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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Die Methode Merkel Ich bin doch hier, was wollt ihr mehr?

 ·  Nach vier Jahren stößt die Methode Merkel an ihre Grenzen: Ihre Worte sind ausgewildert und betäubt. Die Gruppe von Menschen, die an eine Lösung in der Krise glaubt, wird immer kleiner.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (12)

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bernd ullrich

Ich bin begeistert.

Endlich mal einer, der die Floskeln von Merkel auseinandernimmt und feststellt, was wir von Merkel erwarten können. Nichts!

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Wolfgang G. Runte

Glaubwürdigkeit

Herr Minkmar, glauben Sie dieser Person noch ein Wort? Haben Sie zu dieser Regierung noch Vertrauen? Fühlen Sie sich von diesen Parlamenten, die wir mit zweistelligen Milliardenbeträgen bezahlen, noch repräsentiert? Ich nicht und wir steuern wieder auf eine Anarchie zu, wie es nach dem braunen und rotem Sozialismus gewesen ist. Diesesmal ist es der schwarze Sozialismus. Denn jetzt schickt man keine Waffen oder Mauern mit Stacheldraht, nein es langt ein Blechstück namens EURO.

Früher überfiel man Banken mit Pferd und Colt, dann mit Auto und Maschinenpistole, heute räubert man Banken mit Notebook und Kaffeetasse aus. So ändern sich die Zeiten, aber Verbrecher waren und sind es immer noch.

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Paul Hansen

Unsortierte Anmerkungen... (Telegramstil wg. 1000 Zeichenbegrenzung)

Sehr schoene Merkel Betrachtung. Merkel kann fuer den Krisenbeginn nichts, fuer den derzeitigen Krisenumfang traegt sie durchaus Mitverantwortung. Berlin will mit der Brechstange D im Euro halten, obwohl "das Volk" laengst einen Schritt weiter ist .... ohne Bodenhaftung kann man es nicht merken.... Und machen wir uns nichts vor, an der Dolchstosslegende 2.0 wird gerade gestrickt.... Weil die SPD die Unterzeichnung von Merkels "pet" Fiskalunion/ESM mit dem (nutzlosen) Wachstumspakt, hat Monti gut verhandelt (und den eigenen Stuhl noch gerade so gerettet) - und Merkel erpresst - ohne Schleusenoeffnung - kein Wachstumspakt, kein ESM, kein Fiskalpakt.... Abgrund....

Die offensichtliche Unfaehigkeit in Berlin, strategisch zu denken - und das eigene Interesse (wahlpolitische Position - SPD) vor das Gesamtinteresse gestellt - und schon ist der Schlamassel da. Da reichen Floskeln nicht, da ist Durchgreifen gefragt. Schade eigentlich...

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Peter Giessinger

Konzeptlos...

... ist das richtige Wort. Doch Konzepte vermisst man allgemein. Allein das Grundverständnis fehlt (nicht nur) der Kanzlerin (Wobei ich glaube, dass sie es tatsächlich hat), sondern vor allem unserem Bildungsbürgertum und den daraus entstammenden Abgeordneten. Sie sind halt zu braven Befehlsempfängern erzogen worden. Da fällt das selber nachdenken und eigene Meinung haben eben schwer. Und was mich am meisten nervt ist, dass die meisten Journalisten eine Mischung aus neoklassischen Durchhalteparolen und leeren Worthülsen (noch aus der Vorkrisenzeit) liefern. Andere versuchen sich an halbausgegorenen Ideen (Hurra, wir tilgen!) oder geben wenigstens zu, dass sie auch von den Ereignissen überfordert sind.
Meine Meinung zu diesem Thema ist: Die Zeit für echte Änderungen ist noch bei weitem nicht reif. Das, was wir z.Z. im Politzirkus erleben, ist doch allenfalls Krisenkosmetik. Solange noch von Beruhigung der Märkte geredet wird, sind wir jedenfalls noch nicht weiter als in 2009.

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Gernot Meyer
Gernot Meyer (gernot99) - 29.06.2012 22:36 Uhr

Was das "alte Europa" jetzt braucht, ist ein Gorbatschow

der das EUdSSR-Konstrukt auf halbwegs zivile und humane zum Einsturz bringt. Und keine Merkel, die bis zum Ende ihrer Tage von einem Möchtegern- "Katharina die Große"-Syndrom getrieben wird. Im Gegensatz zu ihrem Phantom-Vorbild fehlen der Kanzlerin jegliches Talent und Grösse.

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Martin Hofmann-Apitius

Wie wäre es ....

... wenn diese Klima-, Euro-, Rettungskanzlerin sich zur Abwechslung mal mit den Leuten beschäftigen würde, die dieses Land zu dem gemacht haben, was es ist?

Frau Merkel fehlt es ganz sicher nicht an Flugmeilen .... ihr fehlt es an Bodenhaftung und Verwurzelung bei den Menschen, die durch ihre Arbeit überhaupt ermöglichen, dass Frau Merkel mal hier 120 Milliarden, mal dort 700 Milliarden "auf den Tisch legt".

