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Veröffentlicht: 12.12.2012, 07:45 Uhr

Ravi Shankar ist tot Sitar-Legende und Indiens Musikbotschafter

Der indische Musiker und Sitar-Maestro Ravi Shankar ist tot. Der Woodstock-Veteran und Beatles-Lehrer galt als „Pate der Weltmusik“. Eine seiner Töchter ist die weltberühmte Soul- und Jazzsängerin Norah Jones.

© dapd Ravi Shankar 1920 - 2012

Der indische Musiker und Sitar-Meister Ravi Shankar ist tot. Die Ravi-Shankar-Stiftung teilte an diesem Mittwoch mit, der Weltstar sei am Vortag im Alter von 92 Jahren in einem Krankenhaus im kalifornischen San Diego gestorben. Indiens Premierminister Manmohan Sing würdigte den Musiker als einen „nationalen Schatz und weltweiten Botschafter des indischen Kulturerbes“. Sie trauere „um ein musikalisches Genie und eine liebenswürdige Seele“, hieß es in einer Twitter-Mitteilung der indischen Botschafterin in den Vereinigten Staaten, Nirupama Rao.

Der dreimalige Grammy-Gewinner Shankar machte indische Musik im Westen populär und beeinflusste zahlreiche Bands wie die Rolling Stones und die Beatles, aber auch John Coltrane und Yehudi Menuhin. Durch seine Zusammenarbeit mit den Beatles wurde er nebenbei zur Ikone der Hippie-Bewegung. Er führte traditionelle indische Musik in die Popmusik ein und brachte in den sechziger Jahren dem Beatles-Gitarristen George Harrison das Sitarspiel bei. Harrison verehrte ihn danach als „Paten der Weltmusik“. 1969 trat der „Weltmusiker“ neben Jimi Hendrix, Joe Cocker, Janis Joplin und anderen beim legendären Festival in Woodstock auf.

Shankar komponierte zahlreiche Filmmusiken, unter anderem zu „Gandhi“. 1986 wurde er von Ministerpräsident Rajiv Gandhi für das Oberhaus des indischen Parlaments nominiert, dem er bis 1992 angehörte.

Ravi Shankar, am 7. April 1920 in Varanasi als jüngster von sieben Söhnen einer bengalischen Brahmanenfamilie geboren, ist der Vater der prominenten Sitar-Spielerin Anoushka Shankar und der weltberühmten Soul- und Jazzsängerin Norah Jones.

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Mit seinem Album „The Living Room Sessions Part 1“ ist er für die Grammy-Awards 2013 nominiert. In der Kategorie „Bestes Weltmusik-Album“ tritt er nun posthum unter anderem gegen seine Tochter Anoushka an, die mit „Traveller“ ins Rennen geht.

Shankar hatte Atemwegs- und Herzprobleme und war vor wenigen Tagen in San Diego operiert worden. Fernsehsender in seinem Heimatland Indien unterbrachen für die Nachricht über den Tod des Musikers ihr Programm und brachten Sondersendungen.

Quelle: FAZ.NET/dpa

 

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