01.02.2010 · Das Konzept des iPad ist ein Bruch mit der klassischen Cyber-Anthropologie, in der der Mensch sich seine Welt bis in die Mikrostruktur zusammenstellt. Der Preis dafür könnte die Kultur digitaler Kommunikation völlig verändern.
Von Frank SchirrmacherRichtlinien für Lesermeinungen
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Es ist erschreckend zu erkennen, wie klein viele Menschen denken. Erst dadurch wird einem bewusst, wie wichtig Menschen wie Mr. Jobs sind.
Diskontinuierliche Innovation ist das Zauberwort für wirklichen Fortschritt und Erfolg. Wir alle sollten froh sein, dass es wieder mal gelungen ist, etwas völlig Neues zu machen, anstatt das Bekannte immer nur etwas schneller. Das bei Diskontinuität nicht jeder mitkommt liegt in der Natur der Sache.
Das es wieder Apple ist, die eine ganze Branche vorführen, verführt natürlich zu kleingeistigem Gezitter. Aber warum? Ich als Mensch stand in 20 Apple-Jahren immer im Mittelpunkt, meine Unkenntnis der Technik hat man mir mit intelligenten Produkten immer entschuldigt und ich musste in zwanzig Jahren noch nie einen Apple Computer öffnen – noch nie ein Handbuch lesen!
Das ich mich jetzt nicht mehr um Batterien kümmern muss, ist, Techno-Nerds werden das nie verstehen, eine Offenbarung. Wunderbar. Das ich mich bald um noch viel weniger kümmern muss, weil es noch simpler wird, Apple zu nutzen, erscheint Menschen, die einfach nur gut mit einem Computer gute Inhalte produzieren möchten, als Paradies.
Intelligent kritisch sollten wir dennoch bleiben – aber nicht dumm kritisch.
Redet die ganze Welt eigentlich über das iPad...
... oder in Wirklichkeit über die Frage, was da "auf uns zukommt"? Herr Schirrmacher selbst schrieb "Vergessen wir für einen Augenblick die überall diskutierte Frage, ob man sich das Gerät kaufen würde oder nicht ..." Vielleicht hätte er noch konsequenter sein und schreiben müssen "Vergessen wir für einen Augenblick, dass es iPad heißt und von Apple kommt." Zumindest wäre dann schon ein Großteil der (hier zum Glück nur am Rande bemerkbaren) Apple Pro und Kontra-Diskussion um dieses Gerät eliminiert und der Fokus klarer auf grundsätzliche Fragen gelenkt. Wer und was wird zukünftig unser Leben, unsere Art der Kommunikation bestimmen? Und was ist eigentlich ein "mobiles Leben" (in Anlehnung daran, dass Apple sich ja nunmehr als Mobile-Devices-König schlechthin präsentiert.) Würde man sich ausschließlich auf diese Aspekte konzentrieren und dann erst den Blick aufs iPad werfen, dann könnte man endlich mal "Kein Multitasking", "kein Flash", "keine Kamera" ignorieren, sich auch von jedem Vergleich eines "iPhone OS vs. Windows & Co. OS befreien". Und einfach nur attestieren, dass hier unser gewohntes Weltbild erfreulicherweise endlich mal wieder von jemanden ordentlich durchgerüttelt wird.
Das verstehen Sie unter einem offenen System?
Der Artikel strotzt von starken Behauptungen, die nicht halten, was sie versprechen.
Beispiele?
"Der Computer ist ein Werkzeug und die vorläufig letzte Metapher, die wir für menschliches Denken entwickelt haben."
Nach dem Computer kamen zumindest noch neuronale Netze als Bild für das menschliche Denken, und auch wenn neue technische Fortschritte immer dazu beigetragen das Hirn ein wenig weiter zu verstehen, weil man plötzlich einen Aspekt des Denkens besser in den Blick bekam, nur oft eben dann den Blick auf diesen einen Aspekt verengte, heißt das doch nicht, daß es umgekehrt war, und man die neue Technik entwickelte um eine bessere Metapher für das Denken zu bekommen.
"... in Systemen aufwachsen, die ... offen waren, weil ihre Entwicklungsgeschichte so chaotisch verlief."
