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Bernard-Henri Lévy Warum wir die Pflicht haben, Mali zu schützen

 ·  Der Einsatz für Demokratie darf nicht dort enden, wo der Terror beginnt. Auch jenseits der Grenzen Malis sind die bestens organisierten islamistischen Kämpfer eine Bedrohung.

Artikel Bilder (2) Lesermeinungen (56)
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Christoph Kuhlmann

Die Perversion der Moral oder der Imperialismus im altruistischen Gewand.

Erst werden die staatlichen Strukturen Libyens unter dem Vorwand der Verteidigung der Menschenrechte zerstört und die Infrastruktur des landes in 7 Monaten eines überflüssigen Krieges zerbombt, dann lässt man zu dass sich radikale Muslimterroristen aus den beständen der libyschen Armee bedienen, was dann zur Folge hat, dass der gesamte Mahgreb destabilisiert wird und nun stürzt man sich wieder Hals über Kopf in einen Krieg, um das Chaos in Grenzen zu halten, das Frankreich selber angerichtet hat. Die Menschrechtslage hat sich durch den Krieg in Libyen in der gesamten Region nachhaltig verschlechtert. Wer garantiert, dass es diesmal anders ist? Wer garantiert, das die Putschisten, die den Süden Malis regieren zu Demokraten mutieren? Wer garantiert, dass Frankreich nicht einfach imperialen Reflexen folgt und Europa zur Verteidigung französische Wirtschaftsinteressen missbrauchen will. Wen interessieren schon französische Uranminen in der Sahelzone? Nichteinmal England und die USA.

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Krzysztof Bledowski

die Stunde Europas

Die Islamisten sollen nicht nur eine Bedrohung für Afrika dar, sondern auch für Europa. Wenn es so der Fall ist, sollte sich die EU militärisch zusammen engagieren. Aus den USA her gesehen - wo ich lebe - scheint es mir dass Frankreich nicht den Pentagon sondern den Militärstab der Europäischen Union um Hilfe bitten sollte. Wo ist die Debatte im Europäischen Parlament? Und warum agiert Frankreich unilateral anstatt multilateral? Die EU beharrt ja auf den Multilateralismus …

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Ulrich Stauf
Ulrich Stauf (DH7XU) - 16.01.2013 19:25 Uhr

Wo sollen wir denn noch überall tätig werden ?

Langsam aber sicher werden die islamischen "Baustellen" etws unübersichtlich. Dazu wäre dann noch die Dauerbaustelle Israel / Palästina zu nennem, die gechlossen werden könnte, wenn Israel wirklich an einem Frieden in der Region interessiert wäre. Es wäre ein Anfang ... .

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Heino Grenzmann

Wir müssen tatsächlich um Demokratie kämpfen....

...aber nicht in Mali, Syrien oder Afghanistan, sondern hier in Deutschland! Wer wirklich noch glaubt, das wir hier noch eine Demokratie haben, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Fragen Sie sich doch selbst einmal, wie oft in den letzten Jahren unsere Regierung im Interesse des Volkes gehandelt hat oder ob Sie ihre Wähler in wichtigen Entscheidungen mit eingebunden(Volksentscheid) hat ??? Jedes mal wird versucht , Deutschland in Kriege zu zerren die nicht unsere sind. Ja, wir müssen kämpfen! Ich befürchte wirklich, das wir die Demokratie in unserem Land, nur noch mit Gewalt zurück erobern können.

