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FAZ Plus Artikel Ilya Khrzhanovskys „Dau“-Projekt : Viel mehr als eine Mauer in Berlin

Eine Wand im „Institut“ in Charkiw. Ilya Khrzhanovsky kreierte den Gebäudekomplex, der die sowjetische Architektur aufgreift, als Drehort für seinen Film „Dau“. Bild: Gruber

Er wolle wieder eine Mauer in Berlin bauen? Der russische Regisseur Ilya Khrzhanovsky über sein multimediales „Dau“-Projekt, dreizehn Jahre Arbeit und das, was er eine Hetzkampagne nennt.

          Er könne diese Hetzkampagne nicht verstehen, erklärt der russische Regisseur Ilya Khrzhanovsky mit jungenhaftem Lächeln. Da bringe er mit seinem immersiven „Dau“-Megaprojekt eine neuartige Kunst- und Erfahrungswelt nach Berlin, der schon Frank Castorf und dann Chris Dercon den Weg hätten bereiten wollen, und der sich Künstler, die daran mitgewirkt hätten, bis heute verbunden fühlten, sagt Khrzhanovsky, den wir in seinem Berliner Büro im Palais am Festungsgraben treffen. Aber die hauptstädtische Presse errege sich allein über die Replik der Mauer, die das Areal des Kunstparcours einfassen soll. Vielleicht liege es an seiner weichen Ausstrahlung, meint der gewinnende Regisseur, der sich lieber als „Katalysator“ von Kunstprozessen versteht, die größer sind als er selbst.

          Kerstin Holm

          Redakteurin im Feuilleton.

          Khrzhanovsky hofft, dass der nach Umplanung um die Hälfte verkleinerte Dau-Parcours, der das Kronprinzenpalais, die Bauakademie, den Schinkelpavillon, nicht mehr jedoch die Staatsoper, die Hedwigskathedrale und den Bebelplatz umfassen soll, in knapp einem Monat tatsächlich eröffnet werden kann. Dass aber eine Berliner Zeitung eine geleakte Arbeitszeichnung ohne Quellenangabe publizierte, eine andere ihm durch Drohungen ein Interview abzuringen versuche und Politiker behaupteten, er bringe Neonazis nach Berlin – „ich, der Jude“ –, finde er merkwürdig. Den publicityscheuen Streetartkünstler Banksy, der die Mauerreplik bemalen wollte, hätten die Indiskretionen schon erfolgreich verscheucht.

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