21.05.2005 · Die „Goldene Palme“ von Cannes geht an die belgischen Brüder Dardenne für den Film „L'Enfant“. Mit dem Große Preis der Jury wurde der amerikanische Filmemacher Jim Jarmusch geehrt. Wim Wenders ging leer aus.
Die Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne aus Belgien sind für ihr realistisches Drama „L'enfant“ (Das Kind) mit der Goldenen Palme der Internationalen Filmfestspiele von Cannes ausgezeichnet worden. Es ist die zweite Palme für die Filmemacher nach der Auszeichnung für „Rosetta“ im Jahr 1999.
Der Große Preis der Jury ging am Samstag abend an den amerikanischen Filmemacher Jim Jarmusch für „Broken Flowers“. Wim Wenders ging mit „Don't Come Knocking“ leer aus. Insgesamt standen 21 Produktionen im Wettbewerb des Festivals, darunter Werke bekannter Filmemacher wie Lars von Trier, David Cronenberg oder Gus Van Sant.
Tommy Lee Jones bester Darsteller
Der Österreicher Michael Haneke nahm den Regiepreis für seinen verstörenden Film „Caché“ (Versteckt) entgegen, der als französische Produktion entstanden ist. Der Preis der Jury ging an die in den 80er Jahren angesiedelte Familiengeschichte „Shanghai Dreams“ von Wang Xiaoshuai aus China.
Überraschungen gab es bei den Darstellerpreisen: Der Amerikaner Tommy Lee Jones empfing ihn unerwartet von der spanischen Filmschönheit Penelope Cruz. Jones hat in seinem Film „Three Burials“ auch selbst zum ersten Mal Regie geführt. Als beste Schauspielerin wurde die Israelin Hanna Laslo für ihre Leistung in „Free Zone“ von Amos Gitai ausgezeichnet.