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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kritik an Grass’ Israel-Kritik „Aggressives Pamphlet der Agitation“

 ·  Mit seiner Israel-Kritik in Gedichtform hat Literaturnobelpreisträger Günter Grass bei Politikern Empörung und Widerspruch ausgelöst. Auch der Gesandte Israels in Berlin, Nahshon, zeigt sich entsetzt.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (23)

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Klemens Kotowski

erlaube Diskussionen, auch über Israels Poltik, Öffetlichkeit tut not

och, es muss sagbar sein, damit nachgesehen und nachgedacht wird.

In Israel selbet gibts viele Ansichten, die nach deutschen Reaktionen "antisemtisch" wären. Und demnach wäre die BBC öfter schlimm.

Die augenblickliche Israelische Regierung ist nicht immer DAS Judentum. Selbstverständlich muss immer im Blick bleiben, dass die jetzige iranische Regierung schrecklich ist.

Mich stört an der Nachrichtenlage, dass das in Rakentenreichweite gelegene Russland so ruhig ist. Und dass vor dem Irakkrieg selbst die grossen US Zeitungen Bekanntes verschwiegen.

Bin CSU Mitglied, bin für Israel und sein Recht auf Verteidigung.
Aber, Grass hat Verdienste, um die Öfetlichkeit der Information und des Nachdenkens.
Klemens Kotowski

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Markus Bergmann

Jede Atommacht muss offenlegen!

Gerade kürzlich war doch das Interview live mit dem Maulhelden Ahmadinedschad am 19.03.2012 mit Herrn Kleber zu verfolgen. Ich habe da zugehört und erschrockenerweise musste ich eingestehen, bei seinem Einwand, "...ob und wann denn Israel kontrolliert würde auf Atomwaffen, wer denn das Recht hätte zu bestimmen, wer und wer nicht kontrolliert würde etc. " dass er ja gar nicht so unrecht hat. Ich habe mich irgendwie geschämt, Deutscher zu sein und war trotzdem verunsichert, wegen der aber auch absolut nerträglichen Holocaustlüge - da aber unsere Vergangenheit keine Gedanken zulassen darf, die Israel in irgendeiner Weise antastet oder kritisiert. Und nun kommt Grass und spricht das aus. Augen
und Ohren auf! Recht hat er! Jede Atommacht muss offenlegen!

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Peter Koch
Peter Koch (roquetas1) - 05.04.2012 18:49 Uhr

Günter Grass

Niemand darf in Deutschland etwas gegen Israel sagen ohne die Meinungsmacher gegen sich aufzubringen. Grass hat recht mit seinem Gedicht. Es hat jedoch einen gravierenden Fehler.
Die iranische Seite bleibt dabei völlig unerwähnt. Sollen sie doch eine Atombombe bauen. Wenn sie die jemals einsetzen sollten, wird der Iran nicht mehr das Land sein was einmal mal war.

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Kurt-Victor Selge

Waffen-SS und Existenzrecht

Mußte dies gesagt werden? Daß Graß seine Rekrutierung Ende 1944 (mit 18) vorzuhalten sei und daß Israels Existenz so bedroht sei, daß es mit einem (atomaren?) Erstschlag drohen dürfe?
Ich meine, daß Israels Existenz durch den UN-Beschluß von 1948 genügend legitimiert sei, nicht aber die anschließende Ausgestaltung durch Erweiterung seines Territoriums und Niederhaltung seiner Vertriebenen und Geflohenen (mit Mitteln wie gezielten Tötungen). Diese aggressiven Kampfmethoden kann keinerlei UN-Beschluß und keinerlei deutsche Staatsräson legitimieren. Der Präsident Ahmadinedschad wird vorübergehen und ist nicht letzte Instanz im Iran. Ich wüßte gern, wer iranische Atomwissenschaftler gezielt tötet. Der Verdacht ruht auf Israels Geheimdienst und Regierung. Zur gezielten Tötung zweier angesehener Hamas-Führer hat Israel sich offiziell bekannt. Zu seinen Atomwaffen sollte es sich auch offiziell bekennen. Es gibt da zu viele Merkwürdigkeiten, als daß man einem alten Schriftsteller, der sich etw