Welche Geschichte verlief chaotisch? Die von Linux? Dessen Offenheit ist das erklärte Ziel der Entwicklung, keine unabsichtliche Folge.
Sie meinen Windows? Das verstehen sie unter einem offenen System? Auch nicht - Sie meinen so Computer allgemein, vom Großrechner bis zum Chip in der DVB-T-Box? Inwiefern beendet der iPad dieses Chaos? Auch mit viel Mühe finde ich keinen Sinn in diesem Satz.
Konzept: Freiwillige Entmündigung
Weder die begeisterten Anhänger dieser vermeintlichen Technik-Revolution, noch diejenigen, die sich über fehlende "features" beklagen, erkennen den Weg, den Apple inzwischen gemeinsam mit Unternehmen wie Sony und Microsoft eingeschlagen hat. Früher stand die Marke Apple für den Einfallsreichtum der Garagenbastler,
heute steht sie für Digital Rights Management (DRM) und Trusted Computing (TC).
Wer ein gekauftes Gerät wie das iPhone, iPad oder den iPod frei benutzen möchte, der muß illegal "einbrechen" in das System, für das er bezahlt hat (der Begriff "jail-break" könnte nicht passender sein). Mark Pilgrim's Blog-Beitrag "Tinkerer’s Sunset", in dem er seine Erlebnisse beim Tüfteln und Experimentieren mit den ersten Mac-PCs der funktionalen Eingeschränktheit heutiger Geräte und Software gegenüberstellt, macht deutlich, daß technische Geräte gerade für Kinder und Jugendliche nicht mehr auf Neugier sondern auf Bequemlichkeit abzielen.
Larry Lessig, der Gründer des "Stanford Center for Internet and Society", hat vor einigen Jahren das Internet gelobt, weil es im Gegensatz zur passiven "Read-Only"-Fernseh-Kultur eine kreative "Read/write"-Kultur begünstige. Unter dem Motto "Hauptsache einfach" geht es jetzt wieder in die Gegenrichtung.
Sehr geehrter Herr Schirrmacher, sie hätten ihren wirklich länglichen Artikel durchaus schärfer und treffgenauer formulieren können, wenn sie denn den Unterschied Apps und sog. Plugins für Browser beachtet hätten. Das ist nämlich nur ein Unterschied bezüglich des Machtbereiches.
Apple verbietet alles für iPad und iPhone und iPod, das irgendwie nach einer alternativen Ablaufumgebung aussieht.
Das betrifft sowohl Flash als auch alternative Browser.
Denn dort könnten sich ja Adobe, Google und all die anderen einnisten und Funktionen anbieten, ohne Apple davon 30% zu überlassen.
Oder schlimmer noch, durch kostenlose Konkurrenz Apple 100% nicht verdienen lassen. Geld genug hat Google dafür. Und das Google soetwas durchexerziert ist auch schon vorgekommen.
Auch ein Unterschied in den Ambitionen ist z. B. zwischen Apple und Google nicht wirklich gegeben. Nur in der Strategie. Die eine Firma lockt mit einfacher Bedienung durch eingeschränkte Freiheit zum einen Anbieter. Die andere gewährt vorderhand größere Freiheit, sammelt aber systematisch Datenschnipsel und versucht mit Hilfe von angewandter Statistik, z. B. für Werbung, relevante Daten zu verkaufen.
@Hans-D. Kaden (wwwha): Eben nicht Revolution
Das iPad setzt im Gegenteil nicht auf Revolution, es ist komplett anti-revolutionär.
Es fängt damit an, daß nur Medien und Programme über iTMS gekauft werden können.
Diese gelangen nur in den Handel, wenn Apple aufgrund nicht nachvollziehbarer Gründe die Erlaubnis erteilt.
Und geht weiter bei Programmen, die aufgrund rein Apple-nützlicher Überlegungen nicht erlaubt werden. Mit fadenscheinigen Argumenten. Siehe z. B. Flash.
Einfache Bedienung? Ja warum wohl?
Weil man nix mit dem Ding machen darf.
Außer beim Monopol kaufen und dann nur das konsumieren.
Also Einfachheit erkauft durch Einschränkung und Unfreiheit.
Die Revolution war der PC, denn er brachte neben den gekauften Anwendungen immer die Möglichkeit des Selbermachens.
