01.06.2012 · Ein neues Buch enthüllt die Cyberkriegsführung der Vereinigten Staaten gegen die iranischen Atomanlagen. Als Vordenker spielt Präsident Obama dabei eine zentrale Rolle.
Von Nils MinkmarRichtlinien für Lesermeinungen
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Wie lächerlich.... wie so üblich bei typisch amerikanischem
"Denk" Niveau: Ein Vorurteil ist alles was ihrer Meinung
widerspricht, während ihre Meinung natürlich stets ein
angemessenes Urteil ist?
Wer heute etwas älter ist, der beobachtete mit unverholener
Genugtuung den Niedergang der USA. Da sich ohnedies nichts bessern wird,
stört auch nicht sonderlich, dass mit China wohl kaum etwas
Besseres als Weltmacht #1 nachfolgen wird.... was uns bleibt, ist Zynismus.
Schon Ernst Jünger hat diese Möglichkeit Ende des 20.
Jahrhunderts vorausgesagt.
Ernst Jünger: "Die wachsende Vergeistigung ist zwar
hochgefährlich, doch auch imstande, der Vernichtung Paroli zu
bieten - zum Beispiel dem Krieg, indem sie ihn auf einen Austausch von
Formeln reduziert. Der Unterlegene gibt auf wie bei ein...er
Schachpartie. Falls er den Spieltisch umwirft, wird ihm das Schicksal
der Giganten zuteil." Zitat aus: "Gestaltwandel: Eine Prognose
auf das 21. Jahrhundert." In: Die Zeit Nr. 29, 23. Juni 1993.
Eine äusserst ungute Entwicklung
Sie könnte in einer digitalen Verdunkelung enden, ähnlich wie
in konventionellen Kriegen, wo man die Lichter löschen und die
Vorhänge zuziehen musste. Das würde bedeuten, dass man auch
als Privater seine Angelegenheiten online nur noch unter hohem Zeitdruck
und hinter aufwendigen Firewalls erledigen könnte, ansonsten bliebe
die Verbindung gekappt.
Eine andere ungute Entwicklung stellt das Kaffee-Klatsch-Netzwerk
Facebook dar. Viel hin und her und dabei viel zu wenig
Bedienerfreundlichkeit und Nutzen! Es wiederspiegelt die
Alltagsbedürfnisse der Menschen völlig ungenügend und
spioniert sie aus. Es fehlt eine Übersicht über viele Fragen,
wie etwa: Wo finde ich in der R e g i o n geeignete, freie Schrauber
für meinen Gebrauchten, wo einen empfehlenswerten Frauenarzt,
welche Nachhilfe für mein Kind, etc. Dazu sind regional
orientierte, klar strukturierte Plattformen mit Waren und
Dienstleistungsangeboten, sowie zugehörige, neutrale Foren für
Erfahrungen und Empfehlungen notwendig.
Außer Vorurteilen gegen Obama oder USA habe ich hier wenig
Sachliches gelesen!
Es war zu erwarten, dass das Internet zu einer Art Waffe auf politischer
und technischer Ebene wird.
Ob man es als digitale Atombombe bezeichnen muss ist fraglich.
China, Russland, USA und auch Europa sitzen mit Spionagesoftware schon
lange in einem Boot.
Und solange diese Software zum Schutz vor ...und nicht Angriff auf...
eingesetzt wird, dürfte auch nichts dagegen einzuwenden sein.
Soschnell ist man ein Held - noch immer
Ein Mann, der die Hoffnung der Welt war, weil er
schwarz/farbig/afroamerikanisch ist, hat nun Dinge genutzt, die andere
für ihn vorbereitet und auch schon genutzt haben. Und noch immer
wird er zum Helden verklärt.
Einfach nur noch verwunderlich
Ideen der Medien künftig als Politik anwenden? Das soll erfolgreich sein?
Ich kann das nicht so recht glauben. Computerviren sollen die Welt
retten. Dieser Quatsch erscheint ja ähnlich dem James Bond Unsinn.
Die USA haben wirtschaftlich kaum noch die Vormachtstellung in der Welt,
max. noch im Konsum, welcher auch gleich ihr großes Problem ist.