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Johann Otto

@ Herr Bernhard Keim, Sie fragen:

„Was ist mit den anderen 90 %?“ Wenn diese anderen 90 Prozent keine Terroristen, Islamisten, Gotteskrieger, Rebellen, Freiheitskämpfer, Friedensstifter, Friedensbringer, Kulturbereicherer, Demokratiebringer, -verfechter, -vernichter, immer jedoch irgendwie Volksbeglücker, sie werden ja unterschiedlich bezeichnet, die Schwerverbrecher, in ihrem Land, in Mali, dulden wollen, dann müssen sie die große Anstrengung auf sich nehmen, und zwar nur sie allein, dann müssen sie diese Herzchen einfach gnadenlos aus dem Land hinauswerfen, natürlich nicht nach dem Vorbild Deutschland, das jeden Schwerverbrecher aufnimmt und schamlos mit Sozialknete der Steuerzahler überhäuft! Für Deutschland selbst sollte nur im Ernstfall die militärische Selbstverteidigung gelten. Sollen all die friedenstiftenden Politiker-Sonntagsreden mit dem deutschen Grundton, wir haben aus unserer Geschichte gelernt, tatsächlich vergeblich gewesen sein?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.01.2013 14:14 Uhr
Bernhard Keim
Bernhard Keim (KeimB) - 17.01.2013 14:14 Uhr

Nur sie allein müssen die Bürde auf sich nehmen?

Ihre Haltung ist eine Absage an die Mitmenschlichkeit, an die Sinnhaftigkeit einer Institution wie der UNO oder dem Roten Kreuz. All diese Organisationen sind dazu da, den Menschen zu helfen, wenn sie sich selbst nicht helfen können. Ihre Maxime lautet: wenn sie es nicht selbst können, dann mögen sie halt krepieren. Da kann ich nur wünschen: mögen Sie nie die Not erleiden, in der Sie anderen die Hilfe verweigern.

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Reinhard Lauterbach

An die Tuaregfreundin Frau Kaschulke

Sie sollten sich etwas genauer mit der Situation vor Ort beschäftigen. Heute morgen las ich, dass die Tuareg, deren Unabhängigkeitsstreben von den Islamisten marginalisiert wurde, die französischen Angriffe begrüßen würden. Und noch gestern haben Sie selbst, Frau Kaschulke, die französische Intervention als Verteidigung der Tuareg gepriesen. Es führt in der Regel in die Irre, die Welt in Gut und Böse einteilen zu wollen. Es macht zwar das Räsonnieren einfacher - daher auch die Popularität des Herrn Lévy, der in den 70ern als sogenannter "Nouveau philosophe" als Agitator gegen den Sowjetkommunismus mit dem Aroma des Ex-Linken im Establishment populär wurde - , aber es entspricht durchaus nicht regelmäßig den Tatsachen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.01.2013 20:43 Uhr
Henriette Kaschulke

Frankreich unterstützt in Mali eine Militärjunta, die...

...durch einen Putsch ans Ruder gekommen ist.

Richtig ist, dass es unter den Tuareg verschiedene politische Fraktionen gibt. Das ist nicht ungewöhnlich. Diejenigen, die zuerst auf friedlichem Wege die staatliche Unabhängigkeit erreichn wollten, sind unterdrückt worden. Sicherlich gibt es auch fanatische Elemente unter den Tuareg. Wäre von der internationalen Staatengemeinschaft frühzeitig auf die belange der Tuareg reagiert worden, würde die Lage heute weit günstiger aussehen.

Aber Franzosen haben auch ihre witrschaftlichen Interessen, die nicht immer Kompatibel mit den Interessen afrikanischer politischer Akteure sind.

Das französische Fernsehen hat die eigene Bevölkerung bereits im vergangenen Jahr auf Mali eingestimmt und dabei auf die nordafrikanischen Uranminen verwiesen. Der französische Kriegseinsatz ist seit langem vorbereitet worden.

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Martin Wehlan
Martin Wehlan (wehlan) - 16.01.2013 12:23 Uhr

