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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Fernseh-Frühkritik: „Hart aber fair“ Ein Mann auf verlorenem Posten

 ·  Thilo Sarrazin hat sich in seinem Buch bemüht, jede Menge Ängste, Falschinformationen, Mutmaßungen und Projektionen zu bewältigen. Die Art und Weise, wie er damit umgeht, lässt auf eine große intellektuelle Einsamkeit schließen. Sie trat bei „Hart aber fair“ deutlich zutage.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (89)

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Helge Kraak

Die (Selbst-)Überschätzung eines akademischen Titels

Die Formulierung "intellektuelle Einsamkeit" im Artikel ist etwas unglücklich gewählt, da sie auch dahingehend verstanden werden könnte, dass Sarrazin einen so außergewöhnlich hohen Intellekt besitze, dass keine adäquaten Diskussionsebenbilder zu ihm existierten.
Genau das aber stimmt eben nachweislich nicht (wie auch der verlinkte Artikel zum Glück anhand einiger Beispiele ohne große Mühe aufzeigt). Sarrazin ist kein herausstechender Intellektueller. Das zeigt sich z.B. an seinen fundamentalen Fehlern und Schwächen im Umgang mit - für ihn fachfremder - Fachliteratur, aber auch bei seinem Umgang mit statistischem Datenmaterial (das er als Volkswirt vielleicht vom - statistisch gesprochen - deskriptiven Aspekt her noch beherrscht, aber offensichtlich nicht mehr, wenn es um die schließenden Aspekte geht). Einem Menschen mit besonderem Intellekt würde das nicht passieren (nicht das großer Intellekt ohne fundierte Statistikkenntnisse nicht gegeben sein kann; nur wenn man sie eben nicht hat, dann besteht die berechtigte Erwartung an eine der "Intellektuellen"-Kategorie zugeordnete Person, dass sie sich dessen auch bewusst ist und sich entsprechend von diesem Thema fernhält).

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Anlo (Anlo) - 03.09.2010 11:38 Uhr

Herr Wilshaus

Sie haben es sehr gut auf den Punkt gebracht!
Es geht in der Kritik nicht um die benannten Mißstände, sondern die Ursachen, die Sarrazin dafür angibt.
Mich erschreckt mittlerweile die Tatsache, daß so viele Deutsche diesen Unsinn von Sarrazin beklatschen und als Flagge der Wahrheit vor sich hertragen mehr als Sarrazin selbst.

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Anlo (Anlo) - 03.09.2010 09:54 Uhr

@Dorothea Fritsch

"Ein Gleiches" lief in der Rezeption seit den ersten Raubdrucken des Gedichts schon unter dem Titel "Wandrers Nachtlied" und avancierte schon seinerzeit zu Goethes berühmtesten Gedicht. Goethe trug dem Rechnung und setzte es in der von ihm 1815 autorisierten Ausgabe unter "Wandrers Nachtlied" und bezeichnete es als "Ein Gleiches", obwohl die Gedichte völlig unterschiedlichen Ursprungs sind. Erich Trunz, bekanntester Goethe-Forscher in den Anmerkungen seiner (übrigens gängigsten) Goethe-Ausgabe dazu: "Der Titel besagt: Noch ein Nachtlied des Wandrers. Er bezieht sich auf das Gedicht davor. Goethe hat öfters dergleichen Bezeichnungen benutzt, z.B. und , oder und "

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Paul Banaschak

mit welchem Recht kommt eigentlich ein Mann im öffentlich rechtlichen Fernsehen

zu Wort, der selbst immer den Obermoralisten spielt, sich aber die osteuropäischen Zwangsprostituierten kommen liess. Das ist doch das Problem.
Habe gerade die Wiederholung fünf Minuten angehört. Länger hält das wohl kein vernünftiger Mensch aus. Vor allem was der Obermoralist von sich gibt. Friedmann, go home.

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Klaus-Henning Bähr

Es geht nicht zuletzt auch um moralische und rechtliche Defizite

Dieser Mann ist nicht nur ein bedauernswertes Beispiel "intellektueller Verirrung", die ihn "einsam" werden ließ, er ist vor allem ein Beispiel für die verheerende Wirkung populistischer Prediger, die mit groben Vereinfachhungen, Halbwahrheiten und falschen Schlussfolgerungen die Arglosen und Unkritischen einwickeln, siehe Umfrageergebnisse zum neuesten deutschen Sachbuchbestseller. Solange es damit sein Bewenden hätte, wäre es nur ein Ärgerniss. Wenn aber, wie durch Sarrazins maßlose Polemik, Minderheiten diffamiert, beleidigt und in ihrer menschlichen Würde in Frage gestellt werden, wäre jede Nachsicht verwerflich. Insofern ist auch bei diesem Artikel zu beanstanden, dass zu viel Augenmerk auf die inhalltlichen Mängel seiner Thesen und zu wenig auf deren moralische und rechtliche Defizite zu verwendet wird. Diese Dimension des Skandals angemessen zu würdigen, kann von einer aufgeklärten, freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft erwartet werden.

