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„Tannhäuser“-Skandal an der Rheinoper Abendquatsch

 ·  Ein braver Theaterregisseur mit kühnen Opernideen, ein erst zu ruhiger, dann zu aufgeregter Intendant, dazu ein paar Springerstiefel aus dem NS-Fundus: Schon hat man den Düsseldorfer „Tannhäuser“-Skandal.

Artikel Lesermeinungen (5)
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Hans-Jörg Rechtsteiner

Dem Mannheimer Indieszenesetzer darf man gratulieren

Mit seiner Radau-Tat hat er sich für Bayreuth qualifiziert. Hat Katharina schon angerufen?

Derweil ist erst vorgestern am Staatstheater Darmstadt ein musikalisch glanzvoller und inszenatorisch geistvoller "Ring" zum letzten Mal über die Bühne gegangen. John Dew, sein Spiritus rector, hat in der südhessischen Provinz ein Wagner-Wunder gewirkt, von dem die Medienöffentlichkeit so wenig Notiz nimmt, als hätte man dort den "Bettelstudent" gegeben. Das Publikum wußte aber, wie reich es beschenkt worden war. Es gab Ovationen.

John Dew wird demnächst "Tristan" und "Parsifal" neu herausbringen. Wagner-Fans empfehle ich die Wallfahrt nach Darmstadt.

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Dorothee ROUSSEL-FRIEDENSBURG

Operinszenierungen?

Vielen Dank Herr Stadelmaier für Ihren Kommentar.

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Bjørn Waag

Vielfältige Feigheit

Es hat wenig Sinn, hier auf den üblichen Zuschauer-Festspiel-Chor: "Schluss mir dem Regie-Theater!" mit seinem vielen Haupt- und Seitenthemen einzugehen. Festzuhalten bleibt, dass Gerhard Stadelmaier, vollkommen Recht hat, wenn er die Unprofessionalität des Düsseldorfer Vorgangs feststellt und rügt. Das Rhein-Geschehnis mutet wahrhaft laienhaft an. In der Tat is es im Musiktheater so, dass ein Konzept sehr früh vorgelegt und genehmigt wird. In den letzten Jahren ist es (leider) auch üblich geworden, dass der zuständige Intendant nach der 1. Hauptprobe eventuelle Änderungen verlangt oder für den Notfall andere Konsequenzen zieht. Auch das ein durchaus fraglicher Brauch.
Deshalb ist es vollkommen unverständlich, dass die Rheinoper sich nun ins allgemeine Gesundheitssystem hineindefiniert und ihre künstlerische Kompetenz in einem Akt der intellektuellen Selbstverstümmelung desavouiert. So kommt an den Tag, was doch besser Verdacht geblieben wäre: Sie wissen nicht ganz, was sie tun.

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René Artois

Auch mir ist dieses infantile Herausholen der Nazikeule ...

... ebenso ein Graus wie das meiste andere Rumgeregisseure an klassischen Werken. Deshalb gebe ich Gerhard Stadelmaier vollkommen recht. Das MAchenlassen und dann Zurückziehen des Intendanten ist der eigentliche Skandal.
Wer einen mal ganz anderen, aber stringenten und glaubwürdigen Ring in modernem Gewand sucht, gebe beim Versender seiner Wahl "Wagner", "Ring" und "Fura dels Baus" ein – ich habe jede DVD von vorn bis hinten gebannt genossen, und zwar nicht nur einmal. Wagela Weiiia!

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nikolaus  neugrodda

Wagers Werke

werden häufig zur Unkenntlichkeit entstellt. Tannhäuser als Nazifarce, Lohengrien mit RaTTEN der Rhein als Klärwerk, Rheingold als Stripper im Ring Parsifal als Sado Maso Fetisch Orgie, und last but not least die Meistersinger als Witzfigutenkabinett, ich frage mal gibt es beim Ring ausser den beiden Met Ringen von Schenk und Lepage auf DVD noch einen Ring, den man noch als nacherzählend betrachten kann? Bei Schenk und Lepage ist ein Drache ein Drache ist der Rhein der Rhein ist ein Feuerzauber, ein Feuerzauber ist die Gibichungenhall eine Halle. Selbst für die FAZ sind diese Inzenierungen nur Kostümschinken Die Antwort ist einfach nein... Es muss endlich Schluss sein mit dem Regietheater, Opernregisseur in Deutschland ist ein einfacher Beruf. Man muss nur allen modernen Schund auf die Bühne würden. Und man verdient Geld. Merkerintentanten müsste es geben falsch Bühnengewirk, unsinnig neudeutungen.

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10.05.2013, 17:03 Uhr

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