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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Digitales Gedächtnis Wir brauchen eine europäische Suchmaschine

 ·  Was man nachschlagen kann, braucht man nicht im Gedächtnis zu behalten. Nach dieser alten Lehrerweisheit funktioniert auch Google. Nur dass der Stoff von Google unser Leben ist.

Artikel Bilder (5) Lesermeinungen (18)

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Klaus Kubinsky
Klaus Kubinsky (K_Kuby) - 21.07.2011 03:00 Uhr

mehr kulturrelevante digitale werkzeuge bitte!

ein paar populäre studien und heftige klischees und nun sollen wir angst haben, ohne erkenntnisgewinn? und kristallisationspunkt diffuser zukunftsängste ist wiedermal das wort "google"? come on! werden hier die begriffe sauber verwendet? "wissen"? "information"? "daten"? "kultur"? wer genau speichert, macht verfügbar, verknüpft, vergisst wann wo was und zu welchem zweck?
jedenfalls speichert und organisiert google search (!) kein wissen, sondern indiziert webseiten und aggregiert nutzungs- und nutzererdaten. nun ist das aber zum einen nur ein kleiner teil des internets (datenbanken / "soziale netzwerke" / digitale kommunikationskanäle, anyone?) und wohl nur ein bruchteil der individuell relevanten lebenswelt. zum anderen ist das weder hexerei noch kulturtechnik, sondern ein geschäftmodell an dem sich jeder probieren darf. warum aber die vorstellung einer freieren digitalen zukunft nun unbedingt an lediglich eine suchmaschine (wie simpel...!), noch dazu eine "europäische" gebunden sein soll erschließt sich mir allerdings nicht.
aber: mehr anbieter, die kulturrelevante digitale werkzeuge bereitstellen, im guten wettbewerb miteinander? – gerne! im übrigen ist es wohl uns überlassen, wovon wir uns alles abhängig machen wollen.

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Max Meinhardt
Max Meinhardt (MaxBln) - 20.07.2011 16:36 Uhr

Europäische Suchmaschine

Sehr interessanter Artikel, dessen Kernforderung aus der Überschrift in Relation zum komplexen Umfang des Artikel allerdings merkwürdig unbegründet und unausgearbeitet bleibt. Sicher wäre eine solche europäische Suchmaschine als Pendant wünschenswert. Aber warum eigentlich genau? Also die Kernfrage lautet: Was würde und könnte sie besser gewährleisten als Google?
Es wird ja oft vom quasi kurz bevorstehenden Untergang der USA gesprochen. Die bestürzende Wirklichkeit ist aber die, dass in einem Zukunftsbereich wie dem Internet die meisten alles beherrschenden Internetmaschinen aus den USA kommen: von Google, Facebook, Apple, Microsoft. Die bestürzende Wirklichkeit ist leider auch die, um die intellektuellen und unternehmerischen Kapazitäten zum Aufbau einer solchen europäischen Suchmaschine ist es in Europa offenbar nicht gerade rosig bestellt. Deshalb wären ein paar detailliertere Ausführungen dazu, wie sich Herr Schirrmacher über seine bloße Forderung hinaus eine solche eigene europäische Suchmaschine vorstellt, ganz hilfreich gewesen.

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Claudia Benditz

digitales gedächnis

Jenseits einer philosophischen Diskussion, darüber, was Erfahrung ist und deren Repräsentation (darauffolgend in Sprache, es sei denn man glaubt an die surrealistische Illusion des automatischen Schreibens), warum wird eigentlich nicht klar benannt, daß wir uns nicht mit UNSEREN Erfahrungen, aber Wahlentscheidungen und dem Repräsentieren unserer Vorlieben ausliefern an Werbeinteressenten und Konzerne. We only as consumers...im Sinne des "Systems" Das ist doch der Knackpunkt und nicht die Verfügbarkeit von Wissen oder dessen Auslagerung (Fakten...Zusammenhänge muss man immer noch im eigenen Gehirn verarbeiten, von dem Übergeordneten hat man nix)
Oder ist von dem Verschwinden des Menschen die Rede und dem Überantworten an Maschinen und einer Vision von just funktionierenden Individuen...
Ein Nirwana ohne Aufmerksamkeit...ja, auch nicht so schön...
wie auch immer, ein Artikel, der zum Reflektieren anregt, wichtig also und dafür danke!