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Anton Staudt

Bundeskanzlerin Merkel sägt Sarrazin ab!

Das ganze Thema Sarrazin wird jetzt zum Bumerang für unsere Bundeskanzlerin MERKEL.
In der FAZ ist soeben ein Artikel erschienen, aus dem ich zitieren möchte:
"Bundeskanzlerin Angela Merkel gab mit ihrer kaum verklausulierten Dienstanweisung an Bundesbank-Präsident Axel Weber, die Affäre Sarrazin zu beenden, den Startschuss für eine beispiellose Kampagne."
Daher weht also der Wind!

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Gustav Adolf Pourroy

Lernprozess auslösen: QUO VADIS Deutschland

Die Wellen, die dieses Buch auslöst, sollten zu einem Lernprozess führen, wohin Deutschlands Weg wirklich führt. Die breite Zustimmung des Volkes kann nicht nur Unaufgeklärtheit des einfachen Bürgers sein. Die Politiker Deutschlands würden gut daran tun, nicht weiter wie Beckmann und Plasberg auf Sarrazin einzuschlagen und dem Volk zuzuhören. Eine freie Meinung wird nieder gebrüllt. Kann sein, dass Sarrazin irrt, aber was löst die breite Zustimmung des Volkes aus? 70 % Zustimmung bei Beckmann und Plasberg hat Büscher gar nichts darüber sagen lassen. Quo vadis, Deutschland ?
Gustav Adolf Pourroy, München

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Siegfried Park
Siegfried Park (Sigip) - 02.09.2010 20:26 Uhr

Herr Minkmar steht auf verloerenem Posten

Wie kann ein Mann auf einem verlorenen Posten stehen, wenn 90% der Bevölkerung hinter ihm stehen?
Die ganzen öffentlichen Meinungsmacher, die ganze politische Kaste stehen auf verlorenem Posten. Nur haben diese es noch nicht gemerkt!
Siegurt Perk

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Paul Banaschak

Die Migranten sind also empört

so so, Herr Minkmar. Da empfehle ich ihnen mal die Gazeta von gestern zu lesen. Die Polen fühlen sich durch H. Sarazzin überhaupt nicht beleidigt. Sie sind sogar stolz darauf, dass die zweite Generation der Polen alle perfekt Deutsch sprechen. Habe ich auch letzen Juli auf dem St. Annaberg selbst erlebt.
Sie solten also nicht solches Zeug zusammenschreiben, sondern sich besser mal mit Migranten unterhalten. Meine Söhne sprechen auch perfekt Deutsch und Schwyzerdütsch und nicht ganz perfekt polnisch.
Pavel Banaschak

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Gerhart Manteuffel
Gerhart Manteuffel (cem_m) - 02.09.2010 20:12 Uhr

Sarrazin überzeugte in der Sendung und war der moralische Sieger.

Nicht nur, dass die Mehrheit der Zuschauer sich klar hinter Sarrazin stellte (wurde ja in der Sendung bekannt gegeben) - sondern auch in der Diskussion überzeugte Sarrazin gegen eine emotional aufgebrachte Besserwisserfraktion, die nicht verstanden hat, um was es ihm eigentlich geht. In nichts hat Sarrazin irgendetwas menschenverachtendes geäussert. Er befreit die Bürger dieses Landes die die unerträglichen Zustände schon zu lange in sich hinein fressen weil unsere mediale Gedankenpolizei und die Politik eine ehrliche und mutige Debatte nicht zu lassen, sondern sie unterdrücken. Die Frage ist: Welche Sendung hat der Autor des Artikels gesehen? Seine Wahrnehmung ist mehr als seltsam. Schade, die FAZ rutscht immer mehr in einen pseudo-linken mainstream, der tatsächlich für Intoleranz steht.

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RENE PAUL ROZEK

Dank an Herrn Minkmar (2) !

für einen einfachen Dank an Herrn Minkmar stehe ich hier auf ca. -300 dunkelrot and adding.
Beim Studium einiger "dunkelgrüner" Kommentare fällt mir eine Frage an Radio Eriwan ein :
Hat Herr Sarrazin Recht ?
Antwort von Radio Eriwan : Im Prinzip ja, aber, es sind nicht die Muslime mit dem Dummheitsgen, sondern die Deutschen und Deutschland wird nicht dümmer durch die hohen Geburtenraten der Muslime, sondern intelligenter :-)

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Anton Staudt

Sarrazin hat den wunden Punkt getroffen.

