Er hat Stullen dabei, als er zum Töten aufbricht. In der Küche seiner Mutter belegt er am Morgen Baguettes mit Schinken und Käse. Dann steigt er in einen gemieteten Kleintransporter und fährt los. Es ist der 22. Juli 2011, und Anders Behring Breivik hat einen langen Tag vor sich.
Seitdem sind Bücher gedruckt, Dokumentarfilme gedreht und psychiatrische Gutachten geschrieben worden, um ihn und seine Tat zu ergründen. Zehn Wochen hat das Gerichtsverfahren gegen ihn gedauert, von Mitte April bis Ende Juni. Am achten Prozesstag, der danach ohne spektakuläre Wendungen zu Ende geht, kommen die Brote des Terroristen zur Sprache, zum einzigen Mal. Ein unscheinbares Detail. Es erzählt allen Norwegern noch einmal davon, dass der Mann, der 77 Menschen umgebracht hat, zugleich einer von ihnen war.
Belegte Brote sind in Norwegen ein Sinnbild der Vernunft, des Durchschnitts, der Biederkeit. In den Supermärkten werden außer den Papiertüten zum Verpacken passgenau zugeschnittene Bögen verkauft, die der Ordnung halber zwischen die verschieden belegten Bestandteile eines Stullenpakets geschoben werden. Es gibt sogar ein Kinderlied über die Vor- und Nachteile des Stullenessens. Denn Norwegen ist das Land der weiten Wege, Reiseproviant ist von alters her wichtig. Es ist auch das Land der hohen Preise, ein Lunch im Restaurant gilt als luxuriös. Und es ist das Land des frühen Feierabends, dazu passen lange Mittagspausen nicht. In den Mensen und Kantinen packen Schüler und Studenten, Arbeiter und Angestellte deshalb Tag für Tag ungeniert ihr mitgebrachtes Essen aus.
Mit viel Mut zur Besonnenheit
Als er sich an jenem Freitagmorgen seine Käse-Schinken-Stullen schmiert, ist Anders Behring Breivik noch kein Massenmörder. Am Abend liegt das Zentrum von Oslo in Trümmern, auf der Insel Utøya sind die Holzwände der Häuser mit dem Blut von Kindern und Jugendlichen bespritzt, den geständigen Täter hat das Antiterrorkommando der norwegischen Polizei unverletzt festgenommen. Seine Stullen hat er nicht gegessen. Eine Dose Red Bull hat ihn durch den Tag gebracht.
Kein Strafprozess hat in Norwegen je für so viel Aufsehen gesorgt, an keinen waren je so große Erwartungen geknüpft wie an das Verfahren mit der Nummer 11-188627, das die Amtsrichterin Wenche Elizabeth Arntzen am 16. April in Oslo eröffnet. „Wenn ein Mann allein so viel Böses tun kann, wie viel Liebe können wir dann alle gemeinsam schaffen?“, hatte eine norwegische Studentin schon kurz nach dem Attentat mit einem Tweet ins Internet gefragt. Sie traf als erste den Ton, mit dem Norwegen auf das brutalste Verbrechen innerhalb der Landesgrenzen seit dem Zweiten Weltkrieg reagieren wollte. „Wir werden auf die Gewalt mit noch mehr Demokratie, noch mehr Offenheit antworten“, hatte der Ministerpräsident zwei Tage später mit bebender Stimme in einem Trauergottesdienst versprochen. Die Welt staunte über so viel Mut zur Besonnenheit. „Lasst uns ein Land, das schon gut ist, gemeinsam noch besser machen“, hatte kurz darauf während einer Gedenkfeier der Imam der größten muslimischen Gemeinde in Oslo nachgelegt. Kronprinz, Außenminister und Bürgermeister saßen auf dem Boden der Moschee und nickten ihm zu.