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Martin Hofmann-Apitius

Ach, Herr Schirrmacher ...

... ist Ihnen entgangen, dass mit der rasant zunehmenden digitalen Dokumentation des Lebens eines jeden Einzelnen im Grunde ein eschatologisches Schema erfüllt wird? Alle Kulturen kennen den Tag des "Gerichts", das "Wiegen der Herzen" oder den Jüngsten Tag ... und all diesen ist gemeinsam, dass Bilanz gezogen wird über das Tun im Diesseits.

Im 19. Jahrhundert wurden zwei, drei Bilder von Familien (wir erinnern uns: Oma im strengen, schwarzen Kleid, die Familie arrangiert) oder Einzelpersonen über ein gesamtes Leben hinweg generiert. Heute dürfte die Zahl der Bilder und Clips, die für eine Einzelperson existieren, bei einigen hundert liegen.

Wir laufen direkt darauf zu, dass wir selbst unsere Lebensbilanzen schauen können; dass wir uns selbst den "judgement day" bereiten. Jede Facette unseres Lebens wird abgebildet; wir dokumentieren Geburten, erste Freundinnen, unsere Lebensphasen und die -abschnittsgefährten ... die Möglichkeiten, Bilanz ziehen, steigen proportional zur Dokumentation.

Was jedoch die Suchmaschine und die "Auslagerung von Wissen" angeht, lieber Herr Schirrmacher, so möchte ich Sie einladen, bei uns live zu erleben, wie Wissen verfügbar gemacht wird ... jenseits von Google fängt der Spaß erst richtig an.

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Ilya Kalinin

Matrix oder Avatar?

Ich möchte Frank Schirrmachers in die pessimistische Richtung zielendem Vergleich mit "Matrix" eine andere, optimistische Zukunftsvision entgegenstellen: Avatar. Erinnern wir uns an den "Baum der Ahnen", an den sich die Protagonisten andocken, aus dem sie die Stimmen der Ahnen wahrnehmen und sich von ihnen Ratschläge für aktuelle Probleme geben lassen (=>vernetzte Vergangenheit wirkt direkt auf die Gegenwart ein). Was, wenn das Internet diese Rolle in unserer Realität einzunehmen vermag? Es stimmt, dass im Internet ganze Menschenleben gespeichert werden können. Es stimmt, dass das Internet nichts vergisst. Werden menschliche Spiegelbilder darin nicht quasi unsterblich? Haben Menschen nicht immer nach einer Quelle der Unsterblichkeit gesucht?
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Ich glaube, dass hier Fiktion und Realität miteinander verschmelzen. Der Unterschied zu Matrix besteht übrigens darin, dass man aus freiem Willen entscheiden kann, ob und wann man sich andockt. In Matrix wird man in die Knechtschaft hineingeboren.

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Norina Fernando

wunderbar

ganz fernab des artikelthemas: ich finde den artikel ganz wunderbar schön geschrieben. vielen dank!

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Johann Schulz-Gebeltzig

Eine europäische Suchmschine...

