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China und die Euro-Krise Wir können nicht die ganze Welt retten

 ·  China gilt als Hoffnungsträger bei der Hilfe für Europa in der Finanzkrise - nach den Verhandlungen von der Nacht zum Freitag noch viel mehr. Aber warum, fragen sich die Chinesen, sollten sie den europäischen Lebensstandard sichern?

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (21)
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Jon Gretzky (jgr271) - 11.12.2011 06:25 Uhr

Was heißt eigentlich...

..."alternativlos" auf chinesisch?

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Dietrich Ostermann
Dietrich Ostermann (didio) - 10.12.2011 17:34 Uhr

Ich will das gar nicht...

Wenn China uns retten wollte - ich will es gar nicht und ich würde es den politikern verbieten. Geschäfte mit China zu machen hat immer einen Preis der über dem liegt, was auf dem Preisschild steht. Wir MÜSSEN uns selber retten. das sind wir uns Europäern selbst schuldig. Kein arabischer Scheich, kein reicher Okel aus Amerika, kein Großfürst aus Russland, sondern wir selbst. und ich glaube, wir können das auch. Diese Krise schweißt zusammen. Und wenn es noch schlimmer wird, schweißt sie uns eben mehr zusammen und es wir der Weg für die Reformen frei, die in den "guten" Zeiten nicht möglich waren. Wir schaffen das ohne China.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.12.2011 06:30 Uhr
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Jon Gretzky (jgr271) - 11.12.2011 06:30 Uhr

Die Krise schweißt zusammen?

Das sieht man besonders am Beispiel Großbritanniens, nicht wahr? Die ausgestiegen sind weil sie leisten statt profitieren sollten.

Im übrigen ist die Krise genau dadurch entstanden, daß die Gemeinschaft -außerhalb Deutschlands und der wenigen nördlichen Netto-Zahler- mit einem Gelddrucker verwechselte, und nun trotzig aufstampft wenn das Ding den Dienst versagt.

Eine Gemeinschaft aus Egoisten (an sich schon ein Widerspruch in sich) ist immer zum Scheitern verdammt. Und deshalb wird uns die Krise auch nicht zusammenschweißen.

Ich bin nur froh, daß ich mir das alles von außen anschauen kann, denn aus der Ferne besehen ist alles schön. Sogar der Untergang des Landes, das einmal meine Heimat war.

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Gerhard Rinker
Gerhard Rinker (GerdR) - 10.12.2011 13:47 Uhr

Selektive Investitionen

Die Chinesen sind kluge Leute. Ein einziger Chinese kann besser rechnen als die ganze Mischpoke in Berlin und Brüssel zusammen. Warum also sollten sie die Schrott-Anleihen des EFSF oder der europäischen Südstaaten kaufen? Vielmehr beteiligen sich die Chinesen bei ihren Investitionen in Europa an erfolgreichen Unternehmen (z.B. Munich Re, Medion) oder kaufen sie komplett, sofern der Know-how-Transfer attraktiv erscheint (z.B. Volvo). Eine ganze Reihe namhafter deutscher Maschinenbauer befindet sich übrigens bereits in chinesischer Hand. Ob uns das gefällt, ist eine ganz andere Frage.
PS: Unsere giftgrüne, von einem fast religiösen Rettungswahn (Kima, Atom, arme Griechen etc.) beseelte Politik ist aber derweil damit beschäftigt, südeuropäische Hütchenspieler zu “retten“ und Deutschland zu deindustrialisieren. Morgenthau lässt grüßen.

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Ich denke mal, daß China gute Gründe hat...

Euro und Dollar zu retten. Wenn diese beiden Währungen zusammenbrechen, wird die chinesische Währung dramatisch aufgewertet. Dann ist das das Ende von der "Werkbank der Welt". Die chinesische Wirtschaft kann ohne EU und USA nicht überleben. Alsomuss China alles dransetzen den Euro und den Dollar zu retten.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.12.2011 06:31 Uhr
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Jon Gretzky (jgr271) - 11.12.2011 06:31 Uhr

Komisch...

...genau das gleiche erzählt man uns Deutschen seit Jahr und Tag.

Vielleicht ist es mal Zeit, hinter die Kulissen zu schauen. Man mag überrascht sein was da so zutage kommt.

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Ulf Weingarten

Es ist Advent

Es ist jemand zur Rettung dieser Welt angetreten. Wer so etwas schreibt, riskiert im besten Fall milde belächelt zu werden. Im ungünstigen Fall wird man ihn als weltfremden Fundamentalisten beschimpfen. Sei es drum.

