04.04.2012 · Mit seiner Israel-Kritik in Gedichtform hat Literaturnobelpreisträger Günter Grass bei Politikern Empörung und Widerspruch ausgelöst. Auch der Gesandte Israels in Berlin, Nahshon, zeigt sich entsetzt.
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erlaube Diskussionen, auch über Israels Poltik, Öffetlichkeit tut not
och, es muss sagbar sein, damit nachgesehen und nachgedacht wird.
In Israel selbet gibts viele Ansichten, die nach deutschen Reaktionen
"antisemtisch" wären. Und demnach wäre die BBC
öfter schlimm.
Die augenblickliche Israelische Regierung ist nicht immer DAS Judentum.
Selbstverständlich muss immer im Blick bleiben, dass die jetzige
iranische Regierung schrecklich ist.
Mich stört an der Nachrichtenlage, dass das in Rakentenreichweite
gelegene Russland so ruhig ist. Und dass vor dem Irakkrieg selbst die
grossen US Zeitungen Bekanntes verschwiegen.
Bin CSU Mitglied, bin für Israel und sein Recht auf Verteidigung.
Aber, Grass hat Verdienste, um die Öfetlichkeit der Information und
des Nachdenkens.
Klemens Kotowski
Jede Atommacht muss offenlegen!
Gerade kürzlich war doch das Interview live mit dem Maulhelden
Ahmadinedschad am 19.03.2012 mit Herrn Kleber zu verfolgen. Ich habe da
zugehört und erschrockenerweise musste ich eingestehen, bei seinem
Einwand, "...ob und wann denn Israel kontrolliert würde auf
Atomwaffen, wer denn das Recht hätte zu bestimmen, wer und wer
nicht kontrolliert würde etc. " dass er ja gar nicht so
unrecht hat. Ich habe mich irgendwie geschämt, Deutscher zu sein
und war trotzdem verunsichert, wegen der aber auch absolut
nerträglichen Holocaustlüge - da aber unsere Vergangenheit
keine Gedanken zulassen darf, die Israel in irgendeiner Weise antastet
oder kritisiert. Und nun kommt Grass und spricht das aus. Augen
und Ohren auf! Recht hat er! Jede Atommacht muss offenlegen!
Niemand darf in Deutschland etwas gegen Israel sagen ohne die
Meinungsmacher gegen sich aufzubringen. Grass hat recht mit seinem
Gedicht. Es hat jedoch einen gravierenden Fehler.
Die iranische Seite bleibt dabei völlig unerwähnt. Sollen sie
doch eine Atombombe bauen. Wenn sie die jemals einsetzen sollten, wird
der Iran nicht mehr das Land sein was einmal mal war.
Mußte dies gesagt werden? Daß Graß seine Rekrutierung
Ende 1944 (mit 18) vorzuhalten sei und daß Israels Existenz so
bedroht sei, daß es mit einem (atomaren?) Erstschlag drohen dürfe?
Ich meine, daß Israels Existenz durch den UN-Beschluß von
1948 genügend legitimiert sei, nicht aber die anschließende
Ausgestaltung durch Erweiterung seines Territoriums und Niederhaltung
seiner Vertriebenen und Geflohenen (mit Mitteln wie gezielten
Tötungen). Diese aggressiven Kampfmethoden kann keinerlei
UN-Beschluß und keinerlei deutsche Staatsräson legitimieren.
Der Präsident Ahmadinedschad wird vorübergehen und ist nicht
letzte Instanz im Iran. Ich wüßte gern, wer iranische
Atomwissenschaftler gezielt tötet. Der Verdacht ruht auf Israels
Geheimdienst und Regierung. Zur gezielten Tötung zweier angesehener
Hamas-Führer hat Israel sich offiziell bekannt. Zu seinen
Atomwaffen sollte es sich auch offiziell bekennen. Es gibt da zu viele
Merkwürdigkeiten, als daß man einem alten Schriftsteller, der
sich etw
Wenn hinter diesen als Gedicht getarnten Aussagen ein normaler Bürger oder auch ein nicht-Linke-Politiker stünde, würde über das Ganze die öffentliche Meinung hinweggehen - es wäre auch nicht in einer führenden Zeitung gedruckt worden. Also lassen wir doch einen Schriftsteller bei seinem Handwerk und suchen uns andere politische Themen.
Bekommt man als Deutscher Bundesbürger nicht gleich mit den Papieren einen Maulkorb ausgehändigt? Kritik an Israel bzw. An den Hardlinern in der Regierung muß endlich legitim werden; was geschehen ist, das ist geschehen, und man darf es nicht vergessen, aber die Gegenwart ist wichtiger als die Vergangenheit. Bei dem Kurs den Israel verfolgt wird es nie Frieden im Nahen Osten geben.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.04.2012 12:43 UhrWo und wann war Kritik an Israel jemals illegitim?