... wäre vor allem eine, die nur einen simplen Algorithmus nutzen könnte. Oder einen besonders komplizierten, jenachdem wie man es sehen will. Warum? Ich muss ausholen:
Google weiß viel. Es weiß, wann Millionen Menschen in der Woche nach Grippe suchen - und wann es 3 Millionen sind. Und daraus kann es dann schließen, dass es eine Grippewelle gibt. Oder es merkt sich, nach dem Klick auf welches Ergebnis der Suchende binnen weniger Sekunden zurückkam - welches also nicht gut gewesen zu sein scheint.
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Eine europäische, schlimmer noch deutsche, Suchmaschine müsste wegen der hiesigen Paranoia auf jegliche dieser Schwarmintelligenz verzichten. Das zeigt sich dann in der Ergebnisqualität, und das wiederum in den Ergebnissen.
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Das Phänomenen wird sich auch schon bei einer etwaigen europäischen Ratingagentur zeigen: Wenn diese per se europäische Staaten besser, zu gut?, beurteilt, dann glaubt ihr eben niemand. Womit die Prognosen zwar gut sind, aber nirgendwo Anwendung finden bei der Kreditvergabe.
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Die EU belügt sich selbst, alles besser machen zu können. Nichtmal gleichgut schafft sie es mit ihren Mauern im Geiste. Eine Suchmaschine haben viele, viele Blogs und sogar private Seiten. Aber Google kann mehr.

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Josef Ernst
Josef Ernst (jsfernst) - 19.07.2011 15:48 Uhr

Bücherei - Bibliothek - Google

Auch mein Schuldirektor hat uns schon in den 70ern beigebracht: „Du musst es nicht wissen, Du musst nur wissen, wo es steht.“ Früher führte der erste Weg in die Bücherei, dann in die Bibliothek. Google ist heutzutage nichts anderes, als die moderne Library of Congress, nur viel größer und für jeden per Klick erreichbar.
In den Beständen der Library of Congress kann man verloren gehen, nicht nur, weil die Stockwerke dort anders als sonst überall von oben nach unten gezählt werden. Ohne konzeptionelles Wissen bleibt die größte physische Wissenssammlung der Welt eine Abstellkammer für alte Bücher. Nun macht die Library of Congress es dem Suchenden dank prinzipiell einfachen Suchstrategien nach Thema und/oder Autor leicht, fündig zu werden, ganz anders als die das Wissen verheimlichende Bibliothek aus Umberto Ecos „Der Name der Rose“. Bei Google genügt schon ein Stichwort.
Ob wir nun eine eigene europäische Datenbank benötigen oder nicht, hängt allein davon ab, ob Google uns finden lässt, was wir suchen. Erst wenn Google das nicht mehr täte und Bedarf nach mehr Information entstünde, läutet die Stunde für die Konkurrenz. Und diejenige, die dem Moloch Google nicht über den Weg trauen, könnten halt auf den Petabyte-Drive warten und sich dann ihre eigenen Library of Congress bauen

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Manuel Andreo Garcia

europäisch?

Google ist doch nur so erfolgreich, weil die solche Meta-Informationen speichern. Das ist doch der Hauptgrund, warum sich diese Suchmaschine durchgesetzt hat.
Auf der anderen Seite wird genau das kritisiert, da ja das Speichern von Suchassoziationen und ähnliches eine Verletzung des Datenschutzes ist.
Wenn man das mag, dann nutzt man noch andere Dienste von Google, damit die Meta-Infos noch besser werden, oder man lässt es;
aber es ist utopisch zu Denken, dass die EU eine Suchmaschine betreiben kann, die mit Google oder den zukünftigen Marktführern konkurrieren kann. Da fehlt es einfach an der nötigen Innovationskraft, an der Mentalität "wir machen das jetzt einfach mal, vielleicht klappt das ja".
Was ich mir vorstellen könnte, ist eine Suchmaschine für ganz spezielle Gebiete/Zielgruppe (z.B. Wissenschaft).

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Lothar Wölfel

Wer kennt "Quaero "?

