http://www.faz.net/-gqz-8gc3n

Wiener Theatermann : Schauspieler Rudolf Wessely ist tot

  • Aktualisiert am

Rudolf Wessely auf einem Archivbild aus dem Jahr 2006 bei einer Lesung in München Bild: dpa

Jahrzehntelang prägte Rudolf Wessely die Theaterlandschaft. Nun ist der Schauspieler, Regisseur und Dramaturg im Alter von 91 Jahren in München gestorben.

          Der gebürtige Wiener Rudolf Wessely sei am Montag im Alter von 91 Jahren gestorben, teilte das Residenztheater München mit. Als Dramaturg, Regisseur und Schauspieler habe Wessely die Theaterlandschaft in den vergangenen Jahrzehnten stark geprägt, hieß es weiter. Als Schauspieler war er unter anderem am Burgtheater Wien (1972 bis 1987) sowie an den Münchner Kammerspielen (1987 bis 2001) engagiert. Einem breiten Publikum war Wessely auch durch zahlreiche Film- und Fernsehrollen bekannt.

          Zu seinen Paraderollen gehörten der Narr in Shakespeares „König Lear“ und Nathan in Lessings „Nathan der Weise“. Ebenso in Erinnerung bleibt Wesselys Interpretation des Weltverbesserers in Thomas Bernhards gleichnamigen Stück.

          Nach seiner Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar war er in seiner Geburtsstadt Wien an zahlreichen Theatern tätig. Weitere Engagements führten ihn ans Deutsche Theater in Ost-Berlin, nach Düsseldorf und Wuppertal. Von 1962 bis 1965 leitete Wessely das Atelier-Theater in Bern. Auch den Kammerspielen in Düsseldorf stand er drei Jahre lang vor. Als Schauspieler war er unter anderem am Burgtheater Wien (1972 bis 1987) sowie an den Münchner Kammerspielen (1987 bis 2001) engagiert. 2001 ging Wessely mit Dieter Dorn an das Bayerische Staatsschauspiel, dessen Ensemble er bis 2011 angehörte.

          Quelle: bähr/dpa

          Weitere Themen

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Neue Regierung : Österreichs Wirtschaft frohlockt

          Die neue Regierung aus ÖVP und FPÖ könnte den Standort Österreich in die Top-Liga zurückführen, glauben österreichische Geschäftsleute. Die Volkswirte sehen das allerdings deutlich skeptischer.

          Zweite Chance für die GroKo : Zwischen gestern und morgen

          Diese Woche traf sich der CDU-Bundesvorstand zur Besprechung der Wahlanalysen und zur Klärung der Frage, wie man der SPD begegnen solle. Es wurde deutlich: Für eine große Koalition gibt es noch allerhand Unwägbarkeiten.
          Wie ungerecht ist eine Tradition, die Jesus begründet hat? Das Thema Frauenweihe könnte auch diese Messdienerin einst beschäftigen.

          Frauen in der Kirche : Ran an die Priesterinnenweihe!

          Wer weiß, ob und wann sich ein Papst dazu durchringt, weibliche Priester zu weihen? Christiane Florin plädiert deswegen jetzt für einen „Weiberaufstand“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.