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Antisemitismus-Debatte Israel gehört nicht seiner Regierung

 ·  Dient der Antisemitismus-Vorwurf dazu, absolut jede Kritik an Israels Politik aus Deutschland zu unterbinden? Der Blick einer israelischen Autorin auf den Fall Augstein.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (32)
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Mercedes Flamenco

Beispielhaft

Etwas, was die Deutsche von anderen Volker unterscheidet, ist seine beispiellose und beispielhafte Art, wie sie mit seine äußerst schwer Vergangenheit umgegangen sind. Dafür sind die Deutsche Teil was sie heute sind und können sie sehr stolz dafür sein. Für dieses und vieles anderes hat für mich dieses Volk meine ganze Sympathie und Respekt.
Dies gesagt, ich muss auch sagen, dass man schon eine gewisse Was in vielen Kommentaren findet, die über eine gesunde oder normale Kritik hinausgehen. Die Passionen und Emotionen, die das Thema erweckt, sind grosser als für viele andere brisanteren oder brutaler Themen. Dieses m.E. reflektiert, wie schwer der Last diese Vergangenheit für viele (auch die neue Generationen) noch ist und auch die gewisse verankerte Vorurteile sind. Deswegen scheint es noch wichtig, darüber frei zu diskutieren.
Ich wurde mich wünsche andere Völker konnten es so machen, wie die Deutsche heutzutage es machen können. Die Welt wäre anders, wenn auch nicht perfekt.

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Mercedes Flamenco

El País

Augstein präsentiert die Fakten in seinen Artikeln m.E. sehr Parteiisch. Subtil nennt er in passenden Absätze bestimmte Fakten und schweigt im ganzen über die "anderen" Fakten.
Z. B., er stuft Mubaraksregimen (der einzige "Verbündete" Israel) als ein "Folterregime…stets mit Geld und Waffen versorgt". Schweigt er zwar im ganzen Artikeln über alle andere Regimen in der Nähe, wie er sie persönlich einstuft.
Wenn er ein wirklicher kritischer Journalist wäre, musste er jeder in der Gegend zu Recht kritisieren und einstufen. Dann Israel Regime wurde immer noch gut schneiden bei diesen vergleich. Das tut er nicht. Diese unerklärte und unlogische Berichterstattung macht Augstein m.E. mindestens als Semit-unfreundlich. Auch wenn Israel Regimen schlimm sind, sind sie seit lange nicht das schlimmste in der Gegend.
Wenn ich Augstein lese, konnte ich genau El Pais lesen. Und El Pais wurde ich nicht empfehlen, wenn es um freie Meinung geht.

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Karsten Achterrath

Gruppen und Menschen

Wieso habe ich in dieser ganzen Diskussion das Gefühl, das man versucht zwei Sachen zu mischen?

Ich bin auch nicht mit der politischen Lage in Israel einverstanden, da das Gemisch da unten wie TNT ist und die Politiker beider Seiten wie Kinder mit Streichhölzern an der Zündschnur spielen.

Ich kann aber durch mein Studium soviel sagen, dass eine geschriebene Meinung sehr wohl anders rüberkommen kann bei einem Leser, als wenn die selben Standpunkte wirklich besprochen werden. Wenn man Herr Augstein mal persönlich fragen würde, was er wirklich meint, mit ihm Reden würde, könnten auch Missverständnisse ausgeräumt werden. Das scheint aber ja bereits vom Tisch zu sein.

Eine kritische Meinung, die eventuell unglücklich formuliert wurde und in eine Schublade passt, bedeutet nicht unbedingt, dass der Autor auch wirklich in diese Schublade gehört. Wirklich Sicherheit kann man bei sowas immer erst haben, wenn man mit einer Person wirklich gesprochen hat!

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Michael Dreher
Michael Dreher (hataibu) - 08.01.2013 12:16 Uhr

Gefährlich

Das Simon-Wiesenthal-Zentrum lässt sich mit der Einstufung von Jakob Augstein als Antisemit auf ein gefährliches Spiel ein:
Dadurch des es kritische Israel-Freunde wie Augstein diffamiert, verharmlost es gleichzeitig die echten Antisemiten. Diejenigen, die tatsächlich denken, dass das "Jude-sein" an sich eine negative Eigenschaft sei.
Genau das tut Jakob Augstein nämlich nicht! Er übt vielmehr konkrete und konstruktive Kritik am Handeln der Regierung des Staates Israel, die im übrigen von nicht wenigen Bürgern eben dieses Staates geteilt wird.