Quaero wurde noch nicht einmal in diesem langen Artikel erwähnt. Aus der Taufe gehoben 2008 von Deutschland und Frankreich, gesponsort von 200 Millionen Euro Steuergeldern von der EU-Kommission. Quaero soll die Technik von Exalead liefern. Wer kennt diese europäische Suchmaschine? Nur mit deutschen Steuergeldern sponsort das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie THESEUS, ebenfalls eine Suchmaschine. Google, privatwirtschaftlich, hat seinen Erfolg ohne Steuergelder und ohne Politikeinmischung durch Leistung geschafft. Wir brauchen keine europäische Suchmaschine. Es gibt Google, Bing, Exalead und andere.

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Oliver Heim

Konkurrenz zu Google? Sinnlose Geldverschwendung?

Es ist davon auszugehen, dass 90% der weltweiten Informationen Datenmüll ist. Facebook, Twitter, Shopping, Chats .. sind alles Dienste und Informationen aus dem Jetzt für das Jetzt. Vieles ist derart banal, dass sich nicht einmal eine Speicherung lohnt. Und ehrlich gesagt, interessiert es in 20 Jahren niemanden, ob "Sven Niklas" am 16.07.2011 auf einer Party von "Diana" war und dort lustige Bilder gemacht wurden. Google hingegen lebt von diesem Hier und Jetzt. Deshalb ist die Echtzeitsuche so wichtig für den Suchmaschinen-Primus. Ich möchte jetzt ein Hotel in Palma de Mallorca buchen und mich jetzt über die neusten Party auf der Insel informieren. Und da mir langweilig ist, interessiert mich auch das neuste Geblubber meiner Freunde.
Doch all dies sollte und kann nicht das Ziel einer europäischen Konkurrenz zu Google sein. Denn wenn man Informationen speichert, muss man auch nach dem Sinn fragen. Den Europäern schwebt daher eher eine große Online-Bibliothek vor als eine Suchmaschine, wenn ich die Gedanken der Herren richtig interpretiert habe.

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Herr Sowieso

"talmundische Rezeptionskultur"

Also der Artikel als auch sein erster Kommentar ist hinsichtlich dieser "talmundischen Rezeptionskultur" etwas wiedersprüchlich. Wenn ich das richtig verstehe meinen sie mit diesem Kunstbegriff die Interpretation von Fakten, bzw. Nachrichten die als Fakten gewertet werden. Der Artikel stellt also implizit fest, das das chaotische Verfahren der Informationsdeutung im Internet dem Verfahren der öffentlichen Presse unterlegen ist. Der Witz dabei allerdings ist, das sie diese eigene Interpretation der Sache als Faktum ausgeben und somit selber ihrer eigenen Kritik unterliegen.
Wenn wir der "talmundischen Rezeptionskultur" eines zu verdanken haben, dann ist es die Erkenntnis über die Relativität der Wahrheit und somit die Befreiung von der offiziellen Wahrheitsschöpfung staatlicher und privater medialer Stellen. Man könnte es auch als weiteren Schritt Richtung Kants Forderung zur Aufklärung sehen. "bediene dich deines eigenen Verstandes und glaub nicht alles was du vorgekaut bekommst."

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C. Gros

Ökonomische vs. neuropsychologische Kosten der Datenproduktion.

In einer wissenschaftlichen Untersuchen (Arbeit ist noch in der Begutachtung) von 250 Millionen Dateien aus dem Fundus der (deutschen) Dateisuchmaschine FindFiles.net haben wir zeigen können, dass ökonomischen Faktoren schon heutzutage für die Produktion von Daten auf globaler Ebene keine Rolle mehr spielen, sondern die neuropschologischen Verarbeitungsmöglichkeiten. Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit den Aussagen dieses Artikels.

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Alex Kaehny

Die europäische Ratingagentur fürs Netz?