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Günter Jäger

Unsinn

Wenn hinter diesen als Gedicht getarnten Aussagen ein normaler Bürger oder auch ein nicht-Linke-Politiker stünde, würde über das Ganze die öffentliche Meinung hinweggehen - es wäre auch nicht in einer führenden Zeitung gedruckt worden. Also lassen wir doch einen Schriftsteller bei seinem Handwerk und suchen uns andere politische Themen.

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George Rauscher

Warum

Bekommt man als Deutscher Bundesbürger nicht gleich mit den Papieren einen Maulkorb ausgehändigt? Kritik an Israel bzw. An den Hardlinern in der Regierung muß endlich legitim werden; was geschehen ist, das ist geschehen, und man darf es nicht vergessen, aber die Gegenwart ist wichtiger als die Vergangenheit. Bei dem Kurs den Israel verfolgt wird es nie Frieden im Nahen Osten geben.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.04.2012 12:43 Uhr
Ralph Kraemer

Wo und wann war Kritik an Israel jemals illegitim?

Wo und wann war Kritik an Israel in Deutschland jemals illegitim? Es gehört zu den dummdreistesten und langlebigsten Legenden der jüngeren Geschichte man dürfe "in Deutschland nicht Israel kritisieren, wegen Auschwitz und so..."
Gegenbeweis gefällig? Man braucht nur an jeden dritten Tag irgendeine beliebige deutsprachige Tageszeitung aufzuschlagen oder sich ein x-beliebiges Nachrichtenmagazin anzuschauen und was findet man da? Kritik an der israelischen Regierung.
.
Nicht, dass Sie mich missverstehen: Derlei ist in einem Rechtsstaat nicht nur erlaubt, sondern so selbstverständlich, dass es fast banal, darauf hinzuweisen. Und manchmal ist die Kritik ja auch begründet. Aber wo und wann wurde jemals irgendjemand hierzulande dafür "bestraft"?

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Ulrich König

Noch 'n Gedicht

Seit ein paar Jahrzehnten
sag ich es jedem,
der es hören will:
Anstatt einen der unsäglichen
Wälzer von Günter Grass
zu lesen,
nimm Werkzeug in die Hand,
reparier Dein Moped
oder Dein Fahrrad,
und Du hast das wunderbare Gefühl,
Deine Zeit nicht vergeudet zu haben!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.04.2012 11:13 Uhr
Ulrich König

Die gesammelten Grass-Werke

Herr Stauf,
ich meine, dass in dieser Situation, in der uns Grass ein weiteres Werk präsentiert - ein Gedicht - Bewertungen seiner gesammelten Werke nicht abwegig sind, und schon gar nicht billig. Ich denke, dass die Lebensleistungen zahlreicher Putzfrauen und Waldarbeiter Deutschland mehr geholfen haben als die gesammelten Grass-Werke.

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 05.04.2012 10:47 Uhr

Herr König,

das ist doch ein bisschen sehr billig, sich jetzt über Grass´Werke auszulassen, (die ich im Übrigen auch nicht in Gänze mag), anstatt sich mit dem INHALT seines Gedichts zu befassen.

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Closed via SSO
Los Närgli (lma666) - 05.04.2012 09:30 Uhr

Grass ist (wieder mal) krass

Warum bewegt ein Gedicht die Gemüter so sehr?
Es ist die Konmmbination aus zwei Dingen:
1. Ein populärer Mensch äußert sich
2. Er äußert sich kritisch zu Israel.

Kritik an Israel wird, vor allem wenn sie aus Deutschland kommt, gerne sofort als "antisemitische Propaganda" verschrien. So hat sich soagr Kishon vor seinen Tod noch dahingehend geäußert, kein Deutscher hätte das Recht, Israel zu kritisieren.