Wo und wann war Kritik an Israel in Deutschland jemals illegitim? Es
gehört zu den dummdreistesten und langlebigsten Legenden der
jüngeren Geschichte man dürfe "in Deutschland nicht
Israel kritisieren, wegen Auschwitz und so..."
Gegenbeweis gefällig? Man braucht nur an jeden dritten Tag
irgendeine beliebige deutsprachige Tageszeitung aufzuschlagen oder sich
ein x-beliebiges Nachrichtenmagazin anzuschauen und was findet man da?
Kritik an der israelischen Regierung.
.
Nicht, dass Sie mich missverstehen: Derlei ist in einem Rechtsstaat
nicht nur erlaubt, sondern so selbstverständlich, dass es fast
banal, darauf hinzuweisen. Und manchmal ist die Kritik ja auch
begründet. Aber wo und wann wurde jemals irgendjemand hierzulande
dafür "bestraft"?
Seit ein paar Jahrzehnten
sag ich es jedem,
der es hören will:
Anstatt einen der unsäglichen
Wälzer von Günter Grass
zu lesen,
nimm Werkzeug in die Hand,
reparier Dein Moped
oder Dein Fahrrad,
und Du hast das wunderbare Gefühl,
Deine Zeit nicht vergeudet zu haben!
Die gesammelten Grass-Werke
Herr Stauf,
ich meine, dass in dieser Situation, in der uns Grass ein weiteres Werk
präsentiert - ein Gedicht - Bewertungen seiner gesammelten Werke
nicht abwegig sind, und schon gar nicht billig. Ich denke, dass die
Lebensleistungen zahlreicher Putzfrauen und Waldarbeiter Deutschland
mehr geholfen haben als die gesammelten Grass-Werke.
Herr König,
das ist doch ein bisschen sehr billig, sich jetzt über Grass´Werke auszulassen, (die ich im Übrigen auch nicht in Gänze mag), anstatt sich mit dem INHALT seines Gedichts zu befassen.
Warum bewegt ein Gedicht die Gemüter so sehr?
Es ist die Konmmbination aus zwei Dingen:
1. Ein populärer Mensch äußert sich
2. Er äußert sich kritisch zu Israel.
Kritik an Israel wird, vor allem wenn sie aus Deutschland kommt, gerne
sofort als "antisemitische Propaganda" verschrien. So hat sich
soagr Kishon vor seinen Tod noch dahingehend geäußert, kein
Deutscher hätte das Recht, Israel zu kritisieren.
Und genau da liegt das Problem. Grass hat sich (aus meiner Sicht)
ungeschickt und mißverständlich geäußert.
Aber es ist schon ein Reflex, bei Kritik an einem Staat, der sich immer
wieder einfach über Verträge, Abkommen, Vereinbarungen...
hinweg setzt, wird direkt mit "Anitisemitismus"-Gebrüll
geantwortet. und wer wiederum das kritisiert, der ist auch ein Antisemit.
Das geht inzwischen scheinbar auch Herrn Grass auf die Nerven.
Will man das Aufkommen von echtem Antisemitismus vermeiden, so muß
offene Kritik auch an Israel wieder "salonfähig" werden.
Da hat ein bekannter Schriftsteller mal ein paar provokante Thesen aufgestellt. Die Reaktionen darauf sind das wirklich erstaunliche. Hat Herr Grass ein "Gedankenverbrechen" begangen?
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.04.2012 10:38 UhrJa, Herr Hoffman, Herr Grass hat ein Gedankenverbrechen begangen,
da es in unserem Land, wir wissen warum, nicht gestattet ist, Kritik an
Israel zu üben. Wie bitte soll dann allerdings Verständnis,
geschweige denn Freundschaft zwischen beiden Völkern je entstehen,
wenn immer noch das eine dem anderen die Verbrechen aus der
Vergangenheit vorwirft, obwohl das beschuldigte sich längst um 180
Grad gedreht hat?
Wenn das nicht endlich einmal von den entsprechenden Leuten verstanden,
akzeptiert und gelebt wird, braucht man sich über das Entstehen
eines zukünftigen - aber dann wirklichen - Antisemitismus nicht zu wundern
Gab es nich vor einiger Zeit eine Umfrage, ob und inwieweit Israels
Politik eine Gefahr für den Weltfrieden darstellt und bei der - ach
wie politisch unkorrekt - die Mehrheit der Befragten genau dises
bejahten? Ist das Säbelrasseln Israels (und natürlich im
Gleichschritt mit den USA) gegenüber dem Iran eine höchst
friedliche Geste, wobei erst einmal nachgewiesen werden müsste, ob
der Iran wirklich an der Atombombe baut und sich damit als zweite (!)