Wenn sie auf letzteres Verzichten wollen ist das OK, aber schauen sie nach, ob es sich bei dem Gerät nicht doch nur um eine gut gemachte Falle handelt.
Das iPad ist sehr wohl eine Revolution
Ein Danke an die FAZ!
Ich habe nur eine Bitte an die vielen Kritiker: Bitte denkt mal darüber nach, ob es eine andere Möglichkeit für die Nutzung von IT gibt.
Im heutigen Zeitalter haben Bedienungs-Abläufe der IT dann Ihr Ziel erreicht, wenn Menschen "Computer" (im Allgemeinen) innerhalb kürzester Zeit bedienen können, die bisher noch keinen Computer hatten ... ohne dass ein 1-st, oder 2-nd Level-Support notwendig ist, oder ein Handbuch gelesen werden muß.
Ich akzeptiere inzwischen nicht mehr, dass IT komplex ist. Das ist sie sicherlich richtig im Backend, aber im Frontend muß sie so einfach wie möglich sein.
Das iPad bestätigt dies.
Schön und gut.
Aber es sind zum Teil elementare Schnittstellen die fehlen.
Einmal HDMI, zum anderen USB!
So das ich dann doch wieder am denken bin wie ich es löse.
Herr Schirrmachers Artikel ist hervorragend! Apple vollzieht einen Paradigmenwechsel und genau dieses "verkehrten" Blickwinkels bedarf es dringend. Technik ist keine eigenständige Welt zu der man sich über "Kenntnisse" Zugang verschafft. Der Nutzer hat das unabdingbare Recht, Technik als schlicht funktionierendes Werkzeug zur Bereicherung seiner Welt zu erhalten und nicht als Gral gereicht zu bekommen. In dieser neuen Deutung liegt aber gleichwohl ein deutlich höherer Grad der Abhängigkeit und der Nähe zur urpersönlichen Lebensgestaltung.
Schön, daß die couch potatoes jetzt auch einen Computer haben. Wie "bequem". Die anderen werden ihn sich schon zurechthacken.
Welche Verwaltungsreform ist gemeint?
Kann mich an keine erinnern, die aehnlich revolutionaer waere wie das iPhone 2.0. Die da letztens in der FAZ besprochene kann es doch nicht sein.
Die Theorie leuchtet mir sehr wohl ein. Mich würde aber die Praxis interessieren. Wie sieht denn so eine Formel genau aus, nach der multinationale Konzerne bestimmen können, wie ein Kandidat in 5 oder 10 Jahren sein wird respektive was er leisten wird? Ich würde zu gerne eine solche Formel präsentiert und erklärt bekommen.
Ich denke, dass hier nicht nur (und vermutlich auch nicht in erster Linie!) die Quantität der Beziehungen entscheidend ist, sondern, wie Sie andeuten, auch die Zeitabstände der Kommunikation sowie die Palette der Themen, über die man spricht. Den Menschen verstehe ich in diesem Modell als einen Impuls in einem komplexen System (z.B. Gehirn). Ein Impuls kann sehr schnell seine Kraft verlieren(Normalfall) oder relativ persistent sein(z.B. Forscher), ein Impuls kann über viele Nerven, um viele Ecken wandern(Offenheit, Kreativität, Mut zum Neuen), ein Impuls kann weitere Impulse auslösen(Ideengeber, Motivator). Letztendlich löst sich ein Impuls irgendwann auf (Tod). Es gibt noch viele andere Eigenschaften, die man wohl allesamt auf so einen Algorithmus zur Prognose menschlicher Leistung übertragen könnte.
iPad scheint nicht vestanden worden zu sein...
....liegt es vielleicht daran, das diejenigen die über das Gerät schreiben, genau die sind, die schon immer mehr am Computer (Technik) interessiert waren als an der Anwendung...Logischerweise denn die Stand lange Zeit nicht im Vordergrund!
Kann es sein, das man mit dem iPad viel mehr machen können wird als man zugeben möchte, als man zugeben kann. Aber man ahnt es schon...
Endlich scheint erreicht auf was viele Menschen so lange gewartet haben, sie haben ein Gerät in der Hand das man irgendwie so gar nicht mehr als "Computer" bezeichnen möchte. Eine Revolution? Kann sein, aber evtl. die Evolution des digitalen Alltags. Das iPad als Schnittstelle....
