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Ärger über Schauspieler Jackie Chans Freiheit

28.04.2009 ·  Mit der Bemerkung, zu viel Freiheit könne schädlich sein, hat der Hongkonger Kungfu-Star Jackie Chan für Entrüstung gesorgt. In Taiwan rufen mehrere Gruppen zum Boykott von Chans neuem Film auf.

Von Mark Siemons, Peking
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Der Hongkonger Kungfu-Star Jackie Chan hat mit seinen Betrachtungen über die Schädlichkeit der Freiheit Entrüstung in der chinesischen Welt auf sich gezogen.

Chan hatte auf dem asiatischen Wirtschaftsforum Boao erklärt, dass es mit „zu viel Freiheit“ leicht „chaotisch“ werden könne, „so wie in Taiwan“: „Ich merke immer mehr, dass die Chinesen eine gewisse Regulierung und Kontrolle brauchen.“ Er fügte hinzu, dass chinesische Fernsehapparate öfter implodieren und er daher lieber japanische kaufe.

Das Hongkonger Fremdenverkehrsamt wird seither bestürmt, Chan als Tourismus-Botschafter der Stadt abzusetzen. Der demokratische Politiker Leung Kwok-hung sagte, Chan beleidige das chinesische Volk. Besonders groß ist die Entrüstung in Taiwan; mehrere Gruppen rufen dort zu einem Boykott seines neuen Films auf, der wegen seiner Gewaltszenen in China ironischerweise nicht die Zensur passiert hat.

Der Hollywood-Schauspieler Jackie Chan, Altmeister des Kung Fu, bezeichnet die Spiele in China als den besten Weg, Frieden zu verbreiten. Schließlich gebe es im Sport keine kulturellen Grenzen.

Auf dem Festland griff ein offener Brief von zwanzig Hochschullehrern Chan scharf an: Er wisse den Wert der Freiheit nicht zu schätzen, welcher er als Hongkonger all seinen Erfolg verdanke. Der Schauspieler hat sich unterdessen damit zu rechtfertigen versucht, dass er lediglich die Freiheit in der Unterhaltungsindustrie gemeint habe.

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