Und genau da liegt das Problem. Grass hat sich (aus meiner Sicht) ungeschickt und mißverständlich geäußert.
Aber es ist schon ein Reflex, bei Kritik an einem Staat, der sich immer wieder einfach über Verträge, Abkommen, Vereinbarungen... hinweg setzt, wird direkt mit "Anitisemitismus"-Gebrüll geantwortet. und wer wiederum das kritisiert, der ist auch ein Antisemit.

Das geht inzwischen scheinbar auch Herrn Grass auf die Nerven.
Will man das Aufkommen von echtem Antisemitismus vermeiden, so muß offene Kritik auch an Israel wieder "salonfähig" werden.

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F. Hoffmann

unglaublicher Wirbel

Da hat ein bekannter Schriftsteller mal ein paar provokante Thesen aufgestellt. Die Reaktionen darauf sind das wirklich erstaunliche. Hat Herr Grass ein "Gedankenverbrechen" begangen?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.04.2012 10:38 Uhr
Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 05.04.2012 10:38 Uhr

Ja, Herr Hoffman, Herr Grass hat ein Gedankenverbrechen begangen,

da es in unserem Land, wir wissen warum, nicht gestattet ist, Kritik an Israel zu üben. Wie bitte soll dann allerdings Verständnis, geschweige denn Freundschaft zwischen beiden Völkern je entstehen, wenn immer noch das eine dem anderen die Verbrechen aus der Vergangenheit vorwirft, obwohl das beschuldigte sich längst um 180 Grad gedreht hat?
Wenn das nicht endlich einmal von den entsprechenden Leuten verstanden, akzeptiert und gelebt wird, braucht man sich über das Entstehen eines zukünftigen - aber dann wirklichen - Antisemitismus nicht zu wundern

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 05.04.2012 08:09 Uhr

Gab es nich vor einiger Zeit eine Umfrage, ob und inwieweit Israels

Politik eine Gefahr für den Weltfrieden darstellt und bei der - ach wie politisch unkorrekt - die Mehrheit der Befragten genau dises bejahten? Ist das Säbelrasseln Israels (und natürlich im Gleichschritt mit den USA) gegenüber dem Iran eine höchst friedliche Geste, wobei erst einmal nachgewiesen werden müsste, ob der Iran wirklich an der Atombombe baut und sich damit als zweite (!) Atommacht neben Israel in der Region präsentiert? Wie man Kriege provoziert, wissen wir doch von Gleiwitz, Tonking und dem Irak!
Es handelt sich bei Grass´Gedicht eben nicht um die Bedienung "antisemitischer Klischee", wie Friedman es doch so gerne vorgibt, sondern um Realitäten. Wer nach wie vor mit diesem Totschlagargument, ohne die Fakten zur Kenntnis zu nehmen, herumtaktiert, gerät schnell in die Gefahr, nicht mehr Ernst genommen zu werden und sich der Lächerlichkeit preiszugeben.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.04.2012 19:03 Uhr
Wolfgang W. weber

Grass

Den Nagel auf den Kopf getroffen.

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Michael  Jopp
Michael Jopp (nurmi51) - 05.04.2012 07:02 Uhr

Was ist daran so schlimm ?

Als Gedicht hätte ich es nicht formuliert, aber was hält die Uno und die sie beherrschenden Großmächte davon ab, das gleiche Szenario mit Israel zu veranstalten bezüglich der Atombombe wie mit dem Iran ?

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Heinrich Abletshauser

Grass Pamphlet

Das Pampflet von Herrn Grass ist ein Skandal. Ein ehemaliges Mitglied der Waffen SS äußert sich in einer Art und Weise die für uns deutsche beschämend ist. Besonders im Kontext zu den Angriffen von Herrn Grass gegen ehemalige Mitglieder der NSDAP.
Das Verhalten von Herr Grass ist, in meinen Augen, eindeutig antisemitisch und ist eindeutig zu verurteilen. Es wäre besser gewesen wenn dieser Mann geschwiegen hätte. Und noch besser wenn dieser Mann nicht dieses Sprachrohr, Titelseiten von verschiedenen Zeitungen, eingeräumt worden wäre, denn diesen Seiten ist dieser Herr zwischenzeitlich unglaubwürdig geworden.
Heinrich Abletshauser

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Michael Uihlein

Wäre Herr Grass nicht Nobelpreisträger...