Kann es evtl. auch sein, das unsere Vorstellung so sehr beschränkt ist, weil man in alten GUI-Denken verhaftet ist und die Entwicklung von Programmen immer noch mit Zahlencodes verbindet. Multitasking, Ghz, Frontsidebus, alles Schnee von Gestern...
Das iPad ist all das, es ist einfach da, ein Gerät was sich in den Alltag so integriert als sei es ein Zeichenbrett, eine flexible Moderationskarte, ein Hausaufgabenheft, ein digitales Buch, ein Reiseführer, Das iPad liefert all das was in Zukunft wichtig sein wird! Der Zugang zur digitalen Welt mehr Menschen erschließen...
es sind nicht die kurzen momente...
...es sind die langfristigen veränderungen. so könnte man es nennen. jeder technik begeisterste, oder sollte ich freack, sagen? ist begeistert was es wieder einmal neues auf dem markt gibt. iPad, ohne schnittstellen, ohne admin account, ohne individualität. jeder schöngeistler würde sich empören, wenn ihm von anderer stelle gesagt würde, was er zu denken habe. jeder liberaler denker wäre eschoffiert, wenn man ihm "sein" gedanken gut vordächte. doch gibt es jetzt ein neuzeitliches spielzeug namens "iPad". dagegen ist vordergründig nichts zu sagen. aber wo word es enden? vom internet wie es heute existiert können wir uns verabschieden! web-dienste werden verteilt, auf googel, amazon, facebook und(!) auf apple-store(s). es wird dann neben iTunes wietere Mausefallen geben. Diese werden dann iBook, iPress, iHelp, iMap und iDingenskirchen heissen. ist doch schön. den männern des letzten jahrhunderts ihr auto, und den iBossen der nächsten jahrtausenden ihr einkommen. und was ist mit dem iHumanus TouchScreenicus? der braucht seine weiche masse zwischen den ohren nicht mehr denn, er hat ja "AppsIcus" vulgaris. nachtgedanken: HH sagtee es nicht treffender...
muss ein Tablet unbedingt ein Computer sein?
Es muss doch nicht alles nach altem Strickmuster funktionieren.
Das von Steve Ballmer vorgeführte PC Tablet ist so ein Computer Ding.
Nur wie er auch selbst feststellen musste - nahezu unbedienbar.
Da ist mir Apples Konzept um Grössenordnungen lieber,
denn auch da gibt es für alles eine App.
zu kurz gedacht, Apple arbeitet anders
Man erinnere sich 1984, der Mac, vollkommen unterdimensioniert, programmieren geht nicht (dafür brauchte man eine LISA), alte Schnittstellen fehlen, ...
Jahre später: der Mac ist u.a. die Entwicklermaschine. Gehen sie mal zu einer beliebigen Konferenz zum Thema Softwareentwicklung im Internet, etc. - ohne Ende Macs.
2010, iPad, (nur teilweise) unterdimensioniert, Schnittstellen fehlen, programmieren geht nur mit dem Mac, ...
Laut Steve Jobs ist Apple 'Software'. Auch die Hardware wird mit Software entworfen. Software hat eine Eigenschaft: sie entsteht über die Zeit. Die Hardware des iPads ist da. Die Software erst in Ansätzen. Steve Jobs arbeitet mit relativ kleinen Teams und deren 'Output' ist begrenzt: sie entwickeln die Kernidee - der Rest entwickelt sich dann über die Zeit innerhalb und ausserhalb von Apple. Entwicklung direkt auf dem iPad? Kommt bestimmt. Telefonieren. Wird über VOIP gehen. Drucken? kommt.
Das war der Start einer neuen Plattform mit Touch-Screen-UI. Die Funktionen dafür werden jetzt entwickelt. Das Steve nicht nur an Konsum interessiert ist, hat man an iWork gesehen: tolle Oberfläche und günstig. Über die Entwicklertools kann man selber solche Anwendungen bauen.