Diese Art Rettung sieht freilich etwas anders aus. Jesus wird nicht unser Finanzsystem in Ordnung bringen wollen. Er hat ganzheitliche Lösungen im Sinn.

Vielleicht doch nicht so weltfremd? Sieht man die verzweifelten und kurzatmigen Bemühungen unserer höchsten Repräsentanten (ich möchte ihnen ehrliches Bemühen keinesfalls absprechen), ist es eventuell doch einen Gedanken Wert, ob die Rettung nicht tief in uns Menschen ansetzten muss, wenn etwas Gescheites daraus werden soll.

Ich wünsche allen eine besinnliche Adventszeit.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.12.2011 06:34 Uhr
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Jon Gretzky (jgr271) - 11.12.2011 06:34 Uhr

Hoffentlich...

...kommen die Leute bei Besinnen auf den Trichter daß man nun mal nicht zwei Herren dienen kann.

Wohin der Dienst am Mammon führt haben wir schon xMal gesehen und erleben es gerade wieder. Vielleicht kapieren wir ja endlich daß das so nichts wird?

Man wird sich ja mal was wünschen dürfen!

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Horst Schmidt

Die Chinesen sehen Europa absolut realistisch

Die Krise Europas ist in Wirklichkeit eine Krise seines Establishments. In Europa - wie auch in den USA - treffen sehr wohlhabende (um nicht zu sagen reiche) Bürger auf arme Staaten. Den politischen Willen das zu ändern gibt es nicht, gab es nicht, und ich fürchte wird es auch in naher Zukunft nicht geben. Diese Europa verdient - da stimme ich den Chinesen völlig zu - nur eines: Einen Tritt in den A...!

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Wolfgang Weinmann

Ich will nicht von China gerettet werden - ich habe meinen Stolz

Nein, es kommt die Stunde, da muß man sich klar werden, wer wieviel Schuld und wieviel leichtfertiges Handeln an seinen Händen hat. Lieber stehe ich hin und sage aifrichtig, daß Duetschland in dieser Situation auch auf sein Wohlbefinden achtne muß. Wir sind an unsere Grunzen gegangen, aber für Betrügerländer wie Griechenland muß man nicht seinen Kopf riskieren. Lieber wickle ich den ganzen Euro ab, als daß ich Bittsteller von China werde. Haben wir das wirklich nötig? Nein!

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.12.2011 06:35 Uhr
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Jon Gretzky (jgr271) - 11.12.2011 06:35 Uhr

Das Wort "Stolz", Herr Weinmann

kommt vom lateinischen "Stultitia", was soviel bedeutet wie "Dummheit".

Vielleicht denken Sie da nochmal über Ihre Aussage nach.

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Dietrich Ostermann
Dietrich Ostermann (didio) - 10.12.2011 17:41 Uhr

Trotzdem will ich nicht von China gerettet werden

Wir sollten erst mal selber versuchen. Ich sehe uns noch nicht so am Ende, dass wir uns am letzten Strohalm - China - fest klammern müssen.

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Michael Wagner
Michael Wagner (comic) - 10.12.2011 15:03 Uhr

Wenn sie alles, was aus China kommt aus Ihrem Wohnzimmer werfen,...

sitzen Sie wahrscheinlich in einem leeren Raum und wenn Sie alles ausziehen was aus China kommt, dann sind Sie nackt!

Wer, glauben Sie, zahlt die Defizite des Sozialhaushaltes? Ein teil sicherlich China, weil es bisher reichlich Bundesanleihen gekauf hat! Wer Schulden macht, begibt sich in Abhängigkeit, von wem auch immer. Wir von den Chinesen und Saudis, die PIIGS von Deutschland, und jeder Privatmann von seiner Bank!

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Matthias Elger
Matthias Elger (melger) - 10.12.2011 12:20 Uhr

Ein Dreieck, das aus Amerika, China und einem durch Deutschland dominierten Europa besteht

soll dann eine friedliche Welt garantieren. Denn letztlich haben dann alle Staaten über die Beziehungen zu dem Dreieck auch Beziehungen zueinander, also auch Iran zu Israel. Klingt toll. Die Bemerkung „Ein solches Beziehungsgeflecht müsse im globalen Maßstab freilich durch dominierende Mächte zusammengehalten werden.“ zeigt das Problem. Und wo ist die dominierende Macht in 30 Jahren. Etwa in dem undemokratischen China?
Zum anderen haben wir solche Dreiecksgefechte schon jetzt. Und es ist keineswegs so friedlich wie gewünscht. Und wie wird es erst bei knapp werdenden Ressourcen aussehen? Aber bestimmt nicht friedlicher.

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Helga Zießler

Aber warum, fragen sich die Chinesen, sollten sie den europäischen Lebensstandard sichern?

