07.08.2007 · Die Salzburger Festspiele sind gebeutelt: Erst sprangen Elina Garanca und Mikhail Pletnev ab, dann Neil Shikoff und Vesselina Kassarova, nun auch noch Rolando Villazón und Anna Netrebko. Vor allem Netrebkos Absage sorgt für Ärger.
Die Salzburger Festspiele sind gebeutelt: Erst sprangen Elina Garanca und Mikhail Pletnev ab, dann Neil Shikoff und Vesselina Kassarova, nun auch noch Rolando Villazón und Anna Netrebko. Netrebko sagte ihre Mitwirkung in Pergolesis „Stabat mater“ am 8. und am 10. August ab, weil sie an einer Kehlkopfentzündung leide. Von den Vertrauensärzten der Festspiele will sie sich aber nicht untersuchen lassen.
Die Hiobsbotschaft erreichte Salzburg erst am Montag und wurde, darüber ist man hier besonders verärgert, nicht persönlich, sondern von der Agentur überbracht. Nun ist der Festspielleitung der Kragen geplatzt: „Netrebko sahen wir strahlend im Fernsehen, in Baden-Baden und in einem italienischen Restaurant in Wien“, sagte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler der österreichischen Zeitung „Die Presse“. „Wir erwarten eine Erklärung.“
Jürgen Flimm gab zu verstehen, dass er unter diesen Umständen über kommende Engagements der Netrebko neu nachdenken müsse. Netrebko zeigt sich derweil via Agentur betrübt darüber, dass „Unwahrheiten über mich verbreitet“ werden. Christine Schäfer ist in letzter Sekunde für sie eingesprungen.