Die hier bereits abgegebenen Kommentare stehen in diametralem Widerspruch zu den Aussagen des von herrn Minkmar präsentierten Artikels.
Den Grundargumenten von Herrn Dr. Sarrazin kann man nichts entgegensetzen und so schiebt man ihn in dem Artikel halt in die "einsame Ecke" eines "Autisten", da das mit der Nazi-Ecke ja nun nicht gelungen ist:
Ich zitiere aus dem vorliegenden Artikel von Herrn Minkmar:
"In seinem Autismus ist Sarrazin vor allem ein Symbol des intellektuellen Zustands seiner Partei, der SPD."
Herr Dr. Thilo Sarrazin wußte sicherlich, worauf er sich einließ, als er sein Buch veröffentlichte.
Den Preis, den er dafür zahlen wird, mag hoch sein.
Dafür kann er aber wieder in den Spiegel schauen und sagen, daß er nicht zu diesen überängstlichen Politikern gehört und den Mut hat, die Probleme beim Namen zu nennen.
Herr Dr. Sarrazin hat vermutlich bewußt provoziert, wohl wissend, daß sein Buch sonst ungelesen und ohne Wirkung in der Versenkung verschwindet.
Und nun versucht man ihn mittels Presse und Fernsehen ins Abseits zu stellen.
Netzgärtner Kurt

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Dorothee Fritsch

Goethe

Fällt in diesem Land überhaupt noch jemandem auf, wenn in "Hart aber fair" Goethes Gedicht "Ein gleiches" als "Wandrers Nachtlied" präsentiert wird?

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Jochen Mues
Jochen Mues (Courieux) - 02.09.2010 18:10 Uhr

Danke, HerrMinkmar!

Ich empfinde Ihre Art und Weise, sich mit den Äußerungen von Herrn Sarazin auseinanderzusetzen, als wohltuend. Gleichwohl kann ich viele der hier geäußerten Kommentare nicht verstehen. Es wird verschiedentlich gefordert, man solle doch endlich anfangen, dass eigentliche Problem der unbefriedigenden Integrationspolitik zu diskutieren, anstatt sich mit Nebensächlichkeiten wie den schlechten Stil und dem pseudowissenschaftlichen Duktus von Herrn Sarazin aufzuhalten. Meine Sicht hierauf ist doch etwas anders: die eigentliche Debatte IST bereits im Gange - und deshalb sind diese Nebensächlichkeiten genau das Ärgerliche, Bedauernswere, Störende daran. Welchen Mehrwert hat Herr Sarazin denn zu der Debatte geleistet? Keinen, er schadet ihr mit seinen polemischen, falschen und bisweilen dämlichen Äußerungen nur.
Deswegen ist der von einem anderen Kommentator als hochnäsig-mitleidsvoll bezeichnete Tonfall genau der Richtige.
Im Übrigen sei mal ganz ketzerisch angemerkt, dass es für einen Bundesbankvorstand im Bereich Währungsstabilität u.ä. genug zu tun gibt. Wenn er daneben noch Zeit findet, so ein Manwerk zu produzieren, dan stimmt was grundsätzlich nicht.

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Eugene Benjamin

Keineswegs auf verlorenem Posten

Eine Kritik, die einmal mehr den in diesem Fall so erschreckend großen Unterschied zwischen der öffentlichen und der veröffenlichten Meinung sichbar werden lässt.
Erschreckend auch, daß sich weder in der "politischen Klasse" noch in den Medien jemand findet, der willens wäre, sich mit Sarrazins Buch in einer sachlichen Weise auseinanderzusetzen.
Auch die obenstehende Kritik konnte das nicht. Der einzige Beitrag, der in die Nähe dessen kam, was man von einer unabhängigen Zeitung erwarten darf, war der von Herrn Schirrmacher vorgestern.
Man hat den Eindruck politischer und medialer Gleichschaltung. Die politische mag verständlich sein, haben doch alle Parlamentarier ihre Mitschuld an einer Einwanderungspolitik, die an der Multikulti Illlusion der Gutmenschen aus den 70ern gescheitert ist.
Aber warum findet sich keine Stimme in den Medien, die die skandalöse Vorgehensweise einer Regierung gegen einen Kritiker als das bezeichnet, was sie ist?

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Helge Schneider

Die Erde ist eine Scheibe

Statt sich mit dem Kernthema zubeschäftigen, werden Haare am Rand von Nebenschauplätzen gesucht.

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Mike Teforp

T.S. und seine Version von Till Eulenspiegel 2.0 als Angstbewältigung.