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Berthold Rutz

Israel gehört nicht seiner Regierung

Der FAZ ist zu danken für den Artikel von Frau Alexandra Belepolsky. Sie ist nicht allein in ihrer Kritik des Umgangs der israelischen Regierung oder halb-offizeller Organisationen mit der Meinungsfreiheit. - Am 7.11.2012 hielt der in England lebende israelische Publizist David Ranan auf Einladung der Gesellschaft für Politische Bildung in Kiel einen Vortrag zu dem Thema "Darf Deutschland Israel kritisieren ?". Sein Fazit: Selbstverständlich! - und es gibt breite Kreise in der israelischen Bevölkerung, die sich diese Kritik aus dem Ausland, auch aus Deutschland, wünschen, weil sie sich unterstützt sehen in ihrer eigenen Kritik an der israelischen Regierung und der sie stützenden ultraorthodoxen Bevölkerungsschichten.

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Franz-Xaver Krenkl

Zum Glück eine israelische Entlastungszeugin! Danke!

Nur: Warum drängt es die Zeitungsleute wie deren Leser, Augstein bedingungslos zu entlasten? Es geht beim Urteil des SWC nicht um Israel-Kritik. Es geht um die Person Jakob Augstein, der SPON und "Freitag" als Bühne nutzt zu einer Art Kritik, die - so die Meinung des SWC - die Grenze zum Antisemitismus überschreitet. Und hier stimme ich dem SWC zu.
Jakob Augstein phantasiert von einer jüdisch-israelischen Kontrolle der USA, einem - natürlich jüdischen - Israel, dass vom Holocaust auf erpresserische Weise profitiere. Ein Israel, dass anstrebt, eine neuerlichen Weltenbrand, auszulösen. Augstein fabuliert - cui bono - von einem Israel das Zwietracht säht unter den Völkern, das hinter dem Mohammed-Film, den Morden von Bengasi und den Toten in Syrien stecke.
Wer Augstein gelesen hat (und es scheint, die wenigsten haben dies getan) fühlt sich erinnert an die Machwerke vom "Internationalen Juden" oder der "Protokolle der Weisen von Zion".
Oder sollen diese auch kein Antisemitismus mehr sein?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.01.2013 20:04 Uhr
Mercedes Flamenco

@Seifert

Es ist nicht wahr, dass Augstein Kritik auf konkrete Regierungen Israels übt. Mag er ab und zu einen konkreten Namen in sein Artikel nennen und kritisieren, aber seine Kritik zielt subtil alle Regierungen Israel der letzten Dekaden: z.B. "Diese Gewalt ist keine Sache der Religion, sondern eine der Politik."
Bitte, mit zwei Augen lesen :-))!

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Thomas Seifert

Ungeheuerliche Verdrehungen

Laut PISA-Studie haben die Deutschen nicht Schwächen beim Lesen schlechthin, sondern v.a. beim "sinnentnehmenden" Lesen. Vulgo: Sie kapieren einfach nicht, was sie lesen. Ihre (angebliche) Lektüre Augsteins ist ein schlagendes und peinliches Beispiel.
.
So ziemlich alles, was sie Augstein andichten, ist schlicht falsch, die Phantasterei ist ganz auf Ihrer Seite. Nicht: Israel "strebt" einen Weltenbrand an, sondern: der aggressive Kurs seiner derzeitigen Regierung gefährdet den Frieden in einer der brisantesten Regionen der Welt. Nicht: Israel "steckt hinter" Mohammed-Film, Bengasi u.d Syrien, sondern: diese Vorfälle nutzen politisch den Hardlinern in den USA und Israel. Dies nur ein paar Richtigstellungen - solche Feststellungen Augsteins werden von den meisten Analysten weltweit geteilt.
.
Mit antisemitischen Verschwörungstheorien haben sie nun gar nichts zu tun.

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Janina  Reichmann
Janina Reichmann (JCRe) - 08.01.2013 00:32 Uhr

Wahrheit oder Pflicht?

Es ist bemerkenswert, wie es der deutschen Presse ein ums andere Mal gelingt, israelische Apologeten für den deutschen Mainstream-Antisemitismus zu finden. Dieser Kunstgriff ändert an der Faktenlage jedoch glücklicherweise nichts. 

