http://www.faz.net/-gqz-94n2b

Vertrag vorzeitig beendet : Chefdirigent Hengelbrock verlässt Elbphilharmonie früher

  • Aktualisiert am

Thomas Hengelbrock, Chefdirigent des Elbphilharmonie-Orchesters, bei einem Konzert im August in Spanien Bild: EPA

Thomas Hengelbrock, der Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie-Orchesters, wird bereits im Sommer 2018 gehen. Damit reagiert er auf die zeitige Benennung seines Nachfolgers.

          Der Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, Thomas Hengelbrock, beendet seinen Vertrag im Streit vorzeitig. Statt wie geplant 2019 werde er schon im Sommer 2018 das Orchester verlassen, sagte er der Hamburger Regionalausgabe der „Welt am Sonntag“.

          Im Juni hatte der NDR den amerikanischen Dirigenten Alan Gilbert als neuen Chefdirigenten des NDR Elbphilharmonie Orchesters vorgestellt. Er habe den NDR damals frühzeitig darüber informiert, dass er seinen Vertrag nicht noch ein weiteres Mal verlängern werde, sagte Hengelbrock der Zeitung.

          „Sehr unerfreulich war dann das Vorgehen des NDR, unmittelbar nach der öffentlichen Ankündigung dieses Schrittes, meinen Nachfolger zu benennen und noch in derselben Woche, in der ich zehn Konzerte zu dirigieren hatte, vorzustellen.“ Das habe nach außen einen ganz falschen Zungenschlag in diese Sache gebracht. Auf der Frage, ob dies der Grund sei, warum er den Vertrag nun vorzeitig beenden werde, sagte Hengelbrock: „Ja, so ist es.“

          Der NDR hat mit Nachfolger Alan Gilbert einen Vertrag über eine Laufzeit von fünf Jahren vereinbart. Nach acht Jahren als Dirigent des Royal Stockholm Philharmonic Orchestra wurde er 2009 als erster gebürtiger New Yorker zum Dirigenten der New Yorker Philharmoniker ernannt. Gilbert ist mit der schwedischen Cellistin Kajsa William-Olsson verheiratet. Das Paar hat drei Kinder.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Hart an der Grenze : Trumps knallharte Ministerin

          Kirstjen Nielsen ist über Nacht zum Gesicht für Trumps gnadenlose Grenzpolitik geworden. Zwar verteidigt die Heimatschutzministerin dessen Politik eisern, doch reicht das dem Präsidenten?
          Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat im Parlament gerade noch die Kurve gekratzt.

          Brexit-Debatte : May entgeht Schlappe im Parlament

          Theresa May kann aufatmen – die große Brexit-Krise bleibt Großbritanniens Premierministerin im Parlament vorerst erspart. Ihr Sieg steht jedoch auf wackeligen Beinen.

          Treffen mit Sebastian Kurz : Söders neue Denkfigur gegen Merkel

          Das bayerisch-österreichische Treffen in Linz war seit längerem geplant. Angesichts des Asylstreits in der Union wirkt es aber wie ein besonders perfider Einfall der CSU – um Sebastian Kurz gegen die Kanzlerin in Stellung zu bringen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.