - noch immer

Ein Mann, der die Hoffnung der Welt war, weil er schwarz/farbig/afroamerikanisch ist, hat nun Dinge genutzt, die andere für ihn vorbereitet und auch schon genutzt haben. Und noch immer wird er zum Helden verklärt.
Einfach nur noch verwunderlich

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Matthias Elger
Matthias Elger (melger) - 02.06.2012 08:40 Uhr

Ideen der Medien künftig als Politik anwenden? Das soll erfolgreich sein?

Ich kann das nicht so recht glauben. Computerviren sollen die Welt retten. Dieser Quatsch erscheint ja ähnlich dem James Bond Unsinn. Die USA haben wirtschaftlich kaum noch die Vormachtstellung in der Welt, max. noch im Konsum, welcher auch gleich ihr großes Problem ist. Sie leben über ihre Verhältnisse und denken dies mittels Technologie und gutem Marketing ausgleichen zu können. Was die USA noch zu einer Supermacht macht ist ihr Militär, doch wenn sie weiter so verschwenden, werden sie sich dies kaum noch leisten können. Müssen es ja jetzt schon abbauen.

Aber sie können ja gern träumen, dass Computerviren die Welt retten!

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Anton Paschke

Unfähig

Die Iraner sind scheinen völlig unfähig zu sein. Das Gezerre um die iranische Atombombe dauert schon mehr als 20 Jahre und sie haben NICHTS. Ein eigenes Betriebssystem für einen Computer haben sie auch nicht. Zudem muss anscheinend jeder noch so geheime Computer ans Internet angeschlossen werden.

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Tyler Durden Volland

Sehr erfreuliche Kommentare, bis auf einen....

Im Artikel selber steht es ja: "Diese Mittel erscheinen als Alternative zu Invasionen und Bombennächten, jedenfalls so lange, bis die Vereinigten Staaten selbst Opfer einer Cyberattacke werden!" ... und um für diesen Tag gerüstet zu sein hat man ein Militär Budget, das nahezu so gross ist, wie das des Restes der Welt zusammen.

Die Amerikaner sind unfähig sich von der Vorstellung ihres Exzeptionismus zu trennen. Man legt prinzipiell zwei verschiedene Masstabe an. Den einen an sich, den anderen an alle anderen. Das ist eine natürliche Konsequenz in allen Ein-Parteien "Demokratien" der Welt.

Obama macht das natürlich richtig, seine Stunts werden ihm die Wiederwahl sichern, nach der 2.Amtszeit ist eh Feierabend.
Die Konsequenzen seiner Politik hat er nicht mehr zu tragen.
Wie mit eventuellen unliebsamen Antworten anderer, ebenso skrupelloser Leute umgegangen wird, konnte man ja nach dem 9/11 sehen.

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Otto Meier

Was steht am Ende, wenn es keine Geheimnisse mehr gibt? Frieden?

Vielleicht muß die weltweite Vernetzung und ihre Folgen viel positiver gesehen werden. Sicherlich läßt sich über das Netz viel Unheil anrichten, aber im Gegensatz zu Atombomben, die ja nicht jeder zu Hause hat, kann, zumindest theoretisch, von jedem vernetzten PC der Welt ausgehend die Welt aus den Angeln gehoben werden. Das führt letztlich zum finalen Patt.

Wenn die Menschheit bis zu diesem Punkt überlebt, dann könnte ...

Eine abwegige Utopie? Ich denke nicht.

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Patrick Jütte
Patrick Jütte (MaNic22) - 01.06.2012 23:58 Uhr

Der US-Philosophenkönig

der pragmatisch denkt - das passt nicht ganz in die platonisch-idealistische Vorstellung einer staatlichen Führung, die in ihrer vernünftigen Leitung des Volkes (und dessen Fähigkeiten) zur gesamtgesellschaftlichen Gerechtigkeit verhilft.

Vielmehr existiert hier ein eigenmächtiger und die Öffentlichkeit in weiten Teilen umgehender Staatsapparat, der, wenn möglich, seine eigenen Mittel und Technologien lieber ohne große Mobilisierung (die ja immer Aufmerksamkeit impliziert) und in elitärer Geheimhaltung einsetzt. Und da wo die Aufmerksamkeit nicht zu vermeiden ist, wird ein passendes Paradigma medial inszeniert.

Ich habe mit Nichten etwas gegen Obamas Belesenheit, das finde ich noch sympathisch. Aber er bleibt Teil dieses undurchsichtigen und verworrenen politischen Systems, nimmt seine Rolle darin auch entsprechend war, und könnte so wohl eher als typischer Präsident, wie als belesener Held bezeichnet werden.