Frankreich allein wird es nicht können

Selbst die bestens ausgerüstete Fremdenlegion wird nicht die Islamisten besiegen können. Also muss eine eigene Armee von Mali aufgestellt werden - mit französischer Unterstützung. Dann kann man den Islamisten den Norden überlassen und den Süden schützen. Darauf sollte man sich beschränken. Ein totaler Sieg über die Islamisten ist eher unwahrscheinlich. Frankreich kann es sich nicht leisten, längere Zeit dort zu bleiben. dafür fehlen die Soldaten. Potentielle Soldaten hat aber Mali genug. Man muss denen nur die Möglichkeit geben, die Islamisten am Vorrücken zu hindern. Das wäre Real-Politik.
Das ganze Mainstream-Gequatsche hier im Forum über Bodenschätze, der Vergleich mit Syrien oder Nordkorea, wie auch das ganze Moralische, sind völlig überflüssig. Wenn man kämpfen will, sollte man auch wissen, was man dabei erreichen kann.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.01.2013 14:09 Uhr
Martin Wehlan
Martin Wehlan (wehlan) - 16.01.2013 14:09 Uhr

Politik muss nach Interessen abwägen,

dann schauen, was machbar ist. Die Moral kommt erst danach. Wer die Moral zum obersten Prinzip erhebt, wird politisch scheitern - erst recht militärisch.

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Eckart Härter

Im Gegenteil @Martin Wehlan

"Das ganze Moralische" ist nicht überflüssig. Moral muss die Politik bestimmen, nicht Unmoral.

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Bernhard Keim
Bernhard Keim (KeimB) - 16.01.2013 12:06 Uhr

Der Geist von München

scheint ja recht nachhaltige Spuren hinterlassen zu haben, wenn ich mir die Kommentare hier so durchlese. Zuerst: in Deutschland geboren worden zu sein, ist kein persönlicher Verdienst auf den man sich berufen könnte. Man sollte sich darüber freuen und nicht hartherzig gegenüber jenen agieren, deren Schicksal es ist, dort geboren worden zu sein, wo es einem schlecht geht. Diese Hartherzigkeit des "Was geht uns das an?" hat etwas erschreckendes. Gerade Mali - so arm das Land auch sein mag - hatte eine halbwegs funktionierende Demokratie. Wie selbst die Heinrich-Böll-Stiftung festgestellt hat, sind es bestenfalls 10% der Bevölkerung, die sich für die Terroristen, die im Land nach der Macht gieren, stark macht. Was ist mit den anderen 90%? Uns doch egal?
Die Wirkung einer solchen Politik des Wegschauens wäre verheerend. Wer kein Mitleid mit andern, insbesondere den Schwachen hat, hat kein Recht sich zu beklagen. Erinnert sei an ein Kirchentagsmotto "Christ ist man für andere."

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.01.2013 14:22 Uhr
Bernhard Keim
Bernhard Keim (KeimB) - 17.01.2013 14:22 Uhr

Was ist der Mensch?

Im Sinne der Leib-Seele Dualität ist das, was Sie als Menschen ausmacht, nicht rein genetisch induziert. Wäre es so, dann könnten wir ohne weiteres der Frage nach dem Wert des Menschen entledigen, indem wir rein auf dessen ökonomischen Nutzen abstellen. Der Mensch ist aber etwas absolutes, das sich nicht aus irgendeiner Kosten-Nutzen Relation heraus seinem Wert nach definieren ließe. Warum sollte Ihr Leben mehr wert sein, als das eines Menschen in Mali, der keine Mittel hat sich gegen die Terroristen zur Wehr zu setzen? Die Hilfe die sie einem Menschen dort verweigern, werden Sie für sich selbst wohl gerne in Anspruch nehmen, wenn es darauf ankommt.
Das Kirchentagsmotto: Christ ist man für andere, als Aufruf zu Kreuzzügen zu begreifen, auf diese Idee muss man erst einmal kommen. Auch handelt es sich bei einer militärischen Intervention in Mali nicht um einen Präventivkrieg. Dort herrscht bereits Krieg, falls sie es nicht mitbekommen haben sollten. Diesen gilt es zu beenden.

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Heinrich Kanther

Präventivkriege? Kreuzzüge?

Ähem, von wem ging noch gleich die Aggression aus?
Sollten wir dies nicht eher als Halbmond-Krieg bezeichnen?

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K. Peter Luecke

"In Deutschland geboren worden zu sein, ist kein persönlicher Verdienst ..."