Das würde ich mich an Stelle der Chinesen auch fragen. Aber da ich kein Chinese bin, sondern Deutsche, frage ich mich, warum ich den Laissez-faire-Lebensstandard Griechenlands sichern soll.
Zahlen wir eigentlich immer noch Entwicklungshilfe an China???

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Marc Müller

Entwicklungshilfe

Deutschland hat laut einem FAZ-Artikel vom 27.09.2010 (Noch immer fließt Geld nach China) noch vor zwei Jahren 321 Millionen Euro an Entwicklungshilfe für China geleistet. Sollen uns die Länder, die wir mit Geld unterstützen nun wirklich helfen können?
China oder auch die Türkei erleben einen Boom dank Entwicklungs- oder wie im Falle der Türkei Angleichungshilfe.
Aus Deutschland fließt Geld in alle Welt. Geld, das der deutsche Staat und vor allem der Bürger gut selber gebrauchen könnte.
Jetzt aber müssen wir uns von denen, denen wir Entwicklungshilfe schicken sagen lassen, daß wir unsere Hausaufgaben nicht gemacht haben.
Eine, wie auch immer geartete "Hilfe" Chinas würde nur über einen Einkauf in die europäische Wirtschaft, im schlimmsten Fall, die deutsche Rüstungsindustrie gehen.
Wollen wir das? Ich denke nein.
Wir Deutschen können uns selbst helfen, ohne unsere Wirtschaft zu verschachern.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 10.12.2011 12:18 Uhr
Helga Zießler

@ Marc Müller

Pardon, als ich eben meinen Beitrag schrieb, hatte ich Ihren Kommentar noch nicht gelesen. Damit erübrigt sich meine Frage nach der Entwicklungshilfe für China. Wenn die tatsächlich immer noch gezahlt wird, ist das nur ein Zeichen für den verantwortungslosen und völlig unkritischen Umgang der Politik mit dem Geld der Bürger. Die Berechtigung solcher Zahlungen, die vor Jahren mal begründet beschlossen wurden, wird offenbar nie mehr nachgeprüft. Das ist wohl so ähnlich wie mit der Schaumweinsteuer und dem Soli. . .

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Lieber die Gräser des Kapitalismus, als das Getreide des Sozialismus essen?

Tja, soweit ist es jetzt gekommen. der Westen muss den Dalai Lama und Waiwai bemühen, um die Verwerflichkeit des kommunistischen Regimes zu geiseln. Nicht auszudenken, was passierte, wenn Sozialismus tatsächlich mit radikaler Demokratie und Freiheit kombiniert wird.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 11.12.2011 06:23 Uhr
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Jon Gretzky (jgr271) - 11.12.2011 06:23 Uhr

Herr Acassuso,

das "kommunistische" Regime in China hat mit Sozialismus in etwa so viel zu tun wie ein Bordellbesuch mit Liebe.

Nämlich gar nichts.

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Jon Gretzky (jgr271) - 11.12.2011 06:21 Uhr

Frau Ziessler!

Ich weiß ja nun nicht was Sie unter Sozialismus verstehen, eine auch nur annähernd zutreffende Vorstellung davon können Sie allerdings nicht haben... denn sonst würden Sie anders schreiben. Denn Sozialismus (verstanden als das, was Marx und Engels wirklich wollten, und nicht etwa worin ein paar "clevere" Soziopathen es pervertiert haben) und Freiheit schließen sich mitnichten gegenseitig aus... sie sind -ganz im Gegenteil !- wie siamesische Zwillinge miteinander verbunden.

Sicher: wenn Sie mit "Freiheit" das Recht meinen, sich ohne Rücksicht auf Verluste (vornehmlich ihrer Mitmenschen) auszutoben, so wie es das Credo des Neoliberalismus und Sozialdarwinismus ist... nun, dann muß Ihnen das sozial(istisch)e "Leben und Leben lassen" bzw. das biblische "liebe deinen Nächsten wie Dich selbst" als Angriff auf ihre Lebensgrundlage vorkommen.

Doch stellen Sie sich mal vor sie bräuchten nichts zu horten, weil Ihre Bedüfrnisse bereits befriedigt sind. Welche Last fällt da von ihren Schultern!

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Helga Zießler

@ Guillermo Acassuso

Sie stellen die Frage, "was passierte, wenn Sozialismus tatsächlich mit radikaler Demokratie und Freiheit kombiniert wird."
Komische Frage. Wie sollte das funktionieren? Könnten Sie das vielleicht mal erklären?
Das eine schließt das andere völlig aus.

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09.12.2011, 13:59 Uhr

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