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„La Traviata“ in Salzburg Der schöne Tod

 ·  Massenhafte mediale Aufmerksamkeit für die Oper dank der knuffig-knusprigen Russin Anna Netrebko: Eine Traumbesetzung vergoldet Willy Deckers neue „Traviata“ bei den Salzburger Festspielen.

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4ashley (4ashley) - 10.08.2005 20:03 Uhr

Amorrrr

Da haben Sie sich ja vom dem Medienrummel mächtig anstecken lassen. Oder habe ich die falsche Aufführung gesehen/gehört? Eine Uhr als Zeichen der Vergänglichkeit – was für ein origineller Einfall. Simpler und flacher geht's wirklich nicht.
Dass Frau Netrebko, wie Sie schreiben, alle Töne trifft, ist ja ein bemerkenswertes Lob - ich dachte immer, das wäre in der Oper die Voraussetzung, um überhaupt auf die Bühne gelassen zu werden. Was aber waren das für Töne, die die Netrebko da zwischendurch atemlos heraus-keuchte? Von Verdi waren sie jedenfalls nicht. Natürlich, klar, das Geschnaufe (ganz schlimm im 3. Akt) sollte uns besondere Intensität vermitteln (Achtung Schwindsucht!) – wie das halt Sänger machen, die so etwas nicht stimmlich darstellen können.
Aber dass Sie in Ihrem Lobeshymnen auf Herrn Villazon dessen Forcieren, diese Unart möglichst jeden Ton mächtig herauszubrüllen, ganz überhört haben, ist schon sehr verwunderlich. Dabei geht ihm auch noch die Luft aus, beispielsweise beim letzten "quasi in ciel", wo die Stimme einfach versackt und die letzten Töne verhungern. Zum Ausgleich erfreut er mit einem schaurig rollenden "R": "Univerrrrrso", "Amorrrrrr" usw. Egal, Hauptsache die Show ist achtfach überbucht.

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Stefan Ehinger

Traviata

In der Tat: solangweilig spielten die Wiener Philharmon iker schon lange nicht bei eine Festspielauführung. Wessen Idee war eigentlich das Engagement von Carlo Rizi?

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Trothe (Trothe) - 09.08.2005 17:32 Uhr

Der schöne Tod

Diese "Traviata" hatte soviel Glanz, soviel Dynamik, wie ich sie nur ganz selten auf der Opernbühne gesehen habe.
Hier spielten weder die Telegenität noch die Bekanntheit der Anna Netrebko eine Rolle; was überzeugte war das, was auf er Bühne zu sehen und zu hören war. Drei hervorragende Protagonisten, die sich in nichts nachstanden. Darstellerisch und sängerisch auf höchstem Niveau. Dazu eine stringente, zwingend nahe Personen- regie, ein schlichtes anzentsetzendes Bühnenbild (das nicht zuletzt auch die Akustik trefflich unterstützte)... ein rundum gelungenes Kunstwerk.
Fernsehrgerecht inszeniert? - glaub ich zunächst mal nicht.
Die Inszenierung steht für sich. Und wenn doch? Warum nicht? Es wäre schade gewesen, wenn diese Inszenierung sehr vielen Interessierten verwehrt gebleiben wäre, weil es unmöglich ist, in Salzburg an eine Karte zu kommen....

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Renate Igou
Renate Igou (Renata3) - 09.08.2005 11:31 Uhr

Der schöne Tod

Sehr geehrte Frau Büning,

sie haben mit sehr viel Kenntnis dieser Oper die Vorstellung in Salzburg meisterhaft kommentiert, so daß ich mir den Ablauf des Abends bzw. der Darstellung gut vorstellen kann. Ihre Beschreibung wie auch die gewählten Metaphern sind sprachgenial - gern hätte ich die Oper selbst gesehen - Ihre Worte sind ein Trost. Danke.
Gruß Renate IGOU

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Jahrgang 1952, Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin

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