Sie leben über ihre Verhältnisse und denken dies mittels
Technologie und gutem Marketing ausgleichen zu können. Was die USA
noch zu einer Supermacht macht ist ihr Militär, doch wenn sie
weiter so verschwenden, werden sie sich dies kaum noch leisten
können. Müssen es ja jetzt schon abbauen.
Aber sie können ja gern träumen, dass Computerviren die Welt retten!
Die Iraner sind scheinen völlig unfähig zu sein. Das Gezerre um die iranische Atombombe dauert schon mehr als 20 Jahre und sie haben NICHTS. Ein eigenes Betriebssystem für einen Computer haben sie auch nicht. Zudem muss anscheinend jeder noch so geheime Computer ans Internet angeschlossen werden.
Sehr erfreuliche Kommentare, bis auf einen....
Im Artikel selber steht es ja: "Diese Mittel erscheinen als
Alternative zu Invasionen und Bombennächten, jedenfalls so lange,
bis die Vereinigten Staaten selbst Opfer einer Cyberattacke
werden!" ... und um für diesen Tag gerüstet zu sein hat
man ein Militär Budget, das nahezu so gross ist, wie das des Restes
der Welt zusammen.
Die Amerikaner sind unfähig sich von der Vorstellung ihres
Exzeptionismus zu trennen. Man legt prinzipiell zwei verschiedene
Masstabe an. Den einen an sich, den anderen an alle anderen. Das ist
eine natürliche Konsequenz in allen Ein-Parteien
"Demokratien" der Welt.
Obama macht das natürlich richtig, seine Stunts werden ihm die
Wiederwahl sichern, nach der 2.Amtszeit ist eh Feierabend.
Die Konsequenzen seiner Politik hat er nicht mehr zu tragen.
Wie mit eventuellen unliebsamen Antworten anderer, ebenso skrupelloser
Leute umgegangen wird, konnte man ja nach dem 9/11 sehen.
Was steht am Ende, wenn es keine Geheimnisse mehr gibt? Frieden?
Vielleicht muß die weltweite Vernetzung und ihre Folgen viel
positiver gesehen werden. Sicherlich läßt sich über das
Netz viel Unheil anrichten, aber im Gegensatz zu Atombomben, die ja
nicht jeder zu Hause hat, kann, zumindest theoretisch, von jedem
vernetzten PC der Welt ausgehend die Welt aus den Angeln gehoben werden.
Das führt letztlich zum finalen Patt.
Wenn die Menschheit bis zu diesem Punkt überlebt, dann könnte ...
Eine abwegige Utopie? Ich denke nicht.
der pragmatisch denkt - das passt nicht ganz in die
platonisch-idealistische Vorstellung einer staatlichen Führung, die
in ihrer vernünftigen Leitung des Volkes (und dessen
Fähigkeiten) zur gesamtgesellschaftlichen Gerechtigkeit verhilft.
Vielmehr existiert hier ein eigenmächtiger und die
Öffentlichkeit in weiten Teilen umgehender Staatsapparat, der, wenn
möglich, seine eigenen Mittel und Technologien lieber ohne
große Mobilisierung (die ja immer Aufmerksamkeit impliziert) und
in elitärer Geheimhaltung einsetzt. Und da wo die Aufmerksamkeit
nicht zu vermeiden ist, wird ein passendes Paradigma medial inszeniert.
Ich habe mit Nichten etwas gegen Obamas Belesenheit, das finde ich noch
sympathisch. Aber er bleibt Teil dieses undurchsichtigen und verworrenen
politischen Systems, nimmt seine Rolle darin auch entsprechend war, und
könnte so wohl eher als typischer Präsident, wie als belesener
Held bezeichnet werden.
Wenn Cyberkrieg eine andere Art von Kriegsführung ist,
dann gehört Obama nicht ins Weiße Haus, sondern vor das
Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Der Iran hat die USA nicht
angegriffen, womit ein Angriff der USA auf den Iran ein
völkerrechtswidriger Angriffskrieg wäre.