Die Katharsis als Ziel des Verfahrens
Um all das wissen Richterin Arntzen und ihre Kollegen, ein Berufsrichter und drei Schöffen, als der Prozess beginnt. Der Angeklagte wird verurteilt werden, in dieser und in jeder weiteren möglichen Instanz des norwegischen Rechtssystems. Auch das wissen sie. Er wird nach aller Voraussicht nie wieder das einzige Hochsicherheitsgefängnis des Landes verlassen, in das er am Tag nach seinem Verbrechen gebracht worden ist. Selbst eine psychiatrische Behandlung würde innerhalb der Mauern stattfinden. Er hat die wichtigsten Regeln gebrochen, die für das Zusammenleben von Menschen gelten, und sein Motiv dafür aus einer rechtsextremen, islamophoben Verschwörungstheorie abgeleitet. Wozu dann überhaupt dieser Prozess, in dem Schuld und Unschuld nicht mehr geklärt werden müssen, und von dem viele zudem befürchten, dass Breivik ihn als Bühne zur Selbstdarstellung missbrauchen wird?
Das eigentliche Ziel des Verfahrens sei wie in einer griechischen Tragödie die Katharsis gewesen, die seelische Reinigung, sagt Siv Hallgren. Die Anwältin, eine frühere Kriminalpolizistin, vertritt die Interessen von sechs Familien, deren Angehörige am 22. Juli ums Leben gekommen sind. Schon in den ersten Gesprächen über den möglichen Ablauf der Gerichtsverhandlung, in der Woche nach den Anschlägen, sei allen Seiten diese rituelle Funktion des Prozesses gewusst gewesen. Deshalb seien manche Punkte bewusst ausgeklammert worden. Über Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld etwa wird in einem gesonderten Verfahren befunden. Und die offenkundigen Fehler der Polizei, die nach dem ersten Notruf mehr als eine Stunde braucht, um das Blutbad auf Utøya zu beenden, soll nicht das Gericht, sondern eine Untersuchungskommission aufrollen. Stattdessen ist vor Gericht viel Zeit für den Vortrag der 77 Obduktionsberichte reserviert, der nach dem immer gleichen Muster abläuft. Und mehr als vierzig Augenzeugen sagen über das Grauen von Utøya aus, immer wieder über dasselbe Geschehen.
Er entzaubert sich selbst
Tatsächlich wirken viele Hinterbliebene erleichtert, nachdem sie ein paar Stunden lang wenige Meter vom Täter entfernt als Zuhörer im Gerichtssaal gesessen haben. Ähnlich äußern sich auch viele Überlebende, nachdem sie als Zeugen ausgesagt haben: Nie wieder wollen sie Breivik zu Gesicht bekommen. Aber dieses eine Mal sei es noch notwendig gewesen. Manche suchen dafür sogar den Blickkontakt mit ihm. Er soll sehen, dass sie keine Angst mehr vor ihm haben.
Stück für Stück ist diese Angst in den Monaten zuvor gewichen. Und die letzte Schicht trägt der Prozess selbst ab. Vor allem deshalb, weil die Richterin Breivik so oft ausreden lässt. Wenche Elizabeth Arntzen trägt denselben Vornamen wie seine Mutter, sie gehört auch derselben Generation an. Als er von seinen Stullen berichtet, kneift sie unter ihrem grauen Scheitel Mund und Augen zusammen. Das tut sie immer wieder während dieser Wochen, ihr Gesicht ähnelt dabei dem einer Eule.
Anfangs nehmen ihr einige Beobachter, die Breiviks Tiraden auf Muslime und Sozialdemokraten nicht mehr hören wollen, die Geduld gegenüber dem Angeklagten übel. Doch nach und nach entzaubert er sich an der langen Leine dieses Gerichts selbst. Er verstrickt sich in Widersprüche und verliert sich im Banalen. Sogar die Sympathiebekundungen aus dem rechtsextremen Lager bleiben aus. Nicht einmal in den einschlägigen Internetforen entdeckt der führende norwegische Fachmann für diese Kreise eine auffällige Resonanz. Wer es nicht zuvor schon an der dünnen Stimme, der trotzigen Rechthaberei, der Pomade und den spießigen Anzügen erkannt hat, versteht es am achten Verhandlungstag: Anders Behring Breivik kann sich vor diesem Gericht nicht als moderner Kreuzritter in Szene setzen. Seine Botschaft findet keine Zuhörer. Er hat ein furchtbares Verbrechen begangen und er zeigt keine Reue. Aber in diesem Raum schrumpft der kaltblütige Killer zu einem Mann, der sich Stullen schmiert.
