03.03.2011 · Die Antwort ist: vermutlich. Unbefangen nutzen würde er ihn aber nicht. Denn auch der Dichter kannte schon die Überforderung des Geistes durch fortlaufende Neuigkeiten. So mied er phasenweise bewusst seine Lieblingszeitungen.
Von Tomasz KurianowiczRichtlinien für Lesermeinungen
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wird zukünftig in der modernen Arbeitsorganisation zur Herausforderung für Arbeitgeber und –nehmer gleichermassen.
Manager verschwenden 3,5 Jahre ihrer Lebenszeit mit irrelevanten E-Mails u. stehen unter hohem Druck der ständigen Erreichbarkeit, Wissensarbeiter empfangen u. senden täglich ca. 300 E-Mails. 60 Prozent der Büroangestellten empfinden permanente Unterbrechungen als belastend, fühlen sich erschöpft, weil sie das Gefühl haben, nichts zu Ende gebracht zu haben; 1/3 der Arbeitszeit geht durch Unterbrechungen verloren; nach jeder Unterbrechung werden zwei andere Aufgaben erledigt – danach dauert es acht Minuten, bis man wieder ‚voll da ist‘. Unternehmen verzeichnen Produktivitätseinbussen bis zu 28 Prozent. Es ist der zwanghafte Zustand, ständig zw. wichtigen und unwichtigen Informationen zu unterscheiden.
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F. Schirrmacher hat es in ‚Payback‘ als Frage formuliert: „Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht wollen – und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen.“
"Wer klickt denn noch auf Refresh? Wir doch fast alles instant geupdatet!"
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Haben Sie nur vergessen, das "geupdated" mit dem Ironiezeichen zu versehen, oder ist das ernst gemeint?
Dann ist es fast ebenso "schön" wie mein Lieblingswort "beinhalten" ;-)
Wer klickt denn noch auf Refresh? Wir doch fast alles instant geupdatet!
Im Zitat des Michael Rich wird die „Rückkehr zur Langeweile“ gefordert.
Das ist im Kontext unverständlich , denn "Langeweile" ist ja äußerst negativ konnotiert. Warum sollte sie erstrebenswert sein ?
Möglicherweise handelt es sich um eine unzureichende Übersetzung aus dem Englischen und es war die "Rückkehr zur Muße" gemeint.
Oder - was bedenklich wäre - Rich hält die Abwesenheit von schneller digitaler Zerstreuung wirklich für "Langeweile". Dann wäre er bereits selbst tief in die "digitale Sucht" verstrickt.
Konzentrieren!
Man sollte am Computer genau so ein Siegel haben, wie es Goethe für seine Zeitung verwendet hat. Ein Tag oder eine Woche keine aktuellen Informationen. Die Prüfungsvorbereitungen der Studenten würden wieder gelingen und die in mühevollster Kleinarbeit gesammelten Zitate würden zu einem sinnvollen Text kompiliert.
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Ich habe aber sicherheitshalber den Artikel schon mal auf facebook zitiert, da er einfach sehr gut ist!
Kommunikation auf DSDS-Niveau.
Es gibt im www kaum etwas Entbehrlicheres als die datensaugenden, nutzerverachtenden und geldgeilen sog. Social Networks. Es ist schlicht so: Das Netz kann die Schlauen schlauer machen, indes macht es die Blöden jedenfalls blöder. Kommunikation auf DSDS-Niveau halt. (Wer twittert, frisst auch McDonalds-Krams.)