Wäre Herr Grass nicht Nobelpreisträger und langjähriger Blechtrommler der intellektuellen Linken, so hätte er mit Sicherheit bereits ein Verfahren wegen Volksverhetzung am Leib und säße womöglich wegen Wiederholungsgefahr bereits in U-Haft.
Denn Deutschland, das m.E. einzige demokratische Land, das bereits in seiner Verfassung das Antasten der Grundrechte unter schwere Strafen stellt, hat ohne Widerspruch und ohne Einschreiten des Verfassungsgerichts das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung in bestimmten Fällen schlichtweg per einfachem Gesetz außer Kraft gesetzt.
Herr Sarkozy, der aus wahltaktischen Gründen das deutsche Modell kopieren wollte, ist da erst kürzlich von seinem Verfassungsgericht eines Besseren belehrt worden.
Um nicht falsch verstanden zu werden:
Die Herabsetzung von Menschen allein auf Grund ihres Glaubens oder ihrer Herkunft halte ich für perfide. Kritik am Verhalten und Auftreten des Staates Israel aber für mehr als nötig!

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Friedemann Wehr

Das eigentlich Schlimme ist, ....

.... dass man dazu nicht mal schreiben kann, was man denkt, ohne gegen die Spielregeln zu verstoßen. Deshalb mache ich es kurz: Chapeau, Herr Grass!

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Horst Johnson

Politlakaien

...was unsere Politschar empört, da muß was wahres dran sein.

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Guido Hecker
Guido Hecker (GHec) - 04.04.2012 19:17 Uhr

Mind Control für Mullahs?

Diskussionen haben auch mit den Taliban ungemeine Erfolge erzielt. Das wissen die Sowjets (alter Name), die Westmächte (mittlerweile), die Pakistanis (schon lange...)...Grass ist halt ein müder alter Mann, gerade wachgeworden, was mitgekriegt, `n empörtes Gedicht gemacht und flugs wieder eingepennt. Sonst war ja nix.

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franz Ujvar
franz Ujvar (ujvar) - 04.04.2012 18:41 Uhr

eins trifft zu, wer das Auserwaehlte Volk kritisiert, etwa wegen der Siedlungen auf fremden Boden

steht augenblicklich im Verdacht das ganze Volk nicht zu moegen. Diese Anmassung ist ein Grunduebel im Verstaendnis u. basiert auf der Aussage vieler, wie etwa voon Th/Herzel, die Staerke des jued. Volkes bezieht es vielfach gerade aus dem stets zu entdeckenden Antisemitismus, bezw. was zu solchem deklariert wird.

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Peter Ambros
Peter Ambros (Lilo11) - 04.04.2012 18:04 Uhr

Israelischer Zentralrat

Wieder einmal stellt man fest, daß der Zentralrat der Juden eine falsche Bezeichnung führt. Er sollte sich ehrlicherweise in Israelischer Zentralrat umbenennen und natürlich auf die stets wachsenden Zuschüsse aus Steuermitteln konsequent verzichten. Denn Botschaften eines Landes werden nicht vom Gastland unterhalten.
Warum wir zwei israelische Botschaften im Lande haben müssen, erschließt sich nicht. Höchstens daraus, daß israelisches (nicht jüdisches!) Verhalten das offenbar nötig macht.

Daß Deutsche oft nicht mehr zwischen jüdischem Glauben und israelischer Politik unterscheiden können, ist langer Gehirnwäsche zu verdanken. Aber Politiker sind sie oft - und wollen uns führen!

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