Ein Weltbild aus Hass und Unwissen
Nach einem Jahr der Trauer wollen sich nicht nur Hinterbliebene und Überlebende von ihm verabschieden. Ganz Norwegen sehnt sich nach dieser seelischen Reinigung. Als etwa die Hälfte der Prozesstage verstrichen ist, feiern die Norweger ihren Nationalfeiertag, wie immer ohne Militärparade. Stattdessen steht die Königsfamilie stundenlang auf dem Schlossbalkon in Oslo und winkt den Blaskapellen und fähnchenschwenkenden Schulklassen zu, die unter dem Applaus der Menge durch die Stadt ziehen. In der Regierungsvilla auf der Rückseite des Schlossparks gibt der Außenminister danach einen Empfang für Diplomaten und Professoren, Honoratioren und Unternehmer. Für den Eintritt genügt eine ausgedruckte E-Mail, weder Ausweis noch Rucksack werden kontrolliert, die Stimmung ist gelöst, Kinder wuseln über das Parkett. „Wir wollen auch nach dem Attentat so leben wie früher“, sagt einer der Gäste, er leitet das Osloer Friedensforschungszentrum. „Wir würden uns bedroht fühlen, wenn plötzlich an jeder Ecke bewaffnete Polizisten stünden.“
Knapp fünf Millionen Menschen leben in Norwegen, in Deutschland sind es sechzehnmal so viele. Entsprechend eng ist das Netz der persönlichen Beziehungen, über drei Ecken kennt jeder jeden, und entsprechend groß ist die Wucht, mit der 77 gewaltsame Tode das Land treffen. Aber nach dem 22. Juli plagt die Norweger jenseits dieser Verzahnung mit dem Kollektiv der Trauernden auch die beunruhigende Frage, ob hinter Breiviks Verschwörungstheorie nicht doch ein verdrängter sozialer Konflikt stecken könnte, ein Produkt aus fehlgeschlagener Zuwanderungspolitik und bequemer Ignoranz.
Keine Statistik, keine ernsthafte Analyse liefert belastbare Anhaltspunkte für diese Annahme, im Gegenteil: Es ziehen viel mehr katholische Polen und protestantische Schweden als muslimische Somalier nach Norwegen. Die von Breivik als Gettos beschriebenen Viertel im Osten von Oslo sind günstige, aber alles andere als verkommene Gegenden. Die Kriminalitätsrate unter den Zuwanderern aus Krisengebieten nimmt stetig ab, je länger sie in Norwegen wohnen. Das Weltbild des Attentäters speist sich nicht aus der Realität, sondern aus Hass und Unwissen. Deshalb muss sich die Gesellschaft, die er damit ins Wanken bringen wollte, nun wieder davon freimachen. Sie versucht dies vor Gericht.
Es gibt kein Vorbild für diesen Prozess
Aus Betrug, Diebstahl, Streit ums Sorgerecht besteht der Alltag des Amtsgerichts in Oslo. Das Gebäude, zu Fuß kaum fünf Minuten vom Bombenkrater im Regierungsviertel entfernt, strahlt nüchterne Zweckmäßigkeit aus. Seit fünf Jahren arbeitet Wenche Elizabeth Arntzen hier als Richterin. Ein Muster, an dem sie sich für den Prozess gegen Breivik orientieren könnte, lässt sich aus dieser Erfahrung nicht schöpfen. In Deutschland wurde für die Verhandlung gegen die RAF einst eigens die Strafprozessordnung geändert und ein Gerichtssaal auf dem Gefängnisgelände gebaut, in dem sich dann Verteidiger und Staatsanwälte anpöbelten, Dutzende von Befangenheitsanträgen zogen die Verhandlung in die Länge. Ein solches Verfahren scheint sich Norwegen ersparen zu wollen. Aber welches will es dann?
