09.04.2012 · Auch arabische Medien haben von Beginn an berichtet. Hier wird er zum Opfer einer vermeintlich mächtigen jüdisch-zionistischen Lobby stilisiert.
Von Joseph CroitoruRichtlinien für Lesermeinungen
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zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung nährt halt vielerlei Verdächte. Die von Herrn Croitoru genannte"vermeintlich maechtige jüdisch-zionistische Lobby" hat in den USA, schon einiges zu sagen. Man kann kaum annehmen, dass das Medienwesen hier zu Lande davon unbeleckt bleibt. Oder?
Das Gedicht von Günter Grass ist tatsächlich etwas fad! (meine ich)
ich denke wenn er Gedichte schreiben könnte, sollten wie vielleicht
eher diesen Stil haben.
Vielleicht würden seine Gedanken dann so aussehen...
Kläglich mitgemischt
Ich bin Literatur-Nobelpreisträger
und meine Worte – von Gewicht –
erweisen sich als Nervensäger,
nur – gut geschrieben sind sie nicht!
Sie treffen zwar vom Kontext her
schon so in etwa was passiert,
doch leider ist es auch nicht mehr –
ich nehm‘ mir wichtig was „grassiert“.
Mein Name steht für Qualität,
das brauche ich nicht zu betonen,
doch wie’s um meinen Schreibstil steht…
Gedichte würden sich nicht lohnen,
genau betrachtet! Das ist wahr.
Ich hab halt eins von mir verlangt.
Als Prosa wär es wunderbar,
was nur den Inhalt anbelangt.
Um den lässt sich bekanntlich streiten.
Wie er dann letztlich aufgetischt
scheint zweifelhaftes Aufbereiten
und mäßig – kläglich mitgemischt.
Alf Glocker
Nervensaege
Nun gut, der Anspruch auf den Nobelpreis hat. Ihn nicht geritten.
Er wollte einfach an den Nerven der Atomkrieger sägen.
Das ist ihm hervorragend gelungen.
Er hat meinen herzlichen Dank dafür.
Die Zeilen von Grass sollen die Deutschen von ihrem Schuldkomplex befreien? Vor 43 Jahren versuchte doch schon ein Dieter Kunzelmann die Deutschen von ihrem "Judenknacks" mit einem Attentat auf das Jüdische Gemeindehaus in Berlin zu befreien. Seither haben deutsche, italienische und arabische Terroristen und Mudjahedin, sowie mit ihnen sympathisierende Intellektuelle und Schreiber wechselweise gleiches versucht. Sie alle unterlagen dem gleichen Irrtum, dem jetzt die neuen und alten Freunde des Günter Grass und seine arabischen Befürworter unterliegen: Grass will weder sich selbst noch die Deutschen vom "Judenknacks" befreien. Er und seine Apologeten brauchen diesen Schuldkomplex. Denn dieser Schuldkomplex bildet die Grundlage für seine und ihre Behauptung aus der Geschichte das Richtige gelernt zu haben und woraus sie ihre moralische Überlegenheit ableiten, die sie besonders gegenüber den Juden und den Amerikanern, den kl. und den gr. Teufeln, geltend machen.
"Opfer einer vermeintlich mächtigen jüdisch-zionistischen Lobby"
Das ist doch das gleiche "gesunde Volksempfinden", das sich in vielen Leserkommentaren sogar auf faz.net Bahn bricht. Grass ist der neue Held derer, die so denken.
Ist dieses Forum jetzt hier zu einem Ort von Austausch von Gehässigkeiten verkommen, Frau
Ansbacher? Wahren Sie doch bitte die Form, auch wenn Sie mit GG nicht übereinstimmen!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.04.2012 21:41 UhrEcht witzig,
dass Sie mir jetzt Gehaessigkeit vorwerfen. In diesem Forum wimmelt es von Gehaessigkeiten, wie ich es nicht fuer moeglich gehalten haette. Aber ist halt alles eine Sache der Perspektive.
...steht "Kernwaffenarsenal" in Anführungsstrichen? Das
ist belegt und existiert. Auf einer Seite jedenfalls.
Aber zum Artikel: schon jeder, der den Text "Gedicht" nennt,
disqualifiziert sich in meinen Augen. Und zwar unabhängig davon, ob
er dafür oder dagegen spricht. Jede Diskussion wäre erst
würdig, wenn sie sich ALLEIN inhaltlich damit befasst - und das ist
auf beiden Seiten nicht ersichtlich.
So viel des Lobes fuer ein "fades Gedicht"
Endlich gebuehrt Ihnen Beifall, Herr Grass. Welch Freude fuer Ihre Freunde. Da muessen doch die Herzen jetzt hoeher schlagen. Bloss - wo bleibt jetzt deren Jubel ueber diese Lobpreisung Ihrer "Wahrheiten"?