Entgegen dem von Jakob Augstein genährten Mythos der tabuisierten Israelkritik muss qualifizierte Kritik an einzelnen Handlungen der israelischen Regierung natürlich erlaubt sein, und das ist sie. Pauschale Verurteilung der israelischen Regierung, wie sie in deutschen Medien nur zu verbreitet ist, hat damit nichts zu tun. 
Augsteins Äußerungen zum Thema Israel sind pauschal, ungerichtet und verschwörerisch. Ein von der Bundesregierung eingesetztes Expertengremium hat sie deshalb zurecht als antisemitisch eingeschätzt. Nachzulesen sind die Auslassungen Augsteins, ebenso wie die Einschätzung des Gremiums, auf der Homepage der Organisation Publikative.

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franz  feldmann

Liebe Frau Fleitmann: meine volle Zustimmung!

Sie wissen vermutlich selbst, wie sehr Ihre Beobachtungen und Vermutungen zu Hauf durch die Erfahrungen anderer Beleg finden würden, würde man sie denn zusammen führen!
Hier wird in der Tat eine Debatte unter Verschluss gehalten und in falsche Kanäle gelenkt.
Auch ich frage mich: cui bono?
Die Diskrepanz zwischen Empfehlungen des Artikels und der geringen Zahl der Kommentare hier findet sich weder in der Faulheit mögl.Kommentatoren noch in ihrer weltanschaulichen Inkompetenz eine vernünftige Erklärung.

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Tasos Costeas
Tasos Costeas (Tasos) - 07.01.2013 22:17 Uhr

Wir sind Augstein

Niemand will Israel schaden und auch niemand kann die Handlung einer Regierung bedingslos akzeptieren. Aber wie sag man es ohne ein Stein (judisch oder arabisch) auf dem Kopf zu bekommen? Laengst hat sich die Meinung gebildet die Antisimitismus Debate, vor allem in den USA, unter Totalitarismuskrankheit leidet. Alles oder nichts - ist das alles? Ein neuer westlicher Levantismus? Schade wirklich um das renomierte Centrum, das offensichtlich im Fall Augstein weniger sachlich handelt. Sie ist eine rein moralische Institution, die leider in der Falle des Politischen ja sogar der Emotionalitaet gefallen ist - eine gefaehrliche Mischung. Und dies schadet vor allem, dies mal Isreal selbst.

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Gordian Hense
Gordian Hense (arjello) - 07.01.2013 20:26 Uhr

Danke FAZ

Mein Dank an die FAZ Redaktion, dass Sie solche Beiträge veröffentlichen. In der Diskussion sah ich mich schon, bei anderen Zeitungen, wieder um gefühlte hundert Jahre zurück versetzt. Das was hier geschrieben wurde, wird - wenn es genau so in einem Kommentar von einem Leser geschrieben wird - als Verstoss gegen die Richtlinien abgelehnt und mit der Schliessung des Accounts gedroht. Es liegt auch an den Medien, speziell in Deutschland, mehr Diskussion zu diesen Themen zuzulassen und nicht hinter jedem Kritiker einen Antisemiten oder Rassisten zu sehen. Man spürt förmlich die Angst der Verlage vor Reaktionen. Danke für Ihren Mut.

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Donat v. Müller
Donat v. Müller (dvm) - 07.01.2013 20:24 Uhr

Chuck Hagel

hätte dem SWC doch Einiges zu bieten, um Augstein von Platz 9 zu verdrängen, falls er US Verteidigungsminister würde. Oder zählen seine ätzenden Bemerkungen gegen die "Lobby" nicht, weil er Amerikaner ist?

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gert kock
gert kock (gertKo) - 07.01.2013 20:20 Uhr

Würde mir insgesamt mehr Dialog wünschen

Zunächst einmal Danke und Respekt für den Beitrag, an die Autorin Frau Alexandra Belopolsky und an die FAZ für die Veröffentlichung. Unabhängig von der Causa Augstein würde ich mir mehr direkteren Dialog wünschen zwischen israelischen Bürgern, deutsch-jüdischen Bürgern und deutschen Bürgern. Weil ich es besser finde miteinander zu reden, als es Institutionen zu überlassen wie übereinander geredet werden soll.

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Lucas Janssen
Lucas Janssen (Lucas73) - 07.01.2013 19:26 Uhr

Schicksal der Buddhisten in Tibet, Christen im Irak, Kurden in der Türkei???

Ich finde den Augstein und die Besessenheit linker deutscher Journalisten mit Palästina einseitig und unanständig, ich teile Augsteins oder Grass' Kritik an Israel keineswegs.