Es gibt kein Vorbild für dieses Verbrechen, es gibt auch kein Vorbild für diesen Prozess. Das gilt für alle Seiten. Er habe für den Fall seine Seele aufs Spiel gesetzt und hoffe, sie am Ende heil zurückzubekommen, sagt der Rechtsanwalt Geir Lippestad, den Breivik nach seiner Festnahme als seinen Verteidiger vorschlägt. Dass sie in der Vergangenheit einmal Nachbarn gewesen sind, daran erinnert Lippestad sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr; er ist Sozialdemokrat, engagiert sich für Behinderte, seine Frau ist gerade mit dem vierten gemeinsamen Kind schwanger. Trotzdem nimmt der Mann mit dem kahlrasierten Schädel den Auftrag an, drei Kollegen aus seiner Kanzlei unterstützen ihn.
Knapp ein halbes Jahr danach werden Ida Bejer Engh und Svein Holden als Staatsanwälte für das Verfahren benannt. Pfeilgerade sind ihre Karrieren bisher verlaufen. Er gilt als strukturierter Denker, sie als kreativ und psychologisch geschult. Engh vergleicht ihre Rolle mit der eines Arztes auf der Intensivstation: Sie dürfe das Leid der Opfer und die Grausamkeit des Täters nie aus dem Blick verlieren. Aber für die richtigen Entscheidungen sei zugleich Distanz dazu nötig.
Ein transparentes Verfahren
Für den Prozess 11-188627 wird kein Sondergesetz, keine Lex Breivik erlassen. Die Richterin verlässt sich schlicht auf die bestehenden Regeln, das Verfahren soll so normal wie möglich ablaufen. Die Entscheidung erweist sich als ein Glücksfall. Alle Parteien halten sich an die Umgangsformen, sogar an den vorgegebenen Terminplan. Von einem Umbau des Gerichtsgebäudes berichten nur die Reporter, die es nie zuvor gesehen haben. Der große Saal in der ersten Etage ist zwar um einige Stuhlreihen erweitert und mit neuen Möbeln, Internet- und Stromanschlüssen ausgestattet worden. Aber die Sicherheitskontrollen finden in zwei Zelten statt, der Angeklagte wird jeden Morgen durch einen Hintereingang ins Gericht gebracht. Bevor die Verhandlung beginnt, nimmt ihm ein Polizist die Handschellen ab.
Das zweite Prinzip des Verfahrens ist Transparenz. Regelmäßig erläutern die Anwälte ihr Vorgehen. Zum Teil wird der Prozess sogar im Fernsehen gezeigt. Die Einlassungen des Angeklagten sind davon zwar ausgenommen, darauf drängen vor allem die Anwälte der Hinterbliebenen. Die Journalisten dürfen aber auch diese Passagen mitstenographieren. Sekunden später kann jeder Norweger ihre Berichte im Internet lesen, Breivik schaut dazu auf die Laptops der Verteidiger.
Vertrauen auf das Urteil des Gerichts
Wo es so wenige Geheimnisse gibt, wo Routine den Ausnahmezustand verdrängt hat, geht das Kalkül des Terrors nicht auf. An der Institution, die ihn behandelt wie alle anderen Angeklagten, zerbröselt Breiviks eingebildetes Heldentum. Den provozierenden Gruß mit erhobenem Arm zeigt er nur an den ersten Verhandlungstagen, dann folgt er dem mäßigenden Rat seines Verteidigers. Im Gegenzug finden die Norweger Helden, wo sie vorher keine vermuteten. Dass sich Hunderte junger Menschen auf der Insel nicht gegen einen Einzeltäter verteidigt hätten, sei für die feige Überflussgesellschaft typisch, hatte eine Kulturkritikerin in einem Aufsatz geschrieben und damit eine nervöse Leserbriefdebatte entfacht. Dann schildert eine siebzehnjährige Zeugin, wie sie auf Utøya in Lebensgefahr ihre Kleider zerrissen hat, um mit den Bandagen die Wunden ihrer angeschossenen Freunde zu verbinden. Seitdem sind die Selbstzweifel verstummt, stattdessen werden Medaillen an die Helden von Utøya verteilt.