Die Wurzel des Übels aber wird nicht genannt: Unsicherheit aufgrund exorbitanter Staatsverschuldung. Die Angst vor eine kommende Verarmung ? Peniaphobie wird kompensiert. Wer soll das alles bezahlen - das ist die Frage!
Die gefühlte "Ohnmacht" der bürgerlichen Milieus darüber, fokussiert ihre Ängste auf ungebildetere Volksgruppen. Klassendenken und Kastendenken meint Identität zu stiften, durch Abgrenzung von anderen! Hinter angeblich zweifelsfreien Zahlen verschwindet noch jedes menschliche Individuum. Was bleibt ist Verachtung und Selbstgerechtigkeit.
Da wirkungsvolles nach oben treten unmöglich, der heilsamen Tritt in den eigenen Hintern oft zu schmerzhaft, bleibt immer noch der Tritt auf vermeintlich "Ungebildetere" im überschießenden Affekt, um sein Gewissen im "Befreiungsschlag" selbst zu beruhigen.

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Thorsten Hermann

Sarrazin - eine vielleicht vergebene Chance

Ich finde schade, dass sich das ganze Thema so auf die Migranten bzw. Bürger mit Migrationshintergrund versteift hat. Es wäre eine gute Gelegenheit gewesen, die Probleme, die sich aus der breiter werden Unterschicht ergeben zu thematisieren. Hier sind Probleme wie Jugendarbeitslosigkeit, Hartz 4-Genartionen, Bildungsschwächen, Übergewicht, Unflexibilität, Antriebslosigkeit, Ghettoissierung, Kriminalität gepaart mit ggü. der Mittel-/Oberschicht überprop. Geburtenraten verstärkt anzutreffen. Auch wenn ein relativ zu großer Bevölkerungsanteil davon einen Migrationshintergrund hat, sollte der Blick auf das Gesamtproblem ausgeweitet werden. Genetische Diskussionen sind kompletter Unsinn, lenken nur von der wichtigen Fragen ab + geben zugleich den Feinden der Demokratie Futter für ihre Propaganda.
Zu guter letzt, liebe Politiker: Nehmt Geld in die Hand, schafft asap überall Ganztagsschulen (12 Jahre!), -kindergärten + Kitas auf hohem Niveau mit Lehrern, Sozialarbeitern, Sozialpädagogen, Eltern, Freiwilligen etc. Für die Banken war "plötzlich" auch Geld da. Nur damit können Sozial-, Demographie- + Bildungsprobleme der Gesellschaft gelöst werden. Seid nicht zu stolz + schaut euch an wie Skandinavien + France es seit Jahrzenhnten machen.

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wolf haupricht

Die Fairness des Hr. Plasberg

hat einen Beitrag initiiert, um einen Bösewicht auszumachen. Dabei ging er - wie so oft - kräftig am eigentlichen Thema - hier verfehlte Integrationspolitik - vorbei. Obwohl Sarrazin bereits seine Äußerungen anl. des besagten Interviews als unpassend klargestellt hat, hat dieser Moderator nichts besseres zu tun, als erneut darauf herum zu hacken. Schade um die Sendezeit. Spannend und die journalistische Trickserei Plasbergs bloßlegend wurde es, als dieser versuchte, Prof. Baring mittels einer Einspielung (eine blöde Erfindung) unvermutet in die rechte Ecke zu positionieren. Dieser wies dies sofort und vehement als infame Unterstellung zurück. Ein Wort des Bedauerns oder Richtigstellung war von Plasberg nicht zu hören. Moderatoren haben wohl Narrenfreiheit, jedoch die Schupze, andere zu maßregeln. Danach entwickelte sich Gott sei Dank doch noch eine Diskussion, die die eigentliche Ursache und mögliche Wirkung politischen Versagens gerade der großen Parteien ins rechte Licht rückte und dann doch noch die ansonsten schwache Sendung rechtfertigte. Im Übrigen hätte die Sendung gestern die Bezeichnung: "Inhaltsarm und einseitig" verdient.

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veritas nomenestomen

Falsches Aussagen rechtfertigen kein öffentliches Teeren und Federn!

Purer emotionaler Schaum quoll manchem Teilnehmer der Runde doppelmoralinsauer aus dem Mund! Es ist wohl eher das gewählte Thema, daß offensichtlich die veröffentlichte Republik-Elite solchermaßen erregt, nicht falsche Schlüsse in einem Buch des Herrn Sarrazin! Sonst müßte man einige der Talk-Teilnehmer wohl ebenfalls teeren und federn angesicht ihres Unausgewogenen, manchmal Kruden
und, im Friedman-Fall, auch Abstoßenden, was von ihnen bisher in die Öffentlichkeit getragen wurde.

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Jahrgang 1966, verantwortlicher Redakteur für das Feuilleton.

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