Aber einen Grass oder Papst Benedikt wegen ihrer Mitgliedschaft als junge Menschen in militärischen Einrichtungen des Dritten Reiches als Nazis zu diffamieren und zu verunglimpfen ist einfach niederträchtig und ignorant.

Einen typischen Sozialisten der Israel mit Kolonialismus verwechselt des Anti-Semitismus zu bezichtigen ist ebenso niederträchtig, der Artikel von Fleischhauer im Spiegel dazu und dieser von Frau Belopolsky ist sehr erfrischend und treffend.

Rechts-zionistische Einrichtungen in den USA tun Juden weder in Israel noch in der Welt einen Gefallen, aber Extremisten und Scheinheilige gibt es nunmal in jedem Volk.

Ich beschäftige mich gerade ausführlich mit Germar Rudolf, David Irving und Paul Rassinier und weil ich niemals einer würde, zucke ich mit den Schultern auf den Vorwurf des Antisemitismus.

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Herbert Hirschfeld

Er hat nicht nur Israel "kritisiert"

Die Autorin macht hier einen Unterscheid zwischen der Kritik an Israel und der Kritik an der Regierung. Aber gerade diesen Unterscheid machte Augstein nicht immer, er kritisierte in den ihm vorgeworfenen Zitaten Israel pauschal. Auch ging es nicht immer um irgendwelche konkreten Maßnahmen der Regierung sondern um Unterstellungen, die nahtlos in "antisemitische Verschwörungstheorien" (so die ADL) übergingen.

Ginge es nämlich nur um die Kritik an Israels Regierung, so wäre Augstein sicher nicht als einziger Journalist in der Liste aufgetaucht, denn die Maßnahmen der Regierung werden auf breiter Front in vielen Ländern kritisiert, ohne Antisemitismusvorwurf.

Im Übrigen hat sich nun auch die Anti-Defamation League (ADL), also eine zweite jüdische Organisation, der Einstufung des Simon-Wiesenthal-Zentrums angeschlossen, und zwar mit obiger begründung.

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Marcus Grundschok

Vergangenheit? Gegenwart? Schaut mal in die Zukunft!

Denn geht die demographische Entwicklung so weiter wie jetzt, werden Juden in Israel ca. 2030 zur Minderheit werden. Spätestens dann werden sie sich bei Netanjahu dafür „bedanken“, dass er 1996 den Friedensprozess im Keim erstickt hat. Ein Paradebeispiel für die verheerende Co-Abhängigkeit von Terroristen und Hardlinern.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.01.2013 18:51 Uhr
Klaus Ermecke

Träumerei, Stereotype, Wirklichkeitsverdrängung

Das ist es, was die deutsche Israel-Debatte auszeichnet. Ein Beispiel für die Träumerei ist der "Friedensprozeß". Der ist vergleichbar mit dem Spiel in der späten Phase der Sowjetunion, als uns im Westen ständig ein fiktives Ringen im Kreml zwischen "Tauben" und "Falken" suggeriert wurde. Damit es dem Westen nicht schlecht erginge, sollte man kommunistischen Forderungen stets nachgeben, um den "Falken" keinen Vorwand zu liefern, die Herrschaft an sich zu reißen. Dieses Spiel wird jetzt mit Israel betrieben, das - um den auch hier rein fiktiven "Friedensprozeß" nicht zu gefährden, in seiner Hauptstadt keine Häuser bauen und seine Hochschule in der Stadt Ariel nicht zur Universität aufwerten soll. Und - natürlich - sollen die Israelis nur linke Politiker wählen. Wegen des "Friedensprozesses".

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Kilian Krochmann

DANKE!!!!

Vielen Dank Frau Belopolsky für Ihr Statement und danke an die FAZ für die Veröffentlichung.
Bitte noch viel mehr davon; es gibt in Israel soviele intelligente Menschen, nur leider finden sie heute im medialen Geschreie kaum Gehör.

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Arne Peters
Arne Peters (Jahiro) - 07.01.2013 13:32 Uhr

Danke.

Kurz und konzentriert ist in diesem Artikel alles gesagt, was ich auch denke. Danke dafür, diese Diskussion endlich und (für mich) abschließend zusammenfzufassen, zu beurteilen und zu kommentieren.

"Der Zweite Weltkrieg ist vorbei. Lass uns über die Gegenwart reden." Ja, denn es gibt wahrlich genug in der Gegenwart zu tun, das unser aller Augenmerk verdient!