Atommacht neben Israel in der Region präsentiert? Wie man Kriege
provoziert, wissen wir doch von Gleiwitz, Tonking und dem Irak!
Es handelt sich bei Grass´Gedicht eben nicht um die Bedienung
"antisemitischer Klischee", wie Friedman es doch so gerne
vorgibt, sondern um Realitäten. Wer nach wie vor mit diesem
Totschlagargument, ohne die Fakten zur Kenntnis zu nehmen,
herumtaktiert, gerät schnell in die Gefahr, nicht mehr Ernst
genommen zu werden und sich der Lächerlichkeit preiszugeben.
Als Gedicht hätte ich es nicht formuliert, aber was hält die Uno und die sie beherrschenden Großmächte davon ab, das gleiche Szenario mit Israel zu veranstalten bezüglich der Atombombe wie mit dem Iran ?
Das Pampflet von Herrn Grass ist ein Skandal. Ein ehemaliges Mitglied
der Waffen SS äußert sich in einer Art und Weise die für
uns deutsche beschämend ist. Besonders im Kontext zu den Angriffen
von Herrn Grass gegen ehemalige Mitglieder der NSDAP.
Das Verhalten von Herr Grass ist, in meinen Augen, eindeutig
antisemitisch und ist eindeutig zu verurteilen. Es wäre besser
gewesen wenn dieser Mann geschwiegen hätte. Und noch besser wenn
dieser Mann nicht dieses Sprachrohr, Titelseiten von verschiedenen
Zeitungen, eingeräumt worden wäre, denn diesen Seiten ist
dieser Herr zwischenzeitlich unglaubwürdig geworden.
Heinrich Abletshauser
Wäre Herr Grass nicht Nobelpreisträger...
Wäre Herr Grass nicht Nobelpreisträger und langjähriger
Blechtrommler der intellektuellen Linken, so hätte er mit
Sicherheit bereits ein Verfahren wegen Volksverhetzung am Leib und
säße womöglich wegen Wiederholungsgefahr bereits in
U-Haft.
Denn Deutschland, das m.E. einzige demokratische Land, das bereits in
seiner Verfassung das Antasten der Grundrechte unter schwere Strafen
stellt, hat ohne Widerspruch und ohne Einschreiten des
Verfassungsgerichts das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung
in bestimmten Fällen schlichtweg per einfachem Gesetz außer
Kraft gesetzt.
Herr Sarkozy, der aus wahltaktischen Gründen das deutsche Modell
kopieren wollte, ist da erst kürzlich von seinem Verfassungsgericht
eines Besseren belehrt worden.
Um nicht falsch verstanden zu werden:
Die Herabsetzung von Menschen allein auf Grund ihres Glaubens oder ihrer
Herkunft halte ich für perfide. Kritik am Verhalten und Auftreten
des Staates Israel aber für mehr als nötig!
Das eigentlich Schlimme ist, ....
.... dass man dazu nicht mal schreiben kann, was man denkt, ohne gegen die Spielregeln zu verstoßen. Deshalb mache ich es kurz: Chapeau, Herr Grass!
...was unsere Politschar empört, da muß was wahres dran sein.
Diskussionen haben auch mit den Taliban ungemeine Erfolge erzielt. Das wissen die Sowjets (alter Name), die Westmächte (mittlerweile), die Pakistanis (schon lange...)...Grass ist halt ein müder alter Mann, gerade wachgeworden, was mitgekriegt, `n empörtes Gedicht gemacht und flugs wieder eingepennt. Sonst war ja nix.
eins trifft zu, wer das Auserwaehlte Volk kritisiert, etwa wegen der Siedlungen auf fremden Boden
steht augenblicklich im Verdacht das ganze Volk nicht zu moegen. Diese Anmassung ist ein Grunduebel im Verstaendnis u. basiert auf der Aussage vieler, wie etwa voon Th/Herzel, die Staerke des jued. Volkes bezieht es vielfach gerade aus dem stets zu entdeckenden Antisemitismus, bezw. was zu solchem deklariert wird.
Wieder einmal stellt man fest, daß der Zentralrat der Juden eine
falsche Bezeichnung führt. Er sollte sich ehrlicherweise in
Israelischer Zentralrat umbenennen und natürlich auf die stets
wachsenden Zuschüsse aus Steuermitteln konsequent verzichten. Denn
Botschaften eines Landes werden nicht vom Gastland unterhalten.
Warum wir zwei israelische Botschaften im Lande haben müssen,
erschließt sich nicht. Höchstens daraus, daß
israelisches (nicht jüdisches!) Verhalten das offenbar nötig macht.
Daß Deutsche oft nicht mehr zwischen jüdischem Glauben und
israelischer Politik unterscheiden können, ist langer
Gehirnwäsche zu verdanken. Aber Politiker sind sie oft - und wollen
uns führen!