Doch! Das haben die Eltern so gewollt. Das ist überhaupt kein Zufall. Und: (2): "Wie selbst die Heinrich-Böll-Stiftung festgestellt hat...". Wer's glaubt, wird selig. (3): "Kirchentagsmotto "Christ ist man für andere.". Aha, das ist also die neue/alte Rechtfertigung für Präventivkriege!? (sorry: "Kreuzzüge" ...).

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Franz Siebrech
Franz Siebrech (rosi110) - 16.01.2013 11:10 Uhr

"Ach hätte er doch geschwiegen und wäre Philosoph geblieben..."

Präsident Hollande suchte schon lange etwas: mit Syrien hats nicht geklappt, weil sich da Rußland dazwischen gestellt hat. Dann eben mit dem weit abseits gelegenen Mali; "im Herzen Afrikas".
Schon richtig: der Islamismus bedroht eine ganze Region über Mali hinaus. Aber der Islamismus bedroht auch Syrien und- nun ja- da unterstützt man dieselben mit allem was man hat.
Inzwischen hat Ägypten ein islamistisches Regime. Dazu schweigt der "Philosoph". Immerhin.

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Eckart Härter

Bagdad, Kabul, Tripolis, Bamako, Damaskus, Islamabad, Teheran, Pjöngjang, Peking, Freiheit für Tibet

Die Parolen der Kriegsbefürworter werden immer abstruser und hektischer. Es hat doch nichts mit "Kampf für die Demokratie" zu tun, wenn man die malischen Putschisten gegen die Tuareg-"Terroristen" unterstützt. Genauso wenig, wenn man die syrischen Putschisten = "Freiheitskämpfer" NICHT unterstützt. Es hat auch nichts mit Feigheit oder Provinzialismus zu tun, wenn man sich nicht in jeden Bürgerkrieg und überall da militärisch einmischt, wo man Defizite an Demokratie oder Menschenrechten wahrzunehmen meint. Glücklicherweise ist Frau Merkel vorsichtiger geworden. Sie wäre am liebsten schon im Irak dabei gewesen. Wie immer, wenn es um Krieg geht, wird mit verlogenen Argumenten gearbeitet. Wenn man schon die Feigheitskeule aus der Tasche zieht, dann hätte man längst z.B. in Nordkorea einmarschieren müssen. Dort werden a) die Menschenrechte mit Füssen getreten, b) die haben(!) Massenvernichtungswaffen, c) und sie drohen damit. Und die Bevölkerung braucht Nahrung. Demnächst Pakistan...

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Gerold Keefer

Leuten wie Lévy sofort ein Gewehr in die Hand drücken und ins erste Flugzeug nach Timbuktu!

Diesen grauhaarigen Herren, denen kein Krieg zu Schade ist um den Frieden zu retten, sollte endlich erlaubt werden sich persönlich in die Kämpfe einschalten zu dürfen. Der eine oder andere Gesinnungswandel dürfte sich dann -ganz spontan- einstellen.

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Andreas Buntrock

Ach herrje, der Herr Lévy mal wieder.

Wenn es irgendwo auf der Welt eine Gelegenheit gibt, das Vergießen des Blutes anderer Leute zu lobpreisen und als NOTWENDIGKEIT zu verklären,
ist dieer "Rambo" der Philosophie natürlich eine sprudelnde Quelle gewalt(tät)iger Argumente.
Schätze mal, dass ein Großteil des Geldes, welches er mit seiner "Berufung" verdient, direkt in Aktien diverser Rüstungsfirmen, vorzugsweise französischen, fließt.
Denn man will ja schließlich leben!
Auch wenn man für viele andere dafür, gerne aus dem Sessel heraus, den "sinnvollen" Tod auf den Schlachtfeldern "gerechter Kriege" schönphilosopieren MUSS(???).
Schade, dass diesem "Herren" auch noch so häufig eine Bühne geboten wird, und so seiner "Blut und Boden Ideologie" ein für diesen "Schöngeist" lukrativer Weg in die Öffentlichkeit eröffnet wird!

