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Veröffentlicht: 12.01.2013, 11:30 Uhr

Antisemitismus-Vorwurf gegen Augstein Broder entschuldigt sich

Henryk Broder bedauert seinen Vergleich des „Freitag“-Herausgebers Jakob Augstein mit dem Herausgeber des nationalsozialistischen Hetzblatts „Der Stürmer“, Julius Streicher: „Das war vollends daneben.“

© dpa „Das war vollends daneben“: Henryk Broder entschuldigt sich

Der Publizist Henryk M. Broder hat sich für „Dramatisierungen“ in seiner Auseinandersetzung mit dem Journalisten und Verleger Jakob Augstein entschuldigt. In einem Beitrag, der bei „Welt online“ veröffentlicht wurde, nimmt Broder den Vergleich Augsteins mit dem nationalsozialistischen Politiker Julius Streicher zurück. „Das war vollends daneben“, schreibt Broder.

„Jakob Augstein ist weder ein kleiner noch ein großer Streicher, er verlegt nicht den ’Stürmer’, sondern den ’Freitag’, er ist verantwortlich für das, was er heute macht, und nicht für das, was er in einem anderen Leben möglicherweise gemacht oder nicht gemacht hätte.“ Er habe solche Dramatisierungen bei anderen immer kritisiert, schreibt Broder. „Und nun bin ich in dieselbe Falle getappt. Dafür entschuldige ich mich. Und nur dafür.“

Broder hatte Augstein als „kleinen Streicher von nebenan“ bezeichnet, „der nur Dank der Gnade der späten Geburt um die Gelegenheit gekommen ist, im Reichssicherheitshauptamt Karriere zu machen“. Das amerikanische Simon-Wiesenthal-Zentrum hatte Augstein auch unter Hinweis auf Äußerungen Broders auf ihre Liste der zehn schlimmsten Antisemiten der Welt gesetzt. Inzwischen hat auch das Zentrum diesen Vorwurf differenziert.

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Es gibt gute Argumente für Demokratie und Grundrechte. Mit denen sollte man einem neurechten Volksideologen wie Götz Kubitschek doch beikommen können. Mehr 78 116

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