Die Forderung nach einer europäischen Suchmaschine folgt der selben Intention, wie die Forderung nach einer europäischen Rating-Agentur: Die Deutungshoheit über die Realität wieder zurück in europäische Hände zu legen, in der Hoffnung, das Ergebnis wäre fairer und weniger leicht zu manipulieren bzw. besser zu kontrollieren. Doch beide Projekte wären politisch motivierte Eingriffe in den Markt und es wäre sehr fraglich, ob sie überhaupt jemals die selbe Markthoheit erlangen, wie ihre Konkurrenten (Von den Ineffizienzen und dem politischen Klein-Klein europäischer Projekte mal ganz abgesehen, siehe EADS). Ebenso fraglich wäre, ob das Ergebnis wirklich "besser" wäre, weil es doch denselben Bewertungmaßstäben und Strategien folgt, wie das ihrer amerikanischen Konterparts. Gut, dann weiß eben ein europäischer Server, nach welchen Kriterien ich meine Freunde auswähle. Doch noch fraglicher finde ich die Annahme des Autors, dass ein europäisches Projekt/Produkt per se besser wäre, als ein amerikanisches, nur weil "wir" es kontrollieren können. Dieses "wir" gibt es nicht und meine Privatsphäre und mein Wissen oder Nichtwissen läge dann eben in den Händen deutscher oder französischer Interessen, aber nicht in meinen.

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Andreas Breuer

Frau Merkel wollte KEINE europäische Suchmaschine

Es gab ein deutsch-französisches Forschungsprojekt, welches zum Ziel hatte eine unkommerzielle europäische Suchmaschine zu etablieren. Sie stand unter der Schirmherrschaft der beiden Regierungschefs, Merkel machte erst halbherzig mit, um dann zurückzurudern. Es blieb ein Scherbenhaufen übrig, der als www.europeana.eu vor sich hin dümpelt und alles ist nur keine funktionierende Suchmaschine.

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Sabine Heimer
Sabine Heimer (SabHeim) - 19.07.2011 13:51 Uhr

Technik und Zukunftsglaube

Hinter diesem Technikglauben liegt der Glaube, dass die Ressourcen unserer Erde unendlich sind und Umweltzerstörungen (z.B. dramatische Reduzierung der Artenvielfalt, Auslöschung der Regenwälder, flächenmässige Ausbeutung der Ozeane) keine Konsequenzen auf das Leben in Industrieländern hat. Ich wette dagegen. Und wage die Prognose, dass in einigen Jahrzehnten der großen Masse an Menschen viel weniger Hochtechnologie zur Verfügung stehen wird als heute. Und wie wird der technologische Stand erst in 1000, 10.000 oder 100.000 Jahren aussehen?
Ich fürchte, Star Trek-Fantasien haben mit der Realität wenig zu tun, es wird immer "Auf und Abs" geben, und wir stehen bald zunächst einmal vor einem "Ab". Das wird alle technisierten Gesellschaften auf dem Planeten betreffen. Sich Gedanken machen, wie man komplexes Wissen auch hochtechnologiefrei/ autark für unsere Kinder und Kindeskinder bewahren kann, wäre viel sinnvoller.

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Helga Schulz

wir werden alle irre

wenn wir so weitermachen. Keine Prägungen mehr (Leihmutterschaft), kein Orientierungssinn mehr (Navi), kein verläßliches Zusammenleben mehr (Arbeitslosigkeit, Einzelflucht), kein Plan fürs Weiterleben mehr (man muß nehmen, was man zugeworfen kriegt, morgen ist alles anders). Degeneration zum Regenwurm oder zur Ämobe.
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Ob eine europäische Suchmaschine öffentlich-rechtlich sein sollte oder ob es nicht doch reichen würde, mehrere davon analog der Presse mit Abos für "Archivleistungen" (z.B. Abruf älterer Artikel) und Werbung zu finanzieren (das mit den Abos würde ein Nutzergewicht erzeugen), steht dahin, aber jedenfalls braucht es verläßlichere Strukturen.

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tanja scharle

wozu eine europäische suchmaschine?

ich verstehe den zusammenhang nicht. im beitrag wird über die auslagerung des gedächtnisses geklagt. würde das denn mit einer europäischen suchmaschine aufhören?

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Jahrgang 1959, Herausgeber.

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