MfG
A.Buntrock

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.01.2013 16:23 Uhr
Heinrich Kanther

Und wo sind...

... jetzt ihre sachlichen Argumente? Oder ist dumm, was Herr Levy sagt, weil es Herr Levy ist?

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Closed via SSO

BHL schreibt immer das selbe

Der Philosoph ist immer und überall für eine Intervention der NATO, EU oder der Grande Armée, ob in Mali, Syrien, Afghanistan, Irak, Iran oder Libyen.

Nebenbei: der Philosoph ist mehrere hundert Millionen Euro schwer (Erbschaft von Unternehmen in Afrika). Ende der 90er Jahre hatte der Philosoph alle Hände voll zu tun, um Reportagen über den Tropenholzhandel seiner Firma an der Elfenbeinküste und Kamerun zu verhindern.

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Henriette Kaschulke

Fremdenlegion

Der französische Staat unterhält selbst für politische Ziele eine organisierte Bande aus Verbrechern, die als Fremdenlegion firmieren.
Die Leute, die sie in Mail Terroristen nennen, bezeichnen sie in Syrien als Freiheitskämpfer.
Tatsächlich kämpfen im Norden Malis Menschen um ihren eigenen Staat, in dem sie nach eigenen Gesetzen leben möchten; ganz so wie es andere Völker auch tun.
Aber genau das ist das Problem. Dieses Recht wird ihn seit Jahrzehnten verneint. Deswegen sind sie kriminalisiert, verarmt und militant.
Die Frage ist aber ohnehin, ob der bescheidene französische Truppeneinsatz die Unabhängigkeitsbewegung der Tuareg zerschlagen kann.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.01.2013 16:27 Uhr
Heinrich Kanther

Organisierte Bande aus Verbrechern?

Sie haben Ihr Wissen über die Legion aus welchem Film?
Die Zeiten, da die Legion Verbrecher aufnahm, sind ja wohl vorbei. Und ansonsten wäre es wohl die erfolgreichste Resozialisierungsinitiative, die ich kenne.
Traurig, dass sie andere Menschen einfach so verurteilen ohne etwas über sie zu wissen. Vielleicht beginnen sie mal mit wikipedia, ist ein guter Anfang.

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Michael Scheffler

@die Herren Hahn und Manteuffel

Deutschland ist - bedingt durch zwei Weltkriege - großer Teile seines Territoriums, insbesondere seiner mickrigen Kolonien entledigt worden. Zudem hat es eine Reeducation (u.a. durch Frankreich) hinter sich, die such das Ziel gestellt hatte, Deutschland friedfertiger zu machen. Nun ist Deutschland friedfertig, da soll es wieder in den Krieg ziehen? Zumal Frankreich und die anderen Kombattanten diese Islamisten in anderen Staaten wie Syrien oder Lybien unterstützen. Wohl kaum! Mir würde es völlig ausreichen, wenn wir den islamistischen Einfluss in Europa zurückdrängen. Wir leben nämlich hier. Was ein Land mit mehrheitlich islamischer Bevölkerung in seinem Inneren anstellt, ist für uns völlig belanglos.

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Closed via SSO

Lévy springt zu kurz.

Afrika ist voll von brutal aufeinanderstoßenden Menschen in Armut/Reichtum. Wo norwegische Investoren romantische Lodges für transpirierende Pensionäre neben bettelarmen Menschen an Strassenlöchern bei Autoreifenfeuer, vorhalten, ist das Potenzial für "Terrorismus" mit der Investition kostenlos mitgeliefert. Alle anderen Vorstellungen sind verwegen ignorant. Von der täglichen Bestechung der Behörden durch christliche Weisse gar nicht zu sprechen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.01.2013 16:31 Uhr
Heinrich Kanther

Herrje, der Gegensatz von arm und reich

Manche wollen es einfach nicht verstehen, dass Terrorismus nichts mit dem Klassenkampf der 68er zu tun hat. Sonst wären Indien und China voller Terroristen. Nicht dass es dort keine gäbe, aber komischerweise sind dies alles ... na? Islamisten. Klingelt´s?
Schauen Sie sich in Nigeria mal an, wer hier wen auspresst. Und dann fragen Sie sich, warum Boko Haram Jagd auf Christen macht.