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Stefan Gigga

Wenn Cyberkrieg eine andere Art von Kriegsführung ist,

dann gehört Obama nicht ins Weiße Haus, sondern vor das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Der Iran hat die USA nicht angegriffen, womit ein Angriff der USA auf den Iran ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg wäre.

Es ist schon erstaunlich, dass Obama in Deutschland noch immer so beliebt ist, obwohl seine Politik (nicht nur die Außenpolitik) sich zu der - vom äußerst unbeliebten - George W. Bush nur in Nuancen unterscheidet.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.06.2012 23:31 Uhr
J Kröger

aber...

ist denn ein israelischer Präventivschlag mit unabsehbaren Folgen und geringen Erfolgschancen dem vorzuziehen?

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Wolfgang Richter

Verzögern, aber nicht verhindern

Mit seinen Computer- und Cyberstrategien kann Obama, ähnlich wie die Sowjets mit Diversion etc., die Kosten für den Gegner nennenswert erhöhen und dessen Vorhaben deutlich verzögern.
Aber an seiner Zielerreichung kann er ihn nicht wirklich hindern.
Gegen das iranische Atomprogramm sind solche Unternehmen gerechtfertigt und sinnvoll und viel besser als offener Krieg. Zumal dieser die immer besser verbunkerten und verstreuten iranischen Ressourcen nicht wirklich zerschlagen könnte.
Leider werden auch modernste Cyber-Strategien die iranischen Pläne nicht nachhaltig durchkreuzen können. Vom Gegenteil lasse ich mich gerne überzeugen.

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Uwe Reinking
Uwe Reinking (urein) - 01.06.2012 21:43 Uhr

Wiederwahl-bitte nicht: das sehe ich auch so.

Der Artikel beweist auch, warum: Wie Busch in grenzenloser Arroganz auf dem Flugzeugträger "mission accomplished" behauptete, ist doch Obama kein Stück besser. Selbstverliebt, arrogant und im alleinigen Besitz der Wahrheit. Er macht noch mehr Schulden als Bush, bringt die USA auf den gleichen zur Gesellschaftszerstörung führenden Pfad der sozialistischen Umverteilung und der Geldvernichtung wie die EU. Resume nach 4 Jahren: als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet. Mit der Homoehe noch Stimmen von Randgruppen zu fischen, ist doch schon fast eine Verzweiflungstat, da fällt ihm wohl sonst nichts mehr ein. Und jetzt bezichtigt er sich selbst ohne Not des Cyberterrorismus - das Echo für die USA von Hackern aller Länder wird spannend.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.06.2012 00:57 Uhr
Lars Münzing

Atombomben und Homoehe

Also ich persönlich fühle mich durch eine iranische Atombombe eher bedroht. Wenn Obama deren Entwicklung per Cyberattacke (vorerst) verhindern kann, soll mir das recht sein. Allemal besser als Teheran in Schutt und Asche zu legen. Die Bibelfreaks in der amerikanischen Provinz, für die die Homoehe eine existenzielle Bedrohung der Menschheit darstellt, werden so oder so den republikanischen Kandidaten mir der magischen Unterwäsche (Temple Garment) wählen.

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Franz Siebrech
Franz Siebrech (rosi110) - 01.06.2012 19:39 Uhr

Wiederwahl- bitte nicht

Die katholischen Bischöfe der USA und die wahrhaft Gläubigen wie auch zahlreiche Evangelikale haben eine ganz andere Einstellung zu Obama. Obama möchte katholisch geführte Krankenhäuser zwingen, Abtreibungen vorzunehmen. Er möchte auch die Homoehe einführen. Das und anderes sind Punkte, die einer Wiederwahl deutlich entgegenstehen.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.06.2012 23:21 Uhr
Jerome Morrow

Ein Hoch auf die katholische Kirche!

Ich darf mal kurz an den Skandal um Bischof Mixa erinnern und seine kürzlich beschlossene Beförderung im Vatikan. Wieder so ein Glanzstück dieses altern Herrn in Rom, der mit seinen völlig veralteten Ansichten leider nie im 21. Jahrhundert angekommen ist. Der Katholizismus hat die Wahrheit und Rechtschaffenheit nicht gepachtet. Wenn Kirchen ein Krankenhaus führen, dann bitte um den Menschen zu helfen und aus angewandter Nächstenliebe. Nicht die Kirche hat über die Abtreibung zu entscheiden sondern einzig und allein die Mutter. Und was stört Sie so an der Homoehe? Soll doch jeder so leben wie er möchte. Ein bisschen mehr Freiheit und Toleranz bitte, Herr Siebrech.

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Thomas Müller

Bitte nicht!

Für diese "wahrhaft Gläubigen" gilt dann wohl die andere Partei wählen. Da gab es doch vor einiger Zeit schon einen Vorprediger - J. W. Bush.

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Jahrgang 1966, verantwortlicher Redakteur für das Feuilleton.

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