Danke dafür.

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 07.01.2013 13:30 Uhr

Nachtrag:

Ps. Ich bin fast immer anderer Meinung wie Augstein, aber "Ich werde alles dafür tun, das er seine Meinung sagen darf!" (1789 ff. Frankreich Quelle im Moment nicht zur Hand!)

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.01.2013 19:37 Uhr
Lucas Janssen
Lucas Janssen (Lucas73) - 07.01.2013 19:37 Uhr

Descartes??? Nein, Voltaire!

"... I detest what you write, but I would give my life to make it possible for you to continue to write." Voltaire, 1770

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Sebastian Kreibig

René Descartes

"Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen."

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Andreas Buntrock

Sehr geehrte Frau Belopolsky,

vielen Dank für Ihre mutigen Zeilen.
Hoffentlich setzt Ihr wichtiger Beitrag jene versöhnlichen Zeichen, die eine (gewollt???) missverständliche und festgefahrene Diskussion als das aufzeigt was sie ist.
Als höchst überflüssiges, beschämendes und rückwärtsgewandtes Ärgernis!

MfG
A. Buntrock

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Hans Lutz Oppermann

Israel braucht die Kritiker

Und was nun? Die Analyse stimmt und was bedeutet das in der Realität? Den Mund halten - Israel und die Araber ignorieren?

In anderen Zusammenhängen würden wir sagen: Werdet endlich erwachsen, rauft euch zusammen, nur gemeinsam zieht ihr den Karren aus dem Dreck!

Oder stärken wir die Kritiker in Israel, die ja auch schon an Lösungen arbeiten, die jenseits der Likud und Liebermann Ideologie diskutiert werden. Wie, die vorbehaltlose Anerkennung Israels durch die Araber; die Festlegung auf Grenzen zwischen Israel und dem Land westlich des Jordans und der beiderseitige Verzicht auf Exklusivität.

Die Kritiker sollten lauter werden, denn Netanyahu wird nach den Wahlen auf eine breite Mehrheit bauen können, die den "religiösen Siedlungszionismus" (M.Brumlik) fördern will.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.01.2013 15:22 Uhr
Closed via SSO
vera schmidt (vera-s) - 12.01.2013 15:22 Uhr

herr krenkl

ihre analyse hat nur einen kleinen schönheitsfehler, mit ausnahme der türkei, der man halbwegs demokratische strukturen attestieren kann, mit der betonung auf halbwegs, zählen sie ausnahmslos diktaturen auf oder solche, wo es schon knapp am rande einer solchen ist, wie ägypten oder russland.

israel rühmt sich hingegen ständig, die einzige demokratie im nahen osten zu sein. misst sich eine demokratie nun neuerdings mit diktaturen oder besser doch mit anderen demokratischen staaten?

ein demokratischer rechtsstaat, der was auf sich hält, muss sich auch an diesen standards messen lassen.

und: das aufzählen anderen unrechts ändert nichts an dem, worum es in diesem artikel eigentlich geht.

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Mercedes Flamenco

@Franz-Xaver

Gratulierung! Voll auf dem Punkt gebracht!

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Franz-Xaver Krenkl

Israel braucht die Kritiker

Nun muss es natürlich möglich sein, Israel zu kritisieren. Und das ist es auch. Hierzulande gibt es unzählige Nahost-Arbeitskreise und Friedensfreunde, die genau das tun: Israel kritisieren. 2012 ging fast jeder deutsche Friedenspreis an einen Israel-Kritiker. Und das ganze Land freut sich, wenn jemand mit letzter Tinte, na was?, Israel kritisiert.
Nun könnten auch andere Länder solch wohlwollende kritische Begleiter brauchen. Nord-Korea. Pakistan. Saudi-Arabien. Jemen. Sudan. China. Russland. Ägypten. Palästina. Türkei.
Leider findet sich hier niemand, der diese Aufgabe übernehmen möchte. Diese Länder bräuchten Kritiker, kriegen aber keine. Während Israel von deutschen Journalisten, Lesern, Künstlern, Schriftstellern, Protestanten und Katholiken, Politikern aller Parteien, Friedensfreunden, Aktivisten ständig kritisiert und belehrt wird. (Mit dem Kommentar, es müsse doch möglich sein, Israel zu kritisieren ...).
Wie nennt man das? Obsession? Fixierung? Knax?

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07.01.2013, 11:50 Uhr

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