Liebe Kreativen & Selbstbestimmer, mal polemisch gefragt:
Wie konnte eigentlich im 18. Jahrhundert die Aufklärung um sich greifen und bürgerliche Freiheit sich ihren Weg bahnen - nur mit Tintenfeder und Papier "bewaffnet", bestenfalls unter Nutzung von quasi-Gutenbergschen Druckmaschinen in der Hand einiger weniger? ---
Man mag natürlich nicht gouvernantenhaft gegängelt werden, sondern selber entscheiden, sogar bei der Benutzung technischer Apparate - auch wenn diese eigentlich nur als Werkzeug dienen. Man möchte selbst entscheiden, ob man nun 120 fährt auf der Autobahn oder 150, man möchte selbst bestimmen, wie kalt oder warm es unterwegs sein soll, ebenso über Abfahrzeiten und Pausen und so weiter. ---
Aber die Freiheit, sich andere Rückleuchten einzubauen und schicke Zuhälter-Felgen dranzupappen, am liebsten noch den Motor-Chip zu "tunen" etc., das sind doch wohl nicht gerade Akte bürgerlich-individueller Selbstentfaltung, sondern entbehrliche Basteleien. ---
Die Zeiten, als man auf dem Mac noch selbst mit Systemerweiterungen und Kontrollfeldern hantierte, waren ja ganz lustig. Aber dafür kann man jetzt auf dem iPad beim e-book-lesen Schriftgröße und -typen ändern - und das ist doch auch schon was, z.B. bei der Danton-Lektüre. ---
Also nicht gleich "Entmündigung" schreien, gell !?
Herr Schirrmacher hat ganz richtig den "Drive" des Ipads erfasst. Es geht Apple nicht darum, dass der Nutzer aktiv partizipiert - es geht darum den Nutzer auf den Konsum zu reduzieren. Das Ipad soll also den Fernseher als Massenkonsuminstrument der 80-90er Jahre im Informationszeitalter ersetzen.
Hierzu verzichtet Apple beim Ipad konsequenterweise auf Multitasking-Fähigkeiten, da diese, aehnlich dem Zapping auf andere Programme, lediglich vom Konsum ablenken könnten.
Konjunkturspezialisten verweisen hierbei darauf, dass die fehlende Multitaskingkompetenz durch den Kauf und Einsatz eines - oder mehrerer - weiteren Ipads problemlos mitigiert werden kann.
Wer sich dieser Perspektive verschließt, fuer den gibt es ja immer noch andere Produkte aus der Apple-Produktpalette, wie z.B. das MacBookAir, das MacBook, das MacBookPro, den IMac oder sehr bald schon die IToilet.
Nach dem ganzen Geschwafel der Technikfuzzies ist das der erste wirklich intelligente Artikel zum Ipad.
H. Schirrmacher ist einer der Wenigen der wirklich begriffen hat um was es geht.
Hoffentlich reagiert die FAZ und FAS entsprechend und bringt beide Formate bis zum Erscheinen des Teils im EPUB-Format.
Wieso tun alle so als wäre das iPad irgendwie geschlossener als andere Systeme? Das iPad ist genauso offen oder geschlossen wie Hunderte von Millionen Nintendos, DS, PS1,2,3, Xbox(360) und iPods/iPhones aller Kategorien. Ein weiteres Device dieser Kategorie wird ziemlich wenig am Internet an sich ändern.
Außerdem ist auf dem iPad ein Browser (und zwar ein vollständiger) vorhanden. Ich sehe keinerlei Gründe, warum die Nutzung des Internets auf dem iPad anders werden sollte als vorher.
Irgendwie wird jetzt scheinbar so getan, als wären jetzt alle gezwungen, ihren Content nur noch in Apps auszuliefern. Sind sie aber nicht. Das ist ganz allein Entscheidung des Contentanbieters. Er kann, muss aber nicht. Es gibt keinen Vorteil, die nur ein App hätte. Man kann heute mit HTML,Javascript und SVG jede Menge machen. Der Konkurrent Palm baut sein ganzes Web OS auf der Basis (man kann dort sogar im Internetbrowser entwickeln!). Die Contentanbieter müssen es nur wollen.
Auch wird der Aspekt des Geräts, dass es *vorwiegend* für Consumer gebaut ist, schnell in ein "ausschließlich" umgedeutet. Dabei zeigt Jobs in der Mitte doch sehr schön, dass das iPad sogar für die Königsdisziplin Textverarbeitung, Spreadsheet, Präsentation und Foto taugt.