Wenn es etwas gibt, was den Berliner Politikbetrieb kennzeichnet, dann ist es seine Bürgerferne. Ich kann mich nicht erinnern, zu Zeiten der Bonner Republik jemals so eine Entfremdung zwischen der angeblichen "Elite" und den Menschen im Lande wahr genommen zu haben.

Die "Methode Merkel" - das ist Unaufrichtigkeit, das sind Nebelkerzen, das ist Biegsamkeit und - was am schlimmsten ist - die Vermeidung jeglicher konkreter Aussage.

Ich bin es so leid, von dieser Frau ständig verhöhnt zu werden.

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Uwe Kombrink
Uwe Kombrink (UHWK) - 29.06.2012 20:49 Uhr

Der "Zusammen"-arbeitsstil der BK Merkel

ist -richtig beobachtet- offensichtlich sehr Ich-bezogen. Beispiel: Den plötzlich von ihr betriebenen Atomausstieg hat sie auf mehreren Versammlungen unter anderem damit begründet, ".....dass ich nach Fukushima persönlich sehr betroffen war." Menschlich ehrt sie das. Aber ich hatte bislang gedacht, dass die Zeit der Königinnen und Regierungschefinnen vorbei sei, in der persönliche Betroffenheit Gesetzeskraft wird.

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Chi Tamago
Chi Tamago (tamago) - 29.06.2012 19:19 Uhr

Schön geschrieben,

im Volksmund sagt man zu dem, was die Kanzlerin bietet, ganz einfach: „Phrasen dreschen“. Wenn Substanz gefragt ist, fehlt es einfach. Deshalb kann ein Herr Monti, erfahren in Wirtschaft und Finanzen leicht eine Front gegen Merkel im Ministerrat organisieren.
Substanz mag Merkel in ihrer Umgebung in Deutschland auch nicht, die wird einfach „entsorgt“. In Deutschland hat sie mit dieser Politikstrategie großenr Erfolg. Aber so langsam dämmert es auch den Wählern, daß da nur heiße Luft kommt, hoffentlich nicht zu langsam.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.06.2012 07:32 Uhr
Heinrich Rabe
Heinrich Rabe (corax2) - 30.06.2012 07:32 Uhr

Substanz vs. Geld

Das Thema Substanz geht noch deutlich tiefer. Von 1945 bis vor wenigen Jahren hat Deutschland international vor allem als Geldgeber, nachgeordnet auch als Steller von UN-Truppen stattgefunden. Ein eigenes nationales Interesse wurde weder formuliert noch verfolgt, sondern intern bekämpft - von der Kritik an Horst Köhlers Äußerungen zu Militäreinsätzen über fehlende Rohstoffsicherungspolitik und bis hin zu fehlender Außenkommunikation. Begründet wurde und wird das vor allem mit der deutschen Pflicht zur Zurückhaltung nach dem Dritten Reich und der daraus folgenden Unterordnung unter ein supranationales Europa.

Stattdessen wird innen wie außen großzügig Geld gegeben, das keine inhaltliche Unterlegung braucht um respektiert zu werden. Mit Schulden à la Kraft lassen sich Wahlen gewinnen, und das Geld läßt sich per ESM erzwingen wenn es nicht willig kommt. Das reicht nicht für mittelfristige Tragfähigkeit. In die deutsche Politik sollte etwas Ernsthaftigkeit zurückkehren.

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Konstantin Schneider

Die Welt hat wieder mal Riesenglück, denn keiner will mehr sein Geld zurück

Wenn das noch zu Zeiten Merkels geschehen sollte, dann wird sie ewige Kanzlerin bleiben, dann braucht es auch keine EUROBONDS etc.

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Bryan Hayes
Bryan Hayes (bhayes) - 29.06.2012 16:36 Uhr

"Experten der Boston Consulting Group - keine Linken - haben errechnet, dass nur eine Abgabe von

durchschnittlich zwanzig Prozent der europäischen Privatvermögen einen Weg aus der Dauerkrise eröffnet."
Soso. Nur so wird die Überschuldungskrise beendet? Vollkommener Unsinn, lupenreinste Propaganda, geschickt lanciert.
Tatsache ist, dass vollkommen andere Mechanismen notwendig sind, siehe z.B. "Wie die Überschuldungskrise innerhalb von Wochen beendet werden kann".
Die funktionieren auch. Garantiert. Zu 100%.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.06.2012 21:32 Uhr
Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 30.06.2012 21:32 Uhr

@ B. Hayes:

Mal unabhängig von möglichen anderen Mechanismen ist es doch ratsam, über die 20% nachzudenken, denn das ist doch schon mal ein Aufhänger für Politiker, per Notstandsgesetz eine entsprechende Zwangsanleihe auf alle Sparguthaben und eine gleichgroße Zwangshypothek auf Wohneigentum zu beschließen. Und wie ich unsere Abgeordneten kenne, werden die das auch in einem Hauruckverfahren zwischen Nachmittagskaffee und Feierabend beschließen so wie gestern Fiskalpakt und ESM. Und dazu genauso genüßlich grinsen wie auf den gestrigen "Siegerphotos" in dieser Zeitung. Mit Erfolg den Wähler zu besch.... scheint mittlerweile zum Abgeordnetensport geworden zu sein.

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Jahrgang 1966, verantwortlicher Redakteur für das Feuilleton.

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