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Stefan Gigga

Wenn islamistische Kämpfer überall auf der Welt eine Bedrohung sind, wie Levy

sagt, müsste er folglich nun auch ein Bündniss mit Syriens Präsident Assad gegen diese Terroristen fordern. Aber gemäß der westlichen Heuchelei seit 60 Jahren wird natürlich immer zwischen jenen nützlichen Terroristen, die für die Interessen der westlichen Eliten kämpfen und jenen Terroristen, die den Interessen der westlichen Eliten im Wege stehen unterschieden. Und wie die Entwicklung in Libyen/Mali/Syrien zeigt, können teilweise die gleichen terroristischen Gruppierungen mal als unterstützungswürdig, mal als bekämpfungswert angesehen werden.

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Closed via SSO
Wolfgang Hebold (hebold) - 16.01.2013 04:54 Uhr

Gut gemeint

Der Beitrag ist gut gemeint, liegt aber genau auf der Linie, die Levy völlig zu recht kritisiert: Statt die eigenen Interessen bei dem Einsatz zu definieren, erklärt Levy die Interessen der Afrikaner zu unseren. Damit punktet man vielleicht auf einer Parteiversammlung der Jusos. Politik macht man damit nicht. Schon gar nicht eine Politik, die Leben kostet. Denn vergessen wir nicht: Das München Abkommen war zuerst einmal der Verkauf der Tschechen an die Nazis, weil weder in England noch in Frankreich jemand ernsthaft für die Tschechen sterben wollte. Selbst die Polen wurden 1939 ihrem Schicksal überlassen und der 2.Weltkrieg begann wirklich erst am 22.Juni 1940 mit der Kapitulation Frankreichs.

Die Frage ist also: Was sind unsere Interessen? Und da gibt es genügend, um den Einsatz zu rechtfertigen. Die Eindämmung des Islam. Rohstoffinteressen. Die ökonomische Entwicklung Afrikas. Strategische Interessen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.01.2013 16:35 Uhr
Heinrich Kanther

Sehr richtig

Leider ist es in Deutschland ja politisch unkorrekt, Politik orientiert an den eigenen Interessen zu machen. Franzosen, Amis, Russen, Chinesen etc. sind da vernünftiger.

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Günter Busse

Die Leute, die er in Mali bekämpfen will,

unterstützt er in Syrien.
Wenns Frankreich nützt, sind Terroristen auch mal die Guten.
Und wenns Frankreich nicht nützt, sind es eben die zu Bombardierenden.
Und die Schirmherren der Terroristen in Riad bleiben die guten Geschäftspartner.

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Hinrich Mock
Hinrich Mock (HinrichM) - 15.01.2013 23:48 Uhr

Schwülstig

Natürlich ist das Neokolonialsimus. Frankreich betreibt diese Politik parteiübergreifend seit dem Ende der offiziellen Kolonialherrschaft in diesen Gebieten. Mit langfristig stationierten Truppen, mit der Sprache natürlich sowieso und neuerdings auch mit dem Euro.

Und weil die Franzosen praktischerweise ja schon da sind, können sie sich jetzt auch gleich federführend hervortun. "Für die Demokratie" (wer kann dazu schon nein sagen, mon cherie?) und vor allem für den eigenen Einfluß. Gerne dabei haben wollen sie selbstverständlich die EU als Handlanger. Und der Feind ist natürlich von dämonischer Qualität: Pick-ups aus dem Nichts!

(Spätestens) mit diesem Beitrag hier mutierte mal wieder ein vielleicht durchschnittlicher Philosoph zum schwülstigen Claqueur machtpolitischer Interessen im Namen der angewandten humanistischen Ethik.

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15.01.2013, 19:04 Uhr

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