Es ist schon erstaunlich, dass Obama in Deutschland noch immer so
beliebt ist, obwohl seine Politik (nicht nur die Außenpolitik)
sich zu der - vom äußerst unbeliebten - George W. Bush nur
in Nuancen unterscheidet.
aber...
ist denn ein israelischer Präventivschlag mit unabsehbaren Folgen
und geringen Erfolgschancen dem vorzuziehen?
Verzögern, aber nicht verhindern
Mit seinen Computer- und Cyberstrategien kann Obama, ähnlich wie
die Sowjets mit Diversion etc., die Kosten für den Gegner
nennenswert erhöhen und dessen Vorhaben deutlich verzögern.
Aber an seiner Zielerreichung kann er ihn nicht wirklich hindern.
Gegen das iranische Atomprogramm sind solche Unternehmen gerechtfertigt
und sinnvoll und viel besser als offener Krieg. Zumal dieser die immer
besser verbunkerten und verstreuten iranischen Ressourcen nicht wirklich
zerschlagen könnte.
Leider werden auch modernste Cyber-Strategien die iranischen Pläne
nicht nachhaltig durchkreuzen können. Vom Gegenteil lasse ich mich
gerne überzeugen.
Wiederwahl-bitte nicht: das sehe ich auch so.
Der Artikel beweist auch, warum: Wie Busch in grenzenloser Arroganz auf dem Flugzeugträger "mission accomplished" behauptete, ist doch Obama kein Stück besser. Selbstverliebt, arrogant und im alleinigen Besitz der Wahrheit. Er macht noch mehr Schulden als Bush, bringt die USA auf den gleichen zur Gesellschaftszerstörung führenden Pfad der sozialistischen Umverteilung und der Geldvernichtung wie die EU. Resume nach 4 Jahren: als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet. Mit der Homoehe noch Stimmen von Randgruppen zu fischen, ist doch schon fast eine Verzweiflungstat, da fällt ihm wohl sonst nichts mehr ein. Und jetzt bezichtigt er sich selbst ohne Not des Cyberterrorismus - das Echo für die USA von Hackern aller Länder wird spannend.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 02.06.2012 00:57 UhrAtombomben und Homoehe
Also ich persönlich fühle mich durch eine iranische Atombombe eher bedroht. Wenn Obama deren Entwicklung per Cyberattacke (vorerst) verhindern kann, soll mir das recht sein. Allemal besser als Teheran in Schutt und Asche zu legen. Die Bibelfreaks in der amerikanischen Provinz, für die die Homoehe eine existenzielle Bedrohung der Menschheit darstellt, werden so oder so den republikanischen Kandidaten mir der magischen Unterwäsche (Temple Garment) wählen.
Die katholischen Bischöfe der USA und die wahrhaft Gläubigen
wie auch zahlreiche Evangelikale haben eine ganz andere Einstellung zu
Obama. Obama möchte katholisch geführte Krankenhäuser
zwingen, Abtreibungen vorzunehmen. Er möchte auch die Homoehe
einführen. Das und anderes sind Punkte, die einer Wiederwahl
deutlich entgegenstehen.
Ein Hoch auf die katholische Kirche!
Ich darf mal kurz an den Skandal um Bischof Mixa erinnern und seine kürzlich beschlossene Beförderung im Vatikan. Wieder so ein Glanzstück dieses altern Herrn in Rom, der mit seinen völlig veralteten Ansichten leider nie im 21. Jahrhundert angekommen ist. Der Katholizismus hat die Wahrheit und Rechtschaffenheit nicht gepachtet. Wenn Kirchen ein Krankenhaus führen, dann bitte um den Menschen zu helfen und aus angewandter Nächstenliebe. Nicht die Kirche hat über die Abtreibung zu entscheiden sondern einzig und allein die Mutter. Und was stört Sie so an der Homoehe? Soll doch jeder so leben wie er möchte. Ein bisschen mehr Freiheit und Toleranz bitte, Herr Siebrech.
Bitte nicht!
Für diese "wahrhaft Gläubigen" gilt dann wohl die andere Partei wählen. Da gab es doch vor einiger Zeit schon einen Vorprediger - J. W. Bush.