Eine „Generation U“ künftiger Spitzenpolitiker sehen manche Kommentatoren nun sogar heranwachsen. Wird sie das Land noch besser machen, als es schon ist? Und woran soll man messen, was sich seit dem 22. Juli getan hat? Den damals abgeschickten Tweet der Studentin hat das Antirassistische Zentrum in Oslo auf Kunststoffarmbänder drucken lassen und gleich 100 000 Stück davon in China bestellt, verkauft sind erst 7000 - die Idee, die Erinnerung an diesen Tag immer und überallhin mitzutragen, wirkt nicht besonders anziehend. Am letzten Verhandlungstag lässt die Richterin, stellvertretend für viele Hinterbliebene, die Mutter einer von Breiviks Bombe zerfetzten Frau ein Schlusswort sprechen. „Ich vertraue auf das Urteil des Gerichts“, sagt sie. „Ich glaube, ich werde gut mit dem leben können, was hier geschehen ist. Und für diesen Mann werde ich nicht mehr viel Zeit und Kraft verschwenden.“
Utøya soll wieder zu einem politischen Treffpunkt werden
Eine Frage jedoch bleibt offen: Soll Anders Behring Breivik, wie es die Staatsanwaltschaft fordert, wegen einer potentiellen Psychose als schuldunfähig gelten? Und wenn nicht, wie er selbst es verlangt und die überwiegende Mehrheit der Norweger es empfindet: Was hat aus ihm dann einen Massenmörder gemacht? Es wäre bequemer, ihn als brutalen Verrückten abzuschreiben. Denn für die Alternative, die schrittweise Verwandlung eines gewöhnlichen jungen Manns zu einem planvoll tötenden Terroristen, überzeugt keine der im Gericht diskutierten Erklärungen restlos, weder das verschleppte Kindheitstrauma noch die Radikalisierung im Internet. Wer an die Zurechnungsfähigkeit des Täters glaubt, wird deshalb mit dem Rätsel leben müssen, dass es keine gesellschaftliche Versicherung gegen das Böse gibt. Die meisten Norweger sind dazu inzwischen offenbar bereit. Sie haben im Verlauf von Prozess 11-188627 gesehen, worauf sie sich verlassen können.
Es ist jetzt wieder Juli, Sommerferienzeit in Norwegen. Vor dem Redaktionsgebäude der größten Tageszeitung des Landes hängen hinter dem zersplitterten Glas eines Schaukastens immer noch die Seiten der Ausgabe von jenem Freitag vor fast einem Jahr. Nur zwei Blöcke weiter detonierte die Bombe. Das Regierungsviertel steht leer, Sperrholzplatten und Kunststoffplanen haben die geborstenen Fensterscheiben ersetzt. Noch ist nicht entschieden, ob die Gebäude wieder instand gesetzt oder abgerissen werden. Utøya soll wieder zu einem politischen Treffpunkt werden, aber in diesem Jahr halten die Jungsozialisten ihr Zeltlager mehr als tausend Kilometer entfernt im Norden des Landes ab. Siv Hallgren, die Anwältin der trauernden Familien, erholt sich in Spanien von dem Prozess. Für Geir Lippestad, den Verteidiger, haben zwei Monate Elternzeit angefangen. Wenche Elizabeth Arntzen, die Richterin, arbeitet auch in den Ferien. Am 24. August wird sie das Urteil verkünden.